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NEOS-Gründer strolz

"Wenn die Regierung so weiter macht, wird's ein Nicht genügend"

Warum Matthias Strolz jetzt Matador-Häuser baut. Ob es ihn wie Kern in die Politik zurückzieht. Und was er der Koalition rät. "Wenn es nicht gelingt, Erneuerungsprojekte auf den Weg zu bringen, dann sollten die drei Parteien ihren Regierungsauftrag zurücklegen."

Politikbeobachter, Buchautor und Neo-Bauunternehmer: NEOS-Gründer Matthias Strolz tanzt gerade wieder auf vielen Hochzeiten
Politikbeobachter, Buchautor und Neo-Bauunternehmer: NEOS-Gründer Matthias Strolz tanzt gerade wieder auf vielen HochzeitenAPA-Images
Martin Kubesch
Akt. 10.03.2026 00:29 Uhr

Ihn einen Holzkopf zu nennen, klingt zwar aufs Erste beleidigend, wäre aber gar nicht so verkehrt. Im Moment jedenfalls.

Matthias Strolz, 1973 in Vorarlberg geboren, war viele Jahre lang eine der kreativsten und schillerndsten Figuren der heimischen Politik. Als Mitbegründer und Parteichef der NEOS saß er von 2012 bis 2018 im Nationalrat, ehe er sich aus der Tagespolitik zurückzog.

Seither hat er sich zahlreiche Hüte aufgesetzt: Speaker, Organisationsentwickler, Leadership-Coach, Buchautor – und immer wieder Kommentator der heimischen Politik. Auch Start-ups hat Strolz schon gegründet, wollte damit allerdings nach seinem Fünfziger fertig sein: "Ich bin jetzt zu alt, um als Start-up-Gründer jahrelang unterm Tisch zu schlafen", so sein Credo.

Doch dann entdeckte er das TriqBriq-Konzept – und Strolz erkannte sofort, was da vor ihm lag: eine Real-Life-Version des klassischen Matador-Baukastensystems. Hölzerne Bauklötze mit vorgebohrten Löchern werden durch dünne Holzstäbe miteinander verbunden. Ohne Klebstoff, Nägel oder Schrauben. Genial einfach. Einfach genial, wie er fand. Und sich kurzerhand an dem Unternehmen beteiligte.

Seither dreht sich im Leben von Strolz fast alles um Holz. Denn obwohl bald 53, hat er sich noch einmal auf das Abenteuer Start-up eingelassen. Aber auch seine bisherigen Themenbereiche lassen ihn nicht los. Nebenbei hat er ein Buch geschrieben . Und beobachtet die erste Performance "seiner" NEOS-Kollegen in einer Bundesregierung mit wohlwollender Skepsis – gute Ratschläge inklusive.

Im Juni 2018 übergab Matthias Strolz das Amt des NEOS-Parteichefs an Beate Meinl-Reisinger
Im Juni 2018 übergab Matthias Strolz das Amt des NEOS-Parteichefs an Beate Meinl-Reisinger
APA-Images

Mit NewsFlix sprach der Vielbeschäftigte über sein TriqBriq-Start-up, seine literarischen Pläne – und natürlich über ein Jahr NEOS in der Bundesregierung. Matthias Strolz über:

Die Idee hinter TriqBriq
Wir erzeugen multimodulare Massivholzziegel, mit denen eine flexible Bauweise möglich wird.

Wie das genau funktioniert
Im Grunde wie bei Matador: Wir verwenden für die Ziegel Weichholz mit rund 16 Prozent Feuchtigkeit. Die Ziegel werden mit Holzdübeln aus Hartholz zusammengehalten, die bei 6 Prozent Feuchtigkeit liegen. Die Löcher, in die man die Dübel treibt, sind konisch gebohrt, sie verjüngen sich nach hinten. Einmal in die Holzklötze hineingetrieben, quellen die Dübel auf und halten die Holzteile stabil zusammen.

Was das Spezielle an dem Konzept ist
Ein im Grunde sehr altes Konstruktionsverfahren wird mit modernster Technik verbunden. Denn wir nutzen Vollrobotik und künstliche Intelligenz, vermessen jeden Millimeter des Holzes und was man brauchen kann, schneiden wir raus. So können wir Schad- und Schwachholz nutzen, das bisher nicht für den Hochbau nutzbar war, sondern verbrannt wurde.

Wer das erfunden hat
Es handelt sich um ein deutsches Patent. Wir können damit Wohnbauten genauso errichten wie gewerbliche Objekte. Unsere Holzziegel – wir nennen sie BRICs – enthalten keine Kunststoffe, keinen Leim und keine Metallteile; pures Massivholz aus der Region. Es ist eine ökologisch nachhaltige Bauweise mit einer hohen Wohnqualität zu einem auch für den Mittelstand erschwinglichen Preis.

Wie rasch man damit Mauern aufstellen kann
Einen Bungalow kann man damit in acht Stunden hochziehen: Ein Stein auf den anderen, mit Dübeln verriegeln und weiter geht's.

Die TriqBriq-Gründer Norbert Keßler, Matthias Strolz, Lukas und Julia Reihs und Martin Drißner (v. l.) präsentieren ihr Holzziegel-System
Die TriqBriq-Gründer Norbert Keßler, Matthias Strolz, Lukas und Julia Reihs und Martin Drißner (v. l.) präsentieren ihr Holzziegel-System
Stefan Stix

Seine Rolle im Unternehmen
Ich bin einer von zwei Geschäftsführern, habe mich auch mit eigenem Kapital beteiligt und stelle – wie wir alle – meine Arbeitskraft im ersten Jahr unentgeltlich zur Verfügung.

Seine Inspiration
Ich bin ein Bergbauernbub und ein großer Baumliebhaber. In meiner Jugend war ich auch "im Holz", wie das geheißen hat, also war assistierender Waldarbeiter. Ich habe einen Grundbezug zum Werkstoff Holz. Und als jetzt diese Idee auf mich zukam, ist alles schnell gegangen. Das sind die Einladungen des Lebens – sie kommen oft über Nacht und dann muss man bereit sein, Entscheidungen zu treffen.

Ob er eine Rückkehr in die Politik noch immer auf seinem Zettel hat
Das ist derzeit überhaupt kein Thema, ich habe alle Hände voll zu tun. Da gibt es neben den Holzziegeln auch noch mein "Büro Strolz – Betrieb für Entfaltung", wobei: Diesen Bereich fahre ich für heuer und nächstes Jahr etwas zurück.

Ob er trotzdem noch Kontakt zu den NEOS und ihrer Politik hält
Als Sympathisant bin ich nach wie vor dabei, Parteimitglied schon seit September 2024 nicht mehr. Aber ich bin nach wie vor mit vielen Funktionsträgern verbunden, habe letzte Woche mit Beate Meinl-Reisinger telefoniert und treffe Christoph Wiederkehr diese Woche.

Wie die aktuelle NEOS-Spitze es sieht, dass er kein Parteimitglied mehr ist
Ich musste hier für mich selbst eine Entscheidung treffen. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass meine parteipolitische Phase zu Ende ist. Ich mag dieses kleinteilige Hickhack nicht.

Weshalb er sich dennoch als Bildungsminister ins Spiel brachte
Ich will in gewissen Themen dienlich sein, deswegen war für mich auch klar, falls ein Bildungsminister gesucht wird, bin ich interessiert und bereit, weil Bildung immer mein Herzensthema war. Und wenn Christoph Wiederkehr eine Frage hat, dann schau ich auch mit drauf. Ich nehme nur keine öffentlichen Aufträge, aus der Politik oder von Ministerien, an. Da gibt es immer sofort mediale Kritik und parlamentarische Anfragen und dann auch Rechnungshofprüfungen. Alles okay, aber ich verzichte.

Matthias Strolz mit Ehefrau Irene bei einem Selfie, das Paar hat drei Töchter
Matthias Strolz mit Ehefrau Irene bei einem Selfie, das Paar hat drei Töchter
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Wie er die Leistung der Dreier-Koalition ÖVP-SPÖ-NEOS nach einem Jahr beurteilt
Die Regierung hat auch dank NEOS für eine Art von Stabilität in Österreich gesorgt. Aber das allein wäre für die nächsten vier Jahre zu wenig. Da muss noch was nachkommen an größeren Würfen, das muss allen bewusst sein.

Was damit konkret gemeint ist
Es gilt, im zweiten Jahr die Chancen zu nutzen, danach setzt die politische Selbstblockade ein durch die vielen Landtagswahlen. Also entweder gelingt es, dieses und nächstes Jahr gemeinsam für grundlegende Erneuerungsarbeit zu nutzen, oder es gelingt nicht. Bis zum Jahresende sollte das schon gut einschätzbar sein.

Was passieren sollte, wenn es nicht gelingt
Wenn es den Regierungsparteien nicht gelingt, grundlegende Erneuerungs- und Strukturprojekte auf den Weg zu bringen, sei es in der Gesundheit, in der Bildung oder in anderen Bereichen, dann sollten die drei Parteien – oder allenfalls auch die NEOS allein – ihren Regierungsauftrag zurücklegen. Weil dann werden sie dem, was Österreich derzeit braucht, nicht gerecht.

Was Österreich derzeit braucht
Wir brauchen Erneuerung. Und auch eine Vision. Es fehlt ein Bild davon, wohin sich dieses Land entwickelt. Österreich hatte seit dem Zweiten Weltkrieg immer eine Art von Leitbild: erst Frieden, Wiederaufbau und Wohlstand, dann die europäische Integration durch den EU-Beitritt, sodann eine wichtige Brückenfunktion in der EU-Osterweiterung, von der wir immens profitiert haben.

Was seither geschehen ist
Seit dem Ende der Nuller-Jahre wirken wir etwas "lost", verloren. Die Strukturen sind versteinert, die Partikularinteressen regieren. Wir sind derzeit in vielen Statistiken ganz weit hinten in EU-Europa. Manches davon ist politische Großwetterlage, anderes ist hausgemacht.

Was hausgemacht ist
Am Beispiel Gesundheit: Wir alle spüren, dass der Bereich nicht ausreichend gut unterwegs ist. Die Qualität schiebt auf die Seite, wir haben teilweise ein Mehr-Klassen-System, wir haben davongaloppierende Kosten und wir haben eine Fehlsteuerung im System. Hier muss die Politik eine planvollere Steuerung aus einer Hand gewährleisten. Das ist komplex, aber machbar. Es braucht den politischen Willen dafür und Entschlossenheit in der Umsetzung.

Erhält von Strolz bessere Noten als die Regierung in ihrer Gesamtheit: NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr
Erhält von Strolz bessere Noten als die Regierung in ihrer Gesamtheit: NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr
Sabine Hertel

Wie es um den Bildungsbereich steht
Auch hier sind dysfunktionale Regelungen da, die uns hemmen. Etwa die Konzeption der Bildungsdirektionen als sogenannte "Zwitter-Behörde" von Bundesland und Bund. Die einzelnen Akteure bemühen sich beherzt. Doch zu viele Köche verderben den Brei.

Wie sich NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr schlägt
Ich finde, dass Christoph Wiederkehr hier mutige Ansagen gemacht hat und auch gute Vorschläge am Tisch liegen. Dinge, die sich noch kein Minister getraut hat. Jetzt wird man sehen. Sein "Plan Z", also sein Zukunftsplan, kommt in den nächsten Wochen. Der Widerstand beispielsweise bei der Frage, ob man einige Lateinstunden abtreten kann für die Themen Künstliche Intelligenz sowie Medien & Demokratie, ist riesig. Von jenen, die Widerstand leisten, kommen nur wenige Gestaltungsvorschläge, meist nur ein reflexartiges Nein.

Wie wichtig wird KI in der Bildung
Die rapide Entwicklung der Künstlichen Intelligenz wird schon bald eine total individualisierte Form der Wissensvermittlung gewährleisten. Das heißt, Schule in der heutigen Form hat in fünfzehn Jahren überhaupt keine Chance mehr, bestehen zu können. Die Realität wird sie überholen.

Was es da zu tun gilt
Wir müssen uns anschauen: Was bedeutet KI in diesen Bereichen? Aber wenn der Minister einen mutigen Vorschlag macht und sagt: "Holen wir doch das Thema in die Schule", dann ist der Aufschrei riesig, von der FPÖ bis zum Nobelpreisträger: "Nein, das darf nicht sein!" Ja, sollen wir die Käseglocke drüber stülpen? Wir können doch nicht akzeptieren, dass die Schule den Kontakt zur Realität verliert.

Ob die Sprachprobleme bei Volksschulkindern ein unüberwindbares Hindernis sind
Natürlich müssen wir sicherstellen, dass die gemeinsame Unterrichtssprache Deutsch funktioniert. Und zwar mit sechs Jahren. Ich glaube nicht, dass das Raketenwissenschaft ist. Wenn wir bei den Drei- bis Sechsjährigen fokussiert auf Sprachförderung und -entwicklung schauen, muss das doch möglich sein. Kinder in dem Alter lernen am leichtesten, sie saugen alles auf wie ein Schwamm.

Wie weit die Realität dem Ziel hinterherhinkt
So wie es ausschaut, ist das eine Tragödie für alle Beteiligten – für die Kinder, die Lehrerinnen und Lehrer, auch für die Eltern. So können wir nicht weiter tun. Da sind auch die Vorschläge von den NEOS noch zu wenig. In Wien ist das bisher auch nicht gut genug gelungen.

"Ich habe einen Grundbezug zum Werkstoff Holz", sagt Matthias Strolz über sich selbst
"Ich habe einen Grundbezug zum Werkstoff Holz", sagt Matthias Strolz über sich selbst
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Ob es mit einem Bildungsminister Strolz ein Kopftuchverbot für alle Mädchen bis 14 gegeben hätte
Ja, ich finde das okay, weil wir diese Form der Verhüllung für Kinder nicht brauchen. Und das ist etwas, worauf wir uns einigen können sollten, dass diese Form der religiös motivierten Zurschaustellung eine Privatsache ist, die wir nicht im Klassenzimmer haben wollen.

Sein Zeugnis für die Dreier-Koalition nach einem Jahr Regierung
Genügend fürs erste Jahr. Aber wenn die Regierung so weitermacht, wird es am Ende ein Nicht genügend. Ich bin jedoch guter Hoffnung, dass es nicht so kommen wird, weil das ja allen dreien grundsätzlich bewusst ist.

Ob es richtig war, dass Beate Meinl-Reisinger nochmals in die Koalitionsverhandlungen eingestiegen ist
Es war naheliegend, aus Verantwortung für das Land, einen zweiten Anlauf zu machen. Das war für mich nachvollziehbar. Von der inhaltlichen Substanz her kann ich es aber nicht beurteilen, weil ich bei den Verhandlungen nicht dabei war und – offen gesagt – das Regierungsprogramm auch nicht im Detail gelesen habe, außer das Bildungskapitel.

Ob die NEOS von heute noch vergleichbar mit jenen in der Gründungsphase sind
Nein, das sind sie nicht mehr. Und das wäre auch gar nicht möglich, weil die Zeit eine andere ist und andere Antworten erfordert.

Ob es Schicksal war, dass der Ruf aus der Politik nicht kam
Mittlerweile glaube ich das, ja. Es hat ein wenig gedauert und manchmal erkennt man das gesamte Bild erst, wenn man alle Punkte miteinander verbunden hat. Mittlerweile sehe ich, so wie es sich entwickelt hat: Das macht total Sinn.

Worum es in seinem neuen Buch geht
Es geht um die nächste Stufe der Evolution unserer Spezies. Wie tun wir als Menschen weiter auf diesem Planeten? Ich glaube, wir stehen am Ende eines Zyklus, an einem Wendepunkt. Wenn wir weitermachen wie derzeit, werden wir uns selbst vom Planeten schießen.

In Künstlicher Intelligenz sieht Strolz eine größere "Wirkmacht" als in der Atomkraft
In Künstlicher Intelligenz sieht Strolz eine größere "Wirkmacht" als in der Atomkraft
Getty Images/iStockphoto

Weshalb er das denkt
Wir sind nun seit 80 Jahren damit beschäftigt, die Atombombe "im Zaum" zu halten. Dabei hatten wir auch ein paar Mal sehr viel Glück, dass es zu keiner Katastrophe kam. Diese Herausforderung wird wachsen, weil weitere Atommächte hinzutreten werden. Zudem – und das sind komplett neue Dimensionen für den Homo sapiens – kommen jetzt die Künstliche Intelligenz und die Biotechnologie hinzu. Unglaubliche Möglichkeiten und Chancen. Aber auch ein Überpotenzial an Selbstzerstörung, wie es unsere Spezies noch nicht kennt.

Ob die Sache auch schiefgehen könnte
Durchaus. KI wird uns zu einem Bewusstseinssprung zwingen. Und den machen wir entweder gemeinsam und organisiert, oder große Katastrophen werden uns zu diesem Sprung zwingen. Variante drei: Der Mensch "macht einen Abgang". Wir befinden uns derzeit im sechsten großen Artensterben in der Geschichte unseres Planeten. Täglich verlassen rund 130 Spezies die Erde für immer, warum nicht auch der Homo sapiens? Es gibt keine Gattung, die sich derzeit lautstarker für den Abgang bewirbt als der Mensch.

Wie die Sache ausgehen wird
Während wir die Folgen eines Atomkrieges anhand der Erfahrungen aus Hiroshima und Nagasaki abschätzen können, fehlt uns für das Thema KI noch jede Idee. Ein völlig unregulierter Wettlauf von machtorientierten Staaten, egozentrischen Tech-Bros und profitgierigen Corporates. Meine Prognose ist, dass viele Menschen sterben werden, ehe sich die Weltgemeinschaft hinsetzt, um sich grundsätzliche KI-Regeln auszumachen. Dabei ist diese Technologie noch wirkmächtiger als Atomenergie, aber das ist uns selbst noch nicht bewusst.

Wann das Buch erscheint
Mitte August im Verlag Edition Platin und im Dezember auf Englisch. Ab Herbst bin ich damit in Österreich und international auf Tour. Der Titel ist noch geheim.

Ob bis dahin schon Holzziegel produziert werden
Die erste Produktion läuft im August in Bludenz an, unser Unternehmenssitz ist im Klostertal. Für mich ist es auch eine Form von "coming home" – nachdem ich vor 35 Jahren aus meiner ersten Heimat in die Welt aufgebrochen bin.

Wie lange er bereits am Projekt TriqBriq arbeitet
Wir arbeiten seit über einem halben Jahr dran – zuerst arbeiten, dann reden. Die ersten Häuser werden noch heuer stehen. Mein Fokus ist Organisationsentwicklung, Strukturaufbau, Partnerschaften, Vertrieb und Capacity Building, Fundraising und Investors Relations.

Matthias Strolz (8. von rechts) auf einem "Forming Impact"-Workshop auf der Karibikinsel Necker Island von Milliardär Richard Brandon (M.)
Matthias Strolz (8. von rechts) auf einem "Forming Impact"-Workshop auf der Karibikinsel Necker Island von Milliardär Richard Brandon (M.)
Matthias Strolz

Wie viel Geld die Unternehmen benötigt
Es ist durchaus kapitalintensiv. Eine Produktionslinie, wie wir sie gerade in Bludenz errichten, kostet fast zwei Millionen Euro. Und wir wollen bis 2030 insgesamt 15 Linien in ganz Österreich am Laufen haben.

Was die Holzziegel kosten werden
Der Holzbaustein als solcher ist teurer als ein klassischer Ziegel. Dafür spart man bei den Arbeitskosten und durch geringere Nebenkosten, vom Kran bis zur Abfallentsorgung. Man hat auch keine Warte- und Trocknungszeiten.

Welche Vorteile das Konzept noch hat
Alles ist regional gedacht. Wir erzeugen die Holzbauklötze in der Region mit Ressourcen aus der Region und auch die Verwendung sollte regional passieren. Wir wollen die Ziegel nicht vom Klostertal in Vorarlberg ins Südburgenland schippern.

Wie es sich anfühlt, in Holzziegeln zu leben
Die Wohnqualität ist unübertroffen und der CO₂-Fußabdruck nicht vorhanden. Derzeit sind viele neue Gebäude am Ende ihres Lebenszyklus Sondermüll. Aber will man in Sondermüll leben? Können wir das nicht besser? Ja, wir können!

Martin Kubesch
Akt. 10.03.2026 00:29 Uhr