Worum geht es? Der russische Präsident Wladimir Putin hat für das orthodoxe Osterfest 2026 eine 32-stündige Feuerpause im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. Der Vorschlag stammt ursprünglich von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Ab wann gilt die Feuerpause? Sie soll am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Laut Kreml gilt sie "entlang der gesamten Frontlinie", wobei russische Truppen gleichzeitig in Bereitschaft bleiben sollen.
Was ist der Hintergrund? Das orthodoxe Osterfest gehört zu den wichtigsten religiösen Feiertagen in Russland und der Ukraine. Solche Anlässe wurden im Verlauf des Krieges immer wieder genutzt, um zeitlich begrenzte Waffenruhen vorzuschlagen.
Ist das außergewöhnlich? Bereits in der Vergangenheit – etwa zu Weihnachten oder bei Evakuierungsaktionen – wurden ähnliche Maßnahmen angekündigt. Allerdings wurden sie häufig von beiden Seiten infrage gestellt oder nicht konsequent eingehalten.
Ist Ostern nicht früher? Nicht in der orthodoxen Kirche, die in Russland und in der Ukraine vorherrscht. Die Grundregel ist dieselbe wie im Westen: Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Warum ist der Termin dann anders? Die westlichen Kirchen nutzen den gregorianischen Kalender. Die russisch-orthodoxe Kirche dagegen hält am alten julianischen Kalender fest. Zwischen beiden Kalendern besteht aktuell eine Differenz von 13 Tagen.
Worum geht es? Nach Anthropic zögert nun auch OpenAI mit der Einführung eines neuen KI-Modells. Die Entwickler befürchten, dass die künstliche Intelligenz Schaden anrichten könnte, berichtet Axios.
Wie das? Die Unternehmen sprechen davon, dass die Fähigkeiten der KI einen Wendepunkt erreicht haben, vor allem was Autonomie und Hacking-Möglichkeiten angeht. Sie zögern, die Tools für alle freizugeben, weil das Risiko zu hoch ist.
Welches Risiko? Ehemalige Regierungsbeamte und hochrangige Sicherheitsexperten warnen seit einem Jahr vor KI-Modellen, die – in den falschen Händen – autonom etwa Wasserversorgungsunternehmen, das Stromnetz oder Finanzsysteme lahmlegen könnten.
Was passiert jetzt? Anthropic kündigte am Dienstag an, den Zugang zu seinem neuen Mythos Preview-Modell auf eine handverlesene Gruppe von Technologie- und Cybersicherheits-Unternehmen zu beschränken. OpenAI verfolgt nun einen ähnlichen Ansatz.
Was soll das bringen? Die betreffenden Unternehmen können Abwehrmaßnahmen erarbeiten, um sich (und andere) gegen Angriffe der KI zu wappnen.
Wird das etwas helfen? Wohl nicht auf Dauer, es gibt kein Zurück mehr. Experten sind sich einig, dass sehr bald Modelle mit ähnlich ausgereiften Fähigkeiten für alle auf den Markt kommen werden.
Heißt? Adam Meyers, Senior Vice President für Counter Adversary Operations bei CrowdStrike, bezeichnete die Fähigkeiten von Mythos als "Weckruf" für die gesamte Branche.
Worum geht es? Allem Säbelrasseln zum Trotz soll es nun doch zu den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den USA in Pakistan kommen. Start soll allerdings erst am Samstag sein, am Freitag reisen die Delegationen an.
Wo finden die Gespräche statt? In Islamabad, der Hauptstadt von Pakistan. Ein genauer Veranstaltungsort wurde bislang nicht öffentlich bekannt gegeben. Das ist bei solchen sensiblen diplomatischen Treffen üblich, aus Sicherheitsgründen.
Wen schickt der Iran? Außenminister Abbas Araghchi wird zentraler Chefverhandler. Er gilt als einer der erfahrensten Diplomaten des Landes und war schon bei den Atomverhandlungen in Wien aktiv. Dazu Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident und politisches Schwergewicht im Machtapparat.
Wen schicken die USA? Interessant ist der Delegationsleiter: J. D. Vance, aktueller Vizepräsident der Vereinigten Staaten und politisch sehr einflussreich. Dass ein Vizepräsident geschickt wird, ist ungewöhnlich hochrangig für solche Gespräche.
Wen bringt er mit? Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner sowie der Gesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff. Das Duo war schon in vielen Konflikten weltweit aktiv.
Ist der Libanon noch ein Problem? Ja, der Iran beharrt darauf, dass Israel die Angriffe einstellt. Die Waffenruhe gelte auch für den Libanon. Die USA und Israel sehen das anders. Es ist nach aktuellem Stand aber nicht erwartbar, dass die Verhandlungen deshalb abgesagt werden.
Warum? Israel hat laut Vance angeboten, "sich im Libanon etwas zurückzuhalten, weil sie sicherstellen wollen, dass unsere Verhandlungen erfolgreich verlaufen."
Worum geht es? Laut dem britischen Verteidigungsminister John Healey haben britische Streitkräfte im Nordatlantik russische U‑Boote überwacht und deren Mission erfolgreich verhindert.
Was ist passiert? Drei russische U‑Boote – darunter ein nuklearer Angriffstaucher der Akula‑Klasse und zwei Spezial‑U‑Boote des russischen Tiefseeforschungsdirektorats (GUGI) – wurden in internationalen Gewässern in der Nähe wichtiger Unterseekabel und Pipelines beobachtet.
Wie reagierten die Briten? Die Royal Navy überwachte gemeinsam mit norwegischen und anderen Verbündeten die U‑Boote über etwa einen Monat lang mit Kriegsschiffen, Flugzeugen und Sonar aus der Luft.
Wie reagierten die Russen? Die U‑Boote gaben schließlich ihre Mission auf und entfernten sich aus dem Gebiet, bevor sie Schäden verursachen konnten.
Warum ist das wichtig? Unterseekabel sind zentral für internationale Kommunikation, Internet und Wirtschaft, da fast alle globalen Daten über sie übertragen werden.
War der Zeitpunkt Zufall? Die Operation fiel in eine Zeit, in der viele andere Staaten durch den Konflikt im Nahen Osten abgelenkt waren, was laut Heiley möglicherweise Russlands Verhalten beeinflusste.
Richteten die Russen Schaden an? Es wurde betont, dass keine Beschädigungen festgestellt wurden; die Mission der russischen U‑Boote wurde als geheim und möglicherweise auf Spionage oder Sabotage ausgelegt eingeschätzt.
Worum geht es? Zwei Stunden lang besprachen NATO‑Generalsekretär Mark Rutte und US‑Präsident Donald Trump in der Nacht auf Donnerstag im Weißen Haus das Schicksal des Militärbündnisses.
Was ist der Hintergrund? Nach Auffassung von Beobachtern sucht Trump nach ausbleibenden Erfolgen im Iran nach Blitzableitern. Da erinnerte sich an frühere Zwists mit den NATO-Verbündeten und auch an Grönland.
Was ist mit der NATO? Trump ist sehr unzufrieden damit, dass viele NATO‑Partner sich weigerten, aktiv bei einer militärischen Unterstützung der USA im Iran‑Konflikt mitzumachen.
Worum ging es ihm? Er kritisierte insbesondere, dass NATO‑Mitglieder den Einsatz ihrer Lufträume und militärische Unterstützung verweigerten. Zentraler Satz: Die Allianz war "nicht für uns da war, als wir sie brauchten".
Steigt er nun aus? Rutte weigerte sich trotz beharrlichen Befragens, darüber Auskunft zu geben. Er wollte nicht einmal bestätigen, dass ein Ausstieg Thema des Gesprächs war.
Wie ordnete er den Termin ein? Rutte beschrieb das Treffen als "sehr offen und ehrlich". "Er hat mir ganz klar gesagt, was er von den Ereignissen der letzten Wochen hält", sagte Rutte in einem CNN-Interview.
Worum geht es? Mehrere Büros der deutschen Kanzlerpartei CDU trugen auf Google Maps zuletzt plötzlich eigenartige Namen, etwa "Eierhaus", "Eierladen" oder "Eierverband".
Wer war betroffen? Zahlreiche Standorte bundesweit – darunter in Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Mecklenburg‑Vorpommern, Thüringen, Nordrhein‑Westfalen und mehr. Auch CSU‑Geschäftsstellen in Bayern wurden teilweise angegriffen
Wie kam es dazu? Die Änderungen scheinen über die Nutzer‑Feedback‑Funktion von Google Maps erfolgt zu sein, die es erlaubt, Ortsnamen vorzuschlagen.
Was ist der Sinn? Die Umbenennungen deuten auf eine digitale Protest‑ oder Trollaktion hin, bei der CDU‑Büros bewusst satirisch umbenannt wurden.
Was ist der Hintergrund? Ein viraler Protestslogan („Merz leck Eier“), der in sozialen Medien und nach einer Demonstration gegen die Wehrpflicht aufgekommen ist. Daraus entstand offenbar eine Meme‑Kultur, die nun auch auf Karten‑Dienste überschwappte.
Wer steckt dahinter? Möglicherweise ein Aktivist namens "saftsackbeats". "Ich hoffe, dass euch mein Protest gegen die Union ein kleines Schmunzeln in diesen dunklen Zeiten bescheren können", bekundete die Person auf Instagram und Threads.
Wie reagierte die CDU? Die Google‑Maps‑Einträge wurden teilweise schnell wieder korrigiert. Die Union kritisierte die Aktion als unangebracht oder deplatziert, und forderte, die Änderungsfunktion für politische Institutionen einzuschränken, um solche Fälle künftig zu verhindern.
Worum geht es? Die britische Umwelt‑Organisation Marine Conservation Society (MCS) hat ihren Good Fish Guide überarbeitet und dort Kabeljau (cod) aus Großbritannien auf die schlechteste Nachhaltigkeits‑Bewertung gesetzt.
Was heißt das? Verbraucher in Großbritannien werden dringend aufgefordert, keinen heimischen Kabeljau mehr zu kaufen oder zu essen, weil die Bestände in der Nordsee und angrenzenden Gewässern "kritisch niedrig" seien.
Handelt es sich um ein offizielles Verbot? Nein, das ist eine Konsumentenempfehlung zum Schutz der Fischbestände, kein offizielles Verbot oder eine gesetzliche Anweisung.
Was ist der Hintergrund? Der Good Fish Guide bewertet Fischarten anhand ihrer ökologischen Nachhaltigkeit und gibt Konsum‑Empfehlungen. Bestände, die stark überfischt sind oder schlecht gemanagt werden, erhalten eine „meiden“‑Bewertung.
Warum ist Kabeljau gefährdet? Bestandsrückgang durch Überfischung ist der Hauptgrund; auch Klimawandel und veränderte Umweltbedingungen könnten dazu beitragen, dass sich die Populationen nicht erholen.
Ist der Kabeljau überall gefährdet? Weltweit gesehen ist der Kabeljau nach wie vor eine gefährdete Fischart. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, beim Kauf auf die Herkunft zu achten.
Was ist MSC? Die Organisation wurde 1997 vom WWF und Unilever gegründet, arbeitet heute aber als unabhängige gemeinnützige Organisation. Das blaue Siegel ist eines der bekanntesten Kennzeichen für nachhaltigen Wildfisch, wenn auch teils umstritten.
Worum geht es? Geboren am 8. September 1930 in Zürich, gestorben am 8. April 2026 in Paris. Der deutsche Schauspieler Mario Adorf ist tot. Er wurde 95 Jahre alt.
Was weiß man über seinen Tod? Nach Angaben seines Managements starb Adorf nach kurzer Krankheit in seiner Pariser Wohnung.
Wer war Mario Adorf? Eine Institution des Nachkriegsfilms. In einer über 70 Jahre umfassenden Karriere trat er in mehr als 200 Film‑ und Fernsehproduktionen auf, von deutschen Klassikern bis zu internationalen Produktionen.
Was waren die bekanntesten Rollen? Er war Charakterschauspieler, oft Bösewicht, Patriarch ("Der Schattenmann") oder spielte komplexe Figur, etwa in "Die Blechtrommel". Besonders bekannt sind Auftritte in "Winnetou" oder der Serie "Kir Royal".
Was sagte er über das Leben? "Ich war nie wirklich ehrgeizig. Man muss lernen, das Glück zu packen", zitiert ihn Bild. Der egoistische, kämpfende Ehrgeiz war ihm fremd. "Meine Wurschtigkeit war stärker."
Seine Lebensbilanz? "Ich bereue nichts, was ich getan habe. Dinge, die ich nicht getan habe, gibt es wenig".
Was weiß man über ihn privat? Er war einmal kurz verheiratet, verbrachte die letzten Jahrzehnte mit seiner französischen Lebensliebe Monique (81). Adorf hinterlässt eine Tochter, Stella (62).
Wie sah er den Tod? Für ihn gab es keinen Himmel, kein Jenseits: "Ich bin dann einfach weg. Das Diesseits ist für mich das Einzige, was zählt," sagte er einmal.
























































