Worum geht es? Donald Trump hatte am Freitag den Druck auf die Hamas erhöht. Akzeptiert die Terrororganisation den neuen US-Friedensplan für Gaza nicht bis Sonntag, 22 Uhr, stehe ihr "die Hölle auf Erden bevor", so der US-Präsident in einem Post auf Truth Social.
Was steht im Friedensplan? Der Plan sieht ein sofortiges Ende der Kämpfe in Gaza und die Freilassung von 20 noch lebenden israelischen Geiseln vor. Außerdem die Übergabe der sterblichen Überreste aller anderen Geiseln, im Austausch gegen Hunderte von inhaftierten Gaza-Bewohnern. Und das alles binnen 72 Stunden.
Was sagt die Hamas dazu? Sie gab am Freitag eine schriftliche Erklärung ab. "Die Bewegung verkündet ihre Zustimmung zur Freilassung aller Geiseln – der lebenden und der sterblichen Überreste – gemäß der Austauschformel im Vorschlag von Präsident Trump," schrieb sie darin.
Nimmt die Hamas den Plan also an? Das ist nicht ganz klar, denn direkt nimmt sie darauf nicht Bezug. Allerdings gibt es weitere Zugeständnisse." Etwa "die Übergabe der Verwaltung des Gazastreifens an ein palästinensisches Gremium unabhängiger Technokraten, basierend auf dem palästinensischen nationalen Konsens und der Unterstützung der arabischen und islamischen Welt".
Und weiter? Andere Punkte müssten weiter beraten werden, so die Hamas. Jedoch signalisierte sie ihre Bereitschaft, unverzüglich in vermittelte Verhandlungen einzutreten, um weitere Details zu besprechen.
Gibt sich Trump damit zufrieden? Zunächst einmal schon. "Ich glaube, sie sind bereit für einen dauerhaften FRIEDEN," schrieb er auf Social Media. Er rief Israel dazu auf, seine Angriffe im Gaza-Streifen sofort zu stoppen.
Was will Trump noch erreichen? Dass die Hamas ihre Waffen abgibt, im Gegenzug für einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee und die Freilassung von 250 zu lebenslänglicher Haft verurteilten Palästinensern. Sowie die Einsetzung einer "Internationalen Stabilisierungstruppe" sowie eines "Friedensrates" für Gaza unter der Leitung von Trump persönlich.
Ist die Hamas dazu bereit? Ein hochrangiger Hamas-Vertreter, Mousa Abu Marzouk, erklärte am Freitag in einem Interview mit Al Jazeera, die Hamas sei bereit, "jede Art von Waffen" abzugeben, sofern "die Besatzung endet und die Palästinenser die Kontrolle wiedererlangen".
Worum geht es? Der Versuch des oberösterreichischen Landesregierung, den in Privatbesitz befindlichen Mondsee für das Land zu erwerben, ist offenbar gescheitert. Das gab Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Freitag im Landtag bekannt.
Wem gehört der Mondsee? Der Salzkammergutsee ist seit mehr als 200 Jahren in Privatbesitz. Bis 2024 war Nicolette Waechter die Besitzerin des Sees, dann übergab sie diesen Besitz an ihre Tochter Anna Mathyl.
Was hat die neue Besitzerin damit vor? Anfang des Sommers kündigte sie sämtliche Pachtverträge für Stege, Bootshäuser oder Bojen und stellte gleichzeitig in Aussicht, neue, einheitliche Verträge aufsetzen zu wollen. Das sorgte bei vielen Pächtern für Unsicherheit.
Gibt es bereits neue Pachtverträge? Laut einem Bericht der Kronen Zeitung werden derzeit neue Pachtverträge mit nach oben angepassten Preisen an die bisherigen Pächter verschickt. Demnach sollen die Pachtpreise jetzt etwa jenen entsprechen, die die Bundesforste an den anderen Salzkammergutseen durchschnittlich einheben.
Was war der Plan des Landes? Offenbar hat man die Gelegenheit als günstig erachtet, den See gerade jetzt in den Besitz des Landes zu bringen. Ein ähnlicher Versuch vor einigen Jahren ist damals an sehr unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.
Und jetzt? Scheinen abermals verschiedene Vorstellungen darüber, wieviel ein See kosten soll, zum Ende der Gespräche geführt haben. Landeshauptmann Stelzer ließ jedenfalls mitteilen, das Land habe "kein Interesse mehr an einem Kauf".
Worum geht es? Die chinesische Fast Fashion Marke Shein plant, in Frankreich ihre ersten fixen Shops zu eröffnen. Geplant sind Verkaufsflächen in Kaufhäusern in Paris sowie in fünf weiteren französischen Städten: Dijon, Reims, Grenoble, Angers und Limoges.
Was ist Shein? Ein chinesischer Online-Händler für trendige Mode- und Haushaltsartikel. Er wendet sich vor allem an ein junges Publikum wendet und lockt mit sehr niedrigen Preisen und einem raschen Sortimentswechsel.
Seit wann gibt es das Unternehmen? Gegründet wurde es 2008, als Shein ist man seit 2015 aktiv. Der Hauptsitz ist mittlerweile in Singapur, die Produktion erfolgt zumeist in China.
Wie erfolgreich ist Shein? Sehr. 2024 wurden weltweit – der Händler ist in 150 Ländern aktiv – an die 50 Milliarden Dollar umgesetzt.
Shops gab es bisher keine? Nein, es gab nur Pop-up-Stores, die allerdings reine Marketing-Zwecke erfüllten und rasch wieder schlossen. Aber fixe Stores gab es bislang keine.
Und weshalb jetzt Frankreich? Man will sich gleich auf "einem der wichtigsten Modemärkte der Welt" beweisen, so das Unternehmen. Bei Frankreichs Modehändlern ließ die Ankündigung indes die Alarmglocken schrillen, leidet der Hanel doch jetzt bereits massiv unter der asiatischen Fast Fashion-Konkurrenz.
Werden weitere Länder folgen? Das hängt vom Erfolg der Shops in Frankreich ab. Aber grundsätzlich steht eine Ausweitung der Shop-Struktur auf dem Plan, Frankreich wird explizit als Testmarkt bezeichnet,
Worum geht es? Die rechtsextreme AfD zog in den aktuellsten Umfragen an der regierenden Union aus CDU und CSU vorbei und belegt momentan Platz 1. Nun kritisierte die deutsche Altkanzlerin Angela Merkel die AfD scharf.
Wo trat Merkel auf? Sie gab ZDF-Moderatorin Marietta Slomka ein Interview, es wurde am Donnerstag um 21:45 Uhr in voller Länge ausstrahlt.
Was sagte die Altkanzlerin? Es gebe Unzufriedenheiten im Land und mitunter sei das Gefühl einiger verlorengegangen, sich entwickeln zu können, aber: "Trotzdem muss ich immer wieder sagen, es ist kein Grund, eine menschenverachtende Partei zu wählen, wenn man etwas zu kritisieren hat."
Was hat sie an der AfD auszusetzen? Sie verbreite "Neid, Hass und Rassismus". Sie teile Menschen auf in Eliten und das Volk und definiere selbst, wer noch zum Volk gehöre. "Das ist einfach gegen das Grundgesetz. Dort steht: Alle Macht geht vom Volk aus. Und das Volk sind alle deutschen Staatsbürger."
Worum geht es? Die von Fans kultisch verehrte britische Gangster-Serie "Peaky Blinders" über den Aufstieg der kriminellen Familie Shelby im Birmingham der 1920er- und 1930er-Jahre wird nun doch fortgesetzt. Die BBC kündigte an, entgegen ihren bisherigen Plänen zwei weitere Staffeln beauftragt zu haben. Auch ein "Peaky Blinder"-Film wird kommen, und zwar spätestens Anfang 2026.
Was ist "Peaky Blinders"? Die von der BBC produzierte und bei uns auf Netflix ausgestrahlte Serie beschäftigt sich mit dem Aufstieg der kriminellen Familie Shelby im britischen Birmingham nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.
Wie viele Staffeln gibt es bisher? Sechs Staffeln mit insgesamt 36 Episoden, die die Zeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs abdecken. Eigentlich sollte die Serie an diesem Punkt enden. Umso größer die Freude bei den Fans über die aktuelle Ankündigung.
Weshalb ist die Serie so beliebt? Einerseits wegen ihrer ungeschminkten und gleichzeitig sehr künstlerischen Bildsprache – häufig wird Zeitlupe eingesetzt, um die Bilder noch eindrucksvoller wirken zu lassen. Und andererseits wegen der knallharten Handlung. Die Serie wird gerne mit den Werken von Kult-Regisseur Quentin Tarantino verglichen.
Wer spielt mit? Hauptdarsteller ist Cilian Murphy ("Oppenheimer") als Bandenchef Thommy Shelby, sein Gegenpart ist Superstar Tom Hardy (u. a. "Taboo", "MobLand") als Alfie Solomons.
Worum geht es im neuen Film? Er soll in den ersten Monaten des Zweiten Weltkriegs spielen und die Geschicke der Familie während des deutschen "Blitzkriegs" gegen Großbritannien schildern. Starttermin ist nach aktuellem Stand Anfang 2026.
Und die neuen Staffeln? Werden in den 1950er-Jahren spielen, als Birmingham nach den Zerstörungen des Krieges wieder aufgebaut wird und auch die Shelbys wieder mit im Spiel sind, so die BBC. Wann genau die neuen Staffeln starten werden, ist noch nicht bekannt.
Worum geht es? Am Mittwoch stoppte Israels Armee die Global Sumud Flotilla. Ein Verband aus rund 50 Booten und mit mehr als 300 Aktivisten an Bord hatte sich Anfang September von Barcelona aus Richtung Gaza aufgemacht.
Wozu? Offiziell, um Hilfslieferungen in das Kriegsgebiet zu bringen. Der israelische Botschafter bei der UN, Danny Danon, sprach dagegen von einem "PR-Stunt".
Was passierte? Israels Militär bot den Aktivisten an, die Hilfslieferungen in Häfen außerhalb des Gazastreifens zu transportieren, das wurde abgelehnt. Also wurde die Besatzung der Schiffe festgenommen und an Land gebracht.
Auch Greta Thunberg? Ja, sie war die Prominenteste an Bord, aber auch mehrere Österreicher fuhren mit. Darunter der ehemalige ÖSV-Skifahrer Julian Schütter, er wurde 2022 Staatsmeister im Super-G.
Was passierte mit Greta? Sie wurde ebenfalls an Land gebracht. Zuvor postete die Schwedin noch ein 18 Sekunden langen Clip in den sozialen Medien. "Wenn ihr dieses Video seht, wurde ich von der israelischen Armee gegen meinen Willen entführt", sagt sie darin.
Und Schütter? Er postete ebenfalls ein Video und fühlte sich auch gekidnappt. „Mein Name ist Juli Schütter", sagt er. "Wenn ihr dieses Video seht bin ich von den israelischen Besatzungskräften entführt worden und werde gegen meinen Willen nach Israel gebracht."
Was passiert nun? Die Aktivisten wurde polizeilich registriert, erklärten die Behörden. Sie würden nun in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Einige der festgesetzten Aktivisten traten nach eigenen Angaben in einen Hungerstreik.
Worum geht es? Am Donnerstag um 9.31 Uhr Ortszeit raste ein Mann in einem kleinen schwarzen Auto in eine Menschenmenge, die vor der Heaton Park Hebrew Congregation, einer Synagoge in Manchester, warteten. Zwei Menschen starben, mehrere wurde schwer verletzt.
Was passierte danach? Der mutmaßliche Täter (in Schwarz gekleidet) stieg aus dem Auto und begann wahllos auf Menschen einzustechen, auch auf einen Wachmann. Um 9.38 Uhr trafen erste Polizeieinheiten am Tatort ein, der Verdächtige wurde erschossen.
Was weiß man über die Opfer? Drei Männer liegen laut Polizei mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Einer erlitt eine Stichwunde, ein zweiter wurde von dem am Angriff beteiligten Auto erfasst. Der dritte könnte beim Schuss auf den Verdächtigen verletzt worden sein.
Warum war der Einsatz heikel? Verdächtige Gegenstände am Körper des mutmaßlichen Attentäters führten zur Hinzuziehung von Bombenentschärfern. Die Vorrichtung, die wie eine Sprengweste aussah, stellte sich später jedoch als nicht funktionsfähig heraus.
Warum gilt der Vorfall als Terrorakt? Die Tat wurde am Yom Kippur verübt, dem heiligster Tag im Judentum, und sie richtete sich gezielt gegen die jüdische Gemeinde. Das Attentat wurde von der Polizei als Terroranschlag klassifiziert.
Was weiß man über den mutmaßlichen Täter? Es soll sich um einen 35 Jahre alten britischer Staatsbürger mit syrischen Wurzeln handeln. Er kam als Kind nach Großbritannien und erhielt 2006 die Staatsbürgerschaft.
Galt er als Gefährder? Laut derzeitigem Stand war der Verdächtige den Anti‑Terror‑Diensten nicht als Bedrohung bekannt.
Gab es Mittäter? Die Polizei von Greater Manchester nahm drei Personen wegen des Verdachts der Begehung, Vorbereitung und Anstiftung zu Terrorakten fest. Es handelt sich um zwei Männer in ihren 30ern und eine Frau in ihren 60ern.
Worum geht es? Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Initiative zur Senkung der Arzneimittelkosten angesagt. Am Donnerstag kündigte er die Einrichtung einer eigenen Webseite dafür an. TrumpRx soll im Frühjahr starten.
Was ist TrumpRx? Auf der Webseite soll es eine Art Direktvertrieb geben. Erster Partner ist Pfizer, es sollen weitere folgen. Trump nannte Eli Lilly namentlich, als die Zusammenarbeit medienwirksam im Oval Office präsentiert wurde.
Was ist der Deal? Pfizer bietet Medicaid fast alle seine Medikamente zu Meistbegünstigungspreisen an, also zum niedrigsten Nettopreis, der in anderen wohlhabenden Ländern gezahlt wird, wo Medikamente oft günstiger verkauft werden.
Was ist Medicaid? Ein Gesundheitsprogramm für Menschen mit geringem Einkommen, Kinder, Ältere und Behinderte. Dem Erhalt von Medicaid-Leistungen geht eine Bedürftigkeitsprüfung voraus.
Was haben andere davon? Pfizer hat zugesagt, in den USA für die Markteinführung neuer Medikamente keine höheren Preise zu verlangen als in anderen wohlhabenden Ländern.
Wie profitiert Pfizer? Der Pharmakonzern steckt 70 Milliarden Dollar in die US-Produktion und Forschung und wird im Gegenzug drei Jahre lang von Zöllen befreit.
Was ist für Europa das Problem? Es ist zu erwarten, dass sich Pharmakonzerne ihr Geld nun woanders holen. Heißt: Die Preis für Medikamente dürften bei uns steigen.