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13. Februar 2026

Da-Vinci ohne Penis In Olympia-Signation fehlt eine Kleinigkeit

Worum geht es? Eine TV-Signation für die Olympischen Spiele in Italien hat nun zu einer parlamentarischen Anfrage in Rom geführt. Denn am Beginn der Signation ist Leonardo da Vincis berühmte anatomische Zeichnung eines nackten Mannes zu sehen (der sogenannte vitruvianische Mensch), der sich in eine Sportlerin verwandelt. Allerdings: bei dem Männerkörper wurden Penis und Hoden entfernt.

Wie kam es dazu? Das wollten auch einige Abgeordnete der Oppositionspartei Partito Democartico wissen und stellten eine Anfrage an Kulturminister Alessandro Giuli. Der steht dem bei Olympia bereits mehrfach in die Kritik geratenen öffentlich-rechtlichen TV-Sender RAI vor und sollte beantworten, wie es dazu kam und ob die Änderungen des Originals überhaupt zulässig seien.

Darf man das? Diese Frage wurde gar nicht erörtert. Denn die RAI wies jede Verantwortung von sich. Vorspann und Grafikpaket stammten vielmehr von Olympic Broadcasting Services, dem Produktionsdienst des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Was bedeutet das? Sender müssten die Inhalte, die das IOC zur Verfügung stellt, unverändert ausstrahlen oder es ganz sein lassen.

Und wie kam es zur Retusche? Darüber gibt es derzeit nur Spekulationen. So könnte etwa die IOC-Richtlinie, dass "explizite sexuelle Inhalte" strengstens untersagt seien, zur Retusche der männlichen Genitalien geführt haben.

Weitere Meldungen

"Von Klobrille geschnupft" Minister gab früheren Kokskonsum zu

Worum geht es? US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy gilt selbst in der mit ausgefallenen Persönlichkeiten üppig besetzten Regierung von Präsident Donald Trump als eigenwillig. Nun plauderte der 72-Jährige in einem Podcast unverblümt über seine Drogen-Vergangenheit. Er habe früher "Kokain von Toilettensitzen geschnupft", so RFK in dem Interview.

Wie kam es dazu? Kennedy sprach in dem Podcast "The Past Weekend" des YouTubers Theo Von über seine Drogensucht – er war 1983 wegen Heroinbesitzes verhaftet worden. Er wisse, dass er süchtig sei und um dagegen anzukämpfen, würde er Selbsthilfegruppen besuchen. Dann sagt Kennedy: "Ich habe keine Angst vor Keimen. Früher habe ich Kokain von Toilettensitzen geschnupft."

Weshalb der Hinweis auf die Keime? Kennedy sieht sich als Querdenker und Impfskeptiker. Er verbreitet Verschwörungstheorien, etwa dass Impfstoffe Autismus bei Kleinkindern verursachen können (was wissenschaftlich widerlegt ist), lässt Ernährungsempfehlungen und staatliche Impfpläne umschreiben.

Hat das Auswirkungen? Kennedys Impfskepsis trifft zusammen mit einem Wiederauftreten der Masern in den USA. Die Folge ist, dass das Land derzeit den schwersten Masernausbruch seit Jahrzehnten verzeichnet.

Gibt es offizielle Reaktionen auf Kennedys Kokain-Beichte? Nicht seitens der Regierung. Aber die Patientenschutzorganisation Protect Our Care bezeichnete den Sohn von Justizminister Robert und Neffen von Präsident John F. Kennedy als "die gefährlichste, überfordertste und ungeeignetste Person, die jemals eine so wichtige Bundesbehörde mit Macht über Leben und Tod geleitet hat".

Mama immer noch weg FBI verdoppelt Belohnung für Hinweise

Worum geht es? Die US-Bundespolizei hat die Belohnung für Hinweise auf die Entführer der 84-jährigen Nancy Guthrie auf 100.000 Dollar (ca. 84.000 Euro) verdoppelt. Zugleich wurde eine Personenbeschreibung des mutmaßlichen Täters veröffentlicht.

Wer ist Nancy Guthrie? Die Mutter von US-TV-Star Savannah Guthrie, einer der bekanntesten Moderatorinnen des Landes. Savannah Guthrie moderiert seit mehr als einem Jahrzehnt die "Today Show", Amerikas bekanntestes Frühstücks-TV.

Was ist mit der alten Lady geschehen? Sie war in der Nacht auf den 1. Februar spurlos aus ihrem Haus nahe Tucson, US-Bundesstaat Arizona, verschwunden. Schon nach kurzer Zeit behandelten die Behörden den Vermisstenfall als Entführung, mittlerweile sind angeblich mehrere Lösegeldforderungen eingegangen. Ob diese authentisch sind, ist bislang nicht bestätigt.

Was hat es mit der Personenbeschreibung auf sich? In der Nacht ihres Verschwindens machte sich eine vermummte Person an der Türkamera von Nancy Guthries Haus zu schaffen. Das FBI veröffentlichte dazu vor wenigen Tagen restauriertes Videomaterial und nun eine – relativ dürftige – Personenbeschreibung.

Und zwar? Die unbekannte, wahrscheinlich männliche Person – das FBI bezeichnet sie nun erstmals als Verdächtigen – sei zwischen 1,75 und 1,78 Meter groß und habe einen schwarzen Rucksack der Marke Ozark Trail mit 25 Litern Volumen getragen.

Gibt es keine Hinweise aus der Bevölkerung? Doch, der Fall sorgt in den USA für eine Welle der Anteilnahme. Das Problem dabei: Das FBI und weitere beteiligte Behörden müssen die bislang etwa 13.000 eingegangenen Hinweise auf ihre Plausibilität prüfen. Das bindet sehr viel Personal und stellt die Ermittler vor Probleme.

Was weiß man über den Gesundheitszustand von Nancy Guthrie? Die 84-Jährige ist geistig fit, allerdings kaum mobil. Sie könne ohne Unterstützung nicht weit gehen, so das zuständige Sheriff's Department. Außerdem hat sie einen Herzschrittmacher und benötigt täglich Medikamente.

Druck auf Mullah-Regime Größtes Kriegsschiff der Welt entsendet

Worum geht es? Die USA haben das größte Kriegsschiff der Welt, den Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford", samt seiner Kampfgruppe Richtung Naher Osten in Bewegung gesetzt. Er wird sich der "USS Abraham Lincoln" anschließen, die bereits seit Längerem nahe dem Persischen Golf im Einsatz ist.

Was ist der Sinn der Verlegung? Experten gehen davon aus, dass US-Präsident Donald Trump dem Iran das Messer ansetzten will. Amerika möchte mit dem Mullah-Regime ein Abkommen über die Atomwaffenkapazitäten des Landes verhandeln, die erhöhte Kampfkraft der USA in der Region stellen dabei ein nicht unerhebliches Druckmittel dar.

Wann finden die Gespräche statt? Die erste Gesprächsrunde hat bereits stattgefunden, eine zweite soll für nächste Woche geplant sein. Trump erklärte, er möchte binnen eines Monats zu einem Abschluss mit dem Iran kommen.

Ist das realistisch? Das lässt sich derzeit nicht absehen. Ob die zusätzliche militärische Drohung das Mullah-Regime in Teheran eher zum Einlenken bewegen wird, oder die Fronten verhärtet, wird sich erst weisen.

Wo war die "USS Gerald R. Ford" bis jetzt im Einsatz? Der Flugzeugträger lag zuletzt in der Karibik, um die Drohkulisse gegenüber Venezuela zu verstärken. Dass der Verband jetzt abgezogen wird, lässt darauf schließen, dass die USA den Konflikt mit Venezuela als abgehakt betrachten.

Wie lange benötigt der Flugzeugträger zum Persischen Golf? Es soll zwischen drei und maximal vier Wochen dauern, bis die gesamte Kampfgruppe Stellung bezogen hat.

Rückschlag für Premier "Palestine Action" keine Terrorgruppe

Worum geht es? Die britische Regierung unter Premier Keir Starmer stufte im Juli 2025 die propalästinensische Organisation "Palestine Action" als Terrorgruppe ein und ließ sie verbieten. Jetzt hob ein britisches Gericht diese Einordnung auf.

Mit welchem Argument? Die Richter am High Court urteilten, dass das Verbot gemäß den Terrorismusgesetzen rechtswidrig und unverhältnismäßig sei. Hunderte Unterstützer der Gruppe sind in den letzten Monaten aufgrund dieser Einstufung verhaftet worden, weil sie an Aktionen von "Palestine Action" teilgenommen hatten.

Was wird "Palestine Action" vorgeworfen? Ausschlaggebend für das Verbot war, dass Aktivisten in einen Stützpunkt der Royal Air Force  eingedrungen waren und Flugzeuge mit Farbe besprüht hatten.

Wird die Regierung das Urteil akzeptieren? Nein, ein Sprecher kündigte bereits an, dass die Regierung dagegen berufen werde. Bis darüber entschieden wurde, bleibt die Teilnahme an Aktivitäten der Gruppe weiterhin eine Straftat.

Was bedeutet dieses Urteil? Es stellt nach Meinung zahlreicher Beobachter eine weitere Schwächung des britischen Premierministers dar. Starmer und seine Labour-Regierung stehen seit Monaten unter massivem Druck, unter anderem wegen der Verwicklung eines britischen Top-Diplomaten in die Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Mette-Marit bei Marius Heimlicher Besuch im Gefängnis

Worum geht es? Seit zwei Wochen steht Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, in Oslo vor Gericht. Seine Mutter hatte vor Prozessbeginn erklärt, währenddessen eine Auslandsreise unternehmen zu wollen. Doch sie hat ihre Pläne offenbar umgestoßen.

Inwiefern? Zunächst hatte der Palast angekündigt, dass Mette-Marits Reise auf unbestimmte Zeit verschoben würde. Und nun wurde bekannt, dass sie ihren Sohn am Donnerstagabend heimlich in der Untersuchungshaft besucht hat, wie Bild schreibt.

Eine Premiere? Nein, es ist bereits ihr zweiter Besuch. In Prozesswoche eins hatte Mette-Marit den 29-Jährigen gemeinsam mit ihrem Ehemann, Marius' Stiefvater Kronprinz Haakon im Gefängnis besucht.

Weshalb steht der Sohn der Kronprinzessin vor Gericht? Ihm werden insgesamt 38 verschiedene Delikte vorgeworfen, darunter schwerwiegende Anklagen wie Vergewaltigung, Misshandlung, Körperverletzung und mehrere Drogendelikte.

Sitzt er deshalb auch in U-Haft? Nein, zwei Tage vor Prozessbeginn waren sechs neue Anklagepunkte zu der ohnedies langen Liste dazugekommen. Der zuständige Richter ordnete deshalb eine vierwöchige Untersuchungshaft an.

Wie geht es Marius gesundheitlich? Er ist von den Strapazen der Verhandlung offenbar ziemlich angeschlagen. Seine Anwälte weisen beinahe täglich auf den angegriffenen Gesundheitszustand ihres Mandanten hin. Und erklärten mehrfach, dass er schwere Medikamente einnehmen müsse. Seit dieser Woche hat Marius auch einen dicken Verband an seinem linken Unterarm. Weshalb, ist nicht bekannt.

Jahrelang missbraucht Nun gab Gisèle Pelicot erstes Interview

Worum geht es? Ihr Prozess hat viele Menschen aufgewühlt, nicht nur in Frankreich. Öffentlich gesprochen hat sie über ihr Schicksal noch nie. Am Mittwoch gab Gisèle Pelicot im französischen TV ein Interview und präsentierte ihre Memoiren.

Wer ist Gisèle Pelicot? Die 73-Jährige wurde von ihrem Ehemann fast zehn Jahre lang in betäubtem Zustand fremden Männern zur Vergewaltigung angeboten. Im Dezember 2024 wurde er und 50 ihrer Vergewaltiger in einem aufsehenerregenden Prozess schuldig gesprochen.

Fand der Prozess hinter verschlossenen Türen statt? Im Gegenteil, Gisèle Pelicot bestand darauf, alles öffentlich zu machen. Sie wollte den Teufelskreis durchbrechen. Opfer von sexuellem Missbrauch sollten durch den Scham, die sie angesichts der öffentlichen Abhandlung ihrer Schicksale empfinden, nicht noch einmal zu Opfern gemacht werden. Das brachte ihr weltweite Bewunderung ein.

Worum geht es in ihrem Buch? Es heißt "La joie de vivre" ("Die Lust am Leben") und erzählt die Lebensgeschichte der dreifachen Mutter, wobei ein Schwerpunkt jener außergewöhnlichen Resilienz gilt, mit der Pelicot den monatelangen Prozess durchgestanden hat.

Was sagt sie selbst über ihr Buch? "Ich habe meine Geschichte erzählt, um zu zeigen, dass jeder in sich Reserven hat, dank denen er auch Schlimmes überstehen kann."

Erscheint das Buch auch auf Deutsch? Ja, die Memoiren von Gisèle Pelicot haben 256 Seiten und erscheinen am 17. Februar zeitgleich in 22 Ländern weltweit. Im Deutschen trägt es den – seltsam abgewandelten – Titel "Eine Hymne an das Leben".

10 Millionen, nicht mehr Schweizer stimmen über Migration ab

Worum geht es? Die Schweizer Stimmbevölkerung wird am 14. Juni über zwei bundesweite Vorlagen abstimmen. Eine Vorlage widmet sich dem Zivildienst, bei der anderen geht es um eine Initiative der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP).

Was ist die Zielrichtung? Eine Begrenzung der Bevölkerung auf maximal 10 Millionen Menschen bis zum Jahr 2050. Die Idee ist, durch massive Einschränkungen bei Einwanderung, Asylpolitik und Familiennachzug zu verhindern, dass die Bevölkerung diese Grenze überschreitet.

Wie heißt die Initiative? Die offizielle Bezeichnung lautet "Keine 10‑Millionen‑Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)".

Was ist der Plan? Wenn die Bevölkerung 9,5 Millionen überschreitet, müssten Bundesrat und Parlament aktiv werden, um das Wachstum zu begrenzen – etwa durch Restriktionen bei Einwanderung, Asyl, Familiennachzug oder Aufenthaltsbewilligungen.

Wie soll das gehen? Die Schweiz wäre verpflichtet, internationale Abkommen, die "bevölkerungswachstumstreibend" wirken – beispielsweise durch Freizügigkeitsregeln – neu auszuhandeln oder Schutzklauseln einzufügen, um die Obergrenze zu halten.

Wenn das nicht reicht? Dann ist vorgesehen, dass die Schweiz als letztes Mittel internationale Verträge kündigt, die ein Überschreiten der 10‑Millionen‑Marke begünstigen. Das betrifft insbesondere das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU und damit auch andere bilaterale Abkommen.

Ist die Abstimmung bundesweit? Ja, das Abstimmungsergebnis gilt für die gesamte Schweiz; es ist also keine kantonale Volksabstimmung. Durch eine Annahme würde die Initiative Teil der Bundesverfassung.

Was muss erreicht werden? Die Mehrheit der Stimmberechtigten muss zustimmen. Zusätzlich muss bei Verfassungsänderungen in der Schweiz das sogenannte "Doppelmehr" erfüllt werden: mehr als 50 Prozent der Stimmen und eine Mehrheit der Kantone (mindestens 12 der 23 kantonalen Stimmen).