Worum geht es? Er sei "nie der große Leser" gewesen, so Norwegens Star-Stürmer Erling Haaland, der hauptberuflich sein Brot beim englischen Topclub Manchester City verdient. Trotzdem hat er jetzt ein Buch gekauft – und dann gleich eines um 120.000 Euro.
Um welches Buch geht es hier? Eine Ausgabe von Snorre Sturlasons Königssagen aus dem Jahr 1594. Das Werk gilt als das wichtigste norwegische Buch überhaupt – und ist jetzt jedenfalls auch das teuerste.
Wie kam der Kicker auf die Idee? Der 25-Jährige ersteigerte das historische Werk im vergangenen Dezember gemeinsam mit seinem Vater Alf-Inge bei einer Auktion.
Und kommt es jetzt in Haalands Bibliothek? Nein, das Buch soll als Dauerleihgabe an Haalands Heimatgemeinde Time verliehen und so jedem Interessierten zugänglich gemacht werden, "damit alle über jene nachlesen können, die aus meiner Gegend kamen, aus Bryne und Jæren".
Reißt das Buch ein Loch in Haalands Konto? Eher nein. Der Stürmer kassiert bei Manchester City ein jährliches Grundgehalt von etwa 30 Millionen Euro, da gehen sich notfalls noch mehr historische Schmöker aus.
Worum geht es? Die vierte Staffel der Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton ist gerade erst online gegangen, da macht der Streaming-Gigant schon neugierig auf den nächsten Durchgang. Und dabei wird es eine Premiere geben.
Nämlich? Erstmals wird eine lesbische Liebe im Zentrum der Ereignisse stehen. Konkret sind es die zurückhaltende und etwas geheimnisvolle Francesca Bridgerton (Hannah Dodd) und Lord Kilmartins Cousine Michaela (Masali Baduza), die sich suchen und finden sollen.
Warum weiß man das? Ein erster Trailer, der am Dienstag veröffentlicht worden ist, zeigt die beiden beim schüchternen Händchenhalten.
Worum geht es bei "Bridgerton"? Die im England zu Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelte Serie handelt von der wohlhabenden Familie Bridgerton und den Liebesgeschichten ihrer insgesamt acht Kinder. In jeder Staffel steht die Partnersuche eines der Kinder im Mittelpunkt.
Aber hat Francesca denn nicht bereits ihre Liebe gefunden? Ja, sie heiratete in der dritten Staffel Lord Kilmartin, der allerdings in der vierten Staffel starb. "Zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Ehemanns beschließt Francesca, sich wieder auf die Suche nach einem Partner zu begeben", so Netflix geheimnisvoll.
Wann wird die fünfte Staffel anlaufen? Sie befindet sich laut Netflix aktuell in Produktion und wird wieder acht Episoden haben. Realistischerweise ist ein Start in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 wahrscheinlich.
Worum geht es? Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran ein Ultimatum gestellt. Entweder die Straße von Hormus wird innerhalb von 48 Stunden freigegeben, oder wir bombardieren die Energieanlagen.
Und? Am Montag zog Trump die Frist zurück. Auf Truth Social schrieb er – durchwegs in Großbuchstaben –, dass er die Angriffe "verschoben" habe. Er sei "erfreut" darüber, verlautbarte er.
Begründung? In den vergangenen zwei Tagen habe es "gute und konstruktive Gespräche" mit dem Iran gegeben. Das Ziel sei es, den Einsatz im Nahen Osten beenden zu können.
Wie geht es jetzt weiter? Trump kündigte an, dass die Gespräche die Woche über andauern werden. Er räumte deswegen eine 5-Tage-Frist ein, um sie zu einem Abschluss zu bringen.
Was steckt dahinter? Einmal Taktik, der US-Präsident wollte den Druck auf den Iran erhöhen. Andererseits natürlich auch die Angst vor einer weiteren Eskalation. Ein Angriff auf die Energieanlagen hätte die Welt noch empfindlicher getroffen – auch die USA.
Worum geht es? Auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia kam es in der Nacht auf Montag zu einem dramatischen Unfall. Ein Regionalflugzeug der Air Canada kollidierte unmittelbar nach der Landung mit einem Einsatzfahrzeug.
Wie kam es dazu? Das Feuerwehrfahrzeug mit zwei Helfern an Bord war auf dem Weg zu einem anderen Einsatz mit einem Flugzeug der United Airline, das den Start abgebrochen hatte. Es hatte offenbar die Freigabe, die Start- und Landebahn zu überqueren.
Woher weiß man das? Aus dem Funkverkehr des Fluglotsenturms am Flughafen geht hervor, dass ein Lotse offenbar abgelenkt war. Das berichtet die New York Times, die den Audiomitschnitten hören konnte.
Wie stark war die Wucht des Anpralls? So heftig, dass eine Flugbegleiterin aus dem Flugzeug geschleudert wurde, obwohl sie noch angeschnallt war. Sie überlebte mit einem Beinbruch.
Wann passierte das Unglück? Am Sonntag um 23.40 Uhr Ortszeit, also 5.40 Uhr MEZ. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten schwierige, aber nicht außergewöhnliche Wetterbedingungen. Berichtet wurde von Regen, reduzierter Sicht und einer nassen Landebahn.
Was waren die Folgen? In dem Bombardier CRJ-Jet von Jazz Aviation im Auftrag von Air Canada Express aus Montreal, starben der Pilot und der Copilot. An Bord befanden sich 72 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.
Gab es Verletzte? 41 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, einige mit schweren Verletzungen, darunter auch die beiden Insassen des Feuerwehrwagens. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.
Was passierte mit dem Flugbetrieb? Er wurde bis Montagnachmittag 14 Stunden lang eingestellt. 500 Flüge wurden abgesagt. Der Flughafen LaGuardia in Queens ist der drittgrößte Flughafen der Region und befördert im Jahr mehr als 30 Millionen Passagiere.
Worum geht es? In Frankreich fanden am Sonntag Bürgermeisterwahlen statt. An allen Orten, an denen es eine Woche davor keine absolute Mehrheit gegeben hatte, mussten Kandidatinnen und Kandidaten zur Stichwahl antreten.
Wie war das in Paris? Emmanuel Grégoire, Kandidat der Sozialistischen Partei (PS), wurde zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt und folgt damit auf Anne Hidalgo, die nach zwei Amtszeiten nicht mehr antrat.
Was bedeutet das? Grégoires Wahl markiert eine Fortsetzung der linken Führung in der Hauptstadt, die seit rund 25 Jahren besteht. Der bisherige Stellvertreter kann die Politik seiner Vorgängerin fortsetzen, also etwa den Ausbau des Radwegnetzes.
Wie lautete das Ergebnis? Grégoire kam mit einem vereinten Linksbündnis, zu dem auch die Grünen gehörten, auf etwa 50,5 Prozent der Stimmen, Ex-Kulturministerin Rachida Dati erreichte rund 26 Prozent. Alle übrigen Kandidaten blieben unter 10 Prozent.
Wie feierte er? Grégoire unternahm am Sonntagabend in Paris mit zukünftigen Stadträten eine Siegesfahrt mit dem Fahrrad, um zu zeigen, dass die französische Hauptstadt ihre fahrradfreundliche und umweltorientierte Politik fortsetzen wird.
Wie wählten die anderen Städte? Marseille bleibt eine linke Hochburg. In Lyon siegte der sozialistische Kandidat nach einem Bündnis mit der linksextremen Partei Unsubmissive France. Rechtsextreme und populistische Kandidaten erzielten etwa in Nizza Zugewinne.
Worum geht es? Der Transportation Security Administration (TSA) fehlt es momentan hinten und vorne an Personal. Deshalb kam es zuletzt zu Wartezeiten von mehreren Stunden bei der Abfertigung von Passagieren.
Was ist der Hintergrund? Wegen des anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands (weil es keine Einigung über das Budget gibt) in den USA sind viele Mitarbeiter seit Wochen ohne Bezahlung im Dienst. Viele haben deshalb gekündigt oder sich krank gemeldet.
Wie massiv ist das Problem? In einigen großen Flughäfen liegt die Abwesenheitsrate bei TSA bereits bei mehr als einem Drittel aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Was passiert nun? Als Reaktion darauf hat die Trump‑Regierung angeordnet, dass hunderte Agenten der umstrittenen Behörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) an Flughäfen eingesetzt werden sollen.
Ab wann? ICE‑Agenten wurden bereits an mehr als einem Dutzend großer US-Flughäfen zugeteilt. Die genaue Liste wurde von der Regierung bislang nicht vollständig offiziell veröffentlicht, aber es handelt sich um mindestens 17 Airports.
Welche? Etwa Atlanta, John F. Kennedy und LaGuardia in New York, Houston, Newark, New Orleans ...
Kann ICE helfen? Laut Gewerkschaften und Sicherheitsexperten sind ICE‑Agenten nicht für diese Aufgaben geschult (X‑Ray, Explosivdetektion etc.). Sie dürften auch keine regulären TSA‑Screening‑Pflichten übernehmen.
Worum geht es? Vor zwei Wochen Baden-Württemberg (gerade noch die 5-Prozent-Hürde geschafft), am Sonntag Rheinland-Pfalz (Ministerpräsident verloren) und München (Bürgermeistersessel an Grüne verloren): Die SPD stürzt überall ab.
Was nun? Das haben sich die beiden Partei-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil auch gefragt. Und dazu am Montag eine Pressekonferenz gegeben, auf der sie eher ratlos wirkten.
Wie war das zu merken? Klingbeil wurde gefragt, ob er an Rücktritt gedacht habe. Das offenbar nicht, aber wenn die anderen das wollen, sagte er, dann würde er gehen.
Wie ist das gemeint? Er meinte, er habe sich folgendes "deutlich gemacht". Wenn es "eine Meinung gibt im Präsidium, dass ich nicht der Richtige bin als Parteivorsitzender, dass man mir das offen sagt". Er will also nicht gehen, sondern höchstens gegangen werden.
Wie sieht das seine Co Bärbel Bas? Offenbar ähnlich. "Wir haben nicht den Rücktritt angeboten", sagte sie. "Aber wir haben gesagt, wir wollen eine offene Diskussion. Wir beide sind als Team angetreten und wir pflegen das offene Wort."
Was passiert jetzt? Die SPD will im Präsidium über "Inhalte" und "Strategie" reden, eine Personaldebatte würde aber "das Land ins Chaos stürzen" und dabei seien die Menschen ohnehin schon "total verunsichert". Die Sitzung soll am Freitag stattfinden.
Worum geht es? Leonid Radvinsky, Mehrheits-Eigentümer und Kopf hinter der Plattform OnlyFans, ist im Alter von nur 43 Jahren gestorben. Sein Tod wurde nun von der Firma offiziell bestätigt.
War er der Gründer? Nein, die Plattform wurde 2016 von Tim Stokely gegründet. Radvinsky besaß seit 2018 die Mehrheit an der Muttergesellschaft Fenix International Limited und prägte danach die Entwicklung von OnlyFans entscheidend.
Was ist OnlyFans? Creatoren erstellen Inhalte – z. B. Fotos, Videos, Tutorials oder Livestreams. Fans abonnieren einzelne Accounts und bezahlen dafür regelmäßig (meist monatlich). OnlyFans behält einen Provisionsanteil von ca. 20 Prozent der Einnahmen.
Womit wurde OnlyFans bekannt? Vor allem mit Erotikinhalten. Es handelt sich um eine der größten Paid‑Content‑Plattformen weltweit: bis zu 415 Millionen registrierte Nutzer, 190 Millionen aktive User, über 4 Millionen Creatoren.
Was weiß man über Radvinsky? Leonid "Leo" Radvinsky wurde in der Ukraine geboren. Er wuchs in den USA auf, nachdem seine Familie nach Chicago (Illinois) ausgewandert war, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University und schloss sein Studium 2002 ab.
Woher hatte er das Geld? Er gründete oder kaufte ab 2004 Beteiligungen an Webcam‑Plattformen für Erwachsene, insbesondere MyFreeCams. Die Webseite generierte hohe Einnahmen durch Abos, Pay-per-View und Trinkgelder von Nutzern.
Was war die Todesursache? Radvinsky starb nach einem langen, nicht öffentlich bekannten Kampf gegen Krebs. Die Plattform teilte mit, dass er "friedlich verstorben" sei und die Familie um Privatsphäre bitte.