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16. Februar 2026

Disney droht TikTok Wegen Raubkopien von Superhelden

Worum geht es? ByteDance, der chinesische Mutterkonzern von TikTok, hat kürzlich ein neues KI‑Video‑Tool namens Seedance 2.0 veröffentlicht, das aus Text‑Prompts sehr realistische Videos erzeugen kann.

Wer kann es nutzen? Das Tool ist überwiegend in China verfügbar, ging aber schnell viral.

Was ist das Problem? In den letzten Tagen sind mit Seedance 2.0 zahlreiche Clips entstanden – darunter Inhalte, die aussehen, als würden sie Charaktere aus dem Marvel‑Universum oder "Star Wars" zeigen.

Wie reagierte Disney? Der Konzern, der die Rechte unter anderem an "Star Wars" und Marvel besitzt, schickte ByteDance ein "Cease‑and‑Desist"-Schreiben (also eine Unterlassungsaufforderung).

Was ist der Vorwurf? Disney beschuldigt das Unternehmen, Seedance mit einer "pirated library" (also internem, nicht lizenziertem Inhalts‑Material) trainiert zu haben. Die vom KI‑Generator nun erzeugten Figuren würden deshalb geschützten Charakteren wie Spider‑Man, Iron Man oder Darth Vader extrem ähnlich sehen.

Ist das ein Einzelfall? Auch andere große Studios wie Paramount Skydance haben ähnliche Schreiben geschickt. Hollywood‑Organisationen wie die Motion Picture Association (MPA) und die Schauspielergewerkschaft SAG‑AFTRA kritisieren die Entwicklung heftig.

Wie reagierte ByteDance? Das Unternehmen hat angekündigt, Maßnahmen zur Einschränkung und besseren Kontrolle von Seedance 2.0 umzusetzen, um die unautorisierte Nutzung von geistigem Eigentum und bekannten Charakteren zu verhindern.

Wie? Konkrete technische oder rechtliche Schritte wurden bisher noch nicht im Detail erläutert.

Weitere Meldungen

Frau für Sex verkauft Bis zu 120 Männer unter Tatverdacht

Worum geht es? Ein Mann aus der Provinz Ångermanland in Schweden, wurde wegen des Verdachts auf grobe Zuhälterei verhaftet. Er soll seine Ehefrau für Sex an bis zu 120 Männer verkauft haben.

Wie kam der Fall auf? Die Frau wandte sich an die Polizei und zeigte ihren Mann an. Sie gab an, unter Alkohol oder Drogen gesetzt worden zu sein. Die sexuellen Dienstleistungen wurden angeblich auf mehreren verschiedenen Webseiten angeboten.

Was weiß man über Täter und Opfer? Der Verdächtige soll zwischen 60 und 70 Jahre alt sein, das Opfer zwischen 50 und 60 Jahren. Er bestreitet die Tat. Das Paar befindet sich in Scheidung.

Gibt es eine Vorgeschichte? Vor fast zwei Jahren wurde gegen den Mann bereits wegen Körperverletzung an derselben Frau ermittelt. Damals wurden die Ermittlungen eingestellt, nun aber wieder aufgenommen. Der Verdächtige wurde schon wegen Körperverletzung, Nötigung sowie anderer Delikte verurteilt und hat eine fünfmonatige Haftstrafe verbüßt.

Was ist der Tatzeitraum? Die Taten sollen sich über dreieinhalb Jahre hinweg erstreckt haben. Der mutmaßliche Sexhandel umfasste sowohl physische Begegnungen als auch digitale Sexkäufe über das Internet.

Gibt es Belege für die Taten? Die Ermittler haben Beweise in Form von Zahlungen und Nachrichten zwischen Beteiligten auf Handys gefunden, die die Vorwürfe stützen sollen.

Ist der Mann in U-Haft? Ja, seit Herbst. Die formelle Anklage gegen ihn soll im März 2026 erfolgen. Mehrere der angeblichen "Kunden" (Männer, die Sex gekauft haben sollen) wurden bereits angeklagt.

Wie ist die rechtliche Situation? In Schweden ist der Kauf von Sex illegal, der Verkauf – also die Ausübung von Prostitution – selbst jedoch nicht strafbar. Die Gesetzeslage ist darauf ausgerichtet, die Nachfrage zu reduzieren und den Schutz ausgebeuteter Personen zu stärken.

Werden alle Männer angeklagt? Nein, man werde die Ermittlungen einschränken müssen, sagte Oberstaatsanwältin Ida Annerstedt zu SVT. Als Grund gab sie Zeit- und Ressourcenerwägungen an. Die Untersuchung jedes einzelnen Verdachtsfalls von Sexkauf in diesem Fall würde insgesamt schätzungsweise zwei Jahre dauern.

Golfer verklagen Trump Er möchte sich Golfplatz schnappen

Worum geht es?  Im East Potomac Park in der US-Hauptstadt Washington D. C. existiert seit 1923 auch ein Golfplatz, der von allen Bürgern gegen ein verhältnismäßig moderates Zutrittsgeld (ab 17 Dollar bzw. 14 Euro für 9 Löcher) genutzt werden kann.

Und was jetzt? Die Regierung von Donald Trump möchte den Golfplatz selbst übernehmen – und daraus eine Luxusanlage machen. Dagegen haben Golfer sowie mehrere Anwälte und Denkmalschutzgruppen geklagt.

Ist der Golfplatz eine Sozial-Einrichtung? Wenn man so möchte. Park und Platz gehen auf ein Gesetz von 1897 zurück, auf dessen Grundlage der Park zur "Erholung und zum Vergnügen der Menschen" gegründet wurde.

Wem gehört der Park? Er wird seit Beginn von dem gemeinnützigen National Links Trust betrieben. Das Land gehört allerdings dem Bund.

Was will Trump? Dem Platz ein Luxus-Make-over verpassen: "Wir werden daraus einen wunderschönen, erstklassigen Golfplatz machen, der den US Open ebenbürtig ist", so der Präsident. "Im Idealfall werden wir dort große Turniere und alles andere ausrichten."

Wie soll das funktionieren? Bereits letzten Dezember kündigte das US-Innenministerium den Pachtvertrag mit National Links Trust – offiziell, weil dieser angeblich der Verpflichtung, den Platz zu erhalten und zu sanieren, nicht nachgekommen sei.

Stimmt das? Der Trust bestreitet es vehement. Allerdings wurde letzten Herbst Bauschutt, der vom Abriss des Weißen Hauses stammt, auf dem Gelände des Parks gelagert. Ob sich der Vorwurf der mangelhaften Sanierung darauf bezieht, ist unklar.

Was sagt das Weiße Haus zu der Klage? Es teilte mit, Trumps Pläne für den Park seien Teil eines umfassenderen Vorhabens zur Umgestaltung von Washington D.C. Und man lässt keinen Zweifel, was von den Bauherrenkünsten des Regierungschefs zu halten ist.

Und zwar? "Als Privatperson hat Präsident Trump einige der großartigsten Golfplätze der Welt errichten lassen", so Sprecherin Taylor Rogers. "Nun wendet er seine unvergleichlichen Designfähigkeiten und sein exzellentes Auge fürs Detail auch auf die öffentlichen Golfplätze in Washington, D.C. an. Der Präsident und sein außergewöhnliches Team werden diese heruntergekommenen Golfplätze in unserer Hauptstadt modernisieren und ihnen neuen Glanz und Prestige verleihen."

Und werden sie dann weiterhin so günstig sein? Das wird sich erst zeigen. Das US-Innenministerium teilte mit, dass es sicherstellen werde "dass diese Golfplätze sicher, schön, offen, erschwinglich, angenehm und zugänglich für die Besucher der größten Hauptstadt der Welt" sein werden, was "im Einklang mit der Agenda von Präsident Trump steht". Von den Einwohnern der Stadt war nicht die Rede.

Lawine lässt Zug entgleisen Fünf Passagiere in Schweiz verletzt

Worum geht es? Am Montag ereignete sich gegen 7 Uhr früh nahe Goppenstein im Kanton Wallis in der Schweiz ein schweres Zugunglück. Eine Lawine war auf die Gleise gerutscht, hier die Bilder dazu.

Was passierte? Ein Regionalzug der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS AG), der zwischen Goppenstein und Brig unterwegs war, furh in den Schneehaufen und entgleiste. An Bord des Zuges befanden sich 29 Personen.

Gab es Opfer? Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, eine Person musste ins Spital nach Sion gebracht werden, die anderen wurden vor Ort versorgt.

Was ist der Hintergrund? In der Region herrscht aufgrund starker Schneefälle und Wind eine hohe Lawinengefahr. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend waren.

Nur 1 Kino zeigt ihn Film über Melania Trump floppt brutal

Worum geht es? "Melania", der Kinofilm über die First Lady, erweist sich in den US-Kinos als Kassengift. Laut Auswertung von IMDbPro  wurden am vergangenen Wochenende um 62,3 Prozent weniger Karten verkauft als am Wochenende davor. Damit droht "Melania" zu einem finanziellen Flop zu werden.

Was heißt das in Zahlen? Nach einem überraschend starken Auftakt-Wochenende in den USA mit einem Einspielergebnis von gut 7 Millionen Dollar, sanken die Besucherzahlen nun bereits zwei Wochenenden hintereinander um je mehr als 60 Prozent.

Die Folge? Damit wird "Melania" unter dem Strich maximal 13 Millionen Euro einspielen – bei Produktionskosten von 63 Millionen Euro, davon alleine 35 Millionen Dollar für Werbung.

Wer hat so viel Geld dafür bezahlt? Jeff Bezos' Amazon MGM Studio. In den USA wurde das Investment von Beginn an als "Sponsoring" für den Präsidenten betrachtet. Immerhin erhofft sich Bezos von der US-Regierung milliardenschwere Aufträge, etwa für sein Weltraum-Unternehmen Blue Origin.

Was sagt Amazon dazu? Dass man "einen Teil der Produktionskosten durch Werbung und Prime-Abonnements wieder hereinholen" werde. Der Plan sei, "Melania" sofort nach dem Kino-Einsatz auf der Streaming-Plattform Amazon Prime zu zeigen. Ein Startdatum steht allerdings noch nicht fest.

Worum geht es in "Melania"? Der Film, der als Dokumentation beworben wird, lässt die letzten 20 Tage vor der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump 2025 noch einmal Revue passieren – aus Sicht seiner Ehefrau.

Wie gut läuft der Film bei uns? Bis 9. Februar (der Film startete am 30. Jänner zeitgleich in insgesamt 33 Ländern weltweit) gingen in Österreich insgesamt 486 zahlende Personen in eines der neun Kinos, in denen "Melania" lief. Mittlerweile wird der Streifen nur noch in einem Kino gezeigt, und zwar in der Lugner City in Wien, und wird mangels Zuschauerinteresse nicht mehr statistisch erfasst.

Haben wir das schlechteste Ergebnis weltweit für den Film? Nein, noch geringer war das Interesse in Deutschland. Dort startete die First-Lady-Doku in 44 Kinos und fand 767 Besucher. Zuschauer-Schnitt: 17,4 Personen pro Kino. In Österreich waren es am Start-Wochenende 193 Zuschauer. Schnitt: 21,4 Besucher pro Kino.

China impft Wolken Land will Kontrolle über das Wetter

Worum geht es? China setzt seit Jahren gezielt Wolkenimpfungen mit Silberiodid-Pellets ein, um das Wetter lokal zu beeinflussen. Nun werden die Aktivitäten immer mehr ausgeweitet, berichtet die BBC.

Was passiert dabei? Silberiodid, eine Substanz mit einer eisähnlichen Kristallstruktur, wird in bereits vorhandene Wolken "geschossen". Die Partikel dienen als Kondensationskerne, an denen sich Wassertröpfchen oder Eiskristalle bilden können. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Regen oder Schnee fällt.

Wie darf man sich das vorstellen? Im März 2025 feuerte etwa eine Flotte von 30 Flugzeugen und Drohnen in Nordchina Silberiodid-Pellets in den Himmel. Weit darunter schossen über 250 Bodengeneratoren Raketen ab, die dieselben Pellets enthielten.

Wie war der Erfolg? Das "Frühlingsregen"-Projekt brachte nach offiziellen Angaben zusätzliche 31 Millionen Tonnen Niederschlag in zehn dürregefährdeten Regionen.

Was ist das Ziel? China betreibt das weltweit größte staatliche Wettermodifikationsprogramm. Ziel ist es vor allem, Dürreperioden abzumildern, Wasserreserven aufzufüllen, landwirtschaftliche Erträge zu schützen und Hagel zu reduzieren.

Ist das ein offizielles Programm? Ja, die chinesische Regierung betrachtet Wolkenimpfung als strategisches Instrument der Wasser- und Klimavorsorge.

Ist der Erfolg erwiesen? Die Methode gilt nicht als vollständige Wetterkontrolle, sondern als gezielte Verstärkung natürlicher Prozesse. Sie funktioniert nur, wenn ausreichend feuchte Wolken vorhanden sind. Wissenschaftlich ist die Wirksamkeit im Einzelfall schwer exakt nachzuweisen.

Was sind die Bedenken? Silberiodid enthält Silber, das als Schwermetall gilt. Auch wenn die eingesetzten Mengen klein sind, kann sich Silber langfristig in Böden, Gewässern und Sedimenten anreichern. Silberverbindungen können für Mikroorganismen, Algen und Wasserlebewesen toxisch sein. Und: es gibt keine Langzeiterfahrungen.

Ministerin feuert Piloten Weil er ihre Decke vergessen hatte

Worum geht es? US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat einen Piloten der Küstenwache entlassen, weil dieser es verabsäumt hatte, ihre Decke bei einem Flugzeug-Wechsel mitzunehmen. Darüber berichtet das Wall Street Journal.

Ernsthaft? Die gewöhnlich gut informierte Zeitung beruft sich auf Personen, die mit diesem Vorfall vertraut seien. Demnach habe die Ministerin das Flugzeug wechseln müssen, da es zu einem Wartungsproblem gekommen sei. Ihre Decke blieb dabei jedoch zurück.

Muss man Kristi Noem kennen? Die machtbewusste 54-Jährige war früher Gouverneurin von South Dakota und arbeitete im Vorfeld der Präsidentenwahl hart daran, Trumps Vizepräsidentin zu werden. Die größte mediale Aufmerksamkeit bekam sie, als bekannt wurde, dass sie sowohl ihren eigenen Hund erschossen hat (weil er nicht als Jagdhund geeignet gewesen sei, wie sie sagte) und eine Ziege tötete (weil sie bösartig gegenüber ihren Kindern gewesen sei).

Wie ging das Decken-Drama weiter? Der Pilot wurde noch während des Fluges zur Rede gestellt, kurzerhand entlassen und angewiesen, nach Erreichen des Zielortes einen Linienflug nach Hause zu nehmen.

Blieb es dabei? Nein, denn am Zielort angekommen stellte man fest, dass kein anderer Pilot zur Verfügung stand, der Noem wieder hätte zurückfliegen können. Also wurde der Pilot kurzerhand wieder eingestellt, um das Flugzeug mit der Ministerin an Bord sicher nach Hause zu bringen.

Gibt es eine Stellungnahme seitens des Ministeriums? Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums ging nicht auf den Vorfall ein, sagte aber, die Ministerin habe "Personalentscheidungen getroffen, um Spitzenleistungen zu erzielen".

Ist Präsident Trump mit derartigen Attitüden happy? Schwer zu sagen, zu diesem speziellen Vorfall gibt es keine Stellungnahme des Weißen Hauses. Wie das Wall Street Journal allerdings schreibt, sei der Präsident generell mit den Leistungen seiner Heimatschutzministerin unzufrieden.

Weshalb das denn? Einerseits, weil sie das Chaos der unter ihrem Kommando stehenden Einheiten der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis nicht in den Griff bekam – ICE-Beamte erschossen in der Stadt zwei unbescholtene US-Bürger. Und andererseits, weil die Ministerin kein Hehl aus ihren Ambitionen macht, als erste Präsidentin Donald Trump zu beerben.

Da-Vinci ohne Penis In Olympia-Signation fehlt eine Kleinigkeit

Worum geht es? Eine TV-Signation für die Olympischen Spiele in Italien hat nun zu einer parlamentarischen Anfrage in Rom geführt. Denn am Beginn der Signation ist Leonardo da Vincis berühmte anatomische Zeichnung eines nackten Mannes zu sehen (der sogenannte vitruvianische Mensch), der sich in eine Sportlerin verwandelt. Allerdings: bei dem Männerkörper wurden Penis und Hoden entfernt.

Wie kam es dazu? Das wollten auch einige Abgeordnete der Oppositionspartei Partito Democartico wissen und stellten eine Anfrage an Kulturminister Alessandro Giuli. Der steht dem bei Olympia bereits mehrfach in die Kritik geratenen öffentlich-rechtlichen TV-Sender RAI vor und sollte beantworten, wie es dazu kam und ob die Änderungen des Originals überhaupt zulässig seien.

Darf man das? Diese Frage wurde gar nicht erörtert. Denn die RAI wies jede Verantwortung von sich. Vorspann und Grafikpaket stammten vielmehr von Olympic Broadcasting Services, dem Produktionsdienst des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Was bedeutet das? Sender müssten die Inhalte, die das IOC zur Verfügung stellt, unverändert ausstrahlen oder es ganz sein lassen.

Und wie kam es zur Retusche? Darüber gibt es derzeit nur Spekulationen. So könnte etwa die IOC-Richtlinie, dass "explizite sexuelle Inhalte" strengstens untersagt seien, zur Retusche der männlichen Genitalien geführt haben.