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Skandal-buch über Royals

"Wenn es dir nichts ausmacht, nimm deinen Finger aus meinem Gesicht!"

Der britische Journalist Tom Bower hat ein umstrittenes Enthüllungsbuch über Prinz Harry, Meghan Markle und ihr Verhältnis zum Königshof geschrieben. Es ist gespickt mit Konflikten und Anekdoten. Und die Betroffenen reagieren ungewöhnlich wütend darauf.

Alles nur Show! Harry und Meghan bei den Invictus Games in Vancouver, Kanada
Alles nur Show! Harry und Meghan bei den Invictus Games in Vancouver, KanadaAPA-Images
Christian Nusser
Akt. 18.03.2026 00:29 Uhr

Noch ist "Betrayal: Power, Deceit and the Fight for the Future of the Royal Family" gar nicht auf dem Markt. Vielen Briten und allen anderen Interessierten an Schlüsselloch-Blicken auf Adelshäuser überall auf der Welt ist das Buch aber schon wohl vertraut. Das liegt daran, dass die britische Times vor ein paar Tagen die ersten Passagen aus dem Werk abdruckte.

Tatsächlich erscheint das 463 Seiten starke Œuvre erst am 26. März. Der Autor ist ein Wiederholungstäter. Tom Bower hat schon 2022 "Revenge" unter die Meute gebracht, auch damals ging es um Harry und Meghan und wie sie so durch das Leben tapsen.

Diesmal fiel die Reaktion heftig aus, ungewöhnlich heftig. Royals lassen sonst derartige Schriften an sich abperlen, um nicht unnötig Reklame zu machen. Jetzt nicht. In einer scharfen Replik nannte ein Sprecher das Buch eine "Verschwörungstheorie" und unterstellte seinem Verfasser eine "Fixiertheit" auf Thema und Personenkreis.

Das kann stimmen, liegt aber auch daran, dass Bower mit seiner "Fixierheit" recht erfolgreich ist. "Revenge" stand auf Platz 1 der "Sunday Times"‑Bestsellerliste, auf Platz 1 bei Amazon‑Buchcharts, sowohl physisch als auch digital, und war in den Buchhandlungen zeitweise ausverkauft.

Skeptisch gegenüber der "amerikanischen Schauspielerin": Prinz William und Prinzessin Catherine
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Der Sachverhalt dürfte sich wiederholen, denn die erste Resonanz auf das Dargebotene ist enorm. Was sie über "Verrat: Macht, Täuschung und der Kampf um die Zukunft der Königsfamilie" (so der Titel in schneidiger Übersetzung), wissen müssen:

Von wem ist hier überhaupt die Rede?
Von Prinz Harry, genauer von Henry Charles Albert David, Herzog von Sussex, Earl of Dumbarton und Baron Kilkeel, geboren am 15. September 1984. Der Sohn von Prinz Charles (heute König Charles III.) und Prinzessin Diana steht aktuell auf Platz fünf der britischen Thronfolge. Prinz war er von Geburt an, Herzog wurde er durch die Hochzeit.

Hochzeit mit wem?
Mit Rachel Meghan Markle, geboren am 4. August 1981 in Los Angeles, Kalifornien, afroamerikanischer Abstammung (was im Königshaus zum Thema wurde). Sie war Schauspielerin und wurde durch die Anwaltsserie "Suits" bekannt.

Hat sie auch einen Adelstitel?
Sie hat keinen eigenen royalen Titel, sondern wurde durch die Heirat Herzogin von Sussex.

Haben die beiden nicht die Titel verloren?
Nein, der Titel wurde ihnen am Tag der Hochzeit von Königin Elizabeth II. verliehen, ein üblicher Vorgang. "Herzog von Sussex" war ein seit 1843 ungenutzter Titel, der nun wieder aktiviert wurde.

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Den dürfen sie noch tragen?
Im Jänner 2020 gaben Harry und Meghan bekannt, dass sie sich als "Senior Royals" zurückziehen. Die Titel behielten sie, dürfen sie aber nicht mehr offiziell in ihrer kommerziellen Arbeit verwenden oder sich "His/Her Royal Highness" (HRH) nennen. Sie erhalten auch kein königliches Einkommen mehr aus dem Sovereign Grant.

Was ist der Sovereign Grant?
Die offizielle Finanzierung der britischen Monarchie durch den Staat. Das Geld deckte auch Ausgaben für Sicherheit ab. Der Grant entspricht einem Prozentsatz der Einnahmen aus der Krongüterverwaltung (Crown Estate), aktuell etwa 25 Prozent der Gewinne.

Von wie viel Geld ist hier die Rede?
Für die Renovierung von Frogmore Cottage (Hochzeitshaus in Windsor) wurden umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro aus dem Sovereign Grant bereitgestellt. Für den Rest gibt es nur Schätzungen. Medienberichte gehen davon aus, dass Harry & Meghan zwischen 6 und 7 Millionen Euro erhalten haben.

So, was ist jetzt mit dem Buch?
"Betrayal" erscheint am 26. März bei BLINK Publishing für den englischsprachigen Markt. Eine deutschsprachige Version ist momentan nicht verfügbar oder angekündigt. Das Buch kostet knapp 32 Euro.

Warum ist die Aufregung jetzt schon gegeben?
Am vergangenen Freitag veröffentlichte die britische Times einen ersten Vorabdruck aus dem Buch. Es ging darin um die Entfremdung  der Königsfamilie. Zwei weitere Episoden folgten an den darauffolgenden Tagen. Teil 2 widmete sich dem Charity-Wirken der beiden, Teil 3 maßgeblich der Person Meghan Markle.

Königin Camilla befand, Harry sei einer Gehirnwäsche unterzogen worden
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Victoria Jones / PA / picturedesk.com

Was macht das Buch brisant?
Bower schildert Konflikte zwischen Harry, Meghan und anderen Mitgliedern der Royals – etwa über Meghans Einfluss, Spannungen mit Prinz William und Prinzessin Catherine, und interne Familiengespräche. Es werden Anekdoten und Aussagen wiedergegeben, darunter Bemerkungen von Königin Camilla über Meghan. Ob sich das alles so zugetragen hat, ist nicht belegbar.

Nehmen die Betroffenen die Vorwürfe sportlich?
Eher nicht. Über einen Sprecher bezeichneten sie "Betrayal" als "sin­nlos konspirativ und melodramatisch" und sie warfen Bower vor, keine objektive Darstellung zu liefern, sondern "fixiert" zu sein. Gegenüber der Deutschen Presseagentur heißt es: Bower würde "immer ausgefeiltere Theorien über Menschen konstruieren, die er nicht kennt und nie getroffen hat". Fakten müsse man anderswo suchen.

Und der Buckingham-Palast?
Der hat sich bis jetzt nicht offiziell zur Veröffentlichung geäußert.

Was bleibt beim Lesen im Gedächtnis?
Vermutlich die Bemerkung von Königin Camilla, wonach Meghan Harry "gehirngewaschen" habe. Diese Aussage wird als Beispiel für die Wahrnehmung im Königshaus genutzt, dass Meghan einen übermäßigen Einfluss auf Harry ausübt.

In welchem Zusammenhang fällt der Begriff?
Bower beschreibt Meghan als sehr zielstrebig. Harry fasziniert das, seinen Bruder William und dessen Ehefrau Catherine beunruhigt es. "Beide kannten Harrys Probleme – seine Jugend war von Alkohol, Drogen und Therapie nach dem Tod seiner Mutter geprägt, und er hatte es nicht geschafft, eine stabile Beziehung zu einer Frau aufzubauen. Beide sahen Meghan offenbar eher als Bedrohung denn als Verbündete."

"Betrayal" von Tom Bower misst 463 Seiten sund erscheint am 26. März
"Betrayal" von Tom Bower misst 463 Seiten sund erscheint am 26. März

Was hatte das für Folgen?
Das Thronfolger-Paar sah in Meghan bald eine Spalterin. "Um ihr zu gefallen, ignorierte Harry seine alten Freunde. Er änderte sogar seine Telefonnummer, ohne seiner Familie Bescheid zu geben." Kate und William hegen die Vermutung, dass Meghan sich nicht damit abfindet, niemals Königin werden zu können. Und sie zieht Harry mit.

Wie äußerte sich das?
Harrys Charakter soll sich gewandelt haben. Bower beschreibt den einst lebenslustigen jungen Mann als jemanden, der emotional ins Extreme abgedriftet sei, besessen von Rachegedanken. "Einfache Abneigungen wandelten sich zu leidenschaftlichem Hass." Und dann fällt der entscheidende Satz, die nunmehrige Königin Camilla soll ihn einer Freundin gegenüber geäußert haben: "Meghan hat Harry einer Gehirnwäsche unterzogen".

Timeline zu Harry & Meghan

  • Juli 2016 Harry & Meghan lernen sich bei einem Blind-Date kennen, eine gemeinsame Freundin hat es eingefädelt.
  • August 2016 Meghan begleitet Harry geheim nach Botswana, Afrika.
  • 8. November 2016 Harry bestätigt auf dem Twitter-Account des Kensington Palastes die Beziehung.
  • 27. November 2017 Offizielle Bekanntgabe der Verlobung auf der Webseite des Clarence House; Meghan Markle beendet ihre Schauspielkarriere.
  • 19. Mai 2018 Hochzeit in St. George's Chapel, Windsor Castle, ein weltweites Medienereignis.
  • 6. Mai 2019 Geburt von Sohn Archie Harrison Mountbatten‑Windsor in London.
  • 8. Juni 2020 Ankündigung des Rückzugs aus royalen Pflichten ("Megxit").
  • 2020 Umzug nach Kanada, später Kalifornien. Einrichtung von Archewell.
  • 11. August 2020 Buch "Finding Freedom" sorgt für Debatten über Darstellung der Familie.
  • 7. März 2021 Oprah-Interview mit Vorwürfen gegen britische Presse und Königshaus.
  • 4. Juni 2021 Geburt von Tochter Lilibet Diana Mountbatten‑Windsor in Santa Barbara, Kalifornien.
  • 2021–2023 Große Medienverträge: Netflix, Spotify, Podcast- und Videoprojekte.
  • Februar 2025 Teilnahme an Invictus Games in Kanada, Medienberichte über PR-Inszenierung.
  • 26. März 2026 Tom Bower veröffentlicht nach "Revenge" (2022) nun "Betrayal".

Was war da mit dem "Finger im Gesicht"?
William und Kate wurden immer skeptischer, ob Meghan in die Familie passt. Es soll ein heftiges Gespräch kurz nach Harry und Meghans Hochzeit im Kensington Palace stattgefunden haben, bei dem der genannte Satz fiel.

Was war der Rahmen?
Harry und Meghan waren aus den Flitterwochen zurückgekehrt. Die Stimmung zwischen den Brüdern lag am Boden. William hatte Harry vor der Beziehung gewarnt. "Es ging alles zu schnell", sagt er. Meghan nannte er nur die "amerikanische Schauspielerin". Kate teilte die Einschätzung.

Was passierte?
Im Juni 2018 sollte ein Versöhnungstreffen stattfinden, aber die Situation eskalierte. Das Gespräch fand in der "kürzlich renovierten 20-Zimmer-Wohnung der Cambridges im Kensington Palace" statt, man hatte zum Tee geladen. Aber die Wut bahnte sich ihren Weg. Am Höhepunkt sagte Meghan zu William: "Wenn es dir nichts ausmacht, nimm deinen Finger aus meinem Gesicht!"

Was ist damit gemeint?
"Get your finger out of my face" ist ein energischer, abwehrender Befehl. Er soll jemanden dazu auffordern, nicht mehr wütend oder vorwurfsvoll mit dem Finger in die Nähe des Gesichts zu zeigen. Das kann auch im übertragenen Sinne gemeint sein.

Zu schön, um wahr zu sein: Harrys Ehefrau hausfraute sich durch "With Love, Meghan" auf Netflix
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COURTESY OF NETFLIX

Welches Bild wird im Buch gezeichnet?
Ein recht klischeehaftes. Meghan ist die durchwegs Böse, durchtrieben, von Ehrgeiz zerfressen, süchtig nach einer Öffentlichkeit, die sie bewundert und mit Scheinwerfern bestrahlt. Auf der anderen Seite steht das Königshaus und dazwischen der arme Prinz Harry, ein einfacher Lotsch, der von einer berechnenden Ehefrau getrieben wird. Das erscheint doch recht simpel.

Wie kommt das im Buch raus?
In solchen Passagen etwa: "Meghans Selbstvermarktung als Ihre Königliche Hoheit, die Herzogin von Sussex, ist deutlich raffinierter geworden. In Kalifornien fest etabliert, stützt sie ihren kommerziellen Erfolg auf ihre 'Wahrheit', die, wie andere sagen würden, wenig mit objektiven Fakten gemein hat. Weder Demütigung noch Kritik konnten ihren atemberaubenden Ehrgeiz bremsen."

Wo noch?
Meghan, so der Autor, ordne ihrer Selbstvermarktung alles unter. 2025 erschien sie auf der Pariser Modewoche, sie habe sich selbst dafür angeboten, schreibt Bower. Meghan schloss mit Balenciaga einen Deal: Sie legt einen Überraschungsauftritt hin, er übernimmt alle Kosten. Die beliefen sich am Ende auf 250.000 US-Dollar.

Wie das?
Meghan checkte im Plaza Athénée Hotel ein und nächtigte in einer Vier-Zimmer-Suite. Kostenpunkt pro Nacht: 22.000 Dollar. Auf der Show erschien sie dann für die letzten 20 Sekunden.

Aber was sorgte wirklich für Ärger?
Ihr Lob für Pierpaolo Piccioli, den neuen Kreativdirektor von Balenciaga. "Sie erinnerte sich daran, dass sie 'eng zusammengearbeitet und gemeinsam Designs für wichtige Momente auf der Weltbühne entworfen hatten …' Dieser Abend spiegelt den Höhepunkt jahrelanger künstlerischer Zusammenarbeit und Freundschaft wider." Piccioli wusste weder etwas von einer Zusammenarbeit noch von einer Freundschaft.

Vermutung des Autors: Prinz Harry würde lieber heute als morgen in den Schoß der Familie zurückkehren
Vermutung des Autors: Prinz Harry würde lieber heute als morgen in den Schoß der Familie zurückkehren
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Wie läuft es wirtschaftlich?
Bower behauptet, Meghan und Harry hätten hohe Lebenshaltungskosten von etwa 3 Millionen Dollar pro Jahr. Nach dem Ende großer Deals mit Netflix und Spotify sind sie hauptsächlich auf Harrys Rednerhonorare und Meghans Markenprojekte angewiesen. Er schreibt aber auch über geringe Verkaufszahlen und Lagerbestände bei Meghans Lifestyle‑Marke sowie finanzielle Herausforderungen bei ihrer Marke Archewell, die zu Umstrukturierungen geführt hätten.

Um wie viel Geld ging es?
Bei Netflix um kolportierte 100 Millionen Dollar, bei Spotify um 20Millionen.

Wie kippte das Netflix-Projekt?
2025 kam "With Love, Meghan" auf den Markt. In 8 Episoden sollte die Duchess of Sussex ihr (angebliches) Leben herzeigen. Die picksüßen, jeweils 35 Minuten langen Teile wurden von der Kritik zerrissen. Die Londoner Times sah sich zu einer Warnung für ihre Leserschaft veranlasst: "Verbrennen Sie sich lieber die Augen!"

Was war so schlimm?
Es war mehr eine Verkaufsshow für die eigenen Produkte, gefilmt in einer Kunstkulisse. Himbeeraufstrich, Limitierter Wildblumenhonig mit Honigwabe, Blumenstreusel, Kräuter-Hibiskus-Tee, Shortbread-Kekse mit Blumenstreuseln, zufällig stand alles in der Küche herum. Zufällig kamen Promis vorbei, es wurde viel aufgesetzt gelacht, viel zu viel.

War es ein Flop mit Anlauf?
Bower sieht es schon so. Er beschreibt die Vorgeschichte. Meghan unternahm wirklich alles für die Vermarktung. Aber nach der Vorpremiere im Jänner 2025 und den Kritiken danach, nahm Netflix die Serie nicht einmal in seine Unterlagen für die Präsentation des Programmes auf. Von der Bühne herab witzelte Komiker John Mulaney, der ein Angebot für eine Talkshow-Serie erhalten hatte: "Seit Harry und Meghan hat Netflix niemandem mehr so viel Geld ohne konkreten Plan gegeben."

Das Brautpaar in der St George's Chapel in Windsor Castle nach ihrer Hochzeit ...
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APA-Images

Wie reagierte Meghan?
Panisch! Reklame musste her. In Los Angeles tobten zu dieser Zeit Waldbrände. Meghans Pressesprecher riet dem Paar dazu, vor Ort zu fahren und Trost zu spenden. Das ging nach hinten los. Meghan ließ sich ausgiebig in einer Suppenküche für Obdachlose filmen, ihre Umarmungen wurden "noch am selben Tag von ihren Pressesprechern an Meghans 1,6 Millionen Instagram-Follower verteilt".

Reaktion?
Das Echo fiel verheerend aus. Die Filmemacherin Justine Bateman schrieb: "Was für ein widerliches Foto-Shooting!" Das Posting ging viral. Später verlieh Bateman Meghan und Harry eine Goldmedaille für ihre "äußerst aggressive Opfer-Olympiade".

Wiederholte sich das Muster?
Ja, diesmal kamen die "Invictus Games" dran. Es handelt sich um ein internationales Sportevent für im Dienst verwundete, verletzte oder erkrankte Soldatinnen und Soldaten. Die Veranstaltung wurde 2014 von Prinz Harry initiiert. 2025 fanden die Wettbewerbe in Kanada statt und Meghan wollte mit.

Was war?
Es kriselte schon zu Beginn. Meghan besteht auf Ma'am' und Harry sollte mit 'Sir' angesprochen werden. Vor Start wurden zwei Führungskräfte abgesetzt, die den Auftritt kritisch gesehen hatten. Das passierte dann auch. Viele Medien bei der Eröffnung, alle Augen auf Meghan und Harry, danach totale Flaute.

... und bei der Abfahrt im antiken Jaguar E-Type
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Wie viel Show war in der Show?
Viel. Die beiden ließen sich per Limo vom Hotel gegenüber ins Stadion fahren, stiegen auf einen Goldwagen um, ließen sich bejubeln, alles wurde auf Instagram vermarktet, schreibt Bower. Nicht mehr die Sportler waren die Stars, sondern die Royals außer Dienst.

Zum Beispiel?
Bower beschreibt eine Szene der Eröffnung: "Mitten im Blickfeld der Zuschauer waren sich die Sussexes bewusst, dass jede ihrer Bewegungen von den Kameras mit ihren Fernkameras genauestens beobachtet wurde. Während Harry die Parade aufmerksam verfolgte, lehnte Meghan ihren Kopf an seine Schulter und nahm seine Hand. Hinter ihrem aufgesetzten Lächeln verrieten ihre Augen die Angst vor Langeweile. Sie musste für die Kameras etwas Dramatik erzeugen. Sie küsste ihren Prinzen. Ein Kuss auf die Wange, und als Harry sich erhob, um seine Rede zu halten, stand auch sie auf, legte ihre Hände um sein Gesicht und gab ihm einen Kuss auf die Lippen."

Was passierte danach?
Leere Hallen. Ins Vancouver Convention Centre, ausgelegt auf 2.000 Fans, verirrten sich 43 Besucher. Dafür umschwirrten 100 Offizielle das Paar, es nahm erst zehn Minuten vor Ende Platz.

Was sieht Bower als Ziel?
"Die Sussexes strebten nichts Geringeres an, als vom König als vertraute Mitglieder der königlichen Familie in London wieder aufgenommen zu werden."

Wie groß sind die Chancen?
Im September unternahm Harry einen Annäherungsversuch bei seinem Vater. Der König war von seiner Krebserkrankung geschwächt. "Ihr erstes Treffen nach 19 Monaten dauerte 54 Minuten", schreibt Bower. "Harry überreichte Charles ein Familienfoto, doch es wurde kein Foto der beiden gemacht oder veröffentlicht."

Christian Nusser
Akt. 18.03.2026 00:29 Uhr