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25. November 2025

Vergiftungen in Istanbul Noch mehr Todesfälle befürchtet

Worum geht es? Nach den beiden tragischen Vergiftungsfällen der vergangenen Wochen werden in der Türkei nun immer neue Todesfälle bekannt, die durch unsachgemäßen Pestizid-Einsatz verursacht worden sind, berichten türkische Medien.

Was weiß man? Bereits im April sei ein dreijähriger Bub gestorben, nachdem in einer Nachbarwohnung Schädlingsbekämpfer Pestizide eingesetzt haben. Der Bub habe sich mehrfach übergeben und sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Die Obduktion habe eine Pestizid-Vergiftung ergeben.

Gibt es weitere Fälle? Auch der Tod einer deutschen Auslandsstudentin im November 2024 könnte durch Pestizide verursache worden sein, die gegen Bettwanzen versprüht worden sein sollen, so türkische Medien.

Was ist zuletzt passiert? Vor zwei Wochen starb eine vierköpfige deutsch-türkische Familie in Istanbul möglicherweise ebenfalls nach einer unsachgemäßen Schädlingsbekämpfung in ihrem Hotel, es fehlen aber noch toxikologische Untersuchungen. Und vergangene Woche kam ein Deutscher, der für eine Messe an den Bosporus gekommen war, unter ähnlich mysteriösen Umständen ums Leben.

Gibt es Indizien, die die Todesfälle miteinander verbinden? Zumindest in einem Fall: Das Unternehmen, dessen Einsatz dem dreijährigen Buben wahrscheinlich das Leben gekostet hat, war dasselbe, das im Hotel der vierköpfigen Familie mit der Schädlingsbekämpfung beauftragt gewesen ist.

Weitere Meldungen

"Tote" klopft im Sarg Un das kurz vor ihrer Einäscherung

Worum geht es? In Thailands Hauptstadt Bangkok gab ein Mann einen Sarg mit dem vermeintlichen Leichnam seiner Schwester im buddhistischen Tempel von Wat Rat Prakhong Tham ab, um diese dort einäschern zu lassen, als aus dem Sarg leise Klopfgeräusche zu hören waren. Die Tempelvertreter öffneten den Sarg und fanden die 65-jährige Frau zwar schwach, aber lebend vor.

Wie konnte es dazu kommen? Seine Schwester sei bereits zwei Jahre lang krank und bettlägrig gewesen, so der Mann. Als sie schließlich nicht mehr erkennbar geatmet habe, hätte er den vermeintlichen Leichnam in einen weißen Sarg gepackt und diesen mit seinem Pick-up in ein Krankenhaus in der Hauptstadt chauffiert.

Wozu das? Es sei der letzte Wunsch seiner Schwester gewesen, ihre Organe zu spenden, so der Mann. Das wollte er ihr ermöglichen.

Aber? Das Krankenhaus lehnte die Organspende ohne offiziellen Totenschein ab. Also fuhr der Mann weiter zu dem Tempel, der kostenlose Einäscherungen anbietet. Aber auch dort wollte man den Leichnam nicht so einfach übernehmen.

Was fehlte? Ebenfalls der Totenschein. Als ein Tempel-Vertreter dem Mann erklären wollte, wie zu diesem kommt, hörten sie schließlich das leise Klopfen aus dem Inneren.

Und jetzt? Wurde die schwache Frau von der Rettung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Treffen mit Trump Er bleibt ein Faschist, sagt Mamdani

Worum geht es? Vergangene Woche trafen der designierte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani und US-Präsident Donald Trump in Washington erstmals zusammen. Entgegen den Erwartungen verlief das Meeting überraschend harmonisch. Jetzt nahm Mamdani erstmals medial zu dem Zusammentreffen Stellung.

Und was sagte Mamdani? Trump bleibe ein "Faschist" und eine Gefahr für die Demokratie, sagte er in der NBC-Sendung "Meet the Press". Er wolle politische Differenzen nicht verschweigen, müsse diese aber zum Wohl der New Yorker beiseitelegen, sagte der linke Demokrat.

Gibt es auch Gemeinsamkeiten? Auf jeden Fall. Beide liebten die Stadt, und beide hätten die gleichen Sorgen der Bürger im Blick, so der 34-Jährige Mamdani, der das Zusammentreffen als überraschend produktiv schilderte.

Welche Sorgen sind das? Primär steigende Mieten, teure Kinderbetreuung und hohe Lebenshaltungskosten. Beide – Trump und Mamdani – seien sich zudem einig, dass ein "kaputtes System" zentrale Reformen verhindere. Dazu gehörten komplizierte und langwierige Bau- und Genehmigungsverfahren, die Investoren und die Stadtentwicklung regelmäßig ausbremsten.

Was sagt er zur Drohung mit der Nationalgarde? Er habe dem Präsidenten deutlich gemacht, dass öffentliche Sicherheit Teil seiner sozialen Agenda sei und Sache der Stadt und der Polizei bleibe, so der nächste Bürgermeister.

Kinder abgenommen Weil sie mit den Eltern im Wald lebten

Worum geht es? Ein britisch-australisches Paar zog 2021 mit ihren drei Kindern in eine heruntergekommene Hütte in Mittelitalien. Nun wurden den Eltern die Kinder abgenommen. Schuld daran: Giftpilze.

Was ist die Vorgeschichte? Der Koch aus Bristol (51) und die Reitlehrerin aus Melbourne (45) wollten ihre drei Kinder so naturnah wie möglich aufzuziehen. Sie kauften sich in einem Waldgebiet in Palmoli in der Region Abruzzen ein desolates Anwesen.

Was machten sie dort? Autark leben. Der Strom kam aus der Solarenergie, das Wasser aus einem Brunnen. Die Kinder wurden, umgeben von Pferden, Eseln und Hühnern, zu Hause unterrichtet. Einmal in der Woche ging es in eine nahe Stadt, berichtet der Guardian.

Wie alt sind die Kinder? Das Mädchen Utopia Rose ist acht Jahre alt, die Zwillinge Galorian und Bluebell sind sechs.

Was passierte dann? Im September 2024 konsumierte die Familie Giftpilze aus dem Wald, alle fünf mussten ins Spital eingeliefert werden. Daraufhin leitete die Behörde eine Untersuchung ein. Sie ergab, dass die Behausung der Familie "baufällig und in einem schrecklichen hygienischen Zustand" sei.

Was war die Folge? Am Freitag wurden der Familie auf Anordnung des Jugendgerichts von Sozialarbeitern alle Kinder abgenommen. Sie leben nun in einem Pflegeheim, die Mutter darf im Obergeschoss wohnen, die Kinder aber untertags nur kurz sehen.

Wie nimmt die Öffentlichkeit den Vorfall war? Er wühlt ganz Italien auf. Der Präsident des Jugendgerichts wurde bedroht. Am 6. Dezember findet in Rom eine Demo statt.

Posse um Ehering Ehefrau von JD Vance dementiert Krise

Worum geht es? Am 19. November besuchte Second Lady Usha Vance (39) gemeinsam mit First Lady Melania Trump (55) ein militärisches Ausbildungszentrum in Jacksonville, North Carolina. Nun holte sie die Visite ein.

Warum? In den sozialen Medien wurde einem Detail besondere Aufmerksamkeit zuteil: Die Ehefrau des US-Vizepräsidenten trug keinen Ehering.

Na und? Könnte man so sehen, aber die Gerüchte schossen wild ins Kraut. Die Ringlosigkeit deute auf eine Ehekrise hin, berichteten Medien, sogar über eine bevorstehende Scheidung wurde diskutiert. Das heizte ältere Gerüchte an.

Welche Gerüchte? Ende Oktober war es auf der Trauerfeier für den ermordeten rechten Influencer Charlie Kirk auf der Bühne zu einer sehr innigen Umarmung von JD Vance (41) mit der Witwe Erika Kirk (37) bekommen. Der Moment ging viral.

War es das Bild allein? Nein, Erika Kirk sagte bei der Trauerfeier: "Niemand wird jemals meinen Mann ersetzen. Aber ich sehe durchaus Ähnlichkeiten zwischen meinem Mann und JD – Vizepräsident JD Vance. Wirklich. Und deshalb bin ich so glücklich, ihn heute Abend vorstellen zu dürfen."

Was ist jetzt dran an den Gerüchten? Das Büro der Second Lady sah sich aufgrund der wilden Spekulationen zu einem Dementi genötigt. Eine Sprecherin sagte, Usha sei "Mutter von drei kleinen Kindern, die viel abwäscht, oft badet und manchmal ihren Ring vergisst."

Seit wann existiert die Ehe? Usha und JD sind seit 2014 verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder: die Söhne Ewan (8) und Vivek (5) sowie die Tochter Mirabel (3).

"Medikamente schuld" Ex-Präsident lötete an Fußfessel herum

Worum geht es? Jair Bolsonaro hat eine interessante Erklärung, warum er mit dem Lötkolben an seiner Fußfessel herumhantierte. Der frühere Präsident von Brasilien sagte, er habe Halluzinationen gehabt und geglaubt, dass sich in der Fessel ein Abhörgerät befinde.

Wem erzählt er das? Bolsonaro musste sich am Sonntag einer Anhörung stellen. Dabei schilderte er Richter Alexandre de Moraes, dass er aufgrund von Medikamenteneinnahme eine "Paranoia" erlebt habe.

Was ist überhaupt passiert? Bolsonaro wird vorgeworfen, dass er nach seiner Wahlniederlage 2022 einen Putsch geplant habe - mit Unterstützung von Militärs und engen Verbündeten.

Welche Folgen hatte das?  Am 11. September wurde Bolsonaro vom Supreme Federal Court zu einer Freiheitsstrafe von 27 Jahren und 3 Monaten verurteilt. Schon davor war er am 26. August unter 24-Stunden-Überwachung gestellt worden. Statt ins Gefängnis zu gehen, durfte der Ex-Präsident im Hausarrest bleiben.

Was stellte er nun an? Bolsonaro griff zu einem Lötkolben und versuchte, seine Fußfessel zu öffnen. "Aus Neugier", wie er sagte.

Warum war das doppelt heikel? Der Wohnsitz des Ex-Präsidenten liegt relativ nahe zur US-Botschaft in Brasília. Das Gericht vermutete, dass der Ex-Präsident dorthin flüchten wollte.

Und nun? Der Richter ordnete eine präventive Inhaftierung an: Bolsonaro wurde vom Hausarrest ins Gefängnis verlegt.

Mit Burka ins Parlament Jetzt wird Senatorin angefeindet

Worum geht es? Um eine provokante Aktion einer Politikerin im Senat des australischen Parlaments. Sie erschien am Montag zu einer Sitzung in einer schwarzen Burka, die ihren gesamten Körper verhüllte.

Was ist die Vorgeschichte? Vorausgeschickt sei: Pauline Lee Hanson ist Gründerin und Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei One Nation. Sie wollte, dass ein Gesetz eingeführt wird, das Burkas und andere Gesichtsverhüllungen gänzlich verbietet.

Warum zog sie dann eine Burka an? Nachdem ihr Antrag abgelehnt worden war, verließ sie den Saal und kehrte vollverschleiert zurück, um ihre Forderung zu verdeutlichen. Der Vorfall wurde von anderen Abgeordneten als islamfeindlich und/oder rassistisch kritisiert.

Ist sie eine "Wiederholungstäterin"? Ja, Hanson gilt als fremdenfeinlich. Schon 1996 hielt sie eine Rede, in der sie sagte, Australien werde von Ausländern "überschwemmt". Damals waren allerdings Asiaten gemeint. 2017 erschien sie dann erstmals in einer Burka.

Was ist ihr Argument? Hanson behauptet, der "Islam" sei nicht nur eine Religion, sondern eine politische Ideologie. Die Burka stelle eine Bedrohung für die nationale Sicherheit und Frauenrechte dar. Die inzwischen 71-Jährige fordert eine Kameraüberwachung in Moscheen, um Hassreden zu entlarven.

Wie ging es am Montag weiter? Nachdem sich Hanson weigerte, die Burka im Senat abzulegen, wurde die Sitzung kurz ausgesetzt und die Politikerin für den Rest des Tages suspendiert.

Aktienkurs auf Diät Bittere Pille für Schlankmittel-Konzern

Worum geht es? Novo Nordisk erfand die Abnehm-Spritzen Ozempic und Wegovy. Die Dänen wurden damit zu einem der wertvollsten Unternehmen Europas. Nun musste der Konzern einen Tiefschlag einstecken.

Was ist passiert? Am Montag brachen die Aktien von Novo Nordisk ein. Das Pharma-Unternehmen hatte mitgeteilt, dass eines seiner Medikamente in Studien das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit nicht verlangsamen konnte.

Welche Studien sind gemeint? In zwei groß angelegten klinischen Studien wurde die Wirksamkeit von Semaglutid bei der Behandlung von Alzheimer im Frühstadium untersucht. In beiden zeigte sich keine signifikante Verbesserung bei den Patienten, berichtet die Financial Times.

Was weiß man über die Studie? Es nahmen fast 4.000 Menschen aus rund 40 Ländern daran teil. Bei ihnen war in Gehirnscans eine Ansammlung von Amyloid-Protein zu erkennen, ein frühes Kennzeichen von Alzheimer.

Warum ist der Rückschlag so bitter? In das Medikament Rybelsus waren große Hoffnungen gesetzt worden. Weltweit gibt es 55 Millionen Demenz-Patienten.

Wie reagierten die Anleger? Die Aktien des Unternehmens fielen am Montag zunächst um bis zu 12 Prozent, am Ende des Tages lagen sie 5,8 Prozent niedriger. Der Aktienkurs von Novo Nordisk ist in den letzten zwölf Monaten um etwa 60 Prozent gefallen.