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nach 25 Jahren (!) fixiert

Geniestreich oder Teufelszeug? Wieso Mercosur viele so wütend macht

Zwischen der EU und Südamerika entsteht die größte Freihandelszone der Welt. Die Wirtschaft jubelt, Bauern und Klimaschützer steigen auf die Barrikaden. Was in dem 800 Seiten dicken Vertrag steht, wie Österreich abstimmte (und warum das egal war).

Französische Bauern machen ihrem Ärger über das Mercosur-Abkommen im Herzen von Paris Luft
Französische Bauern machen ihrem Ärger über das Mercosur-Abkommen im Herzen von Paris LuftREUTERS/Gonzalo Fuentes
Martin Kubesch
Akt. 09.01.2026 23:44 Uhr

25 Jahre wurde verhandelt, ein weiteres Jahr lang durften sich die beteiligten Länder mit dem fertigen Vertragstext auseinandersetzen. Trotzdem wurde bis zur letzten Minute gefeilt und gefeilscht, um das Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten am Freitag durch die EU-Abstimmung und damit endlich auf den Weg zu bringen.

Schon am kommenden Montag soll EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Pakt in Paraguay unterzeichnen, danach soll es dann aber wirklich flott gehen mit der Umsetzung der "größten Freihandelszone der Welt".

Befürworter sehen darin einen rasch zündenden Absatz-Turbo für die lahmende europäische Industrie, während Kritiker – vor allem Bauernverbände und Umweltschutzorganisationen – nach wie vor dagegen Sturm laufen. In vielen europäischen Ländern kam es zuletzt zu teils massiven Protesten von Bauern gegen das Abkommen, es wurden Innenstädte (Paris), Autobahnen und Verkehrsknotenpunkte mit tausenden Traktoren lahmgelegt. Die Bauern befürchten einen ungleichen Wettbewerb und Einkommenseinbußen

Worum es beim Mercosur-Abkommen im Kern geht, worüber man ein Viertel Jahrhundert lang verhandeln kann, ohne zu einem Abschluss zu kommen, wie die Chancen stehen, dass die Sache auf den letzten Metern noch scheitert und wie US-Präsident Donald Trump den Deal torpedieren könnte – das muss man über Mercosur und die möglichen Auswirkungen des Abkommens wissen:

Zucker, Rindfleisch und Soja gehören zu den wichtigsten Exportgütern der Mercosur-Staaten nach Europa
Zucker, Rindfleisch und Soja gehören zu den wichtigsten Exportgütern der Mercosur-Staaten nach Europa
APA-Images / AFP / AIZAR RALDES

Was ist das Mercosur-Abkommen?
Im Grunde nicht mehr als ein Handelsabkommen zwischen den 27 EU-Staaten und fünf südamerikanischen Ländern, die sich zu einer Wirtschaftsorganisation namens Mercosur zusammengeschlossen haben.

Wofür steht Mercosur?
Der Name ist die Abkürzung für den spanischen Begriff "Mercado Común del Sur", also "Gemeinsamer Markt des Südens".

Welche Länder sind Mitglieder von Mercosur?
Vertragspartner der EU sind Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Bolivien gehört zwar ebenfalls zum Mercosur-Verband, kann dem Abkommen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt beitreten. Und Venezuela ist zwar ebenfalls ein Mercosur-Staat, wurde aber 2016 wegen "Nichteinhaltung demokratischer Grundprinzipien" suspendiert und ist das bis heute.

Was ist der Zweck des Mercosur-Abkommens?
Zölle und weitere Handelshemmnisse abzubauen und den Warenaustausch zwischen den Staatenbünden anzukurbeln. Wenn das Abkommen in Kraft tritt, wird es mit mehr als 700 Millionen Menschen die größte Freihandelszone der Welt (nach Einwohnerzahl) sein.

Wie groß ist die Wirtschaftskraft der beiden Blöcke?
Die EU wird 2026 voraussichtlich ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa 22,5 Billionen Dollar (19,3 Bio. Euro) erwirtschaften (laut Internationalem Währungsfonds IWF), damit ist sie drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt hinter den USA und China. Die Mercosur-Staaten bringen es auf ein BIP von etwa 2,9 Billionen Dollar (2,49 Bio. Euro).

Wären EU und Mercosur gemeinsam die größte Wirtschaftsmacht der Welt?
Nein, die USA erwirtschafteten 2025 ein BIP von etwa 30 Billionen Dollar (ca. 25,8 Bio. Euro), China knapp 19,5 Billionen Dollar (16,7 Bio. Euro) – kaufkraftbereinigt sind das allerdings sogar 38 Billionen Dollar (32,7 Bio. Euro). Auch gemeinsam mit den Mercosur-Staaten bleibt die EU auf Platz 3 im BIP-Ranking.

Welchen Effekt wird das Mercosur-Abkommen auf die Wirtschaftsleistung der beiden Blöcke haben?
Laut einer Studie im Auftrag des Europaparlaments wird die Wirtschaftsleistung der EU durch das Abkommen um 0,1 Prozent zusätzlich wachsen (für 2026 wird ein Wachstum des EU-BIP von 1,4 Prozent erwartet – ohne Mercosur-Deal). Das BIP der südamerikanischen Länder wird demnach um 0,3 Prozent zusätzlich steigen.

Zahlt sich das für die EU überhaupt aus?
Den Europäern geht es vor allem darum, ihre Absatz-Chancen auf dem südamerikanischen Markt zu erhöhen. Dort steht man in erheblicher Konkurrenz mit Anbietern aus China, den USA und Mexiko. Ein Wegfall der Importzölle würde vielen europäischen Produkten einen Startvorteil bieten.

Unterschreibt am Montag in Paraguay das Mercosur-Abkommen für die EU: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
Unterschreibt am Montag in Paraguay das Mercosur-Abkommen für die EU: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
APA-Images / AFP / JOHANNA GERON

Welche Produkte exportiert die EU nach Südamerika?
Vor allem Maschinen und Maschinenteile (2024 um 11,7 Milliarden Euro laut Eurostat), Arzneien und pharmazeutische Produkte (um 6,8 Mrd. Euro) und Kraftfahrzeuge (um knapp 5 Mrd. Euro). Insgesamt exportierte die EU 2024 um 57 Milliarden Euro Waren und Dienstleistungen in die Mercosur-Staaten.

Was wird aus den Mercosur-Staaten in die EU importiert?
Erdöl (um ca. 12,1 Mrd. Euro), Futtermittel für Tiere (ca. 7,1 Mrd. Euro), Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze (5,2 Mrd. Euro), Metall-Erze (4,9 Mrd. Euro) sowie Ölsaaten (3,7 Mrd. Euro).

Wie hoch sind die Zölle, die EU-Länder für Exporte in Mercosur-Staaten derzeit aufschlagen müssen?
Für Autoteile, Wein und Spirituosen liegt die Zoll-Quote bei 35 Prozent, für Maschinen bei 20 Prozent und für Chemikalien bei 18 Prozent.

Und umgekehrt?
Sind vor allem Agrarprodukte wie Rindfleisch und Zucker mit hohen Importzöllen von bis zu 60 Prozent versehen, um die EU-Landwirtschaft zu schützen.

Was wird sich daran durch das Mercosur-Abkommen ändern?
Durch den Abbau der Zölle würden sich Europas Exporteure am Ende etwa vier Milliarden Euro pro Jahr ersparen. Nach Schätzungen der EU-Kommission könnte die Exportquote nach Südamerika dadurch um bis zu 40 Prozent wachsen, was bis zu 440.000 Arbeitsplätze in der EU sichern soll, vor allem in den Bereichen Autoindustrie, Maschinenbau und Pharma.

Wie rasch soll sich das ändern?
Im Abkommen sind teilweise sehr lange Übergangsfristen festgelegt. Ziel ist es, dass binnen zehn Jahren die Zölle auf 90 Prozent aller gehandelten Güter wegfallen sollen.

Weshalb dauert das so lange?
Um die jeweiligen Produzenten vor Ort zu schützen. Auf beiden Seiten besteht die – nicht unberechtigte – Sorge, dass heimische Hersteller unter die Räder kommen könnten, wenn die Exportschranken zu rasch fallen. Deshalb hat man sich in teils jahrelangen Verhandlungen auf eine langsame Schritt-für-Schritt-Strategie beim Abbau der Zölle verständigt.

Wie wird Österreich vom Mercosur-Deal profitieren?
Beim BIP ebenfalls nur wenig – auch hier wird ein sehr moderater Anstieg von etwa 0,1 Prozent prognostiziert, und das erst in einigen Jahren. Allerdings verbessern sich auch für heimische Hersteller die Absatz-Chancen durch den langfristigen Wegfall der Zölle.

Brandrodung im Amazons-Gebiet zugunsten neuer Weideflächen für Rinder: Der Klimaschutz spielt beim Mercosur-Deal nur eine Nebenrolle
Brandrodung im Amazons-Gebiet zugunsten neuer Weideflächen für Rinder: Der Klimaschutz spielt beim Mercosur-Deal nur eine Nebenrolle
APA-Images / Westend61 / Florian

Wie wichtig ist Südamerika als Export-Ziel für heimische Betriebe?
Es ist vor allem für KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Fahrzeugteile-Produktion sowie aus den Bereichen Chemie und Pharma ein wichtiger Exportmarkt. Laut einer Studie der Wirtschaftskammer werden sie diese Betriebe durch das Mercosur-Abkommen etwa 88 Millionen Euro an Zöllen ersparen.

Hat der Deal noch weitere positive Effekte?
Ja: Im wirtschaftlichen Bereich sorgt er für einheitlichere Regeln, breitere Lieferketten und langfristig für mehr Investitionen. Politisch würde es die EU, die zuletzt vor allem durch die Politik von US-Präsident Donald Trump schwer ins Hintertreffen geraten ist, stärken, die Bande nach Südamerika (wo man Trump ebenfalls als potenzielle Bedrohung wahrnimmt) fester knüpfen und die beiderseitige Abhängigkeit von China etwas reduzieren. Das würde allerdings alles nicht von heute auf morgen geschehen.

Was ist mit der Landwirtschaft?
Dort macht man sich – berechtigterweise – die größten Sorgen über das Mercosur-Abkommen. Es wird befürchtet, dass die Südamerikaner mit billig produziertem, qualitativ minderwertigem Rindfleisch und Geflügel aus riesigen Anlagen die heimischen Märkte überschwemmen und kleine heimische Bauern in den Ruin treiben.

Ist diese Gefahr real?
Durchaus, deshalb wurden auch gerade im Agrar-Bereich zahlreiche Schutzklauseln und Puffer eingebaut, um Europas Bauern so gut wie möglich zu schützen. So wurden die punkto Zoll begünstigten Import-Mengen für das als besonders sensibel angesehene Rindfleisch sehr niedrig angesetzt, mit regelmäßigen Marktbeobachtungen und einem kurzfristig möglichen Aussetzen der Zollvergünstigungen.

Gibt es weitere Unterstützungen?
Es wurde vereinbart, die Unterstützungszahlungen für die EU-Landwirtschaft aus Brüssel auch in den kommenden Jahren auf dem gleich hohen Niveau wie zuletzt zu belassen.

Macht man in Südamerika auch Abstriche bei der Landwirtschaft?
Ja, vor allem die sehr hohen Importzölle auf Wein (in Argentinien ein großes Thema) und Käse werden deutlich reduziert. Alles in allem werden die Agrar- und Lebensmittelexporte aus der EU in den Mercosur-Raum dank des Abkommens um 50 Prozent steigen, schätzt man in Brüssel.

Welche Bedenken haben Umweltschützer bezüglich des Abkommens?
Sie sehen vor allem den Amazonas-Regenwald noch größeren Gefahren als bisher ausgesetzt, wenn die Rindfleischexporte in die EU steigen. Denn um weitere Weide- und Anbauflächen für Futtermittel zu gewinnen, würden immer größere Teile des einzigartigen Naturraums brandgerodet und wären für immer verloren. Seit 1970 seien 90 Prozent aller zerstörten Regelwaldflächen für die Rinderzucht geopfert worden, so die drastische Warnung der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Finden sich die Themen Klima-, Umwelt- und Tierschutz überhaupt in dem Abkommen wieder?
Ja, allerdings wird diesen, nach einhelliger Einschätzung sowohl der EU, als auch mehrerer NGOs, eher nachrangige Bedeutung beigemessen. Für den Import in die EU müssen Agrarprodukte zwar die Lebensmittel-, Gesundheits- und Hygienestandards der EU erfüllen. Die EU-Auflagen punkto Umweltschutz und Tierwohl gelten für Produzenten in den Mercosur-Staaten allerdings nicht.

Bauernprotest vor der französischen Nationalversammlung: Paris blieb bei seinem Nein zum Abkommen
Bauernprotest vor der französischen Nationalversammlung: Paris blieb bei seinem Nein zum Abkommen
APA-Images / AFP / LUDOVIC MARIN

Werden Rinder eigentlich lebend von Südamerika in die EU exportiert?
Zum Glück nicht, sie werden in Südamerika geschlachtet, das Fleisch kommt gekühlt oder tiefgefroren nach Europa.

Mit wie viel Zustimmung wurde das Abkommen von der EU angenommen?
Es ging sich gerade noch aus. Bei der Abstimmung am Freitag erforderlich waren eine Zustimmung von 55 Prozent der EU-Mitgliedsstaaten (also mindestens 15 von 27) und 65 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Staaten ging sich locker aus (es gab nur fünf Ablehnungen und eine Stimmenthaltung, nämlich Belgien), bei der Bevölkerungszahl wurde es aber eng. Am Ende waren die Vertreter von 68 Prozent der EU-Bürger für das Mercosur-Abkommen und knapp 30 Prozent dagegen.

Was gab den Ausschlag?
Italien. Die bevölkerungsreichen Agrar-Nationen Frankreich, Polen und Italien waren zunächst für ein Nein zu Mercosur. Erst nachdem Brüssel Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zusicherte, dass die Unterstützungszahlungen für die Bauern auf dem gleichen Niveau wie bisher bleiben, schloss sich Italien den Befürwortern des Abkommens an – und ermöglichte das Ja zu Mercosur.

Und Deutschland?
Der größte EU-Staat ist einer der glühendsten Befürworter des Abkommens. Was zu einem Gutteil auch daran liegt, dass Deutschlands Wirtschaft mit Abstand den meisten Nutzen aus dem Abkommen ziehen wird. Die deutschen Exporteure werden an die drei Milliarden Euro an Zöllen einsparen, so die Schätzungen.

Wie hat Österreich abgestimmt?
Österreichs Vertreter bei der Abstimmung stimmte dagegen (genauso wie Frankreich, Polen, Irland und Ungarn). Er war gesetzlich an einen entsprechenden Parlamentsbeschluss aus dem Jahr 2019 gebunden.

Aber hat sich der Abkommens-Text seither nicht weiter entwickelt?
Doch, nach Ansicht der Regierung allerdings nicht so weit, dass eine neuerliche Abstimmung gerechtfertigt gewesen wäre. Vor allem in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz sei das Abkommen nicht grundlegend verschärft worden, so die offizielle Position.

Wie steht man dazu, dass das Abkommen jetzt trotzdem angenommen wurde?
Sehr österreichisch: "Als aufrechter Demokrat ist es für mich klar, dass sich Österreich an seine Position hält. Als Wirtschaftsminister bin ich froh, dass Mercosur kommt", erklärte Wolfgang Hattmannsdorfer am Freitag nach der Abstimmung in Brüssel. Denn Österreich benötige auch angesichts der neuen Weltlage – Stichwort Trump-Zölle – dringend neue Absatzmärkte und gleichzeitig besseren Zugang zu seltenen Rohstoffen, wie sie vor allem in Brasilien vorhanden seien.

Apropos Trump – könnte er das Abkommen noch torpedieren?
Theoretisch könnte er das natürlich. Etwa wenn er der Ansicht wäre, Südamerika sei als Absatzmarkt exklusiv für die USA da, und er deshalb die Mercosur-Staaten unter Druck setzen würde. Allerdings hat er das Thema bislang öffentlich nicht angesprochen. Und laut Medienberichten gab es auch weder in Südamerika, noch in Brüssel Anzeichen für diesbezüglichen Druck aus Washington.

Mercedes-Nutzfahrzeuge-Produktion in Brandenburg: Der Südamerika-Deal der EU soll auch den deutschen Auto-Absatz wieder auf die Überholspur bringen
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APA-Images / dpa / Patrick Pleul

Wie geht es nun weiter?
Nach der Unterzeichnung des Abkommens am Montag muss es noch vom EU-Parlament mit einfacher Mehrheit angenommen werden. Gegner des Deals sehen hier nochmals eine Chance, die ganze Sache zu Fall zu bringen, Insider im Wirtschaftsministerium winken aber ab: Die Mehrheit der Befürworter im EU-Parlament sei groß genug, um das Abkommen durchzubringen, so die einhellige Ansicht.

Und dann?
Müssen noch die nationalen Parlamente zustimmen – allerdings nur einem kleinen Teil des Abkommens, in dem bestimmte politische Themen in den nationalen Gesetzgebungen verankert werden müssen. Der wesentlich bedeutsamere Teil des Abkommens, in dem es um die Handelserleichterungen geht, wird von Brüssel direkt umgesetzt, denn Außenwirtschaft ist eine EU-Kernkompetenz.

Wann wird das Abkommen in Kraft treten?
Realistischerweise nicht vor 2027, da ja auch die Mercosur-Länder das Abkommen noch ratifizieren müssen. Es wäre aber möglich, dass die EU einzelne Teile des Abkommens bereits früher zur Anwendung bringt, um rascher positive Effekte zu ermöglichen.

Weshalb hat es eigentlich so lange gedauert, das Abkommen fertig zu verhandeln?
Einerseits deshalb, weil es auf beiden Seiten des Atlantiks immer wieder zu Regierungswechseln in einzelnen der insgesamt 31 involvierten Staaten gekommen ist – und dadurch zu immer neuen Wünschen und Empfindlichkeiten.

Wie kann man sich als Bürger selbst ein Bild von dem Abkommen machen?
Der gesamte Text steht in allen EU-Sprachen auf der Homepage der EU zur Ansicht. Wer sich darin vertiefen will, braucht allerdings viel Geduld: Der Hauptteil alleine ist etwa 350 Seiten stark, mitsamt Anhängen kommt die Vereinbarung auf knapp 800 Seiten.

Martin Kubesch
Akt. 09.01.2026 23:44 Uhr