Worum geht es? In Kalifornien gab es bisher Regelungen bzw. Schulrichtlinien, nach denen Schulen die geschlechtliche Identität eines Schülers nicht ohne dessen Zustimmung an die Eltern weitergeben durften.
Was heißt das? Wenn sie ein Kind in der Schule als transgender outet, durften die Schulen nicht mehr mit den Eltern darüber in Kontakt treten oder sie informieren. Das wurde nun vom Obersten Gerichtshof gestoppt.
Was war das Ziel der Regel? Transgender-Schüler vor möglichen negativen Reaktionen zu Hause zu schützen, etwa wenn ein Coming-out im familiären Umfeld zu Konflikten oder Gefährdungen führen könnte.
Warum kam das vor das Höchstgericht? Eltern klagten. Sie argumentierten, dass sie ein verfassungsrechtlich geschütztes Recht haben, über wesentliche Entwicklungen im Leben ihrer Kinder informiert zu werden, insbesondere bei Fragen der Identität.
Wie urteilten die Richter? Der Supreme Court entschied am 3. März mit einer 6:3-Mehrheit, dass bestimmte kalifornische Schulvorschriften vorläufig außer Kraft gesetzt werden. Schulen dürfen Eltern informieren, wenn sich ein Kind in der Schule als transgender identifiziert.
Warum vorläufig? Die Entscheidung erfolgte im Rahmen eines Eilverfahrens („stay“). Das bedeutet: Es ist noch kein endgültiges Urteil in der Hauptsache, sondern eine vorläufige Regelung, bis der Fall vollständig verhandelt ist.
Wie sahen das die sechs Befürworter? Die Richtermehrheit argumentierte, dass Eltern ein grundrechtlich geschütztes Erziehungsrecht haben. Der Staat darf Eltern nicht grundsätzlich von Informationen ausschließen, die die Identität und Entwicklung ihres Kindes betreffen.
Und die drei Gegner? Der Schutz der Privatsphäre und Sicherheit von Transgender-Jugendlichen müsse stärker berücksichtigt werden. Eine vorläufige Außerkraftsetzung könne negative Folgen für betroffene Schüler haben.
Wie reagierte die Politik? Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verteidigte das Gesetz. In einer Erklärung warnte er davor, dass die Lehrkräfte nun "Geschlechterpolizei" spielen müssten.
Worum geht es? Der Angriff von Israel und den USA auf den Iran war gut vorbereitet. Die Financial Times (FT) enthüllte nun, wie es zum Attentat auf Ayatollah Ali Khamenei, den Obersten Führer des Landes, kommen konnte.
Nämlich? Nahezu alle Verkehrskameras in Teheran seien seit Jahren gehackt worden; ihre Bilder seien verschlüsselt und an Server in Tel Aviv und im Süden Israels übertragen worden, so zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, schreibt die Zeitung.
Wieso half das nun? Weil es offenbar eine Verkehrskamera gab, die besonders günstig positioniert war. Sie erlaubte einen guten Blick auf die Pasteurstraße in Teheran, wo Khamenei bei einem Treffen in einem Gebäude durch einen Luftangriff getötet wurde.
Was zeigte die Kamera? Durch sie ließ sich über einen längeren Zeitraum feststellen, wo welcher Leibwächter sein Auto parkte. Dadurch ergab sich ein guter Einblick in die Abläufe in dem streng bewachten Gelände.
Wie wurden die Bilder genutzt? Details wie Adressen, Arbeitszeiten, Arbeitswege und, am wichtigsten, die Personen, die sie üblicherweise zu schützen und zu transportieren hatten, wurden miteinander vernetzt. Es entstand ein sogenanntes "Lebensmuster", wie Geheimdienstmitarbeiter es nennen, so die FT.
Gab es andere Formen der Spionage? Es wurde rund ein Dutzend Mobilfunktürme gestört. Bei Anrufen wurde der Eindruck erweckt, das Handy sei besetzt. Dadurch konnten die Leibwächter keine Warnungen erhalten.
Wie gut wusste man Bescheid? Lange vor den Bombenangriffen "kannten wir Teheran so gut wie Jerusalem", sagte ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter.
Worum geht es? MAGA, also die Bewegung "Make America Great Again", gilt als das ideologische Hinterland von Donald Trump. Der Krieg im Iran hat nun aber offenbart, dass es sehr unterschiedliche Strömungen in der Gruppierung gibt.
Wie kam das raus? Durch Marco Rubio. Der US-Außenminister äußerte sich am Montag gegenüber Reportern. Dabei machte er Israel faktisch dafür verantwortlich, die USA in einen Krieg mit dem Iran hineingezogen zu haben, berichtet Axios.
Warum ist das ungewöhnlich? Es zeigt zwei Bruchlinien auf. Einmal in der Regierung Trump, aber auch in der MAGA-Bewegung, in der es viele Vertreter gibt, die dem Kriegseintritt der USA ablehnend gegenüberstehen.
Was sagte Rubio? "Wir wussten, dass es eine israelische Aktion gegen den Iran geben würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff des iranischen Regimes auf amerikanische Streitkräfte auslösen würde." Hier das Video dazu.
Wie erklärte er den Kriegseintritt? "Wir wussten, dass wir höhere Verluste erleiden würden, wenn wir nicht präventiv gegen sie vorgehen würden, bevor sie diese Angriffe starten könnten ... Und dann würden wir alle hier sitzen und Fragen beantworten müssen, warum wir das wussten und nicht gehandelt haben".
Ungewöhnlich, oder? Ja, die USA und vor allem Donald Trump lassen sich von einem viel kleineren Land wie Israel in einen Krieg treiben? Vor allem von einem Land, dem sie Geld und Waffen zur Verfügung stellen?
Stellt sich Rubio also gegen den Krieg? Mitnichten. "Natürlich waren wir uns der israelischen Absichten bewusst und verstanden, was das für uns bedeuten würde, und wir mussten entsprechend handeln. Aber das musste auf jeden Fall geschehen,“ sagte er.
Warum ist das ein MAGA-Problem? Viele fühlen sich von Trump verraten, vor allem rechte und antisemitische Kreise. Aber selbst gemäßigte Trump-Verbündete wie Matt Walsh vom Daily Wire schrieb auf X über Rubio: "Er sagt uns also ganz offen, dass wir uns im Krieg mit dem Iran befinden, weil Israel uns dazu gezwungen hat. Das ist im Grunde das Schlimmste, was er hätte sagen können."
Worum geht es? Rund 30 Personen besetzten am Dienstag die Räumlichkeiten eines Pariser Friseursalons, um gegen ihre Arbeitsbedingungen und die Geschäftspraktiken ihres Arbeitgebers zu protestieren, berichtet der Le Figaro. Fälle wie dieser häufen sich.
Wo fand die Aktion statt? Im Boulevard de Strasbourg. Er liegt im 10. Arrondissement und ist bekannt für sein vielfältiges Straßenbild mit Läden, Cafés und Salons. Ein klassischer Boulevard in der Nähe der Gare de l’Est.
Was ist passiert? Fünf Angestellte warfen ihrem Chef endlose Arbeitszeiten, einen Hungerlohn und illegale Praktiken vor. Zu den Betroffenen gehören auch afrikanische Arbeiterinnen ohne Aufenthaltsgenehmigung, die ihre "Ausbeutung" durch ihren Arbeitgeber anprangerten.
Was ist damit gemeint? Eine Frau berichtete, dass sie sechs Tage die Woche, von 10.30 Uhr bis 22.00 Uhr arbeiten müssen und das für 1.300 Euro im Monat. Zusätzlich muss sie 250 Euro pro Lohnabrechnung bezahlen, auf der nur etwa zehn Arbeitsstunden ausgewiesen sind.
Wie kam es dazu? "Ich wurde zur Zahlung gezwungen," sagte die Frau von der Elfenbeinküste, die seit 2018 in Frankreich lebt. Ihr Chef nutzte aus, dass sie keine Aufenthaltsgenehmigung hat.
Warum stellte sie keinen Antrag? Sie dachte, mit diesen Gehaltsabrechnungen könne sie bei der Präfektur einen Antrag auf Legalisierung ihrer Arbeit stellen. Doch vor einigen Monaten, bei einer Polizeirazzia in ihrem Salon, erfuhr die Frau, dass ihre Gehaltsabrechnungen gefälscht waren.
Was ist das Ziel des Protests? Die Betroffenen haben beschlossen, ihren Arbeitsplatz zu besetzen, bis ihr Chef ihnen die unrechtmäßig erhaltenen Beträge zurückerstattet und ihre Überstunden bezahlt. Sie werden von der Gewerkschaft CGT unterstützt.
Worum geht es? Punch (auch Panchi‑kun) ist ein junges Makaken‑Affenbaby im Ichikawa City Zoo, das im Juli 2025 geboren wurde. Kurz nach der Geburt wurde er von seiner Mutter verstoßen.
Warum? Das kann bei Makaken vorkommen, etwa wenn die Mutter erstmals geboren hat oder durch Stress überfordert ist.
Was passierte dann? Da Makaken‑Babys instinktiv bei der Mutter Sicherheit und körperliche Nähe suchen, gaben ihm die Pfleger zur emotionalen Unterstützung ein Plüsch‑Orang‑Utan‑Kuscheltier (von Ikea).
Mit Erfolg? Kann man so sagen. Punch klammerte sich sofort daran und trug es fortan ständig bei sich, als sei es sein "Ersatz‑Mama".
Warum wurde das ein Thema? Videos, in denen er das Stofftier umarmt, damit schläft oder nach Stress daran zieht, berührten Millionen Menschen weltweit. Clips von Punch und seinem Kuscheltier wurden auf TikTok, Instagram und Twitter vielfach geteilt.
Wieso? Viele Menschen fühlen sich von seiner Geschichte emotional angesprochen: ein kleines Tier, allein und unsicher, das sich an ein weiches Stofftier klammert.
Profitierte Ikea? Der Plüsch‑Orang‑Utan (Djungelskog) verkaufte sich rasant und war vielerorts ausverkauft. Ikea Japan hat sogar zusätzliche Kuscheltiere an den Zoo gespendet, damit Punch immer einen Ersatz hat.
Was änderte sich für Punch jetzt? Er wurde lange von der Makaken-Gruppe ausgestoßen, nun finden sie Gefallen an ihm. Neue Videos zeigen, wie Punch mit anderen Affen durch das Gehege tobt. Der Plüschaffe hat das Nachsehen.
Wie geht es ihm also? Der Ichikawa City Zoo veröffentlichte ein Update. Ein Tierpfleger berichtet, dass sich Punch die Nase etwas aufgeschürft hat, aber alles halb so wild. Der Kontakt mit den anderen Affen habe sich intensiviert. Er hat sie "als Freunde gefunden und scheint viel Spaß beim Spielen mit ihnen zu haben,“ schreibt der Zoo.
Worum geht es? Donald Trump hat über seine Social‑Media‑Plattform angekündigt, dass er dieses Jahr am traditionellen White House Correspondents’ Dinner teilnehmen und dort sprechen will.
Warum kam das überraschend? Weil es erstmals der Fall ist, seit er Präsident ist – er hatte das Event während seiner ersten Amtszeit und zu Beginn seiner zweiten jahrelang boykottiert.
Was ist der Grund? Trump begründet seine Teilnahme damit, dass ihm die WHCA "sehr nett" die Einladung ausgesprochen habe und dieses Jahr ein besonderer Anlass sei – das 250‑jährige Jubiläum der USA.
Wann ist der Termin? Der Dinner‑Event der White House Correspondents’ Association (WHCA) findet am 25. April statt.
Wie reagierten die Veranstalter? Die WHCA begrüßte die Teilnahme, da das Dinner traditionell die Pressefreiheit würdigt und Journalisten ehrt. Es ist aber auch berüchtigt, weil der Präsident dort in der Regel durch den Kakao gezogen wird.
Wie? Das Dinner findet seit 1921 statt. Traditionell gibt es einen Comedian oder Entertainer, der über Politik, den Präsidenten und aktuelle Themen spöttisch und humorvoll spricht. Es ist also halb Gala, halb Satire-Show.
Heuer auch? Nein und das könnte Trump umgestimmt haben. Der Mentalist und Gedankenleser Oz Pearlman wird der Hauptact sein.
Wegen Trump? Vermutlich nicht, sondern wegen des Eklats im Vorjahr. Da war Amber Ruffin vorgesehen. In einem Podcast vorab bezeichnete sich Beamte der Trump-Negierung dann aber als "Bande von Mördern" und wurde ausgeladen.
Worum geht es? BrewDog, die bekannte schottische Craft‑Beer‑Brauerei und Betreiberin von Bars, wurde Ende Februar verkauft und schlitterte nun in die Insolvenz. Das hat harte Folgen, auch für 200.000 Privatanleger.
Insolvent trotz Verkaufs? Ja, die US‑Firma Tilray Brands übernahm große Teile der BrewDog‑Marke und Betriebe, aber eben nicht alle.
Heißt? Insgesamt 38 BrewDog‑Bars (hier die Liste) wurden mit "unmittelbarer Wirkung" geschlossen und sind nicht Teil des Übernahme‑Deals. Die Liste umfasst zahlreiche Standorte in England, Wales und Schottland, auch London ist betroffen. 11 Bars bleiben.
Ist BrewDog auch in Österreich aktiv? Nein, es gibt Standorte in Deutschland, die nun auch geschlossen werden. BrewDog-Biere gibt es aber in Supermärkten wie Billa oder Spar.
Was war das Problem? Das Unternehmen hängt finanziell schon seit Jahren in den Seilen. Nun fallen 484 Jobs weg, viele müssen um ihr Geld zittern.
Warum? BrewDog hat über viele Jahre eine sehr bekannte Crowdfunding‑Initiative mit dem Namen "Equity for Punks" angeboten. Dabei konnten Bierfans direkt Aktien des Unternehmens kaufen.
Wie viele machten mit? Die Initiative startete 2009 und lief über einige Runden. Insgesamt nahmen über 200 000 Menschen teil, es wurden mehrere zehn Millionen Pfund investiert.
Was passiert jetzt? Die „Equity Punks“ stehen derzeit ohne Rückzahlung da – ihre Anteile sind voraussichtlich wertlos, weil alle verfügbaren Mittel im Verkaufsprozess anderen Stakeholdern (z. B. bevorzugten Investoren oder Gläubigern) zustehen.
Heißt im Klartext? Das Geld ist weg.
Worum geht es? Am 28. März 2022 besuchte der deutsche Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht (34, „Die Wilden Kerle“) zwei Grazer Lokale, aß, trank und ging – ohne Bezahlung. Nun sollte er dafür in München wegen Betrugs vor Gericht.
Aber? Ochsenknecht hatte gegen den ursprünglichen Strafbefehl Einspruch erhoben. Am Montag sollte vor dem Amtsgericht München deshalb die Verhandlung dazu stattfinden. Es drohte eine Vorstrafe.
Dazu kam es nicht? Nein, Ochsenknecht zog seinen Einspruch kurzfristig zurück. Er muss nun 80 Tagessätze in einer "mittleren zweistelligen" Höhe zahlen, so ein Gerichtssprecher. Aber er ist nicht vorbestraft.
Um welche Grazer Lokale geht es? Um "Katze Katze", eine Cocktailbar, und um Miss Cho, ebenfalls ein Bar, die aber im Moment geschlossen ist.
War da nicht schon einmal etwas mit Ochsenknecht? Ja, er zahlt nicht gern. 2021 feiere er in einem Viersternhotel in Kirchberg, Tirol, über mehrere Tage seinen Geburtstag, ohne die Rechnung zu begleichen.
Wie ging das aus? Das Landesgericht in Innsbruck verurteilte ihn 2025 zu einer Geldbuße von 18.000 Euro, nachdem Ochsenknecht sogar europaweit zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Die Rechnung zahlte Ex-Lebensgefährtin Yeliz Koç.























































