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30. Oktober 2025

Risiko-Ranking Schweiz top, Österreich auf Platz 11

Worum geht es? Die Beratungsfirma Henley & Partners hat vor kurzem ihren neuesten Global Investment Risk and Resilience Index präsentiert, der zusammen mit der Analyseplattform AlphaGeo entwickelt wurde. Der Index bewertet die Länder der Welt anhand ihrer Anfälligkeit für aktuelle Risiken sowie ihrer Resilienz – als der Fähigkeit, sich von Krisen zu erholen.

Und was ist das Ergebnis? Die Top-Platzierung ging an die Schweiz mit 88,4 von 100 Punkten. Wirtschaftliche Dynamik, politische Stabilität,  Rechtssicherheit und die klimatischen Risiken haben ebenso dazu beigetragen wie die Werte in den Bereichen Inflation, rechtliche und regulatorische Unsicherheiten, Innovationskraft, Klimaanpassung, Governance-Qualität und sozialer Fortschritt.

Wer folgt dahinter? Dänemark (85,1 Punkte), Norwegen (83,5), Singapur (83,4) und Schweden (83,2). Deutschland liegt auf Platz 9 (mit 80,7 Punkten).

Und Österreich? Findet sich auch Platz 11, ex aequo mit Kanada (78,5 Punkte).

Wo stehen die USA? Nur auf Platz 24 (mit 74,2 Punkten). Vor allem politische Instabilität, soziale Ungleichheit, die hohe Staatsverschuldung und die überalterte Infrastruktur haben Trump-Land Punkteabzüge beschert.

Die Schlusslichter? Der Karibikstaat Haiti (28,9 Punkte) und der Libanon (26,6 Punkte). Politische Instabilität, schwache Institutionen und geringe Anpassungsfähigkeit drücken hier das Ergebnis. Dazu kommen Korruption, begrenzte Innovationskraft sowie die Anfälligkeit für klimatische Veränderungen und Naturkatastrophen.

Weitere Meldungen

Nach Louvre-Coup Zwei Verdächtige teilweise geständig

Worum geht es? Jene beiden Männer, die am Samstag im Großraum Paris im Zusammenhang mit dem Einbruch in den Louvre festgenommen worden sind, haben ein Teilgeständnis abgelegt. Das erklärte Staatsanwältin Laure Beccuau am Mittwoch.

Was haben die beiden Männer gestanden? Dazu äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht im Detail. Es sei aber die Untersuchungshaft gegen die beiden Männer (34 und 39 Jahre alt) beantragt worden, so die Behörden. Und es sollen Verfahren wegen Bandendiebstahls und Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet werden.

Wo wurden die Verdächtigen festgenommen? Einer war kurz davor, am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in einen Flieger nach Nordafrika zu steigen, der andere wurde im Großraum der Metropole aufgespürt.

Was wurde gestohlen? Bei dem spektakulären Raubzug waren am 19. Oktober über ein Fenster in das weltberühmte Museum eingestiegen und hatten mit Winkelschleifern mehrere Vitrinen aufgeschnitten. Sie erbeuteten acht Exponate aus der Sammlung französischer Kronjuwelen, deren Gesamtwert auf 88 Millionen Euro geschätzt wird.

Sind die Juwelen wieder aufgetaucht? Bislang nicht. Es wir befürchtet, dass die einzigartigen Stücke zerstört werden könnten, um das Gold und die Edelsteine einzeln zu Geld machen zu können. Denn aufgrund der Bekanntheit der Stücke ist ein Verkauf als Ganzes mittlerweile so gut wie ausgeschlossen.

Wie viele Täter sind noch flüchtig? Mindestens zwei, denn auf den Überwachungsvideos vom Einbruch sind vier Täter zu sehen. Die Ermittler schließen allerdings nicht mehr aus, dass die ganze Bande aus noch mehr Tätern bestehen könnte.

Wie gelangten die Männer überhaupt in den Louvre? Sie bedienten sich eines Spezial-Lastenaufzuges eines deutschen Unternehmens. Der Hersteller nutzt nun die neue, unerwartete Bekanntheit seines Unternehmens für einen augenzwinkernden Werbespot im Internet, der nun seit Tagen im Internet viral geht.

5 Billionen Dollar Chip-Firma Nvidia immer wertvoller

Worum geht es? Der US-Computerchip-Hersteller Nvidia hat am Mittwoch als erstes Unternehmen überhaupt einen Börsenwert von mehr als 5 Billionen Dollar (also 5.000 Milliarden Dollar, umgerechnet 4,3 Billionen Euro) erreicht.

Woher kommt der Hype? Die Chips des US-Unternehmens gelten weltweit als erste Wahl für KI-Anwendungen. Sämtliche relevanten KI-Anbieter (OpenAI, Meta oder Google) arbeiten mit den Bausteinen des Herstellers. Am Dienstag verkündete Nvidia-Gründer Jensen Huang neue Deals u.a. mit Nokia und Oracle, die den Umsatz des Unternehmens bis 2026 auf 500 Milliarden Dollar schrauben sollen.

Wie reagierte die Börse? Frenetisch. Gleich in den ersten Handelsminuten am Mittwoch stieg das Papier um knapp fünf Prozent, im Laufe des Tages ging diese Hausse weiter.

Hat sich dieser Lauf angekündigt? Er war erwartet worden. Erst im vergangenen Juli hatte Nvidia – damals ebenfalls als erstes Unternehmen – die 4-Billionen-Dollar-Marke geknackt. Nun benötigte die Aktie nicht mehr als dreieinhalb Monate, um die 5-Billionen-Marke zu überspringen. Und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen.

Wie geht es den anderen Big-Tech-Firmen? Microsoft, das als zweites Unternehmen die 4-Billionen-Marke erreicht hatte, steigt seit Mai 2025 ebenfalls ungebremst. Und Apple durchbrach erst am Dienstag dieser Woche als dritter Hersteller die 4-Billionen-Grenze. Vor allem ein Absatz-Boom beim neuen iPhone 17 sorgt bei dem Kult-Hersteller aus Cupertino derzeit für Jubelstimmung.

"Kein Weltuntergang" Bill Gates relativiert den Klimawandel

Worum geht es? Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates fordert einen Strategiewechsel im Umgang mit dem Klimawandel. Dieser sei zwar ein großes Problem, werde aber nicht zum Untergang der Menschheit führen, so der 70-jährige Philantrop am Dienstag.

Wo äußert sich Gates? Auf seiner Internetseite. Dort findet sich ein langer Artikel unter dem Titel "Three tough truths about climate", also drei harte Wahrheiten über das Klima.

Warum jetzt? Gates eigenen Worten zufolge vor der im November beginnenden UN-Klimakonferenz in Brasilien ein Zeichen setzen.

Wie begründet er seine Meinung? Der Microsoft-Milliardär, der sich seit Jahren für die Bekämpfung der globalen Erwärmung einsetzt, warnte, dass sich die Klimagemeinschaft zu sehr auf "kurzfristige Emissionsziele" konzentriere und darüber vergesse, das Leben der Menschen in einer sich erwärmenden Welt zu verbessern.

Was ist damit konkret gemeint? "Obwohl der Klimawandel schwerwiegende Folgen haben wird – insbesondere für die Menschen in den ärmsten Ländern – wird er nicht zum Untergang der Menschheit führen", so Bill Gates in seiner Botschaft.

Was schlägt er als Alternative vor? Der Fokus müsse auch weiterhin auf die Verhinderung menschlichen Leids gerichtet werden. "Die größten Probleme sind Armut und Krankheit", so Gates.

Wie will Gates weitermachen? Er habe sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der globalen Erwärmung beschäftigt und Milliarden in Innovationen investiert, um sie zu reduzieren", so Gates in seiner Botschaft. In den nächsten 20 Jahren werde er "200 Milliarden Dollar für Projekte in Entwicklungsländern spenden", vor allem, um die Kindersterblichkeit dort weiter zu senken.

Drogenkrieg geht weiter Trump ließ Boote zerstören, 14 Tote

Worum geht es? Die US-Marine setzt ihre Angriffe auf angebliche Drogenschmuggler fort. Bei der Zerstörung von vier Booten vor der Pazifikküste Mexikos wurden am Montag 14 Menschen getötet, eine Person gilt als vermisst, die mexikanische Marine hat ein Suchflugzeug losgeschickt.

Woher weiß man, dass es sich um Drogenschmuggler gehandelt hat? US-"Kriegsminister" Pete Hegseth sagte in einer Erklärung auf X, die vier getroffenen Schiffe seien "unserem Geheimdienst bekannt gewesen, da sie auf bekannten Drogenschmuggelrouten unterwegs waren und Drogen transportierten". Eine unabhängige Bestätigung für diese Behauptung gibt es nicht.

Seit wann geht die US-Marine gegen Drogenschmuggler vor? Auf Befehl von Präsident Donald Trump werden seit Anfang September immer wieder angebliche Schmugglerboote angegriffen und zerstört. Bislang sind dabei mindestens 57 Menschen getötet worden, die von Trump und Hegseth als "Drogenterroristen" bezeichnet werden.

Gibt es für diese Behauptung Beweise? Nein, es wurden bislang nur "Geheimdienst-Erkenntnisse" angeführt, ohne diese vorzulegen.

Ist Trumps Vorgehen politisch gedeckt? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Völkerrechtsexperten stellen die Rechtmäßigkeit der Aktion in Frage. Auch Mitglieder des US-Kongresses, sowohl Demokraten als auch Republikaner, äußerten Bedenken und bezweifelten die Autorität des Präsidenten, die Angriffe anzuordnen.

Was ist der Hintergrund? Es wird vermutet, dass Trump auf diese Art versuchen könnte, die Regierung Venezuelas unter Präsident Nicolas Maduro zu stürzen, da er dessen Wiederwahl als nicht rechtmäßig ansieht.

Was stützt die These? Trump ließ zuletzt weitere Kriegsschiffe, darunter auch den größten Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, in die Region verlegen.

"Jahrhundert-Sturm" Hurrikan mit 300 km/h verwüstet Jamaika

Worum geht es? Es wurde Schlimmes erwartet und es wurde schlimm. Am Dienstag traf Hurrikan Melissa auf Jamaika und erreichte bei Landfall Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h – damit die höchste Kategorie 5.

Was war die Dimension? Seit Aufzeichnungen geführt, werden gilt Melissa als stärkste jemals direkt auf Jamaika getroffene Hurrikan-Landung.

Welche Schäden gibt es? Das ist noch unklar. Auf Videos in den sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Dächer abgedeckt wurden, Bäume umstürzten und Straßen überflutet wurden. 6.000 Menschen suchten Schutz in 382 Notunterkünften. Die Regierung rechnete damit, dass über 50.000 Menschen vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen.

Was machte Melissa so gefährlich? Die langsame Vorwärtsbewegung: Durch die geringe Geschwindigkeit stauten sich große Niederschlagsmengen, es bestand erhöhte Überschwemmungs- und Erdrutschgefahr.

Was war ungewöhnlich? Der zentrale Luftdruck im Hurrikan. Je niedriger der Druck, desto stärker der Sturm. Melissas Druck sank bei Landung auf unglaubliche 892 Millibar und gehört damit zu den drei stärksten atlantischen Hurrikanen aller Zeiten.

Wie geht es weiter? Melissa verließ in der Nacht auf Mittwoch Jamaika, der Hurrikan trifft heute auf Kuba. Er schwächte sich leicht auf Kategorie 4 ab.

Israel griff Gaza an Hamas provozierte mit Geisel-Video

Worum geht es? Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas wird immer brüchiger. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete am Dienstag "sofortige, mächtige Angriffe auf den Gazastreifen" an.

Fanden die Angriffe schon statt? Ja, die israelische Luftwaffe flog am Dienstagabend wieder intensive Angriffe im Gazastreifen. Es seien Ziele in der Stadt Gaza sowie an anderen Orten in dem Küstenstreifen beschossen worden, berichteten israelische Medien.

Was ist der Hintergrund? Das israelische Militär hatte zuvor ein 15-minütiges Video veröffentlicht, das von einer Drohne aufgenommen worden war und zeigt, wie Hamas-Kämpfer die Entdeckung einer Geiselleiche inszenieren.

Was ist zu sehen? Eine Gruppe von Menschen, die einen Leichensack in eine Grube wirft, ihn mit Schutt bedeckt, einen Bulldozer heranschafft und dann mit dem Roten Kreuz zurückkehrt, offenbar um zu zeigen, dass eine Leiche "ausgegraben" wurde.

Was sagt Israel dazu? Das Video beweise, dass die Hamas nur vorgetäuscht habe, schwierige Suchaktionen durchzuführen. "Sie verletzen das Abkommen, betrügen und machen sich über Israel und die Trump-Regierung lustig", sagte ein Beamter zu Axios.

Wie sind die USA eingebunden? Israel übergab das Video dem Weißen Haus und der CIA als Beleg für den Verstoß gegen das Abkommen und kündigte an, reagieren zu wollen. Die USA stellten sich zunächst dagegen, sollen dann aber grünes Licht gegeben haben.

Was tat die Hamas? Sie soll in Rafah im südlichen Gazastreifen Panzerabwehrraketen auf israelische Streitkräfte abgeschossen haben, auch Scharfschützen sollen im Einsatz gewesen sein.

Was ist mit den toten Geiseln? Die sterblichen Überreste von 13 Geiseln wurden immer noch nicht an Israel ausgehändigt. Im Lauf des Tages teilte die Hamas mit, in der Stadt Khan Younis die Leiche einer weiteren israelischen Geisel gefunden zu haben.

Gabel-Attacke in Flugzeug 2 Verletzte in Lufthansa-Maschine

Worum geht es? An Bord einer Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Chicago nach Frankfurt (FRA) kam es zu dramatischen Szenen. Ein Passagier stach mit einer Gabel auf Mitreisende ein.

Wo passierte das? Lufthansa-Flug 431 hob am Samstag vom Chicago O’Hare International Airport ab. Rund zwei Stunden nach dem Start wurde das Bordessen serviert und die Lage eskalierte.

Was war los? Ein 28-jähriger Passagier aus Indien begann zu randalieren. Er stach mit einer Eisengabel auf einen 17-Jährigen ein und verletzte ihn an der Schulter, einem zweiten 17-Jährigen versetzte er einen Schlag. Auch auf ein Crew-Mitglied ging er los.

Was geschah dann? Der Mann rief "Allahu Akbar" und "Hijack", also Entführung, und steckte sich den Finger wie mit einer Pistole in den Mund. Dazu machte er Geräusche, als würde er die Waffe abdrücken. Danach schlug er auf eine weibliche Passagierin ein.

Wie reagierte die Besatzung? Nach einiger Zeit gelang es, den Passagier zu überwältigen. Der Pilot meldete sich via Satellitentelefon in Deutschland, dann kehrte er um und landete die Maschine in Boston.

Was passierte mit dem Täter? Er wurde der US-Bundesbehörde übergeben. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft und eine mögliche Geldstrafe (bis zu 250.000 US-Dollar).

Und die Passagiere? Für sie war die Reise an diesem Tag vorbei.