Worum geht es? Monatelang hatte US-Präsident Donald Trump mit der Idee kokettiert und Spekulationen darüber befeuert, dass er 2029 eventuell für eine dritte Amtszeit als US-Präsident kandidieren könnte. Doch am Mittwoch stellte der 79-Jährige an Bord der Air Force One klar, dass das nicht in Frage käme: "Das ist mir nicht erlaubt."
Weshalb überhaupt die Spekulationen? Der US-Präsident, der im Jänner 2025 seine zweite Amtszeit antrat, brachte das Thema selbst immer wieder aufs Tapet. Zuletzt äußerte sich auch ein ehemaliger Berater Steve Bannon diesbezüglich, und zwar so deutlich wie nie zuvor: Trump müsse zu Ende bringen, was er begonnen habe, und werde bei der Wahl 2028 der Kandidat der Republikaner sein.
Und jetzt? Von Journalisten während des Fluges nach Südkorea darauf angesprochen, fand Trump dazu erstmals deutliche Worte: "Wenn Sie es lesen, ist es ziemlich klar: Ich darf nicht kandidieren. Schade. Aber wir haben viele großartige Leute."
Worauf bezieht sich der Präsident dabei? Auf den 22. Verfassungszusatz. Darin steht klipp und klar: "Niemand darf mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden."
Hat Trump damit ein Problem? Davon ist auszugehen. Erst vor wenigen Tagen sagte er, er würde "sehr gerne" erneut kandidieren. "Ich habe meine besten Umfragewerte aller Zeiten. Es ist beängstigend. Meine besten Umfragewerte."
Wer könnte statt Trump ins nächste Präsidentenrennen gehen? Er selbst brachte zuletzt seine Vize JD Vance sowie Außenminister Marco Rubio dafür ins Spiel. Aber für die republikaner gilt es zunächst, die Kongresswahlen im Herbst 2026 zu schlagen, ohne zu große Verluste hinnehmen zu müssen. Erst danach wird sich herauskristallisieren, wer 2028 ins Präsidentenrennen geschickt wird.
Worum geht es? Der US-Flugzeughersteller Boeing muss die Auslieferung seines neuesten Jets, der Boeing 777X verschieben. Ursprünglich hätten die ersten Modelle Anfang 2027 ausgeliefert werden sollen. Das wird sich jetzt auf jeden FAll um mehrere Monate verzögern. Für den Hersteller werden dadurch Strafzahlungen in der Höhe von etwa 5 Milliarden Dollar (etwa 4,3 Milliarden Euro) fällig.
Weshalb verzögert sich die Auslieferung? Laut Boeing aufgrund zunehmender regulatorischer Hürden, die erst überwunden werden müssten, ehe die Flugzeuge in Dienst gestellt werden dürfen.
Sind das die ersten Probleme, die bei der 777X auftreten? Nein, es kam bereits mehrfach zu Problemen bei der Fertigung des neuen Modells, berichtet die BBC. Der Hersteller hat bereits bisher etwa 15 Milliarden Dollar (ca. 13 Milliarden Euro) an Strafzahlungen für Produktionsverzögerungen aufwenden müssen.
Was weiß man über das neue Modell 777X? Es basiert auf der Boeing 777 (Triple-Seven), hat zwei Triebwerke, soll bis zu 426 Passagieren Platz bieten und mehr als 16.000 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen können.
Wie viele Bestellungen gibt es bereits? Stand September 2025, hat Boeing 565 Exemplare des neuen Fliegers in den Auftragsbüchern stehen. Das Modell ist für den Hersteller, der in den letzten Jahren mehrfach mit Problemen (Schäden an Flugzeugen, Abstürzen sowie wochenlangen Streiks in den Produktionswerken) zu kämpfen hatte, eines der wichtigsten Projekte für die Zukunft.
Worum geht es? Der Haushaltsstreit in den USA geht in seine bereits fünfte Woche – und kostet das Land bis zu 14 Milliarden Dollar (12 Milliarden Euro). Das teilte das überparteiliche Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) nun mit.
Wie kommt man auf diese Summe? Dafür wurde jene Wirtschaftsleistung errechnet, die durch den Stillstand verloren geht und später auch nicht mehr aufgeholt werden kann, etwa durch nachträgliche Gehaltszahlungen oder Auftragsvergaben.
Weshalb ist überhaupt Shutdown? Weil sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht darauf verständigen können, unter welchen Modalitäten neue Schulden gemacht werden sollen, um damit die laufenden Kosten, etwa für Staatsbedienstete, zu decken.
Was bedeutet das? Dass zigtausende Bundesbeamte derzeit in unbezahltem Zwangsurlaub sind und zahlreiche staatlichen Stellen geschlossen bleiben. Die Regierung Trump hat auch angekündigt, tausende Beamte zu entlassen, sollten die Demokraten nicht einlenken, dem haben aber diverse Gerichte vorläufig einen Riegel vorgeschoben.
Und wichtige Systemerhalter wie Exekutive, Rettungsdienste, Flugsicherung oder Militär? Diese Stellen und Behörden arbeiten weiter, allerdings derzeit ohne Bezahlung.
Wie lange soll das noch so gehen? Das ist schwer zu sagen. Der bisher längste Shutdown über den Jahreswechsel 2018/19 dauerte 35 Tage. Allerdings gingen laut Haushaltsbüro damals "nur" insgesamt drei Milliarden Dollar an Wirtschaftsleistung dauerhaft verloren.
Worum geht es? Die Beratungsfirma Henley & Partners hat vor kurzem ihren neuesten Global Investment Risk and Resilience Index präsentiert, der zusammen mit der Analyseplattform AlphaGeo entwickelt wurde. Der Index bewertet die Länder der Welt anhand ihrer Anfälligkeit für aktuelle Risiken sowie ihrer Resilienz – als der Fähigkeit, sich von Krisen zu erholen.
Und was ist das Ergebnis? Die Top-Platzierung ging an die Schweiz mit 88,4 von 100 Punkten. Wirtschaftliche Dynamik, politische Stabilität, Rechtssicherheit und die klimatischen Risiken haben ebenso dazu beigetragen wie die Werte in den Bereichen Inflation, rechtliche und regulatorische Unsicherheiten, Innovationskraft, Klimaanpassung, Governance-Qualität und sozialer Fortschritt.
Wer folgt dahinter? Dänemark (85,1 Punkte), Norwegen (83,5), Singapur (83,4) und Schweden (83,2). Deutschland liegt auf Platz 9 (mit 80,7 Punkten).
Und Österreich? Findet sich auch Platz 11, ex aequo mit Kanada (78,5 Punkte).
Wo stehen die USA? Nur auf Platz 24 (mit 74,2 Punkten). Vor allem politische Instabilität, soziale Ungleichheit, die hohe Staatsverschuldung und die überalterte Infrastruktur haben Trump-Land Punkteabzüge beschert.
Die Schlusslichter? Der Karibikstaat Haiti (28,9 Punkte) und der Libanon (26,6 Punkte). Politische Instabilität, schwache Institutionen und geringe Anpassungsfähigkeit drücken hier das Ergebnis. Dazu kommen Korruption, begrenzte Innovationskraft sowie die Anfälligkeit für klimatische Veränderungen und Naturkatastrophen.
Worum geht es? Jene beiden Männer, die am Samstag im Großraum Paris im Zusammenhang mit dem Einbruch in den Louvre festgenommen worden sind, haben ein Teilgeständnis abgelegt. Das erklärte Staatsanwältin Laure Beccuau am Mittwoch.
Was haben die beiden Männer gestanden? Dazu äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht im Detail. Es sei aber die Untersuchungshaft gegen die beiden Männer (34 und 39 Jahre alt) beantragt worden, so die Behörden. Und es sollen Verfahren wegen Bandendiebstahls und Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet werden.
Wo wurden die Verdächtigen festgenommen? Einer war kurz davor, am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in einen Flieger nach Nordafrika zu steigen, der andere wurde im Großraum der Metropole aufgespürt.
Was wurde gestohlen? Bei dem spektakulären Raubzug waren am 19. Oktober über ein Fenster in das weltberühmte Museum eingestiegen und hatten mit Winkelschleifern mehrere Vitrinen aufgeschnitten. Sie erbeuteten acht Exponate aus der Sammlung französischer Kronjuwelen, deren Gesamtwert auf 88 Millionen Euro geschätzt wird.
Sind die Juwelen wieder aufgetaucht? Bislang nicht. Es wir befürchtet, dass die einzigartigen Stücke zerstört werden könnten, um das Gold und die Edelsteine einzeln zu Geld machen zu können. Denn aufgrund der Bekanntheit der Stücke ist ein Verkauf als Ganzes mittlerweile so gut wie ausgeschlossen.
Wie viele Täter sind noch flüchtig? Mindestens zwei, denn auf den Überwachungsvideos vom Einbruch sind vier Täter zu sehen. Die Ermittler schließen allerdings nicht mehr aus, dass die ganze Bande aus noch mehr Tätern bestehen könnte.
Wie gelangten die Männer überhaupt in den Louvre? Sie bedienten sich eines Spezial-Lastenaufzuges eines deutschen Unternehmens. Der Hersteller nutzt nun die neue, unerwartete Bekanntheit seines Unternehmens für einen augenzwinkernden Werbespot im Internet, der nun seit Tagen im Internet viral geht.
Worum geht es? Der US-Computerchip-Hersteller Nvidia hat am Mittwoch als erstes Unternehmen überhaupt einen Börsenwert von mehr als 5 Billionen Dollar (also 5.000 Milliarden Dollar, umgerechnet 4,3 Billionen Euro) erreicht.
Woher kommt der Hype? Die Chips des US-Unternehmens gelten weltweit als erste Wahl für KI-Anwendungen. Sämtliche relevanten KI-Anbieter (OpenAI, Meta oder Google) arbeiten mit den Bausteinen des Herstellers. Am Dienstag verkündete Nvidia-Gründer Jensen Huang neue Deals u.a. mit Nokia und Oracle, die den Umsatz des Unternehmens bis 2026 auf 500 Milliarden Dollar schrauben sollen.
Wie reagierte die Börse? Frenetisch. Gleich in den ersten Handelsminuten am Mittwoch stieg das Papier um knapp fünf Prozent, im Laufe des Tages ging diese Hausse weiter.
Hat sich dieser Lauf angekündigt? Er war erwartet worden. Erst im vergangenen Juli hatte Nvidia – damals ebenfalls als erstes Unternehmen – die 4-Billionen-Dollar-Marke geknackt. Nun benötigte die Aktie nicht mehr als dreieinhalb Monate, um die 5-Billionen-Marke zu überspringen. Und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen.
Wie geht es den anderen Big-Tech-Firmen? Microsoft, das als zweites Unternehmen die 4-Billionen-Marke erreicht hatte, steigt seit Mai 2025 ebenfalls ungebremst. Und Apple durchbrach erst am Dienstag dieser Woche als dritter Hersteller die 4-Billionen-Grenze. Vor allem ein Absatz-Boom beim neuen iPhone 17 sorgt bei dem Kult-Hersteller aus Cupertino derzeit für Jubelstimmung.
Worum geht es? Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates fordert einen Strategiewechsel im Umgang mit dem Klimawandel. Dieser sei zwar ein großes Problem, werde aber nicht zum Untergang der Menschheit führen, so der 70-jährige Philantrop am Dienstag.
Wo äußert sich Gates? Auf seiner Internetseite. Dort findet sich ein langer Artikel unter dem Titel "Three tough truths about climate", also drei harte Wahrheiten über das Klima.
Warum jetzt? Gates eigenen Worten zufolge vor der im November beginnenden UN-Klimakonferenz in Brasilien ein Zeichen setzen.
Wie begründet er seine Meinung? Der Microsoft-Milliardär, der sich seit Jahren für die Bekämpfung der globalen Erwärmung einsetzt, warnte, dass sich die Klimagemeinschaft zu sehr auf "kurzfristige Emissionsziele" konzentriere und darüber vergesse, das Leben der Menschen in einer sich erwärmenden Welt zu verbessern.
Was ist damit konkret gemeint? "Obwohl der Klimawandel schwerwiegende Folgen haben wird – insbesondere für die Menschen in den ärmsten Ländern – wird er nicht zum Untergang der Menschheit führen", so Bill Gates in seiner Botschaft.
Was schlägt er als Alternative vor? Der Fokus müsse auch weiterhin auf die Verhinderung menschlichen Leids gerichtet werden. "Die größten Probleme sind Armut und Krankheit", so Gates.
Wie will Gates weitermachen? Er habe sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der globalen Erwärmung beschäftigt und Milliarden in Innovationen investiert, um sie zu reduzieren", so Gates in seiner Botschaft. In den nächsten 20 Jahren werde er "200 Milliarden Dollar für Projekte in Entwicklungsländern spenden", vor allem, um die Kindersterblichkeit dort weiter zu senken.
Worum geht es? Die US-Marine setzt ihre Angriffe auf angebliche Drogenschmuggler fort. Bei der Zerstörung von vier Booten vor der Pazifikküste Mexikos wurden am Montag 14 Menschen getötet, eine Person gilt als vermisst, die mexikanische Marine hat ein Suchflugzeug losgeschickt.
Woher weiß man, dass es sich um Drogenschmuggler gehandelt hat? US-"Kriegsminister" Pete Hegseth sagte in einer Erklärung auf X, die vier getroffenen Schiffe seien "unserem Geheimdienst bekannt gewesen, da sie auf bekannten Drogenschmuggelrouten unterwegs waren und Drogen transportierten". Eine unabhängige Bestätigung für diese Behauptung gibt es nicht.
Seit wann geht die US-Marine gegen Drogenschmuggler vor? Auf Befehl von Präsident Donald Trump werden seit Anfang September immer wieder angebliche Schmugglerboote angegriffen und zerstört. Bislang sind dabei mindestens 57 Menschen getötet worden, die von Trump und Hegseth als "Drogenterroristen" bezeichnet werden.
Gibt es für diese Behauptung Beweise? Nein, es wurden bislang nur "Geheimdienst-Erkenntnisse" angeführt, ohne diese vorzulegen.
Ist Trumps Vorgehen politisch gedeckt? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Völkerrechtsexperten stellen die Rechtmäßigkeit der Aktion in Frage. Auch Mitglieder des US-Kongresses, sowohl Demokraten als auch Republikaner, äußerten Bedenken und bezweifelten die Autorität des Präsidenten, die Angriffe anzuordnen.
Was ist der Hintergrund? Es wird vermutet, dass Trump auf diese Art versuchen könnte, die Regierung Venezuelas unter Präsident Nicolas Maduro zu stürzen, da er dessen Wiederwahl als nicht rechtmäßig ansieht.
Was stützt die These? Trump ließ zuletzt weitere Kriegsschiffe, darunter auch den größten Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, in die Region verlegen.