Worum geht es? In Großbritannien häufen sich Krankheits‑ bzw. Vergiftungsfälle bei Kindern im Zusammenhang mit kontaminierter Babynahrung. Es hatte eine große Rückrufaktion gegeben.
Was ist passiert? Mehrere Chargen von Nestlé-Babynahrung ("SMA Infant Formula" und Folgemilch) wurden am 5. Jänner nach dem Nachweis des hitzestabilen Toxins Cereulide zurückgerufen. Am 24. Jänner wurde eine Charge des Produktes Aptamil First Infant Formula von Danone aus demselben Grund eingezogen.
Wie viele Betroffene gibt es? Die UK Health Security Agency (UKHSA) hat 36 klinische Meldungen über Kinder erhalten, bei denen nach dem Verzehr der zurückgerufenen Milch Symptome aufgetreten sind, die mit einer Vergiftung durch das Cereulide-Toxin übereinstimmen.
Was ist das Cereulide‑Toxin? Es wird von bestimmten Stämmen des Bakteriums Bacillus cereus produziert und verursacht bei Verzehr oft Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe.
Was ist das Krankheitsbild? Die Symptome treten typischerweise 15 Minuten bis etwa 6 Stunden nach dem Essen auf und klingen meist innerhalb von 24 Stunden ab, wenn keine weitere Exposition stattfindet. In seltenen Fällen kann es zu schwereren gesundheitlichen Problemen kommen.
Ist das ein rein britisches Problem? Nein, Hersteller wie Nestlé, Danone und Lactalis haben Baby‑ und Säuglingsnahrung weltweit zurückgerufen, nachdem Cereulide‑Toxine in Produkten gefunden wurden. Diese Rückrufe betreffen mehr als 60 Länder auf mehreren Kontinenten.
Gab es auch Todesfälle? In Frankreich gibt es Berichte über zwei Säuglingstode, die im Zusammenhang mit der Babynahrung stehen könnten (auch wenn ein direkter Zusammenhang noch nicht offiziell bestätigt ist).
Wie ist das in Österreich? In zwei Produktchargen von Nestlé‑Babynahrung wurden geringe Mengen des Cereulide‑Toxins nachgewiesen. Die betroffenen Produkte (z. B. BEBA expert HA PRE und BEBA supreme PRE mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten) wurden vor dem öffentlichen Rückruf im Handel entfernt.
Aber? In einer kürzlich entnommenen Probe wurde jedoch eine Cereulid-Konzentration festgestellt, die wahrscheinlich gesundheitsschädlich ist. Das Produkt wurde vom Hersteller bereits zurückgerufen, schreibt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
Wo kommt das Cereulide‑Toxin her? Untersuchungen der globalen Rückrufaktionen zeigen, dass es in einer Rohzutat entdeckt wurde, die von einem Lieferanten in China stammt. Es handelt es sich um Arachidonsäure‑Öl (ARA‑Öl) — ein Zusatzstoff für Säuglingsnahrung, der für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem wichtig ist.
Wo genau kommt es her? Die Firma, die mit der ARA‑Zutat in Verbindung gebracht wird, ist Cabio Biotech, mit Sitz in Wuhan, China.
Woher kennt man Wuhan? Die Stadt mit 11 Millionen Einwohnern war Ausgangspunkt der globalen Coronavirus-Pandemie. Labore in Wuhan, darunter das Wuhan Institute of Virology (WIV), standen im Fokus der Forschung und der Spekulationen über die Herkunft des Virus.
Worum geht es? In der Silvesternacht kam es in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana zu einem verheerenden Feuer. 41 Menschen starben, viele kämpfen in Spitälern immer noch um ihr Leben.
Was passierte nun? Die Betreiber des "Le Constellation" schrieben am 4. Februar einen zweiseitigen Brief an ihre Mitarbeiter. Darin versuchen sich Jacques und Jessica Moretti zu erklären. Das Schreiben liegt einigen Medien und Agenturen vor.
Was schreiben sie? Sie hätten sich bisher nicht öffentlich äußern können, weil sie durch die laufenden Ermittlungen dazu verpflichtet gewesen seien. Sie betonen, dass das bisherige Schweigen für sie "unglaublich schwer und schmerzhaft" gewesen sei (hier der Brief im Wortlaut).
Was meinen sie? Im Brief steht: "Gegen uns wurde der Verdacht der geheimen Absprache erhoben. Das hat uns dazu gezwungen, jeglichen Kontakt abzubrechen, was diese schwere Zeit noch unerträglicher gemacht hat."
Aber? "Wir haben heute entschieden, das uns auferlegte Schweigen für die Dauer dieses Schreibens zu brechen."
Was geben sie als Grund an? "Wir möchten ausdrücklich unser Mitgefühl mit allen Opfern und ihren Angehörigen zum Ausdruck bringen. Unsere Gedanken sind bei euch, die ihr von dieser Tragödie direkt betroffen seid."
Wie wehren sie sich? "Es wurden niederträchtige Lügen verbreitet, zum Beispiel, dass Jessica die Kasse gestohlen habe oder dass wir die Verantwortung ignorieren würden. Diese Behauptungen sind unwahr, und wir möchten sie klarstellen."
Was versprechen sie? „Wir haben alles dafür getan, dass ausstehende Löhne bereits überwiesen wurden. Falls es durch gesperrte Konten zu Verzögerungen gekommen ist, werden diese in Kürze nachgeholt. Wir lassen euch in dieser Situation nicht im Stich."
Worum geht es? Während eines Pressetermins in Santa Monica (Kalifornien) erzählte Jennifer Garner (53) eine Anekdote aus ihrer Schauspiel‑Karriere, die inzwischen die Runde macht.
Was war der Anlass des Pressetermins? Reklame für die zweite Staffel ihrer Serie "The Last Thing He Told Me" zu machen.
Worum geht es dabei? Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Thriller-Roman von Laura Dave (2021). Erzählt wird die Geschichte von Hannah Hall, einer Frau, deren Ehemann plötzlich verschwindet. Er hinterlässt nur eine Rätselnachricht („The Last Thing He Told Me“). Sie läuft auf Apple TV+.
Darum geht es aber nicht, oder? Nein, sondern von einem Vorfall bei den Dreharbeiten zum Action‑Film "The Kingdom" von 2007, in dem Garner eine Agentin spielte. Da biss sie dem Schauspieler und Stuntman Sala Baker ein Stück Ohr ab.
Wie bitte? Der Unfall passierte bei einer Kampfszene. Pete Berg, der Regisseur, habe zur Baker, er solle versuchen, mich zu töten, erzählte Garner. Und zur ihr, ich solle alles tun, um zu überleben.
Was passierte dann? Im Verlauf des Kampfes sei sie auf den Rücken ihres Co‑Stars geklettert und: "Ich biss ihm ins Ohr und wir haben ein Bild, auf dem ihm ein Stück Ohr fehlt, denn wir haben keine Späße gemacht."
Wie reagierte Sala Baker? Er sagte lapidar "wie Mike Tyson." Eine Anspielung auf den Box‑Vorfall von Mike Tyson, der 1997 einem Gegner ein Stück Ohr abgebissen hatte.
Warum wurde das nun relevant? Weil Garner und Baker für die Apple-Serie erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera standen und eine Kampfszene zu drehen hatten. Was die Schauspielerin scherzhaft als "eine Rechnung zu begleichen" beschrieb.
Worum geht es? Bei einer der bekanntesten Zeitungen der USA kommt es zu einem drastischen Personalabbau. Betroffen sind etwa ein Drittel aller Mitarbeitenden im Unternehmen, also Hunderte von Jobs in verschiedenen Bereichen.
Wen betrifft es genau? Die Kündigungen gehen quer durch alle Abteilungen. Aber: Die Sportredaktion wurde aufgelöst, die Bücher-Sektion ("Books") eingestellt, der "Post Reports" Podcast ausgesetzt, das Korrespondentennetz und das Metro-Team deutlich verkleinert.
Was heißt das in Zahlen? Die Post hat ungefähr 2.500 Beschäftigte, davon sind 800 Journalistinnen und Journalisten, 300 davon müssen gehen, heißt es in Medienberichten. Offizielle Zahlen wurden nicht kommuniziert.
Wem gehört die Post? Die Washington Post ist im Besitz von Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon. Er kaufte die Zeitung 2013 für rund 250 Millionen US-Dollar über seine private Gesellschaft Nash Holdings LLC. Die Post ist privat und gehört nicht zu Amazon selbst.
Was ist der Hintergrund? Im Gegensatz zum Konkurrenten New York Times, der finanziell erblühte, läuft die Post defizitär. Die Leitung begründet die Maßnahmen als notwendigen "strategischen Reset", um das Unternehmen für die Zukunft konkurrenzfähig zu machen.
Ist das die gesamte Erklärung? Wohl nicht. Bezos will sich nicht den Zorn von Donald Trump zuziehen. Die Post wollte eine Wahlempfehlung für Kamala Harris abgeben, das wurde im Verlag gestoppt. Auch sonst ist von redaktionellen Eingriffen zu hören.
Worum geht es? Am 3. Februar 2026 haben die Vereinigten Staaten eine iranische Drohne über dem Arabischen Meer abgeschossen. Das teilte das US-Militär, genauer das US Central Command, in einer offiziellen Erklärung mit.
Was ist passiert? Die Drohne vom Typ Shahed-139 näherte sich einem der größten Kriegsschiffe der US-Marine. Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" war in internationalen Gewässern rund 800 Kilometer vor der iranischen Küste unterwegs.
Gab es Warnungen? US-Beamte erklärten, dass sich das unbemannte Fluggerät trotz mehrfacher Warnungen und Versuche, die Situation zu entschärfen, weiter auf den Flugzeugträger zubewegte und dabei eine "unklare" und "aggressive" Annäherung zeigte.
Warum kam es zum Abschuss-Befehl? Weil nicht klar war, mit welchem Ziel sich die Drohne näherte und um mögliche Gefahren auszuschließen.
Wer führte den Abschuss durch? Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C, das von der "USS Abraham Lincoln" gestartet war. Das Manöver wurde vom Militär als Maßnahme der Selbstverteidigung beschrieben, um den Flugzeugträger und die Menschen an Bord zu schützen.
Gab es Opfer? Nach Angaben des Militärs gab es bei dem Einsatz keine Verletzten und keine Schäden an Ausrüstung oder Schiffen.
Was ist der Hintergrund? Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit gestiegener Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten in den letzten Wochen deutlich verstärkt und mehrere Kriegsschiffe in die Region verlegt.
Torpediert der Vorfall die Gespräche? Trotz der militärischen Zwischenfälle bestätigten US-Offizielle, dass diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran wie geplant fortgeführt werden sollen.
Worum geht es? US-Tech-Milliardär Elon Musk, Eigentümer der Social-Media-Plattform X (früher Twitter) und Chef von Unternehmen wie Tesla und SpaceX, hat den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in einem Post auf X heftig angegriffen.
Warum? Weil die spanische Regierung an einem Gesetz arbeitet, das Kinder unter 16 Jahren vom Zugang zu Social-Media-Plattformen ausschließt.
Was schrieb Musk? Er kritisierte Sánchez nicht nur wegen des Gesetzes, sondern bezeichnete ihn persönlich als "Dirty Sánchez", "Tyrannen", "Verräter des spanischen Volkes" und "faschistischen Totalitaristen". Dazu stellte er ein beleidigendes Emoji.
Welches? Ein Kackhaufen-Emoji. Es steht am Ende seiner Beleidigung, um seine Aussage noch krasser wirken zu lassen.
Was ist der Hintergrund? Musk ist ein starker Gegner staatlicher Regulierung für Technologien und soziale Medien. Er hält sie für geschäftsschädigend. Der Milliardär nutzt seine große Reichweite auf X häufig, um politische Akteure öffentlich scharf anzugreifen.
Was plant Spanien? Wie Australien soll ein Alters-Verifikationssystem eingeführt werden, damit Minderjährige nicht mehr einfach Accounts erstellen können. Plattform-Betreiber und Führungskräfte werden rechtlich verantwortlich gemacht, wenn sie Hassrede oder andere illegale Inhalte nicht entfernen.
Worum geht es? In Minneapolis und im Bundesstaat Minnesota fand in den vergangenen Wochen eine großangelegte Bundesoperation zur Durchsetzung der US‑Einwanderungsgesetze statt. Das brutale Vorgehen sorgte für Entsetzen.
Was passierte nun? Am Mittwoch kündigte Tom Homan, der "Border Czar" der US‑Regierung, an, dass etwa 700 Bundesagenten aus dem Bundesstaat abgezogen werden sollen und das "unmittelbar".
Was ist der Hintergrund? Die US‑Einwanderungsbehörde ICE und andere Bundesbehörden hatten mehrere tausend Bundesagenten in die Region geschickt, um Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus festzunehmen und abzuschieben. Diese Maßnahme war Teil der "Operation Metro Surge".
Wie kam es zur Eskalation? Am 7. Jänner erschoss ein Beamter die dreifache Mutter Renee Nicole Good, weil sie angeblich mit ihrem Auto auf ihn losgefahren war. Am 24. Jänner wurde der Krankenpfleger Alex Pretti, der am Straßenrand demonstrierte, von zehn Schüssen getroffen und starb.
Was geschieht nun? "Border Czar" Homan erklärte, der Abzug erfolge, weil es eine verstärkte Kooperation zwischen staatlichen und lokalen Behörden gebe, insbesondere bei der Übergabe festgenommener Menschen an Bundesbehörden.
Ist das die ganze Wahrheit? Wohl kaum. Der Druck aus der Öffentlichkeit, auch von Republikanern, war zuletzt sehr groß geworden.
Ist das ein kompletter Abzug? Nein, Homan betonte, dass weiterhin rund 2.000 Bundesbeamte vor Ort bleiben.
Worum geht es? Ein 36‑jähriger Zugbegleiter der Deutschen Bahn wurde am Montagabend in einem Regionalexpress im Kreis Kaiserslautern (Rheinland‑Pfalz) von einem Fahrgast so schwer attackiert, dass er später an seinen Verletzungen gestorben ist.
Wie kam es dazu? Der Zugbegleiter kontrollierte Tickets. Als eine vierköpfige Gruppe an der Reihe war, konnte ein 26‑jähriger Fahrgast keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Der Schaffner forderte ihn auf, den Zug zu verlassen.
Was passierte dann? Der Fahrgast stand auf, drohte mit den Fäusten, der Zugbegleiter versuchte, die Situation zu beruhigen. Plötzlich begann der Tatverdächtige hemmungslos auf den Kopf des Mannes einzuschlagen.
Wie reagierten die Fahrgäste? Passagiere leisteten Erste Hilfe und riefen Rettungskräfte. Der Zugbegleiter wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht. Die Polizei traf zehn Minuten später ein und nahm den mutmaßlichen Täter fest.
Was weiß man über den Tatverdächtigen? Der mutmaßliche Angreifer ist ein 26‑jähriger mit griechischem Pass, der laut Polizei keinen Wohnsitz in Deutschland hat und in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken ermittelt wegen Totschlags.
Was weiß man über das Opfer? Der Zugbegleiter, ein gebürtiger Türke, hinterlässt eine Frau und Kinder.