Worum geht es? Ein 36‑jähriger Zugbegleiter der Deutschen Bahn wurde am Montagabend in einem Regionalexpress im Kreis Kaiserslautern (Rheinland‑Pfalz) von einem Fahrgast so schwer attackiert, dass er später an seinen Verletzungen gestorben ist.
Wie kam es dazu? Der Zugbegleiter kontrollierte Tickets. Als eine vierköpfige Gruppe an der Reihe war, konnte ein 26‑jähriger Fahrgast keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Der Schaffner forderte ihn auf, den Zug zu verlassen.
Was passierte dann? Der Fahrgast stand auf, drohte mit den Fäusten, der Zugbegleiter versuchte, die Situation zu beruhigen. Plötzlich begann der Tatverdächtige hemmungslos auf den Kopf des Mannes einzuschlagen.
Wie reagierten die Fahrgäste? Passagiere leisteten Erste Hilfe und riefen Rettungskräfte. Der Zugbegleiter wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht. Die Polizei traf zehn Minuten später ein und nahm den mutmaßlichen Täter fest.
Was weiß man über den Tatverdächtigen? Der mutmaßliche Angreifer ist ein 26‑jähriger mit griechischem Pass, der laut Polizei keinen Wohnsitz in Deutschland hat und in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken ermittelt wegen Totschlags.
Was weiß man über das Opfer? Der Zugbegleiter, ein gebürtiger Türke, hinterlässt eine Frau und Kinder.
Worum geht es? In einer alten Kirche in Rom war ein Engelsbild restauriert worden. Nach der Überarbeitung ähnelte es auffällig stark dem Gesicht der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Das sorgte für Kontroversen und weltweite Aufmerksamkeit.
Was ist genau passiert? In der Basilika San Lorenzo in Lucina wurde ein Fresko mit Engelsfiguren restauriert. Die Restaurierung war Teil der Instandsetzung eines Kolorits, der ursprünglich aus dem Jahr 2000 stammt.
Was geschah dann? Einer Zeitung fiel auf, dass eines dieser Engelbilder die Gesichtszüge von Meloni trug.
Was war die Folge? Die Darstellung rief Skepsis und Kritik hervor: Kirchen‑ und Staatvertreter betonten, dass politische Figuren nichts in kirchlicher Kunst verlieren sollten, und es entstand eine Diskussion über die Nutzung von religiösen Bildern für politische Anspielungen.
Wie reagierte die Kirche? Wegen der Störungen beim Gottesdienst ordnete der zuständige Pfarrer der Kirche an, das betreffende Engelsgesicht zu übermalen. Als die Kirche an einem Mittwoch wieder öffnete, war das Gesicht des Engels mit Farbe entfernt worden, während der Rest des Freskos unverändert blieb.
War's das? Nein, sowohl die Denkmalbehörden Roms als auch das italienische Kulturministerium leiteten Untersuchungen ein, um festzustellen, wie es zu der Darstellung kam und ob bei der Restaurierung Vorgaben missachtet wurden.
Wie reagierte Meloni? Sie nahm den Vorfall mit Humor: Sie veröffentlichte ein Foto des Engels auf ihren Social‑Media‑Kanälen und schrieb, sie sehe "definitiv nicht aus wie ein Engel" — begleitet von einem lachenden Emoji.
Was sagt Restaurator Bruno Valentinetti? Er bestreitet, absichtlich das Gesicht von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gemalt zu haben. Er sagt, er habe nur das ursprüngliche Gemälde aus dem Jahr 2000 wiederhergestellt, so wie es zuvor ausgesehen habe.
Worum geht es? Die nicht‑binäre deutsche Aktivistin Maja T. wurde in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt. Ein ungarisches Gericht befand sie für schuldig, an gewalttätigen Angriffen auf Teilnehmer einer rechtsextremen Veranstaltung 2023 beteiligt gewesen zu sein.
Was war der Vorwurf? Die Staatsanwaltschaft warf Maja T. vor, zusammen mit etwa 20 anderen Aktivisten rund um den sogenannten "Day of Honor" – einer rechtsextremen Gedenkveranstaltung in Budapest – mehrere mutmaßliche Rechtsextremisten attackiert zu haben.
Wie schwer waren die Verletzungen? Die Staatsanwaltschaft nannte Knochenbrüche (z. B. im Gesicht und an Fingern), Platzwunden und eine Gehirnerschütterung. Einige der Opfer wurden dabei als "schwer verletzt" beschrieben, vier von ihnen besonders schwer.
Wie ging die Gruppe vor? Laut Anklage und Prozessunterlagen vor dem Budapester Gericht waren die Teilnehmer vermummt und teils mit Schlagstöcken, Gummihämmern und Pfefferspray ausgerüstet.
Was waren die angeklagten Delikte? Unter anderem versuchte schwere oder lebensgefährliche Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Staatsanwaltschaft forderte bis zu 24 Jahre Gefängnis.
Warum war der Prozess umstritten? Maja T. wurde 2024 aus Deutschland nach Ungarn ausgeliefert, nachdem sie in Berlin festgenommen worden war. Diese Auslieferung hatte das Bundesverfassungsgericht später als rechtswidrig bewertet.
Warum? Weil die Haftbedingungen in Ungarn nicht ausreichend geprüft worden seien. Angehörige berichten, dass Maja T. monatelang in Isolationshaft untergebracht war. Trotzdem blieb sie in Budapest in Haft.
Wie verteidigte sich Maja T.? Laut Berichten äußerte sie sich im Gerichtssaal nicht zu den einzelnen Tatvorwürfen. Stattdessen kritisierte sie die Fairness und Rechtsstaatlichkeit des Prozesses und stellte das Verfahren insgesamt infrage. Ihre Verteidigung sprach von einer Farce.
Worum geht es? Vor der griechischen Insel Chios im östlichen Ägäischen Meer kam es Dienstagabend zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Schiff der Küstenwache und einem Migrantenboot.
Was passierte? Das ist nicht geklärt. Die Küstenwachs gab an, das Migrantenboot sei ohne Navigationslichter unterwegs gewesen und habe auf Warnsignale nicht reagiert. Dann habe es abupt den Kurs gewechselt. Dadurch sei es zur Kollision gekommen.
Wie viele Opfer forderte das Unglück? Die Behörden bestätigten, dass 14 Menschen tot geborgen wurden, elf Männern und drei Frauen. Eine verletzte Frau starb später im Krankenhaus. 25 Menschen konnten gerettet werden, darunter auch zwei schwangere Frauen, deren Babys starben. Auch zwei Küstenwachbeamte wurden verletzt.
Wie stark wird die Flüchtlingsroute momentan genutzt? Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn knapp 1.000 Menschen aus der Türkei zu diesen Inseln übergesetzt.
Worum geht es? Am Dienstag wurde Josh D’Amaro vom Disneys Verwaltungsrat zum neuen Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens gewählt. Er tritt am 18. März die Nachfolge von Bob Iger an.
Wie wurde Iger bekannt? Durch seinen Rücktritt vom Rücktritt. Disney warf ihn 2020 raus, zwei Jahre später kam er wieder, weil sich sein Nachfolger als ungeeignet erwiesen hatte.
Wer ist Josh D’Amaro? 54, wohnt mit seiner Frau Susan, seiner Jugendliebe, in Coto de Caza, zwei Autostunden südlich von L.A., aufgewachsen in der Nähe von Boston, studierter Betriebswirt. Aber er hatte einen anderen Berufswunsch.
Nämlich? Er wollte Bildhauer werden. Am Ende seines zweiten Studienjahres schweißte er um zwei Uhr nacht eine fast vier Meter hohe Skulptur zusammen und grübelte darüber, wie er als Künstler jemals eine Familie ernähren sollte. Er vollendete das Werk – eine abstrakte menschliche Figur, sattelte aber auf Marketing um.
Was er begabt? Die Figur war immerhin jahrelang auf dem Campus des Skidmore College in New York, seiner Kunstuni, ausgestellt, berichtet die New York Times.
Was hat D’Amaro mir Disney zu tun? Er trat 1998 in das Unternehmen ein und begann seine Karriere im Disneyland Resort. Zuletzt war er die Cashcow des Konzerns.
Wieso? Die Abteilung von D'Amaro erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 60 Prozent des Disney-Gewinns. Laut dem Marktforschungsunternehmen MoffettNathanson macht sie 80 Prozent des Gesamtwerts von Disney aus. D'Amaro ist für drei der vier wichtigsten Wachstumsbereiche von Disney verantwortlich (Kreuzfahrten, Spiele und Freizeitparks; Streaming ist der vierte).
Wie groß ist Disney? Der Konzern erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 10 Milliarden US-Dollar. Es gibt weltweit 12 Freizeitparks, in Abu Dhabi entsteht der nächste.
Was gibt es darüber hinaus? Disney Studios (Pixar, Marvel, Lucasfilm/Star Wars, 20th Century Studios), TV-Sender wie ABC, Disney Channel, National Geographic, FX, die Streamer Disney+, Hulu, ESPN+, die Disney Music Group. und dds Kreuzfahrtgeschäft.
Worum geht es? Am 13. Jänner hätten Ex-Präsidenten Bill Clinton als seine Frau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, vor dem U-Ausschuss im US-Repräsentantenhaus aussagen sollen. Aber sie kamen nicht.
Warum? Die Clintons argumentieren, dass die Vorladungen ungültig oder politisch motiviert seien, und dass sie bereits schriftliche Informationen bereitgestellt hätten.
Was passierte danach? Der Ausschuss (House Oversight Committee) brachte eine Anklage gegen das frühere Präsidentschaftspaar auf den Weg. Sogar einige Demokraten stimmten dafür.
Welche Folgen hat das? Ein Verstoß gegen eine Kongress-Vorladung kann mit bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen geahndet werden.
Warum sollten die Clintons aussagen? Bill Clinton ist in Fluglisten von Jeffrey Epsteins Privatjet ("Lolita Express") dokumentiert. In freigegebenen Epstein-Akten taucht er mehrfach auf – etwa auf Fotos oder als Person. Das bedeutet aber nicht, dass er beschuldigt wird, an Straftaten beteiligt gewesen zu sein.
Was passierte nun? Am Dienstag stimmten Bill und Hillary Clinton zu, vor dem Kongress persönlich unter Eid auszusagen, um das geplante Verfahren wegen Missachtung zu verhindern.
Wann soll das stattfinden? Ein konkreter Termin steht noch nicht fest, und es gibt noch Diskussionen darüber, unter welchen Bedingungen dies geschehen soll.
Worum geht es? Am Sonntag wurden in L.A. die Grammys vergeben. Der Dalai Lama holte sich in der Kategorie "Best Audio Book, Narration and Storytelling" die Trophäe. Er sprach für die Produktion Texte über Mitgefühl und Frieden ein.
Wie reagierte China? Die Regierung bezeichnete den Grammy‑Preis als "politisches Manöver" und "Anti‑China‑Manipulation". Sie fordert, dass solche kulturellen Auszeichnungen nicht als politische Instrumente gegen China genutzt werden sollten.
Was ist der Hintergrund? Der Dalai Lama ist das spirituelle Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Der 14. Dalai Lama ist Tenzin Gyatso, geboren 1935. Er wird von vielen Tibetern und Buddhisten als inkarnierter spiritueller Führer betrachtet, lebt aber seit 1959 im Exil in Indien.
Warum? Weil er vor der chinesischen Kontrolle Tibets geflohen ist. China betrachtet den Dalai Lama nicht als legitimen religiösen Führer, sondern sieht in ihm vor allem einen politischen Gegner und Separatisten, der das Ziel einer größeren Autonomie Tibets symbolisiert – wenn nicht sogar Unabhängigkeit.
Welchen Konflikt erzeugt das? Traditionell wird ein Dalai Lama als Reinkarnation des Vorgängers angesehen. Chinas Regierung besteht darauf, dass chinesische Behörden das Recht haben, diese Reinkarnationen zu kontrollieren und zu genehmigen.
Was bedeutet das? China will den nächsten Dalai Lama selbst bestimmen, was von den meisten Tibetern und vielen internationalen Beobachtern nicht akzeptiert wird. Diese Frage hat weitreichende politische Bedeutung.
Worum geht es? Am Dienstag haben französische Ermittler die Pariser Büros von X durchsucht. Die Aktion wurde von der Cybercrime‑Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft durchgeführt, mit Unterstützung der französischen Polizei und Europol.
Was ist der Hintergrund? Ziel ist eine laufende strafrechtliche Untersuchung gegen X, die seit April 2025 läuft und auf drei Handlungssträngen beruht: Manipulation, Deepfakes und KI‑Inhalte, sowie Verbreitung illegaler Inhalte.
Was heißt das? Der Algorithmus von X soll politisch einseitig oder verzerrend funktionieren – etwa indem einige Inhalte bevorzugt verbreitet werden. Ein zentraler Punkt sind KI‑generierte Inhalte, insbesondere die Bilder/Deepfakes, die vom KI‑Chatbot Grok erstellt wurden.
Worum geht es? Es wird untersucht, ob diese Inhalte täuschend echt wirkende KI‑Bilder von realen Menschen, insbesondere sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern, erzeugen oder verbreiten; Inhalte zur Holocaust‑Leugnung oder ähnliches beinhalten.
Was ist mit illegalen Inhalten gemeint? Untersucht wird, ob X bei der Verbreitung von gewaltverherrlichendem Material Darstellungen von Kindes-Missbrauch mitverantwortlich war, bzw. Holocaust‑Leugnung und andere strafbare Inhalte nicht ausreichend kontrolliert hat.
Was ist die Folge? Die Ermittler haben Elon Musk sowie die frühere X‑Geschäftsführerin Linda Yaccarino zu einer "freiwilligen Anhörung" am 20. April in Paris vorgeladen.