NewsFlix.at Logo

17. Februar 2026

Russland droht Europa Marine gegen "westliche Piraterie"

Worum geht es? Ein hoher russischer Sicherheitsbeamter warnte Europa. Russland betrachte Aktionen gegen russische Schiffe – die sogenannte Schattenflotte – als "westliche Piraterie".

Um wen geht es? Nikolai Patruschew ist ehemaliger Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und Leiter der russischen Seefahrtsbehörde.

Was sagte er? Er sagte, Russland sei bereit, seine Kriegsmarine einzusetzen, um russische Schiffe vor solchen Maßnahmen zu schützen und sogar EU‑Blockaden "zu brechen".

Was ist die Schattenflotte? Ein Netzwerk aus hunderten älteren, nicht registrierten oder unversicherten Öltankern, die Russland nutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen — vor allem solche gegen den Export von Erdöl im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine.

Wie geht Russland da vor? Die Schiffe werden oft unter wechselnden Flaggen staatlicher Register gefahren, mit gedämpften Positionssignalen oder ohne klare Eigentümerstrukturen, um Kontrolle und Überwachung zu erschweren.

Wie geht Europa dagegen vor? Viele Schiffe der Schattenflotte stehen auf Sanktionslisten der EU, Großbritanniens und der USA, und Europa versucht, diese Schiffe zu stoppen, zu beschlagnahmen oder zu bestrafen, weil sie Regeln zur Preisobergrenze für russisches Öl und zu Sanktionen verletzen.

Gab es schon Vorkommnisse? Europäische Küstenstaaten und NATO-Mitglieder arbeiten gemeinsam daran, die Schattenflotte besser zu überwachen und rechtlich zu bekämpfen. Frankreich hat erst kürzlich einen solchen Tanker festgesetzt und erst nach einer Geldstrafe wieder freigegeben.

Weitere Meldungen

Umstrittene Ikone Bürgerrechts-Aktivist Jesse Jackson tot

Worum geht es? Jesse Jackson, geboren am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, und prominenter amerikanischer Bürgerrechtsaktivist, Prediger und Politiker, starb im Alter von 84 Jahren in den USA.

Was war die Todesursache? Seine Familie bestätigte lediglich das Ableben in einer Erklärung, in der es hieß, Herr Jackson sei "friedlich gestorben", ohne jedoch die Todesursache oder den Sterbeort anzugeben.

Gab es Vorerkrankungen? Jackson wurde im November wegen einer seltenen und besonders schweren neurodegenerativen Erkrankung, der progressiven supranukleären Blickparese (PSP), ins Krankenhaus eingeliefert. Bereits 2017 hatte er seine Parkinson-Diagnose öffentlich gemacht.

Wer war Jesse Jackson? Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und erlebte früh die tief verwurzelte Rassendiskriminierung im Süden der USA. Seine Erfahrungen als Afroamerikaner in einer segregierten Gesellschaft prägten seinen späteren Aktivismus.

Was machte ihn bekannt? Jackson studierte Theologie und wurde Pastor, was ihn in die Lage versetzte, Religion und sozialen Aktivismus zu verbinden. Er war bekannt für seine mitreißenden Reden.

Was machte ihn berühmt? In den 1960er-Jahren arbeitete Jackson eng mit Martin Luther King Jr. zusammen. Er half, Proteste und Märsche zu organisieren, setzte sich für das Wahlrecht von Afroamerikanern ein und kämpfte gegen Rassentrennung und Diskriminierung.

Wodurch kam er ins Rampenlicht? Nach der Ermordung von King 1968 gründete Jackson die Organisation Operation PUSH (People United to Save Humanity), um Afroamerikaner wirtschaftlich zu stärken, später die Rainbow Coalition mit ähnlichen Zielen.

Wie engagierte er sich politisch? Er kandidierte zweimal für die US-Präsidentschaft innerhalb der Demokratischen Partei, 1984 und 1988. Jackson erhielt bei den Vorwahlen 1984 immerhin 3,2 Millionen Stimmen.

Warum war er umstritten? Ihm wurde vorgeworfen, den Tod von Martin Luther King für seine Inszenierung genutzt zu haben (erschien im blutbefleckten Pulli im TV), zerkrachte sich mit vielen Mitstreitern, verspottete die Juden von New York antisemitisch, nannte Israels Ministerpräsidenten einen "Terroristen", hatte im Büro eine außereheliche Affäre inklusive Kind.

Für welche Zitate steht er? "Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst". Oder: "Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft, und ohne sie kann man die Tür nicht öffnen". Oder: "Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Rede mit deinen Feinden!"

Stoppt EU nun Shein? Neue Ermittlungen nach Sexpuppen-Eklat

Worum geht es? Die EU-Kommission hat am Dienstag ein formelles Verfahren gegen Shein eingeleitet. Hintergrund ist ein Verdacht auf Verstöße gegen den Digital Services Act (DSA).

Was ist der Digital Service Act? Der DSA ist ein EU-Gesetz, das Betreiber verpflichtet, illegale Inhalte, Hassrede und Desinformationen schneller zu entfernen, Algorithmen transparenter zu gestalten und den Jugendschutz zu stärken. Er gilt seit 2024 verbindlich.

Was wird bei Shein untersucht? Der Verkauf illegaler Produkte auf der Plattform (z. B. kinderähnliche Sexpuppen, Waffen), "suchtfördernde" Plattform-Designs (Gamification, Belohnungssysteme), Transparenz der Empfehlungs-/Algorithmussysteme.

Was war da mit Sexpuppen? Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF hatte im Vorjahr festgestellt, dass auf der Shein-Homepage Sexpuppen mit kindlichem Aussehen angeboten worden sein sollen und schaltete die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Kinderpornographie ein.

Wie reagierte Shein auf die Ermittlungen? Der Konzern verspricht Kooperation, sagt aber, dass er bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance umgesetzt hat.

Was kann beim Verfahren herauskommen? Je nach Ausgang des Verfahrens kann die EU-Kommission hohe Geldbußen verhängen – im Rahmen des DSA sind dies bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – oder Shein zu strukturellen Änderungen verpflichten.

"Gute Fortschritte" Aber kein Deal zwischen USA und Iran

Worum geht es? Am Dienstag endeten in Genf (Schweiz) die indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA über die Zukunft des iranischen Atomprogramms. Drei Stunden wurde in der Botschaft des Oman gesprochen, am Ende stand mehr Hoffnung als Konkretes.

Was heißt "indirekte Verhandlungen"? Die USA und der Iran sitzen nicht direkt miteinander am Tisch oder sprechen miteinander, sondern kommunizierenüber Mittler. Für die USA der Unterhändler Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Für den Iran ist Außenminister Abbas Araghtschi in Genf.

Was stand am Ende auf dem Zettel? Nach iranischer Sichtweise sei eine erste diplomatische Annäherung erzielt worden – man hätte sich auf "Leitprinzipien" verständigt, auf deren Grundlage ein Abkommen erzielt werden könne. Allerdings werde das Zeit benötigen.

Sehen die USA das genauso? Washington äußerte sich bislang nicht zu den Gesprächen. Auch wurde noch kein Termin für eine weitere Verhandlungsrunde genannt.

Welches Ziel steht für die USA ganz oben auf der Agenda? Eine Atommacht Iran zu verhindern. Zuletzt hatte die Supermacht den Iran im Sommer 2025 bombardiert, um das Atomprogramm des Landes zurückzuwerfen.

Was will der Iran? Keine weiteren Militärschläge seitens der USA oder Israels. Und eine Lockerung der internationalen Sanktionen.

Wie verhält sich das Militär in dieser Situation? Es wird mit den Säbeln gerasselt. Die USA verlegen mit der "USS Gerald R. Ford" neben der "USS Abraham Lincoln" einen zweiten Flugzeugträger in die Region.

Und der Iran? Er führte im Gegenzug am Dienstag ein "Militärmanöver" in der Straße von Hormus durch. Die Botschaft dahinter war ganz klar: Wenn wir es möchten, können wir die Straße sperren und den Schifffahrtsverkehr im Persischen Golf lahmlegen.

Weshalb ist das wichtig? Weil etwa 20 Prozent der weltweiten Erdölproduktion durch dieses Nadelöhr transportiert werden.

Was ist mit den Protesten im Iran? Nachdem das Mullah-Regime erst vor wenigen Wochen Massenproteste im ganzen Land mit unvorstellbarer Brutalität und tausenden Toten niedergeschlagen hat, ist dieses Thema inzwischen wieder etwas in der Versenkung verschwunden. Unter der Oberfläche brodle es aber weiter, ist zu hören.

Aber hat nicht US-Präsident Trump ...? Ja, den Aufständischen zugerufen, "Hilfe sei auf dem Weg!" JDas hat er gesagt, seinen Worten dann aber keine Taten folgen lassen. Zumal nicht einmal klar war oder ist, was er damit eigentlich gemeint hat.

Wie geht es jetzt weiter? Laut Iran hätten sich beide Seiten darauf geeinigt, Entwürfe für ein mögliches Abkommen auszutauschen.

Doch keine Aliens im All? Obama will nur Spaß gemacht haben

Worum geht es? Im Podcast "No Lie" hat Ex-US-Präsident Barack Obama über die Existenz von außerirdischem Leben gesprochen: "Aliens sind real, aber ich habe keine gesehen", so der 64-Jährige.

Ernst? Obwohl das schelmische Zwinkern in den Augen des Demokraten sofort erkennbar war, nahmen Medien die "Alien-Beichte" ernst. Und zwar so viele, dass Obama nun auf Instagram zu einer Erklärung ausrückte.

Was sagt Obama jetzt? "Da das Thema so viel Aufmerksamkeit erregt hat, möchte ich es klarstellen", so der Ex-Präsident. Statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch ist. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sind jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen gering sei.

Wie kam es überhaupt zu dem Thema? Obama und Außerirdische, das sorgt in den USA seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Nicht zuletzt deshalb, weil es dem 64-Jährigen offenbar diebische Freude bereitet, Alien-Gläubige auf die Schaufel zu nehmen.

Was ist damit gemeint? 2021 scherzte er in einer Late-Night-Show über Aufnahmen des US-Militärs, auf denen unidentifizierte Flugobjektezu sehen sind: "Wenn es um Aliens geht, gibt es Dinge, die ich on air nicht sagen kann."

Und die Folge? Wäre wohl ähnlich wie jetzt ausgefallen, hätte der Ex-Präsident seine Aussagen nicht gleich selbst in den richtigen Kontext gestellt. "Wahr ist, dass es Aufnahmen von Objekten am Himmel gibt, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind", so Obama seinerzeit. Damit sagte er nichts anderes, als es auch die Militärs taten.

VW tritt auf die Bremse Neues Sparprogramm für 60 Milliarden

Worum geht es? Der Motor bei Europas größtem Autobauer VW stottert weiter. Um wieder in die Spur zu kommen, wird seit bald eineinhalb Jahren ein Sparpaket nach dem anderen umgesetzt.

Was nun? Laut einem Bericht des Manager Magazins seien die bisher erzielten Einsparungen zu gering. Bis Ende 2028 müssten weitere 60 Milliarden Euro "gefunden werden".

Wie soll das klappen? Die Summe – es wären 20 Prozent der Gesamtkosten für diesen Zeitraum – würde sich vermutlich nur über Werkschließungen und einen weiteren Stellenabbau bewerkstelligen lassen. Jedenfalls schloss das Blatt solche Maßnahmen dezidiert nicht aus.

Weshalb "weiterer Stellenabbau"? Bereits bei den bisherigen "Spar-Runden" wurden mittelfristig 35.000 Jobs gestrichen. Insgesamt arbeiteten Ende 2024 (letzte verfügbare Zahl) knapp 680.000 Menschen weltweit für den Konzern.

Was gehört alles zu VW? Neben der Kernmarke VW die Kfz-Hersteller Skoda, Seat, Cupra, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati.

Warum hat der Konzern solche Probleme? Vor allem der Absatzrückgang in China sowie die US-Zölle machen VW schwer zu schaffen. Deshalb sollen die bisherigen Sparbemühungen nicht ausreichen.

Gibt es offizielle Aussagen zu dem Bericht? Nein, man verwies lediglich auf die laufenden Sparprogramme. Darüber hinaus werde Konzernchef Oliver Blume am 10. März bei der Jahrespressekonferenz zu den Plänen Stellung nehmen.

Was sagt der Betriebsrat? Er ist wegen der seit Jahren angespannten Lage massiv unter Druck. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sprach sich, wie bereits bisher, abermals klar gegen Standortschließungen aus.

Liebesbogen stürzte ein Und das ausgerechnet am Valentinstag

Worum geht es? In den letzten Tagen haben starke Unwetter mit Regenfällen, Wind und vor allem heftigen Sturmfluten große Teile der adriatischen Küste in Apulien getroffen. Das hatte auch symbolträchtige Folgen.

Welche? In der Nacht zum 14. Februar, dem Valentinstag, brach der "Arco degli innamorati" plötzlich ein und stürzte vollständig ins Meer. Übrig ist vom , der Liebesbogen nur ein Haufen zerbrochener Felsen im Wasse.

Was war der Liebesbogen? Eine berühmte Felsformation aus Kalkstein in Torre Sant'Andrea (Melendugno, Apulien, Italien). Der Bogen war ein beliebtes Ziel für Touristen, Fotografen und Paare und war auch Teil vieler Werbeaufnahmen für die Region.

Wo liegt Torre Sant'Andrea? 50 Kilometer östlich von Lecce und etwa 260 Kilometer südlich von Bari.

Lässt sich der Schaden reparieren? Es blieben nur die beiden Felsnadeln übrig, der Bogen ist dauerhaft verloren. Eine Wiederherstellung ist nicht möglich, da es ein Naturdenkmal war.

Disney droht TikTok Wegen Raubkopien von Superhelden

Worum geht es? ByteDance, der chinesische Mutterkonzern von TikTok, hat kürzlich ein neues KI‑Video‑Tool namens Seedance 2.0 veröffentlicht, das aus Text‑Prompts sehr realistische Videos erzeugen kann.

Wer kann es nutzen? Das Tool ist überwiegend in China verfügbar, ging aber schnell viral.

Was ist das Problem? In den letzten Tagen sind mit Seedance 2.0 zahlreiche Clips entstanden – darunter Inhalte, die aussehen, als würden sie Charaktere aus dem Marvel‑Universum oder "Star Wars" zeigen.

Wie reagierte Disney? Der Konzern, der die Rechte unter anderem an "Star Wars" und Marvel besitzt, schickte ByteDance ein "Cease‑and‑Desist"-Schreiben (also eine Unterlassungsaufforderung).

Was ist der Vorwurf? Disney beschuldigt das Unternehmen, Seedance mit einer "pirated library" (also internem, nicht lizenziertem Inhalts‑Material) trainiert zu haben. Die vom KI‑Generator nun erzeugten Figuren würden deshalb geschützten Charakteren wie Spider‑Man, Iron Man oder Darth Vader extrem ähnlich sehen.

Ist das ein Einzelfall? Auch andere große Studios wie Paramount Skydance haben ähnliche Schreiben geschickt. Hollywood‑Organisationen wie die Motion Picture Association (MPA) und die Schauspielergewerkschaft SAG‑AFTRA kritisieren die Entwicklung heftig.

Wie reagierte ByteDance? Das Unternehmen hat angekündigt, Maßnahmen zur Einschränkung und besseren Kontrolle von Seedance 2.0 umzusetzen, um die unautorisierte Nutzung von geistigem Eigentum und bekannten Charakteren zu verhindern.

Wie? Konkrete technische oder rechtliche Schritte wurden bisher noch nicht im Detail erläutert.