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10. März 2026

Zoo tötet 10 Affen Keiner wollte die Paviane aufnehmen

Worum geht es? Der Zürcher Zoo hat am Montag mitgeteilt, dass insgesamt zehn Tiere aus der Gruppe der Blutbrustpaviane getötet werden mussten, um den sozialen Frieden des Clans zu gewährleisten. Die Gruppe war zuletzt auf 48 Tiere angewachsen – zu viele für ein gedeihliches Miteinander, so der Tierpark.

Wie wurden die Tiere getötet? Sie seien zunächst betäubt und schließlich eingeschläfert worden.

Weshalb war das notwendig? Die Gruppe war zu groß geworden für den ihr zur Verfügung stehenden Platz, so die Tierparkleitung.

Gab es keine weniger blutige Lösung? Offenbar nicht. Im vergangenen Herbst seien bereits sechs Tiere aus der Gruppe an andere Tierparks in Europa gegangen, jetzt sei das nicht mehr möglich gewesen, entsprechende Anfragen wurden abgelehnt.

Was geschieht mit den getöteten Tieren? Sie seien "der Forschung übergeben" worden, hieß es.

Wie wurden die Tiere ausgewählt, die getötet wurden? Es habe jene Exemplare getroffen, die "für das langfristige Überleben der gesamten Population am wenigsten entscheidend" gewesen seien, so die offizielle Erklärung.

Passiert so etwas häufiger? Öfter als man denkt. Immer wieder müssen Tierparks den Bestand ausdünnen, weil die Tiere unter den geschützten Bedingungen sich einerseits stark vermehren und andererseits oft wesentlich älter werden als in freier Wildbahn. In vielen Zoos werden "überschüssige" Tiere daher quasi nebenbei getötet und verfüttert, meist, ohne dass es den Besuchern auffällt.

Weitere Meldungen

Ortschef unter Verdacht Wende in Ermittlungen nach Bar-Brand

Worum geht es? Mehr als zwei Monate nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana hat die örtliche Justiz ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nun werden auch der Gemeindepräsident vulgo Bürgermeister der Ortschaft, Nicolas Féraud, sowie vier weitere Personen aus dem Gemeinde-Umfeld als Verdächtige geführt.

Was wird ihnen vorgeworfen? Gegen die fünf Personen wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung in Zusammenhang mit dem Feuer aus der Silvesternacht 2025/26 ermittelt. Bereits bisher wurde gegen die beiden Betreiber der Unglücksbar, Jacques und Jessica Moretti, sowie den ehemaligen und den gegenwärtigen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde deshalb ermittelt.

Was ist in der Silvesternacht geschehen? In der Bar "Le Constellation" brach kurz vor 1.30 Uhr morgens ein Feuer aus – vermutlich weil Sprühkerzen auf Flaschen zu nahe an die Raumdecke aus Schaumstoffplatten gehalten worden waren. Dabei kamen 41 Personen ums Leben, 115 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, viele liegen nach wie vor mit schweren Verbrennungen in Spezialkliniken.

Weshalb steht der Bürgermeister im Visier der Justiz? Nicolas Féraud hatte bereits kurz nach dem Feuer die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er sich und die Gemeinde als Opfer der Katastrophe bezeichnete und gleichzeitig eingestand, dass die Bar bereits seit sechs Jahren nicht mehr feuerpolizeilich kontrolliert worden war.

Was ist mit den Barbetreibern? Sie sollen bei einer Renovierung der Bar Sicherheitsstandards verletzt haben. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass das Ehepaar Moretti möglicherweise durch ein Schneeballsystem zu jenem Geld gekommen sei, mit dem es die Unglücksbar und weitere Lokale eröffnen konnte, berichtet die NZZ. In seinem Haus wurde zudem eine Schusswaffe sichergestellt.

Bahn frei für Öl USA setzen Russland-Sanktionen aus

Worum geht es? Seit dem Beginn des Angriffs auf den Iran dreht der Welthandel mit Öl am großen Rad. Die USA haben nun erste Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu stabilisieren.

Was ist der Hintergrund? Durch die Straße von Hormus laufen rund 30 Prozent des weltweiten Ölhandels. Die Sperre der Straße durch den Iran hat zu einer Verknappung geführt, die Preise schossen in die Höhe.

Was machen die USA nun? Sie erlauben 30 Tage lang, dass Indien russisches Öl kaufen darf, das bereits auf Tankern unterwegs ist. Indien ist einer der größten Ölimporteure der Welt und kauft seit einigen Jahren viel russisches Öl.

Was ist das Ziel? Mehr Öl auf den Markt zu bringen, damit die Preise nicht zu stark steigen. Rund 20 Millionen Barrel russisches Öl könnten dadurch nach Indien geliefert werden.

Was ist das große Bild? Russland hat eine Flotte alter Öltanker mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen aufgebaut, um die von Washington, der EU und der G7-Staatengruppe verhängten Sanktionen wegen Moskaus Invasion in der Ukraine zu umgehen.

Welche Rolle spielt Indien? Das Land hat im Rahmen eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten angekündigt, keine russischen Ölprodukte mehr zu kaufen.

Epstein-Akten wieder da Jetzt auch Trump-Papiere einsehbar

Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hatte 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt. Nun sind sie wieder da.

Warum ist das brisant? Einige der neu freigegebenen Akten enthalten unbe­stä­tigte und nicht verifizierte Aussagen gegen Donald Trump, die in früheren Versionen der Veröffentlichung fehlten, weil sie offenbar fälschlicherweise als Duplikate markiert wurden.

Was ist der Inhalt? In FBI‑Interviews sagt eine Frau, sie sei in den 1980er‑Jahren als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden. Die Vorwürfe sind bisher nicht durch weitere Beweise bestätigt und von Trump bestritten worden.

Wie wird das Verschwinden erklärt? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht werden sollten, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.

Was wurde überprüft? Man wollte etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.

Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.

Vonn trainiert wieder Auf den Beinen stehen kann sie nicht

Worum geht es? 25 Tage nach ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen zeigte sich Lindsey Vonn in einem Video auf Instagram beim Training im Gym.

Was überrascht? Die Beine sehen nach dem schweren Sturz spindeldürr aus. Gehen kann sie noch nicht, stehen kaum, sie muss den Rollstuhl benutzen.

Wie schwer war die Verletzung? Vonn hatte bei der Olympia‑Abfahrt eine komplexe Schienbeinverletzung und einen Kreuzbandriss erlitten, und ihr Bein stand kurz vor einer Amputation. Nach mehreren Operationen wurde sie in die USA zurückgeflogen, wo die Reha jetzt weitergeht.

Wie schaut die Reha aus? In dem Video ist zu sehen, wie sie Gewichte stemmt und Übungen für verschiedene Muskelgruppen macht, um ihre Fitness zu erhalten. Sie betont, dass sie weiterhin hart arbeitet und jeden Tag Fortschritte machen will.

Kommt sie wieder zurück? Derzeit ist kein Comeback für Skirennen geplant. Diese Phase ist rein auf Genesung und Rehabilitation ausgerichtet. Das hat gute Gründe.

Welche? Die Heilung der Knochen wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern, bevor weitere Schritte wie die Versorgung des Kreuzbandes oder ein sportliches Comeback denkbar sind.

Also? Für die kommende Skisaison geht sich da nichts mehr aus. Vonn ist aktuell 41 Jahre alt.

Trump will "Kapitulation" Kein Kompromiss-Deal mit dem Iran

Worum geht es? Um einen ungewöhnlichen Schritt. In Interviews mit US-Medien bekundete Donald Trump die Absicht, den nächsten Führer im Iran mitbestimmen zu wollen. Und er legte ein neues Ziel fest.

Nämlich? Er will keine Verhandlungen und kein Abkommen mehr abschließen. Stattdessen fordert er auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Nach dem Krieg sollen die USA das Land wieder aufzubauen, um es "wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor".

Was ist der Hintergrund? Der bisherige iranische Oberführer Ali Khamenei wurde am 28. Februar bei einem Angriff zu Beginn des Iran-Krieges getötet. Danach begann im Iran eine Macht- und Nachfolgekrise.

Wer führt nun das Land? Vorübergehend ein Übergangsrat, bis ein neuer Oberster Führer gewählt wird. Als Favorit gilt Mojtaba Khamenei, Sohn des bisherigen Staatschefs.

Aber? Trump sagte nun, die USA müssten eine Rolle bei der Auswahl des nächsten iranischen Führers spielen. Er wolle jemanden, der "Frieden und Stabilität" bringt.

Hält er Mojtaba Khamenei für geeignet? Klingt nicht so. Er nannte ihn "inakzeptabel". Die USA müssten "in den Prozess der Auswahl eingebunden sein".

Warum wird das schwierig? Laut iranischer Verfassung entscheidet eigentlich ein religiöses Gremium im Iran selbst über den neuen Führer.

Also doch Bodentruppen? Der US-Präsident schloss das aus. Eine Bodeninvasion im Iran sei eine "Zeitverschwendung".

5 Iran-Spione in Haft Sie spähten jüdische Einrichtungen aus

Worum geht es? Am Freitag hat die britische Polizei vier mutmaßliche Spione mit Verbindungen zum Iran festgenommen. Sie sollen Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausspioniert haben.

Was weiß man über die Personen? Laut Polizei handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger und drei britisch-iranische Doppelstaatsbürger im Alter zwischen 22 und 55 Jahren.

Wo kam es zu den Festnahmen? Sie erfolgten bei Einsätzen in Nord-London und in Watford. Zusätzlich wurden sechs weitere Männer in Gewahrsam genommen, weil sie einem der Verdächtigen geholfen haben sollen.

Was ist der Hintergrund? Die Ermittlungen laufen unter dem britischen National Security Act und sind Teil einer längerfristigen Anti-Spionage-Untersuchung gegen iranische Aktivitäten im Vereinigten Königreich.

Was wird den Personen vorgeworfen? Neben der Beobachtung jüdischer Einrichtungen sollen sie mögliche Sicherheitslücken oder Bewegungen von Personen dokumentiert und Informationen an Kontakte weitergegeben haben, die mit dem Staat Iran verbunden sind.

Kein Koks bei JFK Jr. Filmstar wehrte sich gegen neue Serie

Worum geht es? Hollywoodstar Daryl Hannah ("Kill Bill") war Anfang der 1990er-Jahre in einer On-Off-Beziehung mit John F. Kennedy Jr., dem Sohn des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Jahrzehntelang hat sie ihre Erinnerungen an die Beziehung für sich behalten, jetzt brach sie ihr Schweigen.

Weshalb? Die Schauspielerin ist sehr unglücklich mit der Art, wie sie in der neuen Mini-Serie von Disney Plus "Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette" dargestellt wird und hat ihrem Ärger nun in einem Essay für die New York Times Luft gemacht.

Worum geht es in der Serie? Um das Liebesleben des Präsidentensohnes und wie er von der Beziehung mit Daryl Hannah zu jener mit der Calvin Klein-Mitarbeiterin Carolyn Bessette wechselte, die er schließlich heiratete.

Was ärgert die Schauspielerin? Eigentlich alles an der Darstellung ihrer Person. "Die in der Serie dargestellte Figur 'Daryl Hannah' ist nicht einmal annähernd eine akkurate Darstellung meines Lebens, meines Verhaltens oder meiner Beziehung zu John. Die mir zugeschriebenen Handlungen und Verhaltensweisen sind unwahr", so die 65-Jährige in der New York Times.

Was wird über sie behauptet? Dass sie Kokain von einem antiken Möbel im Haus der Kennedys geschnupft hätte, oder dass sie den Krebstod von JFK Jrs. Mutter Jackie Kennedy Onasis mit dem Tod eines Hundes verglichen hätte.

Was wurde aus JFK Jr. und Carolyn Bessette? Das Ehepaar – sie heirateten im September 1996 – kam drei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz vor der Insel Martha's Vineyard ums Leben.

Und Daryl Hannah? Sie ging 2014 eine Beziehung mit dem Musiker Neil Young (80) ein und ist seit 2018 mit ihm verheiratet.