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3. Februar 2026

"Wir sind keine Tiere" Grammys rechnen mit ICE und Trump ab

Worum geht es? Bei den bisherigen Filmpreisen, etwa den Golden Globe Awards, war die Kritik an Donald Trump noch verhalten. Bei den Grammys wurde nun deutlich, wie sich die Stimmung in den USA gedreht hat.

Wie war das zu merken? Bei der 68. Grammy-Verleihung am 1. Februar in Los Angeles nutzten mehrere Musiker ihre Bühne, um klare politische Statements gegen die US-Einwanderungspolitik, die ICE-Behörde und gegen die Politik von Präsident Donald Trump zu setzen.

Beispiele? Bad Bunny, der aus Puerto Rico stammt, gewann mehrere Grammys, darunter Album des Jahres. In seiner Rede forderte er: "ICE raus" ("ICE out"), bevor er Gott dankte, und sagte: "Wir sind keine Wilden, keine Tiere, keine Außerirdischen – wir sind Menschen und wir sind Amerikaner."

Wer noch? Billie Eilish, Gewinnerin des Songs des Jahres, nutzte ihre Rede, um zu betonen: "Niemand ist illegal auf gestohlenem Land" und rief zu weiteren Protesten und Engagement auf. Mehrere Stars, von Justin Bieber bis Carole King, trugen "ICE Out"-Pins auf dem roten Teppich oder äußerten sich ebenfalls kritisch.

Wie war das bei der Moderation? Trevor Noah machte bei der Veranstaltung eher humorvolle Seitenhiebe auf Donald Trump und die politische Lage in den USA.

Was ist der Hintergrund? Das brutale Vorgehen der Einwanderungsbehörden zuletzt in Minneapolis hatte für Empörung gesorgt, auch unter Trump-Anhängern. Die Beamten erschossen zwei Menschen vor laufenden Handykameras.

Weitere Meldungen

Neue Vorwürfe Sohn von Mette Marit sitzt nun in Haft

Worum geht es? Marius Borg Høiby, unehelicher Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, wurde Sonntagabend von der Polizei festgenommen. Eigentlich sollte am Dienstag, dem 3. Februar, ein Prozess gegen den 29-Jährigen wegen verschiedener Straftaten beginnen.

Welche Straftaten werden ihm vorgeworfen? Unter anderem Vergewaltigung, Missbrauch und diverse Drohgendelikte. Insgesamt sind es 38 verschiedene Anklagepunkte, dem Angeklagten drohen bis zu 16 Jahre Haft.

Weshalb jetzt die Festnahme? Wie die Polizei in Oslo mitteilte, gebe es neue Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby: Es geht demnach um mutmaßliche Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot. Ein Gericht verhängte eine mindestens vierwöchige Untersuchungshaft gegen den 29-Jährigen, de seit JAhren mit Drogenmissbrauch zu kämpfen hat.

Wird der Prozess dennoch stattfinden? Geplant ist es jedenfalls, berichten norwegische Medien. Am Dienstag sollen sämtliche Anklagepunkte verlesen werden, am Mittwoch soll Borg Høiby dazu persönlich Stellung nehmen.

Wie wird sich das norwegische Königshaus verhalten? Man will sich aus dem Prozess komplett heraushalten und diesem auch nicht beiwohnen. Marius Borg Høiby wurde auch nach der Hochzeit seiner Mutter mit Thronfolger Kronprinz Haakon von diesem nicht adoptiert und ist somit kein Mitglied der königlichen Familie. Dennoch belasten die erstmals 2024 bekannt gewordenen Vorwürfe gegen den Sohn von Mette-Marit das Ansehen des Königshauses.

Fusion soll Geld bringen Musk legt SpaceX und xAI zusammen

Worum geht es? Multimilliardär Elon Musk legt seine beiden Unternehmen SpaceX und xAI zusammen. Dadurch soll das KI-Unternehmen xAI mit frischem Bargeld versorgt werden, um es schlagkräftiger gegen die Konkurrenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu machen.

Wie passen die beiden Firmen zusammen? Musk plant offenbar, Rechenzentren ins Weltall zu verlegen, wie er am Montag ankündigte. Er schätze, dass es in zwei bis drei Jahren der günstigste Weg sein werde, um Rechenleistung für KI zu generieren.

Was sagen die Anleger dazu? Gar nichts, denn beide Unternehmen sind nicht an der Börse notiert. Das macht den Schritt für Musk wesentlich unkomplizierter. Musk selbst hält an SpaceX etwa 40 Prozent.

Was macht SpaceX? Das Unternehmen nimmt eine Schlüsselposition in den Zukunftsplänen der US-Weltraumbehörde NASA ein. Es stellt jetzt schon jene wieder verwertbaren Raketen her, mit denen die USA die Weltraumstation ISS ansteuern. Der Wert des Unternehmens wird auf etwa 1,5 Billionen Dollar geschätzt.

Und xAI? Das KI-Unternehmen hat mit dem KI-Chatbot Grok eine Alternative zu ChatGPT von OpenAI geschaffen. Allerdings gab es zuletzt Diskussionen, da Grok auf User-Wunsch zigtausende Nacktbilder ohne das Einverständnis der Abgebildeten generierte.

Iran ist "dialogbereit" Vorerst aber kein Treffen mit den USA

Worum geht es? Nach den Drohgebärden der letzten Tage aus Washington gibt sich der Iran grundsätzlich dialogbereit. Konkrete Gespräche seien derzeit jedoch nicht geplant, so Außenminister Abbas Araghchi am Freitag bei einer Pressekonferenz in Istanbul.

"Verhandlungen oder Krieg?" Laut dem iranischen Außenminister sei die Voraussetzung für Verhandlungen eine klare Absprache über Format, Ort und Inhalte. Andernfalls sei "die Islamische Republik Iran ebenso bereit für einen Krieg", so Araghchi.

Weshalb das Statement? Nach der brutalen Niederschlagung von Bürgerprotesten mit bis zu 30.000 Toten, haben die USA ihre Truppenpräsenz in der Region massiv verstärkt und drohen dem Mullah-Regime mit Militäraktionen.

Was macht Irans Außenminister in Istanbul? Er traf sich mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan. Diese tritt für Verhandlungen ein und bietet die Türkei als Mittler an: Ein militärisches Eingreifen würde nur zu weiterer Instabilität führen, so Fidan.

Wo steht die EU? Sie stufte die iranischen Revolutionswächter nach der blutigen Niederschlagung der Proteste als terroristische Organisation ein. Teheran kündigte daraufhin an, auch die Streitkräfte der EU-Staaten als "terroristische Vereinigungen" einzustufen.

Feuerpause für Ukraine Aber Putin lässt Trump auflaufen

Worum geht es? Am Donnerstag hatte Donald Trump erklärt, Russlands Präsident Wladimir Putin hätte einer einwöchigen Feuerpause im Ukraine-Krieg zugestimmt.

Und? Am Freitag kam eine halbe Bestätigung aus dem Kreml: Es habe sich um eine "persönliche Bitte" des US-Präsidenten an Putin gehandelt und es "verstehe sich", dass dieser nachgekommen werde.

Aber? Trump hatte von einer Woche Feuerpause gesprochen, die Russen wollen die Waffen aber nur bis Sonntag, also drei Tage, ruhen lassen. Und die Pause gelte nur für Kiew.

Warum der Wunsch von Trump? Um der ukrainischen Seite die Möglichkeit zu geben, die durch russische Angriffe schwer beschäftigte Energie-Infrastruktur zu reparieren – im Land hat es bis zu minus 30 Grad und in vielen Städten ist die Wärmeversorgung ausgefallen.

Wird wirklich nicht mehr geschossen? Es wird laut ukrainischer Seite seit Donnerstagnacht jedenfalls nicht auf das Energienetz des Landes geschossen. Vielmehr hätten sich die russischen Angriffe auf Ziele im Logistik-Bereich verlegt.

Hat die Feuerpause Einfluss auf die Verhandlungen in Abu Dhabi? Das lässt sich bislang nicht absehen. Denn laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj könnten die Gespräche – die ersten direkten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine seit langem – aufgrund der US-Drohungen gegen den Iran verschoben oder verlegt werden.

Wann weiß man das fix? Klar dürfte sein, dass an diesem Wochenende nicht weiter verhandelt wird. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuletzt erklärt, dass die US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner nicht nach Abu Dhabi reisen werden.

Könnte also dieses Wochenende ein Angriff auf den Iran bevorstehen? Es scheint jedenfalls so zu sein, dass man sich diese taktische Option offen halten möchte.

Neuer Chef für Fed Trump-Wunschkandidat für Notenbank

Worum geht es? In der Diskussion um die Neubesetzung der Spitze der US-Zentralbank (Federal Reserve, kurz Fed) hat Präsident Donald Trump ein Machtwort gesprochen. Er nominierte den Ökonomen Kevin Warsh für die Position. Warsh gilt als Unterstützer Trumps.

Was ist die Fed? Die Zentralbank bestimmt federführend die Geldpolitik der USA und hat damit einen wesentlichen Einfluss auf die Preisstabilität, die Beschäftigungszahlen sowie generell die Stabilität des Finanzsystems.

Hat der Präsident dabei ein Mitsprache-Recht? Nein, die Fed ist politisch unabhängig, um die Geldpolitik des Landes nicht von kurzfristigen politischen Interessen abhängig zu machen. Das führte zuletzt immer wieder zu Konfrontationen zwischen dem Noch-Fed-Chef Jerome Powell und Trump, da der Fed-Chef Trumps Wunsch nach niedrigen Leitzinsen nicht Folge leisten wollte.

Was wird mit Jerome Powell? Seine Amtszeit als Fed-Chef läuft kommenden Mai ab. Sein Mandat im Board der Fed geht aber noch bis 2028. Allerdings läuft aktuell ein Ermittlungsverfahren gegen Powell und die Fed wegen der angeblichen Budgetüberschreitung bei der Renovierung eines Bürogebäudes. Der Noch-Chef bezeichnete das immer als Vorwand, um ihn politisch unter Druck zu setzen.

Wer ist Kevin Warsh? Der Ökonom gilt als ausgewiesener Finanzexperte, der schon von 2006 bis 2011 im Board der Fed saß. Aktuell arbeitet er an der US-Eliteuniversität Stanford.

Was ist von ihm zu erwarten? Warsh positionierte sich zunehmend als Kritiker der Zinspolitik der Fed und sprach sich offen für Zinssenkungen aus. Damit manövrierte er sich offenbar in den Fokus des Präsidenten.

Welche Folgen könnte die Entscheidung haben? Der neue Fed-Chef könnte die harte Trennung zwischen Zentralbank und Finanzministerium aufweichen, was den Wünschen Trumps entsprechen würde. Entsprechende Überlegungen hatte er bereits Mitte 2025 in einem TV-Interview anklingen lassen.

Länger leben geht 8 Faktoren machen uns 20 Jahre älter

Worum geht es? Die Bedeutung des genetischen Erbes für unsere Lebensdauer ist größer als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine israelische Studie, die im Fachblatt Science veröffentlicht wurde. Der Anteil der Gene liege demnach bei bis zu 55 Prozent.

Wovon ging man bislang aus? Dass der Einfluss der Erbanlagen auf die Langlebigkeit bei maximal 25 Prozent liege. Diese Annahme basierte allerdings auf den Lebensdaten von Menschen, die noch im 19. oder gar im 18. Jahrhundert geboren wurden.

Was hat sich seither geändert? In früheren Zeiten kam es unverhältnismäßig öfter zu tödlichen Unfällen, Seuchen oder Katastrophen, die die Lebensspanne der Menschen verkürzten. Diese Diskrepanz wurde von den israelischen Forschern jetzt mathematisch korrigiert.

Heißt das, der Lebensstil ist unbedeutend? Er ist – mathematisch gesehen – weniger ausschlaggebend als angenommen. Aber deshalb keinesfalls irrelevant. Die Forscher benennen insgesamt acht Faktoren, die unser Leben um bis zu 20 Jahre verlängern können.

Welche Faktoren sind das? 1. sich regelmäßig bewegen; 2. sich maßvoll und ausgewogen ernähren; 3. nicht rauchen; 4. Stress managen; 5. wenig Alkohol trinken; 6. genügend schlafen; 7. positive Beziehungen pflegen; 8. keine Opioide konsumieren.

Und was bringt das? Wer spätestens ab dem 40. Geburtstag diese Regeln beherzigt, habe es laut Studienleiter Uri Alon in der Hand, seine genetisch festgelegte Lebensdauer um bis zu 20 Jahren auszudehnen – oder aber zu verkürzen, wenn er sich nicht daran hält.

Neue Epstein-Akten Über 3 Mio. Dokumente veröffentlicht

Worum geht es? Das US-Justizministerium hat am Freitag weitere mehr als 3 Millionen Dokumentenseiten aus den sogenannten Epstein-Akten veröffentlicht. Das gab der stellvertretende Justizminister Todd Blanche bekannt.

Ist das nicht zu spät? Ja, laut einem Beschluss des US-Senats hätten alle Dokumente zu dem Fall bereits bis 19. Dezember veröffentlicht werden müssen.

Weshalb wurden nicht längst alle Akten veröffentlicht? Weil sich das Justizministerium vorbehält, sämtliche Dokumente vor Veröffentlichung zu sichten und etwa Passagen, die mutmaßliche Opfer des verurteilten Sexualstraftäters erkennbar machen könnten, zu schwärzen oder solche Dokumente überhaupt nicht zu veröffentlichen.

Was ist der Inhalt der neuen Dokumente? Laut Blanche wären unter den veröffentlichten Dokumenten rund 2.000 Videos und etwa 180.000 Fotos. Enthalten sei auch pornografisches Material, das dieser besessen, aber nicht selbst aufgenommen habe.

Weiß man, was dieses Mal nicht veröffentlicht worden ist? Neben Dokumenten über mutmaßliche Opfer Epsteins, seien große Mengen kommerzieller Pornografie sowie Bilder, die Kindesmissbrauch, Tod oder physischen Missbrauch darstellten, zurückgehalten worden. Außerdem werde Material, das noch laufende bundesweite Ermittlungen beeinträchtigen könnte, nicht veröffentlicht.

Wo kann man sich das neue Material ansehen? Das Justizministerium hat bislang elf Datensätze mit jeweils tausenden Dokumenten auf seiner Homepage online gestellt.

Sind jetzt sämtliche Epstein-Akten veröffentlicht? Das lässt sich beim aktuellen Wissensstand nicht befriedigend beantworten. Der stellvertretende Justizminister erklärte am Freitag, die gesetzliche Pflicht seines Ministeriums erfüllt zu haben. Ob das bedeutet, dass nunmehr jedes Material, das nach Einschätzung des Ministeriums veröffentlicht werden darf, auch veröffentlicht wurde, blieb unklar.

Wird Präsident Trump in den neuen Akten erwähnt? Dazu machte Blanche, der vor seiner Zeit im Ministerium als Anwalt für Trump arbeitete, keine Angaben. Er erklärte allerdings, Trump sei in diesem Zusammenhang "nicht geschützt worden".

Wer war Jeffrey Epstein? Der ehemalige Finanzmanager hatte ab den 1990er-Jahren ein System aufgebaut, mittels dessen er mutmaßlich tausende junge Frauen und auch Mädchen missbrauchen konnte. Er wurde wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt. Während weiterer Ermittlungen seitens der Justiz starb Epstein 2019 in Untersuchungshaft, angeblich durch Suizid.

Und seine Verbindung zu Donald Trump? Der US-Präsident und Epstein waren ab den frühen 1990er-Jahren eng miteinander befreundet. Bislang gibt es allerdings keine Belege dafür, dass Trump über den Missbrauch durch Epstein informiert gewesen ist.