Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat überraschend bereits angekündigte Militärschläge gegen den Iran abgesagt. Als Grund nannte er Fortschritte bei Verhandlungen über ein mögliches Abkommen zwischen Washington und Teheran. Gleichzeitig behauptet Trump, eine Einigung stehe unmittelbar bevor – eine Darstellung, die der Iran bislang nicht bestätigt.
Welche Angriffe wurden abgesagt? Nach Trumps Angaben waren für den Abend weitere US-Angriffe auf iranische Ziele geplant. Diese seien nach Gesprächen mit iranischen Vertretern und mehreren regionalen Vermittlern kurzfristig gestoppt worden. Trump erklärte öffentlich: "Heute Abend wird nicht bombardiert."
Warum verzichtet Trump auf die Militärschläge? Der Präsident begründete den Schritt mit diplomatischen Fortschritten. Nach seiner Darstellung seien die wichtigsten Eckpunkte eines Abkommens bereits grundsätzlich akzeptiert worden. Deshalb wolle er der Diplomatie eine letzte Chance geben.
Welches Abkommen ist gemeint? Nach Berichten aus dem Umfeld der Verhandlungen geht es um eine Vereinbarung, die mehrere Punkte umfassen könnte: eine Verlängerung der bestehenden Waffenruhe, die Wiederöffnung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr und neue Gespräche über das iranische Atomprogramm.
Geht es um ein echtes Friedensabkommen? Nein, diskutiert wird offenbar zunächst eine Absichtserklärung oder ein Memorandum of Understanding, nicht sofort ein endgültiger Friedensvertrag.
Wie optimistisch ist Trump? Sehr. Trump erklärte, die Vereinbarung sei praktisch "unter Dach und Fach" und könne möglicherweise bereits am Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Er sprach von einer "großartigen Einigung" und einem bevorstehenden Durchbruch.
Was sagt der Iran dazu? Deutlich weniger. Teheran betont, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. Zwar räumen iranische Vertreter ein, dass bei den Gesprächen Fortschritte erzielt wurden, zugleich verweisen sie aber auf offene Streitpunkte und sogenannte "rote Linien", bei denen es bislang keine Einigung gebe – etwa was die Straße von Hormus betrifft.
Warum ist die Straße von Hormus so wichtig? Die Meerenge zwischen Iran und Oman zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Ein erheblicher Teil der globalen Öl- und Gasexporte passiert die Passage. Eine Wiederöffnung würde die Spannungen auf den Energiemärkten verringern und könnte die zuletzt gestiegenen Ölpreise drücken.
Ist das Abkommen also sicher? Nein. Beobachter warnen, dass die Verhandlungen weiterhin scheitern könnten. Zwar sprechen beide Seiten von Fortschritten, doch zentrale Fragen – insbesondere auch rund um das iranische Atomprogramm – sind offenbar noch nicht vollständig geklärt. Selbst iranische Unterhändler betonen, dass die endgültige Zustimmung der politischen Führung noch aussteht.
Warum ist die Entwicklung so bedeutsam? Weil sie einen plötzlichen Kurswechsel markiert. Noch wenige Stunden vor der Absage hatte Trump mit einer Ausweitung der Militärschläge gedroht. Nun setzt er stattdessen auf eine diplomatische Lösung. Ob daraus tatsächlich ein historisches Abkommen entsteht oder nur eine weitere Zwischenetappe in den schwierigen Verhandlungen, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen.
Worum geht es? Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat vor einem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses zu seinen Kontakten mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) ausgesagt. Zuvor waren bereits u. a. Ex-Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau Hillary von dem Ausschuss befragt worden.
Was sagte Gates aus? Er bezeichnete die Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter erneut als schweren Fehler und bestritt jede Beteiligung an Epsteins Verbrechen.
Warum musste Gates aussagen? Der Kongressausschuss untersucht die Verbindungen Epsteins zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie den Umgang der Behörden mit dem Fall. Gates gehört zu den prominentesten Persönlichkeiten, die in den vergangenen Monaten befragt wurden.
Was sagte Gates in Detail zu seinen Epstein-Vebindungen? Der Unternehmer erklärte, er habe Epstein zwischen 2011 und 2014 mehrfach getroffen, weil dieser behauptet habe, Geld für globale Gesundheits- und Hilfsprojekte beschaffen zu können. Rückblickend sei das ein "schwerer Fehler" gewesen. Er habe Epstein dadurch Glaubwürdigkeit verliehen, die dieser nicht verdient habe.
Hat Gates von Epsteins Straftaten gewusst? Nach eigener Darstellung nicht. Gates sagte, er habe nie sexuelle Straftaten beobachtet und das volle Ausmaß von Epsteins Verbrechen damals nicht gekannt. Zudem betonte er, nie auf Epsteins Privatinsel gewesen zu sein und keine seiner Anwesen besucht zu haben, die später mit den Straftaten in Verbindung gebracht wurden.
Welche neue Information wurde bekannt? Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt Gates' Aussage, Epstein habe versucht, ihn unter Druck zu setzen. Demnach soll Epstein Kenntnisse über außereheliche Beziehungen von Gates genutzt haben, um wieder Kontakt zu ihm aufzunehmen und Einfluss auf ihn auszuüben. Gates sprach von einem Erpressungsversuch, der letztlich erfolglos geblieben sei.
Wird Gates selbst etwas vorgeworfen? Nein. Der Ausschussvorsitzende James Comer betonte vor der Anhörung ausdrücklich, dass gegen Gates keine strafrechtlichen Vorwürfe erhoben werden. Die Befragung diene dazu, Epsteins Netzwerk und dessen Einfluss auf prominente Persönlichkeiten besser zu verstehen.
Warum ist die Geschichte dennoch brisant? Gates steht seit Jahren in der Kritik, weil er Epstein auch nach dessen Verurteilung wegen Sexualdelikten getroffen hatte. Bereits 2021 hatte er eingeräumt, dass die Kontakte ein Fehler gewesen seien. Die aktuelle Aussage vor dem Kongress bringt das Thema nun erneut ins Rampenlicht.
Welche Rolle spielt die Epstein-Affäre heute noch? Mehr als sechs Jahre nach Epsteins Tod beschäftigen die Hintergründe seines Netzwerks die USA weiterhin. Der Kongress versucht aufzuklären, welche einflussreichen Personen Kontakt zu Epstein hatten, welche Informationen Behörden besaßen und ob mögliche Helfer oder Mitwisser bislang unentdeckt geblieben sind.
Was bedeutet die Aussage für Gates? Juristisch wohl wenig, politisch und persönlich aber einiges. Gates nutzte die Anhörung, um seine Sicht der Dinge darzulegen und sich klar von Epstein zu distanzieren. Zugleich zeigt der Fall, dass eine Verbindung zu Epstein für zahlreiche prominente Persönlichkeiten noch immer ein Reputationsrisiko darstellen kann.
Worum geht es? Das weltberühmte Restaurant "Noma" in Kopenhagen wird überraschend schon im August wiedereröffnen. Damit kehrt eines der bekanntesten Restaurants der Welt früher zurück als ursprünglich angekündigt – allerdings mit neuer Führung und einem grundlegend überarbeiteten Konzept.
Warum ist die Wiedereröffnung überraschend? "Noma" hatte Anfang 2023 angekündigt, den klassischen Restaurantbetrieb einzustellen und sich künftig stärker auf Forschung, Produktentwicklung und internationale Pop-up-Projekte zu konzentrieren. Anfang 2026 schloss das Restaurant in Kopenhagen, eine Rückkehr war ursprünglich erst für Ende 2027 erwartet worden.
Was ist "Noma" überhaupt? Das von Starkoch René Redzepi gegründete Restaurant gilt als Pionier der sogenannten "New Nordic Cuisine". Es wurde mehrfach zum besten Restaurant der Welt gewählt und hat die internationale Spitzengastronomie über zwei Jahrzehnte maßgeblich geprägt.
Warum kehrt "Noma" nun doch früher zurück? Die neue Führung erklärte, sie habe erkannt, dass der Restaurantbetrieb das kreative Herzstück des Unternehmens bleibe. Ohne ein echtes Restaurant hätten auch Forschungsprojekte, Pop-ups und die Produktmarke Noma Projects weniger Bedeutung.
Heißt im Klartext? Man könnte diese Botschaft so verstehen, dass die genannten Projekte nicht so viel Geld eingespielt haben wie erhofft und man deshalb den Ursprung der Marke – eben das Restaurant – wieder mehr stärken will.
Was ändert sich? "Noma" verabschiedet sich von seinem bisherigen Modell mit drei großen Saisons pro Jahr. Künftig soll es zwölf "Mikro-Jahreszeiten" geben – praktisch für jeden Monat ein neues kulinarisches Konzept. Die Menüs sollen sich deutlich häufiger ändern und noch stärker an kurzfristig verfügbare Zutaten angepasst werden.
Welche Rolle spielt René Redzepi beim neuen "Noma"? Der Gründer bleibt Eigentümer und kreativer Kopf des Unternehmens, zieht sich aber aus dem Tagesgeschäft zurück. Die operative Leitung übernehmen künftig CEO Annika de Las Heras, Forschungschefin Mette Brink Søberg und Küchenchef Pablo Soto.
Warum steht das "Noma" derzeit besonders im Fokus? Die Wiedereröffnung erfolgt wenige Monate nach schweren Vorwürfen gegen Redzepi. Ehemalige Mitarbeiter hatten ihm körperliche, verbale und emotionale Übergriffe vorgeworfen. Redzepi räumte Fehler ein, entschuldigte und zog sich anschließend aus der täglichen Führung des Restaurants zurück.
Wann öffnet das "Noma" wieder? Die ersten Gäste sollen ab dem 5. August wieder in Kopenhagen essen können. Reservierungen für den Zeitraum bis Ende Oktober werden ab dem 24. Juni freigeschaltet.
Worum geht es? Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, muss vorerst weiter in Untersuchungshaft bleiben. Ein Berufungsgericht hob eine frühere Entscheidung auf, die ihm wegen des kritischen Gesundheitszustands seiner Mutter eine vorübergehende Freilassung ermöglicht hätte.
Warum sollte Høiby ursprünglich freikommen? Ein Gericht hatte entschieden, dass der 29-Jährige bis zur Urteilsverkündung aus humanitären Gründen entlassen werden könne. Ausschlaggebend war die schwere Erkrankung seiner Mutter Mette-Marit, die an einer unheilbaren Lungenfibrose leidet und inzwischen auf eine Lungentransplantation wartet.
Warum bleibt er nun doch in Haft? Die Staatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein – mit Erfolg. Das Berufungsgericht kam zu dem Schluss, dass weiterhin eine erhebliche Gefahr bestehe, dass Høiby erneut Straftaten begeht. Deshalb müsse das öffentliche Interesse an seiner Inhaftierung höher gewichtet werden als die familiären Umstände.
Weshalb sitzt Høiby überhaupt in Untersuchungshaft? Dem 29-Jährigen werden rund 40 Anklagepunkte vorgeworfen, darunter mehrere Vergewaltigungsvorwürfe, Gewalt in Beziehungen, Drogendelikte und Verstöße gegen Kontaktverbote. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten, die Urteilsverkündung ist für kommenden Montag, den 15. Juni, geplant.
Und so lange bleibt er weiter in Oslo in U-Haft? Nein, am Mittwoch wurde bekannt, dass Marius in ein anderes Gefängnis verlegt wurde. Und zwar in die Hochsicherheits-Haftanstalt Ila, in der u. a. der Attentäter von Utøya, Andres Breivik, jahrelang einsaß. Der Rechtsextreme hatte im Jahr 201 insgesamt 77 meist junge Menschen kaltblütig erschossen.
Weshalb musste Marius in eine andere Anstalt?
Weil das Gefängnis in Oslo, in dem er seit Anfang Februar einsaß, ab dem 15. Juni abgerissen werden soll. Deshalb der Ortswechsel.
Wie wird es nach dem Urteilsspruch mit Marius Borg Høiby weitergehen? Das wird vor allem vom Strafmaß abhängen, das am 15. Juni gegen ihn verhängt wird. Sobald geklärt ist, ob und für wie lange der 29-Jährige weiter in Haft bleiben muss, wird sich auch entscheiden, wo er diese Haftstrafe zu verbüßen hat.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump wird überraschend nicht beim ersten WM-Spiel der US-Nationalmannschaft auf heimischem Boden anwesend sein, berichtet die Bild-Zeitung. Das Eröffnungsspiel der USA am Freitag gegen Paraguay in Los Angeles findet ohne den Präsidenten statt – obwohl die Vereinigten Staaten zu den Gastgebern der Fußball-Weltmeisterschaft gehören.
Warum sorgt das für Befremden? Trump hatte die Fußball-WM 2026 und die Olympischen Spiele 2028 wiederholt als Prestigeprojekte seiner Präsidentschaft bezeichnet. Umso überraschender ist seine Abwesenheit gleich beim ersten Auftritt der US-Auswahl.
Wer vertritt die Regierung stattdessen? Anstelle des Präsidenten soll Außenminister Marco Rubio die offizielle US-Delegation anführen. Das US-Außenministerium bestätigte bereits seine Teilnahme am Spiel.
Wer vertritt den Gegner Paraguay in Los Angeles? Präsident Santiago Peña hat seine Teilnahme bereits angekündigt. Er will mehrere Tage in Los Angeles verbringen und dabei auch das Spiel seiner Nationalmannschaft besuchen.
Warum bleibt Trump fern? Offiziell wurde kein Grund genannt. Die Entscheidung fällt jedoch in einer Phase, in der die US-Regierung mit verschiedenen diplomatischen und organisatorischen Problemen rund um das Turnier beschäftigt ist. Dazu gehören Berichten zufolge auch Visa- und Einreisefragen für Teilnehmer und Delegationen.
Könnte es einen weiteren Grund geben? Zuletzt war Trump bei einem Basketball-Spiel der New York Knicks im Madison Square Garden vom Publikum lautstark ausgebuht worden. Denkbar, dass er durch die Absage ähnliche Szenen in L. A. vermeiden möchte.
Hat Trump grundsätzlich ein Interesse an der WM? Ja, Trump pflegt ein enges Verhältnis zu FIFA-Präsident Gianni Infantino und hatte in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, große Fußballturniere in den USA unterstützen zu wollen. Bei der Klub-WM und anderen FIFA-Veranstaltungen trat er wiederholt öffentlich in Erscheinung.
Warum ist die WM für die USA wichtig? Die Weltmeisterschaft gilt als eines der größten Sportereignisse der Geschichte des Landes. Erstmals werden die USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko Gastgeber eines Turniers mit 48 Mannschaften sein. Washington sieht die WM auch als Gelegenheit, die internationale Bedeutung des Landes zu unterstreichen.
Welche Bedeutung hat Trumps Absage? Politisch dürfte sie unterschiedlich interpretiert werden. Für Kritiker ist sie ein überraschendes Fernbleiben bei einem symbolträchtigen Heimspiel. Fest steht: Beim ersten WM-Auftritt der US-Nationalmannschaft im eigenen Land wird der prominenteste Zuschauer nicht auf der Tribüne sitzen.
Worum geht es? Deutschland droht im Zusammenhang mit einem Corona-Maskengeschäften von Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn eine Millionen-Belastung. Vor dem Landgericht Bonn streitet die Hamburger Firma Pure Fashion Agency laut dem Spiegel mit dem Staat um einen angeblichen Maskenvertrag aus dem Frühjahr 2020.
Was fordert die Firma? Pure Fashion verlangt 287 Millionen Euro plus Zinsen. Durch die aufgelaufenen Zinsen summiert sich die Forderung inzwischen auf rund 464 Millionen Euro. Man hätte einen verbindlichen Kaufvertrag mit dem Bundesgesundheitsministerium gehabt, so das Unternehmen.
Gibt es dafür Beweise? Im Mittelpunkt stehen Telefonate und E-Mails zwischen dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn und dem Firmenchef. Besonders eine Nachricht Spahns sorgt für Diskussionen. Darin schrieb er unter anderem, er wolle die Lieferung "rechtlich verbindlich" sichern.
Warum ist der Fall so brisant? Weil es nicht um gelieferte oder mangelhafte Masken geht, sondern um die grundsätzliche Frage, ob überhaupt ein Vertrag zustande kam. Das Gericht muss klären, ob die Kommunikation zwischen Ministerium und Unternehmen rechtlich als Kaufvertrag zu werten ist. Der Vorsitzende Richter bezeichnete den Fall als so komplex, dass er "ein Fall für die Lehrbücher" sei.
Warum erhielt das Unternehmen den Auftrag letztlich nicht? Das Gesundheitsministerium erklärte damals, das Unternehmen verfüge nicht über ausreichende Bonität. Die Kläger halten diese Begründung für vorgeschoben und verweisen darauf, dass das Ministerium später dennoch Geschäfte mit der Firma machte.
Welche politischen Vorwürfe stehen im Raum? Die Klägerseite vermutet, dass andere Anbieter bevorzugt wurden. Besonders kritisch wird ein Auftrag an eine Schweizer Firma gesehen, deren Angebot teurer war, die aber über Polit-Kontakte verfügt haben soll.
Ist das ein Einzelfall? Nein. Die Corona-Maskenbeschaffung beschäftigt die Gerichte seit Jahren. Zahlreiche Lieferanten haben gegen den Bund geklagt, weil Aufträge storniert, Lieferungen nicht abgenommen oder Masken später beanstandet wurden. In vielen Verfahren erhielten die Unternehmen bereits Recht. Dem Bund drohen dadurch hohe Nachzahlungen, möglicherweise in Milliardenhöhe.
Wie geht es nun weiter? Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Sollte Pure Fashion gewinnen, könnte alleine dieser Fall die deutschen Steuerzahler fast eine halbe Milliarde Euro kosten – und weitere Kläger in ähnlichen Verfahren ermutigen.
Worum geht es? Porsche hat einer vollelektrischen Version seines legendären Modells 911 eine klare Absage erteilt. Nach Angaben von Konzernchef Michael Leiters soll der Sportwagen auch in Zukunft nicht als reines Elektroauto auf den Markt kommen.
Was hat Porsche angekündigt? Der Porsche-Chef erklärte bei einer Veranstaltung der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport", dass es "keinen elektrischen 911" geben werde. Der technologische Fortschritt des Modells solle stattdessen über Verbrenner- und Hybridtechnik erreicht werden.
Warum ist das bemerkenswert? Der 911 gilt als das Herzstück der Marke Porsche und als einer der bekanntesten Sportwagen der Welt. Über Jahre wurde spekuliert, ob das Modell langfristig ebenfalls vollständig elektrifiziert werden könnte. Die aktuelle Aussage beendet diese Debatte zumindest vorerst.
Verabschiedet sich Porsche damit vom Elektro-Porsche? Nein, das Unternehmen betont, weiterhin auf Elektromobilität zu setzen, wo Kunden dies wünschen. Modelle wie der Taycan sowie elektrische Varianten von Macan und Cayenne bleiben zentrale Bestandteile der Strategie. Die Ausnahme soll lediglich der 911 bleiben.
Warum macht Porsche beim 911 eine Ausnahme? Nach Ansicht des Unternehmens ist der 911 ein ikonisches Fahrzeug, dessen Charakter eng mit dem klassischen Antriebskonzept verbunden ist. Porsche argumentiert, dass Leistung, Fahrgefühl und Identität des Modells besser mit Verbrenner- und Hybridtechnik bewahrt werden können.
Warum fällt die Entscheidung gerade jetzt? Porsche hat seine Elektrostrategie zuletzt angepasst. Die Nachfrage nach E-Autos entwickelte sich langsamer als erwartet, weshalb der Hersteller wieder stärker auf Verbrenner und Hybride setzt.
Was macht die Konkurrenz? Ferrari präsentierte erst vor wenigen Wochen seinen ersten rein elektrischen Supersportwagen, Jaguar will im Herbst nachziehen. Auch insofern ist das Porsche-Bekenntnis zum Verbrenner-911 beachtlich.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat mit einer ungewöhnlichen Aussage für Irritationen gesorgt: Angesichts der höchsten Inflation seit drei Jahren erklärte er, er "liebe die Inflation". Die Äußerung fiel, nachdem neue Daten einen deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise in den USA gezeigt hatten.
Was genau hat Trump gesagt? Auf Fragen von Journalisten zu den neuesten Inflationszahlen antwortete Trump im Weißen Haus: "Ich liebe sie. Die Zahlen waren großartig. Wissen Sie, was ich wirklich liebe? Ich liebe die Inflation." Die Bemerkung sorgte umgehend für Kritik und Verwunderung, da steigende Preise die Kaufkraft der Verbraucher belasten.
Wie hoch ist die US-Inflation derzeit? Nach Angaben der US-Statistikbehörde stiegen die Verbraucherpreise im Mai um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der höchste Wert seit April 2023. Im April hatte die Inflationsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen.
Warum steigen die Preise? Als Hauptgrund gelten die gestiegenen Energiekosten infolge des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran. Besonders stark verteuerten sich Benzin, Gas und Strom. Auch Flugtickets, medizinische Dienstleistungen und Freizeitangebote wurden teurer.
Welche Rolle spielt der Iran-Konflikt? Nach den US-Angriffen auf iranische Ziele hat Teheran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus weitgehend blockiert. Durch die Meerenge wird normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels abgewickelt. Die Unsicherheit auf den Energiemärkten ließ die Ölpreise deutlich steigen.
Wie reagiert Trump auf diese Entwicklung? Der Präsident spielt die Sorgen herunter. Er argumentiert, die Preissteigerungen seien nur vorübergehend und würden nach einem Ende des Konflikts rasch zurückgehen. Trump versprach, die Inflation werde dann "wie ein Stein fallen". Auch die Benzinpreise würden seiner Ansicht nach bald wieder auf frühere Niveaus sinken.
Warum stößt seine Aussage auf Kritik? Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Lebenshaltungskosten zu senken und die Inflation zu bekämpfen. Kritiker werfen ihm nun vor, die wirtschaftlichen Belastungen vieler Haushalte zu verharmlosen.
Welche Folgen könnte die Inflation haben? Steigende Preise erhöhen den Druck auf die US-Notenbank Fed. Um die Inflation einzudämmen, könnte sie die Zinsen anheben oder länger hochhalten. Das würde Kredite verteuern und die Wirtschaft bremsen.
Warum ist das politisch bedeutsam? Die Inflation gilt traditionell als eines der wichtigsten Themen für US-Wähler. Die neuen Zahlen kommen nur wenige Monate vor den Kongresswahlen und könnten Trumps Republikanern schaden.
Wie bewerten Experten die Lage? Ökonomen gehen davon aus, dass die Teuerung vorerst erhöht bleiben könnte. Selbst wenn sich die Lage im Nahen Osten rasch beruhigt, könnte es Jahre dauern, bis sich die Handels- und Lieferketten in der Region vollständig normalisieren. Damit droht die Inflation zu einem zentralen Problem für Trumps zweite Amtszeit zu werden.