Worum geht es? Ein Gesetz aus der Amtszeit von Joe Biden verpflichtete die TikTok-Muttergesellschaft ByteDance, die Videoplattform innerhalb eines Jahres an einen US-Eigentümer zu verkaufen oder sie zu schließen. Trump ließ vier Ultimaten dazu verstreichen.
Und jetzt? Am Freitag telefonierte der EU-Präsident mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Dabei kam es zu einer grundsätzlichen Einigung über TikTok, berichtet die Washington Post.
Heißt was? Es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern, aber China gab grünes Licht für „kommerzielle Verhandlungen auf der Grundlage von Marktregeln", so chinesische Staatsmedien. Man begrüße es, dass die USA "die Konsultationen zwischen den beiden Teams unterstützen, um das TikTok-Problem angemessen zu lösen".
Was passiert nun? Im Mittelpunkt steht Larry Ellison, milliardenschwerer Mitbegründer von Oracle. Der Technologieriese wird an dem US-Ableger von TikTok beteiligt sein und ihm Cloud-Computing und technische Dienstleistungen anbieten.
Woher weiß man das? Dies geht aus Einzelheiten des Deals hervor, die zwei mit der Vereinbarung vertrauten Personen der Washington Post verrieten – unter Zusicherung der Anonymität.
Was ist der nächste Schritt? Trump trifft Xi in sechs Wochen in Südkorea, es soll der Auftakt zu einer Reihe von Begegnungen sein, eine davon "in absehbarer Zeit" in den USA. Das Telefonat bezeichneten beide Seiten als "produktiv".
Worum geht es? Am 28. Mai 2025 wurde Blatten verschüttet. Ein großer Teil des Kleinen Nesthorn über dem Birchgletscher brach ab, Schutt und Eis rutschte ins Schweizer Dorf. 300 Einwohner waren vorher in Sicherheit gebracht worden, eine Person gilt bis heute als vermisst.
Was passiert jetzt? Am Freitag wurde mit einem symbolischen Spatenstich der Neubau von Blatten offiziell eingeleitet. Die ersten Bewohner sollen eventuell schon Ende 2028 zurückkehren können. 2029 soll alles stehen.
Was wird gemacht? Kirche und Dorfplatz werden am ursprünglichen Ort aufgebaut, Wohnhäuser sollen in nahegelegenen Bereichen errichtet werden. Eine neue Straße und die Wasserversorgung zum Dorf sind schon "fast fertig".
Wer zahlt? Die Kosten sind beträchtlich, Schätzungen gehen von 400 Millionen Euro aus. Versicherungen und der Kanton tragen große Lasten. Der Bund hatte als Soforthilfe 5,3 Millionen Euro zugeschossen. 65 Millionen wurden gespendet.
Wird Blatten neu sicher sein? Zumindest wird man alles dafür tun. Neue Schutzbauten, ein aktualisierter Flächenwidmungsplan. Wo das neue Blatten genau entstehen wird, ist deshalb noch nicht klar. Die Bevölkerung darf mitentscheiden.
Worum geht es? Die Provokationen nehmen zu. Nach dem Angriff von mindestens 19 Drohnen auf Polen, schickte Russland am Freitag drei MiG-31-Kampfjets über die Grenze nach Estland.
Warum wurde das bekannt? Der estische Außenminister Margus Tsahkna informierte die Öffentlichkeit dass die Maschinen 12 Minuten lang unerlaubt im estnischen Luftraum unterwegs gewesen seien.
Was passierte? Die MiGs drangen am Morgen des 19. September in der Nähe von Vaindloo ein. Vaindloo ist Estlands nördlichste Insel. Sie ist 600 Meter lang und 200 Meter breit. Markant ist der 17 Meter hohe Leuchtturm.
Was fiel auf? Die Flugzeuge hatten keinen Flugplan, der Transponder war ausgeschaltet und sie hielten keinen Funkkontakt.
Wie reagierte Estland? Außenminister Tsahkna nannte den Vorfall eine "dreist" und eine Grenzverletzung. Estland hat den höchsten russischen Diplomaten des Landes einberufen, um eine förmliche Protestnote zu überreichen.
War es der erste derartige Vorfall? Nein, es ist die vierte bestätigte Verletzung des estnischen Luftraums durch Russland 2025.
Wie reagierte die NATO? Estland berief sich auf Artikel 4 des NATO-Vertrags, hat also Konsultationen beantragt. Das gab es erst achtmal, zuletzt nach dem Drohnenangriff Russlands auf Polen.
Gab es am Freitag dazu einen weiteren Anlass? Ja, zwei russische Jets kamen der polnischen Bohrplattform Petrobaltic in der Ostsee gefährlich nahe. Sie näherten sich im Tiefflug auf bis auf 150 Meter. Die Kampfflieger verletzten die Sicherheitszone, zu einer Grenzverletzung kam es nicht.
Warum geht es? Cracker Barrel ist eine uramerikanische Restaurant- und Geschenkartikelkette mit Country-Charme, Jahresumsatz 3,5 Milliarden US-Dollar, 70.000 Angestellte. Nun geriet das Unternehmen ins Visier von Trump-Anhängern.
Warum? Der Konzern hatte bisher ein sehr altmodisches Logo. Es zeigte einen Mann, genannt Old-Timer, der an einem Fass lehnte, darunter stand "Old Country Store". Image und Auftritt sollten nun für 700 Millionen US-Dollar modernisiert werden, aber das ging nach hinten los.
Was passierte? Cracker Barrel ließ auf dem neuen Logo Fass und Old-Timer verschwanden. Das sorgte unter Anhängern der 56 Jahre alten Kette für Entrüstung. Die Aktien des Unternehmens (CBRL) stürzten nach der Ankündigung um bis zu 12 Prozent ab.
Wie reagierten Kunden? Cracker Barrel gab am Mittwoch bekannt, dass die Kundenfrequenz seit der Logoänderung im August um 8 % zurückgegangen sei. Man werde heuer deutlich weniger Umsatz machen.
Was hat MAGA damit zu tun? Viel! "Was zum Teufel ist los mit @CrackerBarrel??“, postete Donald Trump Jr. US-Präsident Trump empfahl dem Konzern, zu seinen Wurzeln zurückzukehren, von der "Make America Great Again"-Bewegung wurde aus allen Rohren geschossen.
Was geschah dann? Cracker Barrel gab klein bei. Das alte Logo kehrte zurück, schrieb das Unternehmen in einer Aussendung. Trump gratulierte. "Alle Ihre Fans wissen das sehr zu schätzen. Viel Glück für die Zukunft. Verdienen Sie viel Geld und, was am wichtigsten ist, machen Sie Ihre Kunden wieder glücklich!", sagte er auf Truth Social.
Worum geht es? Der International Collegiate Programming Contest (ICPC) ist der weltweit größte und angesehenste Wettbewerb für studentisches Programmieren. Spitzname "Coding Olympics".
Wo fanden die "Coding Olympics" 2025 statt? Das Weltfinale in Baku, Aserbaidschan. 3.424 Unis aus 103 Ländern beteiligten sich am Wettbewerb.
Wie läuft das ab? Jedes Team besteht aus drei Studierenden und einem Coach. Ziel: Innerhalb von 5 Stunden müssen die Mannschaften eine Reihe komplexer algorithmischer Probleme lösen (meist 10 bis 13 Aufgaben).
Was war dieses Mal besonders? KI-System durften an einem speziellen "Experimental Track" teilnehmen, also außerhalb der Konkurrenz.
Wie schlugen sie sich? OpenAI löste alle 12 Probleme in der vorgegebenen Zeit von fünf Stunden korrekt. Im Finale wäre das Platz 1 gewesen. DeepMind schaffte 10 von 12 Aufgaben - Rang 2. DeepMind bewältigte sogar ein Problem, das kein menschliches Team enträtselt hatte.
Was ist das große Bild? Dieses Ereignis wird als ein Meilenstein betrachtet: Es zeigt, dass KI-Systeme nicht nur in einfachen oder wohlbekannten Aufgaben gut performen, sondern auch komplexe, neue algorithmische Probleme lösen können.
Worum geht es? Saudi-Arabien und Pakistan haben ein strategisches Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Das Strategic Mutual Defence Agreement (SMDA) verschiebt die Machtverhältnisse im Nahen Osten erneut.
Warum? Der Pakt verpflichtet beide Länder dazu, jede Aggression gegen eines der beiden Staaten als Angriff auf beide zu betrachten. Er wurde als Folge des Angriffs von Israel auf Hamas-Führer in Katar unterzeichnet.
Wie hängt das zusammen? Das Abkommen signalisiert, dass Saudi-Arabien sein Sicherheitsnetzwerk erweitern möchte. Pakistan ist eine Atommacht. Die nukleare Komponente wird in dem Vertrag mehrfach erwähnt.
Wer hat den Vertrag unterfertigt? Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif am Mittwoch in Riad. Ziel ist "eine stärkere Kooperation in Verteidigung und Sicherheit, sowie gemeinsame Abschreckung gegenüber Bedrohungen."
Worum geht es? Im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh wurde ein 20 Tage altes Baby lebendig begraben aufgefunden. Es kämpft nach Angaben der Krankenhausbehörden ums Überleben.
Wie wurde das Baby gefunden? Zufällig! Ein Hirte, der seine Ziegen zum Weiden in die Gegend gebracht hatte, hörte schwache Schreie aus einem Erdhügel. Als er näher kam, sah er eine winzige Hand aus dem Schlamm ragen.
Wie geht es dem Mädchen? Es wird auf einer Neugeborenen-Intensivstation betreut. Das Baby sei am Montag dreckverschmiert und nach Luft ringend eingeliefert worden, sagte der Rektor der Medizinischen Fakultät der BBC. Schlamm sei in Mund und Nase gelangt.
Wird das Baby überleben? Das ist unklar. Es ging ihm 24 Stunden nach der Einlieferung besser, bekam dann aber eine Infektion. "Die Prognose ist ernst, aber wir versuchen unser Bestes, sie zu retten", sagt der behandelnde Arzt.
Was weiß man über die Eltern? Nichts. Alle Versuche, sie ausfindig zu machen, blieben bisher erfolglos. Die Kinder-Hotline des Bundesstaates ist informiert. Mädchen werden in ärmeren Familien in Indien öfter als finanzielle Belastung angesehen. Fälle von ausgesetzten Babys sind nicht selten.
Worum geht es? Die rechte Influencerin Candace Owens (36) hatte behauptet, dass Brigitte Macron, Gemahlin des französischen Staatspräsidenten, ursprünglich keine Frau war, sondern als Mann geboren wurde. Darüber wird nun prozessiert.
Wer ist Candace Owens? Eine politische Aktivistin und Podcasterin mit hohem Bekanntheitsgrad in den USA. Auf Twitter hat sie 7,1 Millionen Follower, auf Instagram 6,2 Millionen.
Was behautet sie? Die heute 72-jährige Macron sei als Jean-Michel Trogneux geboren worden und habe ihr Geschlecht später in weiblich geändert. Jean-Michel Trogneux ist der Name ihres älteren Bruders.
Warum ärgert das die Macrons so? Weil die falschen Gerüchte nicht aus der Welt zu schaffen sind und seit fünf Jahren im Netz kursieren. "In den Vereinigten Staaten hat es ein solches Ausmaß angenommen, dass wir handeln mussten“, sagte Emmanuel Macron.
Wie "handelten" sie? Die Macrons reichten im Juli eine Verleumdungsklage in den USA gegen Owens ein.
Was fordern sie? "Erhebliche" Strafschadenersatzzahlungen wegen der Verbreitung "nachweislich falscher und verheerender Lügen".
Was will nun das Gericht in Delaware? Dass Brigitte Macron wissenschaftliche Beweise und Fotos vorlegt, die belegen, dass sie eine Frau war und ist. Sie erklärte sich dazu bereit. Die Bilder würden Frau Macron schwanger und mit ihren drei Kindern zeigen, so ihr Anwalt.
Gewinnt Macron den Prozess? Unklar. Owens beruft sich auf die Meinungsfreiheit. Laut US-Recht reicht bei Promis oft nicht der Nachweis, dass eine Aussage falsch ist, für eine Verurteilung muss auch böswillige Absichten erwiesen sein.