NewsFlix.at Logo

7. November 2025

Verdächtiges Pulver 7 Soldaten von Militärbasis im Spital

Worum geht es? Am US-Luftwaffenstützpunkt Andrews nahe der Hauptstadt Washington sind sieben Personen erkrankt, nachdem sie ein verdächtiges Paket geöffnet hatten, in dem sich ein nicht identifiziertes weißes Pulver befand. Mehrere Gebäude wurden sicherheitshalber evakuiert und abgesperrt.

Muss man den Stützpunkt Andrews kennen? Früher hieß die Basis Andrews Air Force Base, inzwischen wurde sie mit der benachbarten Air Base der Navy zusammengeschlossen und heißt seither Joint Base Andrews. So oder so, hier ist die Air Force One des US-Präsidenten stationiert und von hier heben auch alle Flüge des "POTUS" ab.

Wie geht es den Erkrankten? Sie seien in einer stabilen Verfassung, so die offizielle Mitteilung.

Was weiß man über das weiße Pulver? Erste Tests ergaben keine unmittelbare Gefährlichkeit, es würden aber weitere Untersuchungen stattfinden.

War noch etwas in dem Paket? Es soll außerdem politische Propaganda in der Sendung enthalten gewesen sein. Details dazu wurden keine genannt.

War der Flugbetrieb beeinträchtigt? Nachdem festgestellt worden war, dass keine unmittelbare Gefahr besteht, sei der Normalbetrieb auf der Basis wieder aufgenommen worden, so die Behörden.

Weitere Meldungen

Wegen Gaza-Krieg Türkischer Haftbefehl gegen Netanjahu

Worum geht es? Die türkische Justiz hat am Freitag Haftbefehle gegen 37 israelische Regierungsvertreter verhängt, allen voran Premierminister Benjamin Netanjahu.

Was ist der Grund? Anlass dafür sei Israels Vorgehen im Gaza-Krieg, die Türkei spricht diesbezüglich von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wer steht noch auf der Liste? Neben Netanjahu wurden auch Verteidigungsminister Israel Katz, der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir und Generalstabschef Eyal Zamir von der Türkei auf die Fahndungsliste gesetzt.

Weshalb dieser Schritt? Die Türkei gilt als wichtiger Unterstützer der islamitischen Terrororganisation Hamas. Die hatte bei einem Angriff auf israelische Zivilisten am 7. Oktober 2023 mehr als 1.250 Israelis getötet und über 250 nach Gaza verschleppt. Das war für Israel der Anlass für den militärischen Einmarsch in dem Palästinensergebiet. Seit Oktober herrscht in Gaza eine Waffenruhe.

Ist es die erste Anklage gegen Netanjahu? Nein, der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat bereits vergangenen November einen Haftbefehl gegen Israels Premier und den früheren Verteidigungsminister Yoav Gallant verhängt.

Familie belästigt Falsche Maddie McCann verurteilt

Worum geht es? Eine 24-jährige Polin, die sich für die seit 2007 vermisste Madeleine McCann hält, wurde von einem Gericht in Leicester zu sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem sie die Familie der Vermissten wiederholt belästigt hatte.

Welche Art von Belästigung? Die junge Frau tauchte laut Anklage immer wieder vor dem Haus der Familie McCann auf und forderte diese zu DNA-Tests auf, um ihre Geschichte zu beweisen. Auch telefonisch kontaktierte sie die Familie wiederholt. Erklärungen, dass sie nicht die vermisste Maddie sein könne, hätte die Polin ebenso ignoriert wie Aufforderungen, die Familie nicht mehr zu belästigen.

Muss die Frau jetzt ins Gefängnis? Nein, sie saß bereits seit vergangenem Februar in Untersuchungshaft und war somit länger inhaftiert, als sie verurteilt wurde.

Was sagen die McCanns dazu? Sie bedauerten, dass die Frau einen Prozess durchlaufen musste, sie hätten nur gewollt, dass die Belästigungen aufhören und die 24-Jährige jene Hilfe bekomme, die sie benötige.

Wer ist Maddie McCann? Das damals dreijährige Mädchen verschwand bei einem Portugal-Urlaub ihrer Eltern im Jahr 2007 spurlos aus einer Ferienanlage und wurde trotz mehrerer riesiger Suchaktionen und großer medialer Aufmerksamkeit nie gefunden. Ihre Eltern haben nach wie vor die Hoffnung, dass Maddie noch leben könnte, Scotland Yard behandelt die Sache weiterhin als Vermisstenfall.

Dänemark zieht Stecker Social Media-Verbot für Kinder bis 15

Worum geht es? Dänemark will künftig Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren von bestimmten sozialen Medien fern halten. Nur mehr mit Erlaubnis der Eltern sei es künftig möglich, sich bereits ab 13 auf den Plattformen anzumelden, so der Plan.

Weshalb dieser Schritt? Dadurch sollen die Halbwüchsigen besser vor den Gefahren der digitalen Welt geschützt werden, so das dänische Digitalministerium am Freitag. Ziel der Maßnahme sei es, Kindern mehr Zeit für Ruhe, Spiel und Entwicklung zu geben, bevor sie Profile in sozialen Netzwerken anlegten, die mit Risiken verbunden seien.

Ab wann gilt die neue Regelung? Dazu machte das Ministerium keine konkreten Angaben. Auch welche Seiten von der neuen Regelung betroffen seien, ließ man zunächst noch offen. Es hieß nur, dass sich das Gesetz gegen die größten Plattformen richte, die nachweislich mit Gefahren für Kinder und Jugendliche verbunden seien.

Weshalb diese Initiative gerade jetzt? Dänemark hat sein Sommer den Ratsvorsitz in der EU und hatte bereits zu Beginn dieser Funktionsperiode angekündigt, bei diesem Thema eine Vorreiterrolle übernehmen zu wollen.

Gibt es dafür ein Vorbild? Ja, Australien. Dort dürfen Jugendliche künftig erst ab 16 Jahren Plattformen wie Tiktok, Snapchat, Youtube, Facebook und Instagram nutzen. Ab dem 10. Dezember müssen sich außerdem das Internetforum Reddit und die australische Livestreaming-Plattform Kick.com an die neuen gesetzlichen Vorgaben halten.

Grammy als Rap-Show Wieso Taylor Swift leer ausging

Worum geht es? Am Freitag wurden die Nominierungen für die 68. Grammy-Verleihung bekannt gegeben. Die meisten Nominierungen erhielt – wie schon im letzten Jahr – der Rap-Star Kendrick Lamar mit neun, gefolgt von Lady Gaga mit sieben Nominierungen.

Gab es Überraschungen? Zum einen die Nominierung des K-Pop-Hits "Golden" aus dem Netflix-Erfolgsfilm "KPop Demon Hunters". Zum anderen, dass das erste Mal drei Rap-Alben auf der Shortlist für das Album des Jahres stehen, nämlich Kendrick Lamar mit "GNX", Tyler, the Creator mit "Chromakopia" und Clipse, Pusha T & Malice mit "Let God Sort Em Out".

Was ist mit Taylor Swift? Sie hat ihr neues Album "The Life of a Showgirl" um ein paar Wochen zu spät veröffentlicht, deshalb fand es bei der heurigen Verleihung keine Beachtung. Es ist damit das erste Mal seit 2006, dass Taylor Swift keine Grammy-Nominierung erhält.

Wurden Österreicher nominiert? Obwohl heimische Künstler vor allem in den Klassik-Kategorien häufig zu den Nominierten zählen, findet sich in diesem Jahr kein Österreicher auf der Nominierungsliste. Mehr Glück hatte der Dalai Lama, er wurde für das Hörbuch seiner Autobiografie nominiert.

In wie vielen Kategorien werden Künstler ausgezeichnet? In 95 Kategorien, dafür wurden fast 23.000 Beiträge eingereicht.

Wann findet die Verleihung statt? Am 1. Februar 2026 im Rahmen einer glamourösen Zeremonie in Los Angeles.

Musk erster Billionär? Tesla genehmigt Mega-Vergütungspaket

Worum geht es? Elon Musk hat den Poker gewonnen. Monatelang wurde darum gerungen, am Donnerstag stimmten mehr als 75 Prozent der Tesla-Aktionäre für einen Vergütungsplan wie es ihn noch nie in der Geschichte gegeben hat.

Was ist der Deal? Musk muss mit Tesla gewisse sehr hoch gesteckte Ziele erreichen, dann winkt ihm ein Akienpakt im Wert von 1 Billiarde US-Dollar. Der 54-Jährige wäre dann der erste Billiardär der Welt.

Wie reich ist Musk momentan? Laut der Echtzeit-Reichenliste von Forbes besitzt er ein Vermögen von 491,5 Milliarden Dollar.

Wie läuft nun die aktuelle Vereinbarung? Musk werden in diversen Tranchen bis zu 423,74 Millionen neue Aktien zugestanden. Dafür muss er bestimmte Meilensteine erreichen.

Welche? Etwa ein Börsenwert von 8,5 Billionen US-Dollar bis 2035 (sechsmal so viel wie jetzt), jährlich 20 Millionen verkaufte Fahrzeuge, 1 Million Robo-Taxis, 1 Million humanoide Roboter.

Was ist, wenn er die Ziele nicht erreicht? Dann fällt seine Prämie geringer aus.

Gibt es einen Haken? Ja, wenn man das so nennen will: Trump muss zehn Jahre bei Tesla bleiben.

Eklat bei Missen-Gala Veranstalter nennt Model "dumme Kuh"

Worum geht es? Am 21. November wird in Bangkok die Miss Universe 2025 gewählt. Die 130 Teilnehmerinnen sind seit 2. November vor Ort, um bei diversen Rahmenveranstaltungen aufzutreten. Dabei kam es am Tag danach zu einem Eklat.

Was passierte? Beim so genannten "Sashing-Event", bei dem die Teilnehmerinnen ihre Schärpen überreicht bekommen, verhielt sich der thailändische Gastgeber verbal übergriffig.

Wie übergriffig? Der Unternehmer Nawat Itsaragrisil stellte die mexikanische Teilnehmerin Fátima Bosch öffentlich bloß, weil sie ein Sponsor-Shooting verpasst haben soll. Er nannte die Miss dabei unter anderem "dumme Kuh".

Ernsthaft? Offenbar hatte es zuvor einen Polizeieinsatz in den Büros der Missen-Organisation gegeben. Der Vorwurf: illegale Werbung für ein Online-Casino. Teilnehmerinnen sollten dazu gedrängt werden, für die dubiose Plattform zu werden.

Warum ist das so heikel? Jetzt einmal abseits von allem anderen Vorwürfen: Glücksspiel ist in Thailand weitgehend verboten.

Was geschah dann? Bei der Schärpen-Gala kam es zu einem Wortgefecht zwischen Nawat Itsaragrisil und Miss Mexiko. Fátima Bosch gab ordentlich kontra. "Wir respektieren Sie, genauso wie Sie uns respektieren sollten." Dann verließ sie den Saal.

Folge? Ein fast historischer Moment. Mehrere Missen erhoben sich ebenfalls von ihren Sesseln und zogen aus dem Raum aus, darunter die amtierende Miss Universe, die Dänin Victoria Kjær. Später sagte sie: "Es geht hier um Frauenrechte ... deshalb ziehe ich jetzt meinen Mantel an und gehe."

Wie reagierte Nawat Itsaragrisil? Er rief die Security zu Hilfe, aber da war der Schaden schon angerichtet.

Welcher Schaden? Ein PR-Super GAU. Der Veranstalter wollte die Angelegenheit noch klein reden. Aber die Beleidigung war da durch ein TikTok-Video schon öffentlich geworden. Es verbreitete sich rasant über die ganze Welt.

Griff an den Busen Mexikos Präsidentin sexuell belästigt

Worum geht es? Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wurde auf der Straße von einem Mann sexuell belästigt und machte den Vorfall öffentlich.

Was passierte? Bei einem öffentlichen Termin in der Nähe des Regierungspalasts in Mexiko‑Stadt trat ein Mann an Sheinbaum heran, legte seinen Arm um ihre Schulter, berührte ihre Hüfte und Brust und versuchte, sie zu küssen.

Wie reagierte Sheinbaum? Sie verstand vorerst nicht, was vor sich gegangen war, später zeigte sie den Mann an. Es gibt ein Video des Übergriffs. Die Präsidentin erklärte, dass ihr erst nach dem Anschauen von Videos bewusst wurde, wie gravierend der Vorfall war.

Was passierte mit dem Tatverdächtigen? Der mutmaßlich Betrunkene wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch vor.

Was ist das größere Bild? Sheinbaum betonte, dass der Vorfall ein Symbol dafür sei, wie weit verbreitet sexuelle Belästigung in Mexiko ist und fragte : "Wenn sie die Präsidentin anfassen, was wird dann mit allen Frauen in unserem Land passieren?"

Gibt es Konsequenzen? Laut offiziellen Angaben wurden in Mexiko-Land große Teile der Frauen schon einmal sexuell belästigt. Sheinbaum kündigte an, die Gesetzeslage prüfen zu wollen.