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22. Dezember 2025

Gesandter für Grönland Trump sorgt in Dänemark für Empörung

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat den Gouverneur des US-Bundesstaats Louisiana, Jeff Landry, zum Sondergesandten für Grönland ernannt. Ein Affront!

Was ist der Job? Landry soll diese Position ehrenamtlich neben seinem Amt als Gouverneur ausüben. Auch das ist eine Provokation.

Was ist das Ziel? Landry schrieb in sozialen Medien sehr unumwunden darüber. Es sei ihm eine Ehre, "dafür zu arbeiten, Grönland zu einem Teil der USA zu machen".

Und Trump? Er schrieb auf Truth Social, Landry verstehe, wie wichtig Grönland für die nationale Sicherheit der USA sei. Er werde die US-Interessen "stark voranbringen".

Wie reagierte Dänemark? Die dänische Regierung und Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigten sich empört. Sie sehen den Vorgang als inakzeptablen Eingriff in die Souveränität des Königreichs Dänemark an, zu dem Grönland gehört.

Gibt es Konsequenzen? Dänemark hat angekündigt, den US-Botschafter in Kopenhagen einzubestellen, um Erklärungen zu verlangen.

Was ist der Hintergrund? Grönland ist eine strategisch wichtige Insel im Nordatlantik mit reichen Rohstoffvorkommen und einem wichtigen US-Militärstützpunkt. Obwohl es autonom ist, gehört es rechtlich zum Königreich Dänemark.

Was ist Trumps Rolle? Gleich nach Amtsantritt hatte er mehrfach die Absicht geäußert, die Insel in Besitz nehmen zu wollen.

Weitere Meldungen

Gold immer goldiger Preis erzielt wegen Krise neuen Rekord

Worum geht es? Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Montag mit deutlich über 4.400 US-Dollar gehandelt – zeitweise ging der Preis auf 4.420 Dollar hoch.

Was ist das große Bild? Diese Rekordstände spiegeln eine starke Rally im Jahr 2025 wider. Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn um 66 Prozent gestiegen.

Ist das außergewöhnlich? Ja, der Goldpreis steuert auf den größten jährlichen Anstieg seit 1979 zu. Auch die Preise anderer Metalle, darunter Silber, sind gestiegen.

Was ist der aktuelle Grund? Die US-Blockade Venezuelas trug maßgeblich dazu bei, dass der Goldpreis ein Rekordhoch erreichte. Verschärfte geopolitische Spannungen weltweit treiben Investoren in sichere Anlagen.

Abriss im Weißen Haus Nur eine Lincoln-Büste "überlebte"

Worum geht es? Im Oktober ließ US-Präsident Donald Trump den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um Platz für einen neuen, riesigen Ballsaal zu schaffen. Nun wurde bekannt, dass offenbar nur ein Objekt die Abrissbirne "überlebt" hat:

Welches? Eine Büste des ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln. Sie wurde an einem neuen Platz aufgestellt.

Ist das eine besondere Büste? Sie wurde 1908 vom Bildhauer Gutzon Borglum (seine Vorfahren stammten aus Dänemark) angefertigt, der auch die weltberühmten Skulpturen am Mount Rushmore in South Dakota geschaffen hatte. Es handelt sich allerdings nicht um das Original der Lincoln-Büste, sondern eine von mehreren Kopien aus Bronze. Das Original steht in der Krypta des Kapitols.

Wo steht die Lincoln-Büste jetzt? Sie war ursprünglich im East Garden Room im Ostflügels aufgestellt und wurde nun direkt vor dem Garten-Eingang zum Oval Office, dem Amtszimmer des Präsidenten, platziert.

Woher weiß man das? Weil Trump-Enkelin Kai, mit der der Präsident immer wieder Golf spielt, in der aktuellsten Ausgabe ihres Video-Blogs von einem Weihnachtsbesuch im Weißen Haus berichtet. Dabei führt Trump seine Enkelin und ihren Bruder über das Gelände und verweist auf die Büste: "Das hier kommt aus dem berühmten Ostflügel, aber es sieht gut aus", hört man Trump über die Büste sagen.

Weshalb wurde der Ostflügel abgerissen? Weil Trump das Weiße Haus zumindest um einen Ballsaal für mindestens tausend Gäste erweitern möchte. Obwohl er weder den Abriss, noch seine Neubaupläne mit den verantwortlichen Stellen koordinierte und deshalb verklagt wurde, entschied ein Bundesgericht vor wenigen Tagen, dass die Bauarbeiten vorerst weitergehen dürften.

Was ist mit "zumindest" gemeint? Trumps Stabschefin Susie Wiles plauderte in einem umstrittenen Interview für das Magazin Vanity Fair unlängst aus, dass Trump angeblich noch wesentlich mehr umgestalten will: "Sie wissen nur einen Bruchteil dessen, was er plant." Allerdings ließ sie sich nicht weiter in die Karten blicken.

Stopp für Whiskey Jim Beam legt ein Jahr Pause ein

Worum geht es? Die traditionsreiche amerikanische Whiskey-Destillerie Jim Beam, die seit 2014 dem japanischen Spirituosen-Giganten Suntory gehört, stoppt an ihrem Stammsitz in Clermont im US-Bundesstaat Kentucky für ein ganzes Jahr die Produktion.

Warum das? Grund seien die wegen der Trump-Zölle extrem hohen Lagerbestände, für die der Hersteller eine eigene Steuer an den Bundesstaat entrichten müsse, so die Firmenleitung. Aktuell würden ingesamt 16 Millionen Barrel (etwa 2,5 Milliarden Liter) Whiskey unverkauft in den Lagerhäusern von Kentucky liegen, so der Branchenverband Kentucky Distillers' Association.

Dafür muss man Steuern bezahlen? Ja, allerdings tatsächlich nur in Kentucky. Laut dem Herstellerverband seien dafür alleine 2025 insgesamt "unerträgliche 75 Millionen Dollar" an Steuerabgaben aufgelaufen.

Was hat das mit den Trump-Zöllen zu tun? Aufgrund der von Trump gegen zahlreiche Länder verhängten Strafzölle und entsprechenden "Vergeltungszöllen" würden die Whiskey-Hersteller aus Kentucky mit erheblichen Absatzschwierigkeiten zu kämpfen haben, so die Schnapsbrenner.

Wie geht es mit Jim Beam weiter? Darüber muss sich der Konzern selbst erst klar werden. Sicher ist, dass die Produktionsstätten in anderen Bundesstaaten von der Schließung nicht betroffen sind. Auch das Besucherzentrum in Clermont bleibe geöffnet. Ob und wie man die mehr als 1.000 Beschäftigten in Kentucky wird weiter beschäftigen können, sei derzeit Gegenstand von Verhandlungen.

Trauer um Chris Rea Er sang „Driving Home for Christmas“

Worum geht es? Seinen bekanntesten Titel hört man derzeit dauerhaft im Radio. An Sonntag starb Chris Rea nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in England, gab seine Familie in einem Instagram-Posting bekannt.

Was war die Todesursache? Sie wurde nicht bekanntgegeben. Er sei "friedlich nach kurzer schwerer Krankheit" gestorben, schrieb seine Familie. Sie war bei ihm. Chris Rea hatte im Leben schon mehrere gesundheitliche Krisen bewältigen müssen.

Nämlich? 1994 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. In der Folge entwickelte er Diabetes. 2016 erlitt einen Schlaganfall. "Ich bin nie wirklich darüber hinweggekommen, 34 Pillen pro Tag einnehmen zu müssen", erzählte er einmal.

Was weiß man über Rea? Er wurde am 4. März 1951 in Middlesbrough, England, geboren. Der Vater war Italien, die Mutter Irin, Chris Rea hatte sechs Geschwister. Mit 22 Jahren schloss er sich seiner ersten Band namens Magdalene an und später einer zweiten Band namens The Beautiful Losers, bevor er Anfang der 1970er Jahre als Solokünstler den Durchbruch schaffte.

Wie verlief seine Karriere? Rea erhielt 1974 seinen ersten Plattenvertrag und veröffentlichte im selben Jahr seine Debütsingle "So Much Love". Seinen ersten Erfolg in den USA feierte er 1978 mit dem Song "Fool (If You Think It's Over)", für den er eine Grammy-Nominierung als bester neuer Künstler erhielt.

Was war nun mit "Driving Home for Christmas"? Der Titel wurde 1978 geschrieben, aber erst 1986 veröffentlicht und erschien 1988 auf dem Album "New Light Through Old Windows".

War es schnell ein Hit? Nein, das Lied war bei seiner Erstveröffentlichung zunächst nicht erfolgreich, gewann aber in den folgenden Jahren an Popularität und ist bis heute weltweit jedes Jahr in den Weihnachtscharts vertreten.

Was hielt Rea von dem Titel? "Ich habe alles versucht, um die Veröffentlichung der Platte zu verhindern", sagte er, das Lied passte nicht in seine Karriere. "Zum Glück haben sie es trotzdem getan!"

Wie kam es zu dem Hit? Er passierte in einer schwierigen Phase der Karriere. 1978 war Reas Plattenvertrag ausgelaufen, er hatte sich von seinem Manager getrennt und die Plattenfirma wollte ihm kein Zugticket heim zahlen. Also holte ihn seine Frau mit ihrem alten Austin Mini aus London ab.

Und? Auf dem Rückweg fing es an zu schneien, und sie gerieten immer wieder in Staus. Rea sagte: "Ich schaute hinüber zu den anderen Fahrern, die alle so unglücklich aussahen." Er habe scherzhaft angefangen, "We’re driving home for Christmas" zu singen. "Immer wenn die Straßenlaternen im Auto aufleuchteten, habe ich angefangen, den Text aufzuschreiben."

Was weiß man über seine Familie? Chris Rea hinterlässt seine Ehefrau Joan und zwei Töchter, Josephine (über die er ein Lied schrieb) und Julia. Die Familie hielt sich zeitlebens vom Rampenlicht fern.

TikTok-Verkauf fix US-Geschäft geht an US-Konsortium

Worum geht es? Der jahrelange Streit über die Eigentümerschaft von TikTok in den USA steht vor einer Beilegung. Der chinesische Mutterkonzern, ByteDance, hat sich zum Verkauf bereit erklärt.

Woher weiß man das? Laut einem internen Memo, das Axios vorliegt, hat TikTok einen Vertrag zur Veräußerung seiner US-Tochtergesellschaft an ein Joint Venture unter der Kontrolle amerikanischer Investoren unterzeichnet.

Was ist die Vorgeschichte? Am 24. April 2024 unterzeichnete der damalige US-Präsident Joe Biden ein Gesetz. Es verpflichtete die TikTok-Muttergesellschaft ByteDance, die Videoplattform innerhalb eines Jahres an einen US-Eigentümer zu verkaufen oder sie zu schließen.

Was passierte danach? Trump "erbte" den Streit und änderte die Frist (und auch seine Meinung) mehrfach. Im September wurde zwischen China und den USA ein Rahmenabkommen erzielt. Nun wurden die letzten Details fixiert.

Nämlich? Laut dem internen Memo werden Oracle, Silver Lake und das in Abu Dhabi ansässige Unternehmen MGX zusammen 45 Prozent der US-Gesellschaft besitzen, die den Namen "TikTok USDS Joint Venture LLC" tragen wird.

Und der Rest? Knapp ein Drittel des Unternehmens wird von Tochtergesellschaften bestehender ByteDance-Investoren gehalten, und knapp 20 Prozent werden von ByteDance behalten.

Warum ist das wichtig? Laut dem Memo wird das US-Joint-Venture für den US-Datenschutz, die Algorithmen-Sicherheit, die Inhaltsmoderation und die Software-Qualitätssicherung verantwortlich sein.

Was heißt das? TikTok wird amerikanisiert. Zitat im Memo: Ziel sei es, "den Algorithmus für Inhaltsempfehlungen anhand von US-Nutzerdaten neu zu trainieren, um sicherzustellen, dass der Inhaltsfeed frei von Manipulationen von außen ist."

Wie stark ist TikTok in den USA? Die Plattform hat 170 Millionen User.

Zwei neue Feiertage Trump gibt Beamten Weihnachten frei

Worum geht es? Donald Trump hat per Executive Order den 24. Dezember (Heiligabend) und den 26. Dezember (Tag nach den US-Weihnachten) offiziell zu Feiertagen für Bundesangestellte erklärt.

Was heißt das? Es bedeutet für die meisten Bundesbehörden und ihre Mitarbeiter, dass sie fünf Tage am Stück frei haben: Am 24. dank Trump, am 25. sowieso, am 26. Dezember wieder dank Trump und dann folgt das Wochenende. Also so wie bei uns schon lange.

Gilt das für immer? Diese Anordnung gilt nur für dieses Jahr (2025) und ist nicht automatisch ein dauerhaft gesetzlicher Feiertag – dafür müsste der Kongress ein Gesetz beschließen.

Warum macht Trump das? Um sein Image zu polieren. Die Ausdehnung der Feiertage kommt kurz vor Weihnachten und nach einem heftigen politischen Jahr, in dem etwa Elon Musk wütete.

Wie ist das in der Privatwirtschaft? Die Zusatzfeiertage betreffen den öffentlichen Sektor – im privaten Sektor bleibt es den Arbeitgebern überlassen, ob und wann Urlaub oder freie Tage gewährt werden.

Wie war das bisher? In der Vergangenheit haben Präsidenten den Bundesangestellten den Heiligabend als vollen oder halben freien Tag gewährt. In den Jahren 2019 und 2020 spendierte Trump am Heiligabend einen freien Tag.

Greift Russland Europa an? Putin nennt die Idee "Schwachsinn"

Worum geht es? Russlands Präsident Wladimir Putin hielt am Freitag seine traditionelle Jahrespressekonferenz in Moskau ab. Dabei konnten Medien und Bürger Fragen stellen.

Wie lange dauerte die Veranstaltung? 4 Stunden und 27 Minuten. Angeblich sollen 2,7 Millionen Bürgerfragen eingegangen sein. Hier sehen Sie ein Video dazu.

Was war das Hauptthema? Die Ukraine. Putin gab klar zu verstehen, dass Russlands Bedingungen für ein Ende des Krieges unverändert sind und keine Kompromisse bei den territorialen Forderungen gemacht werden.

Was sagte er zu einem möglichen Deal? Der "Ball" für eine Friedenslösung liege jetzt "im Spielfeld der Ukraine und des Westens". Die Ukraine müsse territoriale Abtretungen akzeptieren und ihre Beziehungen zu NATO und dem Westen neu definieren, um Frieden zu erreichen – sonst bleibe der Konflikt bestehen.

Will er Europa angreifen? Viele Länder denken, dass Russlands Kriegspläne sich nicht auf die Ukraine beschränken. Putin nannte diese Sichtweise schlicht "Schwachsinn".

Was sagte er zu innenpolitischen Problemen? Er kommentierte die langsamer wachsende russische Wirtschaft und bezeichnete diese Entwicklung als bewusste Entscheidung, um die Inflation zu kontrollieren.

Was war der kuriose Höhepunkt? Journalisten fragten Putin auf der Pressekonferenz nach Sichtungen von UFOs. Putin reagierte sarkastisch. Er sagte sinngemäß, dass Russland "die Sache beobachtet" und dass "es noch keinen Grund gibt, dass Außerirdische die Erde bedrohen".