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8. Mai 2026

"Virusschiff" läuft ein Wetter könnte aber Rettung verzögern

Worum geht es? Das niederländische Kreuzfahrtschiff "MV Hondius", auf dem eine Infektionswelle mit dem potenziell tödlichen Hantavirus ausgebrochen ist, liegt weiter auf Kurs Teneriffa.

Wan soll es ankommen. Das Schiff befindet sich laut Schiffsverfolgungs-Plattform vesselfinder.com noch etwa eineinhalb Tagesreisen von der spanischen Insel entfernt und soll am Sonntag gegen Mittag dort anlegen.

Was soll auf Teneriffa mit dem Schiff passieren? Der Plan ist, dass sämtliche an Bord verbliebenen Passagiere, die bislang keine Symptome der Viruserkrankung zeigen, aufgenommen, untersucht und dann in ihre Heimatländer ausgeflogen werden sollen.

Aber? Zunächst einmal gab es am Freitag wütende Proteste auf Teneriffa. Viele Einheimische wollten nicht, dass die "MV Hondius" bei ihnen anlegt. Und auch das Wetter macht Sorgen.

Weil? Die Behörden der Insel teilten mit, dass man ein Zeitfenster von maximal 24 Stunden für die Aktion habe, da sich das Wetter dann drastisch ändere. In der Zeit bis zum Eintreffen der stürmischen Kaltfront müssen sämtliche verbliebenen Passagiere und Besatzungsmitglieder von Bord der "MV Hondius" geholt werden.

Und dann? Müsse das Schiff, laut Behörden, ablegen und vor der Insel ausharren, bis sich die Wetterlage wieder ändere, was aber eine tage- oder sogar wochenlange Verzögerung mit sich bringen könnte.

Wie viele Personen sind noch an Bord? Noch etwa 140 Personen, Passagiere und Besatzungsmitglieder, zusammengenommen.

Was ist mit den Infizierten bzw. den Verdachtsfällen? Drei Personen sind mittlerweile an den Folgen ihrer Hantavirus-Infektion verstorben. Weitere sieben sind mit dem Virus infiziert bzw. gelten als Verdachtsfälle, davon sind zwei Personen als mögliche Neuinfektionen am Freitag dazu gekommen.

Was ist das Hantavirus? Eine seltene Infektionskrankheit vor allem der Atemwege, die eine Sterblichkeitsrate von bis zu 40 Prozent aufweist. An Bord der "MV Hondius" war es auf der Reise von Argentinien nach Afrika zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen.

Was ist mit der Flugbegleiterin? Eine KLM-Mitarbeiterin wurde laut niederländischem Gesundheitsministerium mit Hantavirus-Symptomen ins Spital eingeliefert. Die Frau hatte kurz Kontakt zu jener Niederländerin, die an dem Virus gestorben war.

Und? Sie ist negativ auf das Virus getestet worden. Das bestätigte die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Weitere Meldungen

UFO-Akten frei Aber sie sind nicht außerirdisch gut

Worum geht es? Das Pentagon hat am Freitag eine erste Tranche zuvor geheimer Akten freigegeben, die Berichte über UFOs dokumentieren – ein Schritt, der von einigen Protagonisten bereits seit Jahrzehnten gefordert wurde.

Wer hat das entschieden? Die Veröffentlichung erfolgt aufgrund einer Anweisung von Präsident Donald Trump vom Februar an die Bundesbehörden. Darin legte er fest, Regierungsakten im Zusammenhang mit unidentifizierten Flugobjekten, freizugeben.

Warum werden die Akten gerade jetzt freigegeben? Kritiker meinen, dass US-Präsident Trump derzeit alles versuche, um von seiner Rolle in den Epstein-Akten abzulenken. Und die UFO-Akten seien ein Teil dieser Strategie.

Was sagt die Regierung? "Diese hinter Geheimhaltungsvorschriften verborgenen Akten haben lange Zeit berechtigte Spekulationen angeheizt", erklärte Verteidigungsminister Pete Hegseth in einer auf X veröffentlichten Erklärung. Nun sei es an der Zeit, dass sich das amerikanische Volk selbst ein Bild davon mache.

Was steht in den Akten? Einer der Höhepunkte der bislang veröffentlichten Akten-Teile ist ein Bericht des Apollo-11-Astronauten Buzz Aldrin, der 1969 als zweiter Mann in der Geschichte den Mond betreten hat.

Was schildert er? In einer Nachbesprechung zum ersten Mondflug berichtete "Buzz" von einem "beträchtlichen" Objekt in der Nähe der Mondoberfläche und einer "ziemlich hellen Lichtquelle", bei der die Besatzung vermutete, es könne sich um einen Laser handeln.

Gibt es noch weitere neue Berichte? Jein. Die erste veröffentlichte Charge von Dokumenten besteht aus insgesamt 162 Dateien, die Hunderte Seiten umfassen und auf einer neuen Website des Verteidigungsministeriums nachgelesen werden können. Darunter sind aber  keine Belege für außerirdisches.

Kommt da noch mehr? "Weitere Akten werden vom Kriegsministerium fortlaufend veröffentlicht", teilte das Pentagon am Freitag mit.

Fischer findet Ukraine-Drohne Aber wie kam sie nach Griechenland?

Worum geht es? Ein griechischer Fischer hat in einer Küstenhöhle der Insel Lefkada eine angespülte See-Drohne entdeckt, die aus dem Ukraine-Krieg stammen soll, berichten griechische Medien. Wie das Gerät dort hingekommen ist, ist vorerst rätselhaft.

Was tat der Fischer mit seinem Fund? Obwohl der Motor des Gefährts noch lief, schleppte es der Fischer in die nahegelegene Stadt Vasiliki, wo er es der Küstenwache übergab. Die transportierte es schließlich zu einem Marinestützpunkt am Festland.

Um welche Art Drohne handelt es sich? Angeblich um ein explosives, ferngesteuertes Rammboot vom Typ Magura V3. In der See-Drohne sollen sich drei Zünder, aber kein Sprengstoff befunden haben.

Stammt die Drohne wirklich aus der Ukraine? Das ist noch nicht endgültig geklärt. Die Ukraine setzt im Schwarzen Meer ebenso derartige Drohnenboote ein wie die russische Marine.

Gibt es Ideen, wie das Gefährt nach Griechenland gekommen sein könnte? Es gibt mehrere Spekulationen. Möglicherweise hätte die maritime Kampfdrohne Schiffe einer russischen "Schattenflotte" angreifen sollen, mit denen das Land Öl unter Umgehung von Embargos verschifft. Sie könnte aber auch von Drogenschmugglern eingesetzt worden sein.

Katar-Jumbo fertig Nur arabische Exit-Zeichen mussten weg

Worum geht es? Pünktlich zum 250. Geburtstag der USA am 4. Juli soll jene Boeing 747, die Donald Trump letztes Jahr von der katarischen Herrscherfamilie geschenkt bekommen hat, für den Präsidenten einsatzbereit sein, berichtet das Wall Street Journal.

Warum bekam Trump einen Jumbo-Jet geschenkt? Dazu gibt es mehrere Versionen. Die offizielle besagt, das Flugzeug sei ein Geschenk Katars für die USA, deswegen sei es auch vom Pentagon angenommen worden.

Welche Version gibt es noch? Jene, dass man eigentlich nach einem passenden Flugzeug für Trump gesucht hat, weil dieser mit dem Komfort der alten Air Force One aus den 1990er-Jahren nicht zufrieden gewesen ist.

Und? Man fand einen passenden Jet in Katar im Wert von etwa 400 Millionen Dollar und verhandelte zunächst über ein Leasing-Modell, bis Trump auf Social Media begann, den vierstrahligen Jet als Geschenk darzustellen.

Folge? Das Herrscherhaus sah sich genötigt, ihm das Flugzeug tatsächlich zu schenken.

Was wurde verändert? Laut Pentagon wurden 400 Millionen Dollar in diverse Sicherheits-Features investiert. Sonst sei das Interieur nahezu unverändert geblieben – auch die gigantischen Ledersessel, Plüschsofas und eine Fake-Bücherwand, wie das Wall Street Journal schreibt. Nur die arabischen Exit-Schilder im Inneren mussten ausgetauscht worden.

Darf der Präsident solche Geschenke annehmen? Nein, die US-Verfassung verbietet es Regierungsvertretern eigentlich, Geschenke, Titel oder Ähnliches "von einem König, Prinzen oder ausländischen Staat" ohne Zustimmung des US-Kongresses anzunehmen. Deshalb ging das Präsent auch offiziell an das Pentagon.

Drei Tage Waffenruhe Laut Trump Pause im Ukrainekrieg

Worum geht es? Auf Vermittlung von Donald Trump kommt es ab Samstag zu einer dreitägigen Waffenruhe im Ukraine-Krieg. Das vermeldete der US-Präsident auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social.

Wie kam es dazu? Die Bitte sei von ihm vorgebracht worden, so Trump. Und weiter: "Hoffentlich ist das der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Krieges." Die Waffenruhe soll vom 9. bis zum 11. Mai gelten.

Gab es nicht bereits eine Waffenruhe? Ja, zwei sogar. Moskau hatte begleitend zu den Feierlichkeiten anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland bereits ab Freitag eine einseitige Waffenruhe ausgerufen. Die Ukraine hatte ihre Waffenruhe bereits früher beginnen lassen – in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai.

Mit Erfolg? Nein, ohne. Laut Ukraine griff die russische Armee  weiterhin so intensiv an, dass man keinen Anlass gehabt habe, selbst das Feuer einzustellen, so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Was wurde noch vereinbart? Es soll zu einem Gefangenen-Austausch von jeweils 1.000 Soldaten kommen, so Juri Uschakow, der außenpolitische Berater von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Rückt man damit einem echten Frieden tatsächlich etwas näher? Trump deutet es zumindest so. Die Gespräche für eine Beendigung des Krieges, "des größten seit dem Zweiten Weltkrieg", gingen demnach weiter. Jeden Tag käme man näher ans Ziel, so der US-Präsident. Greifbare Ergebnisse, die zu einem Frieden führen könnten, sind zuletzt allerdings ausgeblieben.

Nach Niko kam Vivi Trump-Sprecherin wurde wieder Mama

Worum geht es? Karoline Leavitt, selten um Worten verlegene Pressesprecherin des Weißen Hauses und damit von US-Präsident Donald Trump, wurde zum zweiten Mal Mutter. Am 1. Mai sei Viviana aka "Vivi" zu unser Familie gestoßen, textete die 28-jährige auf Instagram.

Leavitt hat bereits ein Kind? Ja, Sohn Nicholas aka "Niko" wird im Juli 2 Jahre alt. "Vivi ist kerngesund und ihr großer Bruder gewöhnt sich freudig an das Leben mit seiner neuen kleinen Schwester", so Leavitt.

Ist Leavitt jetzt im Mutterschutz? Ja, obwohl sie es damit nicht so genau zu nehmen scheint.

Was ist damit gemeint? Als es vor zwei Wochen, am 24. April, im Rahmen des Korrespondentendinners zu einem Attentatsversuch kam, kehrte die Hochschwangere kurzzeitig aus dem Mutterschutz zurück, um die Presse im Weißen Haus über die Situation zu informieren.

Hat Trump auch schon gratuliert? Zumindest nicht öffentlich. Aber er soll ihr und ihrer Familie intern Glück gewünscht haben. Leavitt ihrerseits bedankte sich zuvor öffentlich bei Trump für das "familienfreundliche Umfeld" im Weißen Haus während ihrer Schwangerschaft.

Flugbegleiterin infiziert Sie hatte Kontakt zu Schiffs-Passagier

Worum geht es? Auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" ist es zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen. Bislang wurden acht Fälle registriert – drei davon bestätigt, fünf weitere gelten als Verdachtsfälle. Drei Menschen starben bereits.

Gibt es neue Verdachtsfälle? Eine KLM-Flugbegleiterin wurde laut niederländischem Gesundheitsministerium mit Hantavirus-Symptomen ins Spital eingeliefert. Die Frau hatte kurz Kontakt zu jener Niederländerin, die an dem Virus gestorben war.

Wie kam es zum Kontakt? Die Frau (deren Mann am Schiff gestorben war) ging in Südafrika an Bord eines KLM-Fluges, wurde aber als zu krank zum Fliegen eingestuft und kurz darauf aus dem Flugzeug gebracht.

Wie geht es der Infizierten? Die Flugbegleiterin soll leichte Symptome aufweisen und befindet sich in Isolation im Amsterdam UMC, wo sie auf das Virus getestet wird, schreibt Dutchnews.

Was macht das Virus-Auftreten brisant? Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Donnerstag könnte es an Bord zu seltenen Mensch-zu-Mensch-Übertragungen gekommen sein.

Wo befindet sich das Schiff aktuell? Die "MV Hondius" hat Kap Verde verlassen und befindet sich derzeit auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln, konkret nach Teneriffa beziehungsweise zum Hafen Granadilla.

Darf es anlegen? Spanien hat nach Beratungen mit WHO und EU-Behörden entschieden, das Schiff unter strengen Gesundheitsauflagen anlegen zu lassen. Zuvor lag die "MV Hondius" tagelang vor Praia auf Kap Verde unter Quarantäne vor Anker.

Was sagt die WHO? Die WHO betont, dass das Risiko für die allgemeine Bevölkerung derzeit "niedrig" sei. Das sei "nicht der Beginn einer Covid-Pandemie."

Aber? WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte zugleich, man rechne mit weiteren Fällen, da die Inkubationszeit des Virus bis zu 45 Tage betragen könne. Eine große Epidemie werde derzeit aber nicht erwartet.

Was weiß man über das Virus? Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um die sogenannte Andes-Variante des Hantavirus. Diese gilt als einzige bekannte Hantavirus-Form, bei der Übertragungen zwischen Menschen möglich sind.

Wie begann der Ausbruch? Die ersten Erkrankungen traten Anfang April während der Atlantiküberfahrt auf. Ermittler vermuten inzwischen, dass sich erste Passagiere bereits vor Reisebeginn im argentinischen Ushuaia infiziert haben könnten.

Warum ist die Lage international relevant? An Bord befanden sich Passagiere und Crewmitglieder aus 23 Ländern. Mehrere Menschen verließen das Schiff bereits während Zwischenstopps – etwa auf St. Helena oder in Südafrika.

Warum ist das wichtig? Es laufen inzwischen internationale Kontaktverfolgungen in Europa, Afrika und Nordamerika. Gesundheitsbehörden in den USA überwachen unter anderem Rückkehrer in Arizona und Georgia.

Welche Maßnahmen gelten derzeit auf dem Schiff? Die Passagiere wurden isoliert. Ärzte, Pflegekräfte und Laborspezialisten gingen auf Kap Verde an Bord. Erkrankte wurden ausgeflogen, Kontaktpersonen überwacht und umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen eingeleitet. Mehrere Länder bereiten spezielle Rückhol- und Quarantänepläne vor.

Letzter Brief von Epstein Aber es ist unklar, ob er echt ist

Worum geht es? Ein US-Gericht hat einen angeblichen Brief von Jeffrey Epstein aus seiner Gefängniszelle veröffentlicht. Das handschriftliche Schreiben soll wenige Wochen vor seinem Tod 2019 entstanden sein.

Worum handelt es sich? US-Medien sprechen von einem möglichen Abschieds- oder Suizidbrief. Die Veröffentlichung sorgt international erneut für Diskussionen über den Fall Epstein und die bis heute bestehenden Zweifel an den Umständen seines Todes.

Was steht in dem Brief? Der veröffentlichte Brief ist schwer lesbar. Mehrere US-Medien geben jedoch zentralen Passagen wieder: „Sie haben monatelang gegen mich ermittelt — nichts gefunden!!!“. „Es ist ein Privileg, den Zeitpunkt des Abschieds selbst wählen zu können.“ "Was soll ich denn tun — in Tränen ausbrechen? Kein Spaß — nicht wert!!"

Ist der Brief echt? Das ist nicht abschließend geklärt. Er trägt keine Unterschrift. Epsteins damaliger Zellengenosse Nicholas Tartaglione erklärte, das Schreiben stamme von Epstein.

Wurde das überprüft? Anwälte ließen laut US-Berichten Handschriftengutachten erstellen, die auf Echtheit hindeuten sollen. Eine offizielle Bestätigung durch FBI oder Justizministerium gibt es bislang jedoch nicht.

Wie wurde der Brief gefunden? Nach einem ersten mutmaßlichen Suizidversuch Epsteins im Juli 2019 soll Tartaglione den Brief in der Gefängniszelle entdeckt haben – versteckt in einem Buch.

Was passierte danach? Tartaglione bewahrte das Schreiben nach eigenen Angaben auf, weil Epstein ihn beschuldigt hatte, ihn angegriffen zu haben. Der Brief landete später im Zuge eines anderen Gerichtsverfahrens unter Verschluss.

Warum wird der Brief erst jetzt veröffentlicht? Die Unterlagen waren jahrelang gerichtlich versiegelt. Erst nachdem die "New York Times" Einsicht beantragt hatte, ordnete ein Bundesrichter die Freigabe an.

Wer war Jeffrey Epstein? Ein US-Finanzier mit engen Kontakten zu Politik, Wirtschaft und Prominenz. Ihm wurde vorgeworfen, über Jahre ein Netzwerk zur sexuellen Ausbeutung minderjähriger Mädchen betrieben zu haben.

Wie starb Epstein? Er wurde am 10. August 2019 tot in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center in Manhattan gefunden. Die Gerichtsmedizin erklärte den Tod offiziell als Suizid durch Erhängen. Allerdings lösten Unregelmäßigkeiten Spekulationen aus.

Nämlich? Zum Zeitpunkt von Epsteins Tod funktionierten Überwachungskameras teilweise nicht, vorgeschriebene Kontrollgänge sollen unterblieben sein, und die zuständigen Wärter standen später wegen gefälschter Protokolle vor Gericht.