Worum geht es? Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat in New York das Arbeitsrecht missachtet und muss nun 15.000 Mitarbeitern eine Entschädigung zahlen. Insgesamt wird das Unternehmen 35 Millionen Dollar (ca. 30 Mio. Euro) ausschütten.
Was hat Starbucks angestellt? Das Unternehmen hat, nach Ansicht der Stadtverwaltung, seinen Mitarbeitern über Jahre feste Arbeitszeiten verweigert und diesen die Arbeitszeiten teilweise routinemäßig um mehr als 15 Prozent reduziert. Dadurch sei es den Mitarbeitern nicht möglich gewesen, ihr jeweiliges Wocheneinkommen im Voraus zu berechnen.
Wie wurde man auf das Problem aufmerksam? Es beschwerten sich immer mehr Arbeitnehmer bei der Stadt, worauf diese 2022 eine Untersuchung für alle etwa 200 Filialen in der Neun-Millionen-Stadt einleitete.
Was sagt Starbucks zu der Verurteilung? Das in Seattle beheimatete Unternehmen kündigte an, die Strafe zu bezahlen sowie weitere 3,4 Mio. Dollar an Zivilstrafen zu bezahlen. Gleichzeitig merkte Starbucks allerdings auch an, dass die diesbezügliche Gesetzgebung in New York City extrem komplex sei und allen Einzelhändlern in der Stadt das Leben schwer mache.
Wie viel erhält jetzt jeder Mitarbeiter? Starbucks bezahlt jedem Mitarbeiter, der auf Stundenbasis beschäftigt war oder ist, für den Zeitraum Juli 2021 bis Juli 2024 pro Arbeitswoche 50 Dollar. Maximal erhält ein Mitarbeiter also 7.850 Dollar nachgezahlt.
Worum geht es? First Lady Melania Trump stellte Reportern die heurige Weihnachts-Deko des Weißen Hauses vor. Auffällig ist vor allem ein Stück darunter.
Nämlich? Im "Green Room" des White House hängen zwei Portraits – eines von George Washington und eines von Trump – beide aus Lego‑Steinen gebaut, jeweils mit mehr als 6.000 Teilen.
Kann man das kaufen? Nein, das Lego‑Porträt ist keine offiziell von Lego vertriebene Produktlinie. Das Stück wird speziell als Dekoration im Weißen Haus verwendet — ist also nicht im Handel erhältlich.
Was fällt sonst auf? Die Dekoration des Weißen Hauses ist eher schlicht, ja sogar zurückhaltend ausgefallen – zumindest für die Verhältnisse des Weißen Hauses, zeigt sich die Washington Post überrascht. Und es ist kein Hinweis auf religiöse Traditionen zu sehen.
Was ist das Motto? "Zuhause ist, wo das Herz ist."
Was ist stilprägend? Die 75 "charakteristischen Kränze von Frau Trump", wie das Büro der First Lady sie nennt. Sie sehen aus wie traditionelle Kränze, die mit großen roten Schleifen verziert sind.
Was ist mit Bäumen? Es gibt davon rund 50. Am eindrucksvollsten ist vielleicht der Baum im Roten Raum, in dem über 10.000 leuchtend blaue Schmetterlinge umherflattern.
Was ist mit dem "offiziellen Baum"? Die etwa 5,5 Meter hohe Colorado-Tanne aus Michigan im Blauen Zimmer ist den Familien gefallener Soldaten gewidmet. Die Hauptkugeln leuchten weiß und zeigen die jeweiligen Vögel und Blumen der einzelnen Bundesstaaten und Territorien.
Was ist das Spezielle an ihnen? Sie wurden im 3D-Druckverfahren mithilfe künstlicher Intelligenz hergestellt, wie das Büro der First Lady mitteilte.
Worum geht es? Groß, größer, Trump-Style. Der US-Präsident treibt seine Idee von einem riesigen neuen Ballsaal für das Weiße Haus unerbittlich voran. Wie die New York Times nun berichtet, setzt Donald Trump nicht nur beauftragte Baufirmen wegen der geplanten Kosten unter Druck, sondern ignoriert auch übliche Genehmigungsverfahren und allgemein gültige Bauvorschriften.
Wie groß ist groß? War ursprünglich noch von einem Ballsaal für "nur" 500 Gäste die Rede, so steigen seine Wünsche diesbezüglich offenbar wöchentlich. Zuerst auf 650 Gäste, dann auf 999 Gäste, mittlerweile stünde man in Washington bei Plänen für einen Saal, der 1.350 Gäste fassen kann. Zum Vergleich: der bislang größte Saal im Weißen Haus fasst gerade einmal 200 Personen.
Geht das überhaupt? Platzmäßig auf jeden Fall, immerhin ließ der Präsident für seine hochfliegenden Pläne erst vor wenigen Wochen den gesamten Ostflügel des Weißen Hauses schleifen. Allerdings hat sich der mit der Planung des Ballsaals beauftragte Architekt mittlerweile aus dem Projekt zurück gezogen, stünde aber dem Präsidenten weiterhin "als Berater" zur Verfügung.
Wo steht die Planung derzeit? Es gibt zwar noch keine final abgesegneten Pläne, Trump unternimmt aber derzeit alles, damit der Saal bis spätestens 2029 – also vor Ende seiner Amtszeit – fertig wird.
Was heißt das? Laut dem Zeitungsbericht hätte Trump den involvierten Baufirmen signalisiert, dass sich diese nicht um Genehmigungs- oder Bauvorschriften kümmern müssten, da das Projekt auf dem Gelände des Weißen Hauses stattfinde. Die Finanzierung durch Spender (alle großen Tech-Firmen und weitere US-Konzerne) statt aus dem Budget schließt zudem den Kongress als Aufsichtsorgan aus.
Was kostet der Bau? Die aktuelle Prognose liegt mittlerweile bei 300 Mio. Dollar, wobei der Präsident alle beteiligten Unternehmen selbst auswählt und auch die Honorare selbst verhandelt. So habe er etwa, nach eigener Aussage, auf die mit den Aushubarbeiten beauftragte Firma Druck ausgeübt, um ihren Kostenvoranschlag von 3,2 Millionen auf 2 Millionen Dollar zu drücken.
Und sonst gibt es keine Hürden? Kleinere, aber Trump unternimmt offenbar alles, um diese bereits vorab wegzuräumen. So hat er etwa seinen ehemaligen Anwalt zum Vorsitzenden der nationalen Planungskommission ernannt, die die Projektpläne prüfen soll. Und er hat den Vorstand der Kommission für Bildende Künste entlassen, einer unabhängigen Bundesbehörde, die vom Kongress eingerichtet wurde, um den Präsidenten in Fragen der Stadtplanung und der Denkmalpflege zu beraten.
Worum geht es? Die Oxford University Press kürte "Rage Bait", also "Wutköder" zum Wort des Jahres 2025. Die Kombination habe heuer eine "dreifache Zunahme der Verwendung" erfahren.
Was bedeutet "Rage Bait"? Gemeint sind laut Definition Online-Inhalte, die absichtlich darauf ausgelegt sind, Wut oder Empörung hervorzurufen, indem sie frustrierend, provokativ oder beleidigend sind und typischerweise veröffentlicht werden, um den Traffic oder das Engagement auf einer bestimmten Webseite oder einem Social-Media-Konto zu erhöhen.
Gab es Alternativen? Ein Dreiervorschlag wurde zur Auswahl gestellt. In die engere Wahl kamen auch "Aura Farming" ("Pflege einer beeindruckenden, attraktiven oder charismatischen Persönlichkeit") und "Biohacking" ("Versuch, die eigene körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit zu optimieren").
Wie wird das Wort des Jahres gewählt? In einem langen Prozess, der von den Oxford Languages (Teil der University of Oxford) durchgeführt wird.
Wie geht das? Zunächst werden relevante Wörter per Datenanlyse herausgefiltert. Daraus wird eine Longlist erstellt, die von einem Expertise-Team debattiert wird. Es entsteht einer Shortlist, die weltweit zur Abstimmung gestellt wird.
Worum geht es? In den USA häufen sich die Gerüchte, dass es um den Gesundheitszustand des Präsidenten nicht mehr zum Besten stehe. Nun versucht es Donald Trump mit einer Gegenoffensive.
Was waren die Gerüchte? Zunächst die blauen Flecken an seinen Händen. Im Juli teilte das Weiße Haus mit, dass bei ihm eine chronische Veneninsuffizienz diagnostiziert wurde. Und zuletzt nickte der 79-Jährige bei Terminen immer wieder ein.
Was passierte jetzt? Im Oktober unterzog sich Trump einer "vorbeugenden" MRT-Untersuchung. Er machte diesen Termin zunächst nicht öffentlich – ungewöhnlich für einen US-Präsidenten.
Was war die Folge? Neue Gerüchte, angeheizt von Tim Walz. Der demokratische Gouverneur von Minnesota behauptete am Sonntag in der NBC- Sendung "Meet the Press", der Präsident sei "körperlich am Ende" und stellte seine "geistige Leistungsfähigkeit" in Frage.
Wie reagierte Trump? Er nannte Waltz "unfähig". Als er gefragt wurde, was bei ihm untersucht wurde, schnauzte er eine Reporterin an: "Ich habe keine Ahnung. Es war nur eine MRT-Untersuchung … Es war nicht das Gehirn, denn ich habe einen kognitiven Test gemacht und ihn mit Bravour bestanden, ich habe die volle Punktzahl erreicht – wozu Sie gar nicht in der Lage wären."
Aber? Er ermächtigte seinen Leibarzt Dr. Sean Barbabella, das Ergebnis der Untersuchung öffentlich zu machen. In einem Memo bezeichnete Barbabella das MRT als "völlig normal". Er sprach von einer "gründlichen Untersuchung der Herz-Kreislauf- und Bauchgesundheit".
Und? Bei Trump gebe es keine Anzeichen einer Verengung der Arterien, einer Entzündung oder einer Blutgerinnung, seine Herzkammern hätten eine normale Größe, so der Arzt. Er fügte hinzu, dass auch die Organe des Präsidenten "sehr gesund und gut durchblutet" seien und keine akuten oder chronischen Probleme bestünden.
Worum geht es? In der vergangenen Woche mussten wegen einer Software-Panne fast 6.500 Airbus-Flugzeuge des Typs A320 auf dem Boden bleiben. Nun gibt es ein Schwierigkeiten bei der Fertigung desselben Flugzeugstyps.
Was ist passiert? Airbus gab ein Qualitätsproblem bei Metall‑Rumpfverkleidungen bei Flugzeugen der Baureihe Airbus A320 bekannt. Es handle sich um einen Fehler eines Zulieferers.
Wie viele Maschinen sind betroffen? Airbus spricht von einer begrenzten Zahl, ohne das näher zu erläutern.
Was geschieht jetzt? Airbus hat angekündigt, alle potenziell betroffenen Flugzeuge zu inspizieren. Allerdings erwartet der Hersteller, dass nur ein Teil davon tatsächlich nachgebessert werden muss.
Sind die Flugzeuge im Bau oder im Einsatz? Ein Sprecher von Airbus lehnte es gegenüber der Financial Times ab, sich dazu zu äußern, ob der Qualitätsmangel bereits Flugzeuge im Einsatz betroffen habe.
Worum geht es? Die Erderwärmung schreitet zügig voran. Mit konventionellen Methoden ist dem Klimawende offenbar nicht beizukommen. Deshalb wird Geo-Engineering ein immer größeres Thema.
Was ist Geo-Engineering? Gemeint sind technische Methoden, die absichtlich in das Erdsystem eingreifen, um den Klimawandel abzuschwächen. Es geht also darum, das Klima technisch zu beeinflussen – meist als Ergänzung zu Emissionsreduktionen.
Was zum Beispiel gibt es da? Aerosole in der Stratosphäre ausbringen, aufhellen von Wolken über den Ozeanen, reflektierende Materialien auf Gebäuden oder Wüstenflächen, Satellitenspiegel.
Wird so etwas schon gemacht? Ja, es gibt Versuche etwa mit Salzwasser-Kanonen, hier gibt es einen NewsFlix-Artikel dazu.
Was ist nun neu? Bill Gates sagte in einem Interview mit Axios, er würde den Einsatz künstlicher Kühltechnologien zur Senkung der globalen Temperaturen unterstützen – aber nur, wenn der Planet sogenannte Klimakipppunkte erreicht.
Warum ist Gates relevant? Der Microsoft-Mitbegründer und Philanthrop ist ein wichtiger Förderer der Forschung zu dieser umstrittenen Technologie. "Ich dränge die Welt keinesfalls in diese Richtung", sagte er, fügte aber hinzu, dass Kenntnisse darüber "durchaus wertvoll" sein könnten.
Worum geht es? Ungarns Ministerpräsident stößt die EU erneut vor den Kopf. Am Freitag flog Viktor Orbán nach Moskau, um Wladimir Putin zu treffen.
Was machte er da? Laut offiziellen Angaben ging es vor allem um die Sicherstellung der Energieversorgung Ungarns mit russischem Öl und Gas — laut Orbán Grundlage der ungarischen Versorgungssicherheit. Er wollte konkrete Lieferverträge verhandeln.
Ist das gelungen? Offenbar. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto erklärte, die Ungarn hätten das erreicht, wofür sie nach Moskau gekommen seien: garantierte Lieferungen von russischem Öl und Gas sowie die Vereinbarung, den Bau des Kernkraftwerks Paks fortzusetzen.
Warum empört das die EU? Der Besuch fällt mitten in die Verhandlungen über einen Frieden für die Ukraine (Budapest soll Austragungsort der Gespräche werden). Und: Orban unterläuft die Bestrebungen der EU, ihre Abhängigkeit von russischer Energie zu reduzieren.
Was sagte Putin? Er lobte der Ministerpräsidenten: "Wir sind uns Ihrer ausgewogenen Haltung zur Situation in der Ukraine bewusst", sagte er zu Orban in einer vom russischen Staatsfernsehen übertragenen Erklärung.