Worum geht es? Seit April 2024 steht in Pesaro, Italien, eine lebensgroße Statue von Luciano Pavarotti. Nun wurde ringsum eine Eisbahn gebaut und einige finden das wenig originell, vor allem die Witwe des Star-Tenors.
Wer war Pavarotti? Einer der berühmtesten Operntenöre der Welt. International bekannt wurde er auch als Mitglied der "Drei Tenöre" (mit Plácido Domingo und José Carreras) und durch große Stadionkonzerte. Er starb am 6. September 2007 im Alter von 71 Jahren.
Was ist nun mit der Statue? Der Bildhauer Albano Poli schuf einen (mit Sockel) 192 Zentimeter großen Pavarotti aus Bronze. Der Tenor besaß in Pesaro eine Villa.
Aber? Nun baute die Stadt eine Weihnachts-Eislaufbahn rund um die Statue, sodass Pavarotti bis zu den Knien im Eis stand. Der Bürgermeister ermutigte Besucher scherzhaft, den Sänger beim Vorbeifahren "abzuklatschen".
Wie war die Reaktion? Es gab heftige Kritik, besonders von Pavarottis Witwe, Nicoletta Mantovani, die die Aktion als respektlos und lächerlich bezeichnete. Daraufhin entschuldigte sich der Bürgermeister öffentlich und gab zu, dass die Idee ein Fehler war.
Gibt es Konsequenzen? Bis das Eis abgetaut ist, nicht. Ein Abbau wäre zu teuer und für den Erhalt der Statue riskant.
Worum geht es? Ex-Briten-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor muss auf Geheiß seines Bruders, König Charles III., seinen Wohnsitz in der Royal Lodge im Schlosspark von Windsor aufgeben. Anders als vertraglich festgehalten, wird er dafür aber keine Entschädigung erhalten, teilte die Immobilienverwaltung der britischen Krone jetzt dem Parlament mit.
Welche Entschädigung wäre ihm zugestanden? Andrew hatte das Anwesen, in dem bis zu ihrem Tod 2002 Queen Mum, die Mutter von Königin Elizabeth wohnte, für 75 Jahre gemietet und dafür einmal pauschal 8,5 Millionen Pfund (ca. 9,7 Mio. Euro) bezahlt. Da er jetzt früher ausziehen muss, wären ihm eigentlich 488.000 Pfund (555.000 Euro) als Entschädigung zugestanden.
Aber? Das Anwesen sei stark baufällig, der Ex-Prinz habe nicht genügend auf dessen Erhaltung geachtet – deshalb werde das Geld "aller Wahrscheinlichkeit nach" für Renovierungsarbeiten einbehalten, so die Immobilienverwaltung Crown Estate.
Weshalb muss Andrew überhaupt raus? Nachdem immer neue Verwicklungen des Royals in den Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bekannt werden, hat der König seinem Bruder einerseits alle Titel entzogen und ihm gleichzeitig die Koffer vor die Türe gestellt.
Wo soll Andrew jetzt hin? Er fällt weich – der König stellt ihm ein Anwesen auf seinem Privat-Landsitz Sandringham zur Verfügung. Kostenlos. Und eine Appanage aus der Privatschatulle des Monarchen gibt es oben drauf.
Wann wird Andrew umziehen? Laut Vertrag muss er die Royal Lodge zum 30. Oktober 2026 zurückgeben, aber dem Königshaus ist sehr daran gelegen, den Umzug rascher über die Bühne zu bringen. Ursprünglich war deshalb geplant, dass Andrew bereits zum Jahreswechsel Windsor verlässt.
Und? Das wird sich nach neuesten britischen Medienberichten eher schlecht ausgehen. Zu viel Besitz muss eingepackt und abtransportiert werden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass Andrew frühestens im Februar 2026 in Sandringham einzieht.
Worum geht es? Fast ein Jahr war an dem Deal gearbeitet worden, jetzt ist alles in trockenen Tüchern: Das Mailänder Modehaus ist ab sofort alleiniger Besitzer des ehemaligen Mitbewerbers Versace. Für die Anteile an dem Design-Label machte Prada 1,25 Milliarden Euro locker.
Weshalb wurde Versace überhaupt verkauft? Nach dem Tod des Gründers Gianni Versace 1997 führte seine Schwester Donatella das Unternehmen, zog sich aber nun zu ihrem 70. Geburtstag zurück. Die Mehrheit an Versace lag bereits länger bei der US-Holding Capri, zu der auch die Marken Michael Kors und Jimmy Choo gehören.
Und warum hat Prada gekauft? Man verspricht sich offenbar Synergien und eine Stärkung im internationalen Konkurrenzkampf.
Heißt? Versaces bunte Mode ergänzt das eher zurückhaltend-elegante Portfolio von Prada, ohne diesem Konkurrenz zu machen. Zudem steht man jetzt gestärkt in einem Markt, der aktuell vor allem von den französischen Häusern LVMH (u.a. Vuitton, Dior, Fendi, Kenzo, Loewe oder Marc Jacobs) und Kering (u.a. Gucci, Saint Laurent, Balenciaga, Bottega Veneta, Brioni) dominiert wird.
Und was wird aus Armani? Das ist bislang ungeklärt. Nach dem Tod von Gründer Giorgio Armani im September mit 91 laufen derzeit Gespräche, wie es mit dem milliardenschweren Modeunternehmen weitergehen könnte.
Was war Armanis Letzter Wille diesbezüglich? Dass der Konzern Schritt für Schritt verkauft wird. Die Erben müssen innerhalb von 18 Monaten einen 15-prozentigen Anteil an dem Unternehmen abstoßen, drei bis fünf Jahre später weitere 30 bis 54,9 Prozent, so Reuters. Alternativ kann es aber auch einen Börsengang geben.
Worum geht es? Die ehemalige Außenbeauftrage der Europäischen Union, die italienische Sozialdemokratin Federica Mogherini, ist am Dienstag in Brügge festgenommen worden. Sie steht im Verdacht, EU-Gelder missbräuchlich verwendet zu haben.
Während ihrer EU-Zeit? Nein, es geht um die Finanzierung eines Ausbildungsprogramms für Diplomaten durch die belgische Elite-Universität College of Europe in Brügge in den Jahren 2021 und 2022. Mogherini steht der Universität seit 2020 als Rektorin vor.
Was ist der konkrete Vorwurf? Laut Staatsanwaltschaft gebe es "starke Verdachtsmomente" für Betrug bei der Ausschreibung des neunmonatigen Ausbildungsprogramms für Nachwuchsdiplomaten. Die Ausschreibung war vom Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) an das College of Europe vergeben worden.
Und weiter? Mogherini war von 2014 bis 2019 Chefin des EAD und wechselte danach direkt in den Chefsessel des College. Die Justiz vermutet, dass es im Vorfeld der Auftragsvergabe Mauscheleien gegeben haben könnte.
Wurde nur Mogherini festgenommen? Nein, auch der hochrangige EU-Diplomat Stefano Sannino wurden abgeführt.
Was sagen die beiden dazu? Weder Mogherini noch Sannino haben bisher zu den Vorwürfen Stellung genommen.
Worum geht es? Um einen schweren Vorwurf gegen US-"Kriegsminister" Pete Hegseth (die Umbenennung von Verteidigung auf Krieg erfolgte auf Trumps Wunsch). Er soll gezielt zwei unbewaffnete Schiffbrüchige vom US-Militär töten haben lassen, berichtet die Washington Post.
Was ist der Hintergrund? Bereits seit Sommer gehen die USA mit militärischer Gewalt gegen angebliche Drogenschmuggler in der Karibik sowie im Pazifik vor. Am 2. September soll ein Boot vor der Küste von Trinidad beschossen und versenkt worden sein, zwei Mann der Besatzung hätten aber überlebt und sich im Wasser an Wrackteile geklammert.
Und weiter? Hegseth persönlich habe den Befehl gegeben, alle Menschen auf dem Boot zu töten, schreibt die Zeitung ("to kill everybody"). Die beiden Schiffbrüchigen seien daraufhin durch einen Luftschlag getötet worden.
Ist so etwas, vom rechtlichen Standpunkt aus, erlaubt? Darüber ist in den USA jetzt ein Streit ausgebrochen. Bereits der Beschuss der angeblichen Schmugglerboote bereitet manchen Abgeordneten Sorge, die Tötung von unbewaffneten schiffbrüchigen Zivilisten (es war kein Militärboot) wäre aber noch einmal ein ganz anderes Kaliber.
Wie argumentiert der Minister? Er bestreitet die Vorwürfe der Zeitung und ist drüber hinaus der Meinung, dass "unsere gegenwärtigen Operationen in der Karibik rechtens" seien, "sowohl unter US-Recht als auch unter internationalem Recht", so Hegseth auf Social Media. Es handle sich um einen "Krieg gegen die Drogen", so das US-Militär.
Was sagt Präsident Trump? Er erklärte, dass er Hegseth "zu einhundert Prozent" glaube, wenn der sagt, dass er die Tötung der Menschen nicht befohlen habe. Doch bereits im nächsten Satz ging er auf Abstand zu seinem Minister. Er, Trump, hätte es nicht gewollt, dass zwei mutmaßliche Überlebende getötet werden.
Wie viele dieser Angriffe führten die USA bisher bereits aus? Mindestens 21, wobei mutmaßlich 83 Menschen getötet wurden.
Worum geht es? Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat in New York das Arbeitsrecht missachtet und muss nun 15.000 Mitarbeitern eine Entschädigung zahlen. Insgesamt wird das Unternehmen 35 Millionen Dollar (ca. 30 Mio. Euro) ausschütten.
Was hat Starbucks angestellt? Das Unternehmen hat, nach Ansicht der Stadtverwaltung, seinen Mitarbeitern über Jahre feste Arbeitszeiten verweigert und diesen die Arbeitszeiten teilweise routinemäßig um mehr als 15 Prozent reduziert. Dadurch sei es den Mitarbeitern nicht möglich gewesen, ihr jeweiliges Wocheneinkommen im Voraus zu berechnen.
Wie wurde man auf das Problem aufmerksam? Es beschwerten sich immer mehr Arbeitnehmer bei der Stadt, worauf diese 2022 eine Untersuchung für alle etwa 200 Filialen in der Neun-Millionen-Stadt einleitete.
Was sagt Starbucks zu der Verurteilung? Das in Seattle beheimatete Unternehmen kündigte an, die Strafe zu bezahlen sowie weitere 3,4 Mio. Dollar an Zivilstrafen zu bezahlen. Gleichzeitig merkte Starbucks allerdings auch an, dass die diesbezügliche Gesetzgebung in New York City extrem komplex sei und allen Einzelhändlern in der Stadt das Leben schwer mache.
Wie viel erhält jetzt jeder Mitarbeiter? Starbucks bezahlt jedem Mitarbeiter, der auf Stundenbasis beschäftigt war oder ist, für den Zeitraum Juli 2021 bis Juli 2024 pro Arbeitswoche 50 Dollar. Maximal erhält ein Mitarbeiter also 7.850 Dollar nachgezahlt.
Worum geht es? First Lady Melania Trump stellte Reportern die heurige Weihnachts-Deko des Weißen Hauses vor. Auffällig ist vor allem ein Stück darunter.
Nämlich? Im "Green Room" des White House hängen zwei Portraits – eines von George Washington und eines von Trump – beide aus Lego‑Steinen gebaut, jeweils mit mehr als 6.000 Teilen.
Kann man das kaufen? Nein, das Lego‑Porträt ist keine offiziell von Lego vertriebene Produktlinie. Das Stück wird speziell als Dekoration im Weißen Haus verwendet — ist also nicht im Handel erhältlich.
Was fällt sonst auf? Die Dekoration des Weißen Hauses ist eher schlicht, ja sogar zurückhaltend ausgefallen – zumindest für die Verhältnisse des Weißen Hauses, zeigt sich die Washington Post überrascht. Und es ist kein Hinweis auf religiöse Traditionen zu sehen.
Was ist das Motto? "Zuhause ist, wo das Herz ist."
Was ist stilprägend? Die 75 "charakteristischen Kränze von Frau Trump", wie das Büro der First Lady sie nennt. Sie sehen aus wie traditionelle Kränze, die mit großen roten Schleifen verziert sind.
Was ist mit Bäumen? Es gibt davon rund 50. Am eindrucksvollsten ist vielleicht der Baum im Roten Raum, in dem über 10.000 leuchtend blaue Schmetterlinge umherflattern.
Was ist mit dem "offiziellen Baum"? Die etwa 5,5 Meter hohe Colorado-Tanne aus Michigan im Blauen Zimmer ist den Familien gefallener Soldaten gewidmet. Die Hauptkugeln leuchten weiß und zeigen die jeweiligen Vögel und Blumen der einzelnen Bundesstaaten und Territorien.
Was ist das Spezielle an ihnen? Sie wurden im 3D-Druckverfahren mithilfe künstlicher Intelligenz hergestellt, wie das Büro der First Lady mitteilte.
Worum geht es? Groß, größer, Trump-Style. Der US-Präsident treibt seine Idee von einem riesigen neuen Ballsaal für das Weiße Haus unerbittlich voran. Wie die New York Times nun berichtet, setzt Donald Trump nicht nur beauftragte Baufirmen wegen der geplanten Kosten unter Druck, sondern ignoriert auch übliche Genehmigungsverfahren und allgemein gültige Bauvorschriften.
Wie groß ist groß? War ursprünglich noch von einem Ballsaal für "nur" 500 Gäste die Rede, so steigen seine Wünsche diesbezüglich offenbar wöchentlich. Zuerst auf 650 Gäste, dann auf 999 Gäste, mittlerweile stünde man in Washington bei Plänen für einen Saal, der 1.350 Gäste fassen kann. Zum Vergleich: der bislang größte Saal im Weißen Haus fasst gerade einmal 200 Personen.
Geht das überhaupt? Platzmäßig auf jeden Fall, immerhin ließ der Präsident für seine hochfliegenden Pläne erst vor wenigen Wochen den gesamten Ostflügel des Weißen Hauses schleifen. Allerdings hat sich der mit der Planung des Ballsaals beauftragte Architekt mittlerweile aus dem Projekt zurück gezogen, stünde aber dem Präsidenten weiterhin "als Berater" zur Verfügung.
Wo steht die Planung derzeit? Es gibt zwar noch keine final abgesegneten Pläne, Trump unternimmt aber derzeit alles, damit der Saal bis spätestens 2029 – also vor Ende seiner Amtszeit – fertig wird.
Was heißt das? Laut dem Zeitungsbericht hätte Trump den involvierten Baufirmen signalisiert, dass sich diese nicht um Genehmigungs- oder Bauvorschriften kümmern müssten, da das Projekt auf dem Gelände des Weißen Hauses stattfinde. Die Finanzierung durch Spender (alle großen Tech-Firmen und weitere US-Konzerne) statt aus dem Budget schließt zudem den Kongress als Aufsichtsorgan aus.
Was kostet der Bau? Die aktuelle Prognose liegt mittlerweile bei 300 Mio. Dollar, wobei der Präsident alle beteiligten Unternehmen selbst auswählt und auch die Honorare selbst verhandelt. So habe er etwa, nach eigener Aussage, auf die mit den Aushubarbeiten beauftragte Firma Druck ausgeübt, um ihren Kostenvoranschlag von 3,2 Millionen auf 2 Millionen Dollar zu drücken.
Und sonst gibt es keine Hürden? Kleinere, aber Trump unternimmt offenbar alles, um diese bereits vorab wegzuräumen. So hat er etwa seinen ehemaligen Anwalt zum Vorsitzenden der nationalen Planungskommission ernannt, die die Projektpläne prüfen soll. Und er hat den Vorstand der Kommission für Bildende Künste entlassen, einer unabhängigen Bundesbehörde, die vom Kongress eingerichtet wurde, um den Präsidenten in Fragen der Stadtplanung und der Denkmalpflege zu beraten.