Worum geht es? Am Donnerstag suchten die Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfel in Brüssel einen Ausweg aus dem Ukraine-Patt. Am Ende stand man wieder mit leeren Händen da.
Was ist der Hintergrund? Am 19. Dezember hatte die EU der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zugesagt. Aber Ungarns Viktor Orbán legt sich quer, weil die Ukraine Öllieferung aus Russland durch ihr Land blockiert.
Was steckt da dahinter? Die Druschba-Pipeline soll laut Ukraine bei einem russischen Angriff im Jänner beschädigt worden sein. Orbán sagt deshalb, sein Land werde der Ukraine erst helfen, "wenn wir unser Öl bekommen".
Was war nun? Das Geld für zwei Jahre sollte Anfang April an die Ukraine fließen, die Zeit drängt also. Aber der diesbezüglichen Gipfelerklärung stimmten am Donnerstag nur 25 der 27 Länderchefs zu.
Woher kam die zweite Gegenstimme? Laut Diplomatenkreisen votierte auch der slowakische Regierungschef Robert Fico das Hilfspaket, und das ist für die nahe Zukunft brisant.
Warum? Weil Ungarn am 12. April wählt und die Möglichkeit besteht, dass Orbán abgewählt wird. Darauf hoffen auch die Staats- und Regierungschefs. Also: Orbán weg, Ukrainehilfe da.
Eine voreilige Rechnung? Möglich, denn Fico kündigte an, auch nach einer potenziellen Abwahl von Orbán die 90 Milliarden blockieren zu wollen. Vorher wird noch rhetorisch aufgerüstet. Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo warf Orbán "Verrat" vor.
Worum geht es? Das kann auch passieren, wenn man zu massiv in die Gestaltung von Spritpreisen eingreift. Auf der griechischen Insel Lesbos haben seit Donnerstag alle Tankstellen geschlossen. Und das für längere Zeit.
Was ist der Hintergrund? Aufgrund der explodierenden Spritpreise wegen des Irankriegs hat Griechenland einen Preisdeckel eingeführt. Raffinerien (Hersteller) dürfen nur etwa 5 Cent Gewinn pro Liter machen, Tankstellen dürfen nur etwa 12 Cent pro Liter verdienen.
Was war die Folge? Die Betreiber der Tankstellen haben den Betrieb eingestellt. Ihre Kosten seien nicht mehr gedeckt, sagen sie. Es handelt sich um einen unbefristeten Streik, die Versorgung mit Benzin/Diesel ist aktuell massiv eingeschränkt.
Was kostet Sprit in Griechenland? Ähnlich viel wie in Österreich.
Wie viele Einwohner hat Lesbos? Es handelt sich um die drittgrößte griechische Insel mit einer Fläche von 1.630 Quadratkilometern, also viermal so groß wie Wien. Auf Lesbos leben rund 85.000 Menschen.
Worum geht es? Am 22. März sollte in den USA die neue Staffel von The Bachelorette starten. Im letzten Moment aber zog der TV-Sender alle Folgen aus dem Verkehr. Grund: Gewaltvorwürfe gegen eine Darstellerin.
Was ist der Hintergrund? Es tauchten Berichte auf, in denen US-Influencerin Taylor Frankie Paul der häusliche Gewalt beschuldigt wird. Kurz vor der Ausstrahlung wurde ein entsprechendes Video aus 2023 veröffentlicht.
Was ist zu sehen? Wie Paul ihren Ex Dakota Mortensen körperlich angreift. Das Ganze passierte vor ihrem Kind, was es juristisch viel schlimmer macht. Es soll auch getroffen worden sein.
Wie passierte der Angriff? Laut Polizeibericht kam es zu Hause zu einem heftigen Streit. Paul soll Sessel und Gegenstände nach ihrem Ex geworfen haben, darunter Metallstühle und Barhocker. Dabei wurde eine Wand beschädigt.
Gibt es dafür Belege? Die Polizei wurde wegen häuslicher Gewalt gerufen. Bodycam-Aufnahmen zeigen, dass Paul sehr emotional war und betrunken wirkte. Der Ex-Partner beantragte Kontaktverbot (Restraining Order). Vorwürfe: Würgen, Schubsen, Schlagen.
Warum wurde das nun ein Thema? Weil es neue Ermittlungen wegen eines weiteren Streits gibt. Nach der ersten Festnahme 2023 hatte die Influencerin ein Teilgeständnis abgelegt und kam mit einem Deal davon.
Was macht den Fall besonders? Die Staffel war komplett fertig produziert (Ende 2025 gedreht). 22 Männer, Finale etc. – alles existiert schon, sogar Spoiler zum Gewinner waren draußen. Trotzdem wurde alles komplett gestrichen.
Worum geht es? Sicherheitsforscher haben eine neue Schadsoftware namens DarkSword entdeckt, die iPhones ins Visier genommen hat. Diese Malware kann Geräte bei einem einzigen Klick auf einen infizierten Link angreifen und Daten stehlen.
Wer ist betroffen? Vor allem Handys mit älteren iOS‑Versionen von iOS 18.4 bis 18.7. Diese laufen Schätzungen zufolge weltweit noch auf mehreren Hundert Millionen Geräten.
Was ist DarkSword? Es handelt sich um keinen "normalen Virus" wie bei PCs, sondern um einen komplexen iOS‑Exploit (englisch für Lücke). Er nutzt Schwachstellen im iPhone‑Betriebssystem aus und erlangt vollständigen Zugriff auf ein Gerät.
Was macht DarkSword so heimtückisch? Er gilt als sogenanntes 1-Click-Exploit-Kit. Es reicht, wenn Nutzer einen manipulierten Link in einer E-Mail, einer Chatnachricht oder auf einer Webseite anklicken. Betroffen ist Safari.
Wie bemerke ich, dass ich infiziert bin? Das ist gar nicht so leicht, ehe der Schaden angerichtet ist. Denn DarkSword löscht sich innerhalb weniger Minuten von selbst.
Gibt es trotzdem Warnzeichen? Der Akkuverbrauch steigt plötzlich stark, der Datenverbrauch steigt ungewöhnlich, das Gerät wird warm, auch wenn nichts läuft, Apps stürzen häufiger ab, unerklärliche Pop-ups oder Neustarts treten auf.
Welche Daten werden ausgelesen? So gut wie alles. SMS, WhatsApp, E-Mails, gespeicherte Passwörter, die Browser-Historie, Fotos, Kontakte, Kalendereinträge, Gesundheitsdaten.
Wer warnt vor DarkSword? Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) hat den Angriff gemeinsam mit den Firmen Lookout und iVerify analysiert und schlägt Lösungen vor.
Was mache ich jetzt? Sofort iOS aktualisieren! Auf Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate gehen, das neueste iOS‑Update herunterladen und installieren. Dann am besten einen Neustart durchführen.
Worum geht es? Am 18. März führte Israel einen Luftangriff auf das South Pars‑Gasfeld Ras Laffan – das größte Erdgasfeld der Welt, das Iran und Katar gemeinsam nutzen. Es liefert 17 Prozent der Flüssiggasexporte.
Wie schlimm war der Angriff? Laut Donald Trump klein. Aber der Geschäftsführer des katarischen Staatsunternehmens QatarEnergy rechnet damit, dass die Reparaturen an den Energieanlagen drei bis fünf Jahre dauern werde.
Was war die Folge? Dieser Angriff löste schwere Reaktionen im ganzen Golf aus und führte zu iranischen Gegenangriffen auf Energie-Infrastruktur anderer Länder.
Waren die USA beteiligt? Einige Medien hatten berichtet, Donald Trump hätte grünes Licht für den Angriff gegeben und die USA bei der Planung geholfen haben. Das dementiert der US-Präsident nun.
In welcher Form? Trump sagt, er habe persönlich oder offiziell vorab keine Kenntnis gehabt. Auf Truth Social schreibt er: "The United States knew nothing about this particular attack."
Kommt auch Kritik an Israel vor? Ja, indirekt. Trump schreibt, es werden "KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen, es sei denn, der Iran beschließt unklugerweise, ein völlig unschuldiges Land, in diesem Fall Katar, anzugreifen."
Heißt, zwischen den Zeilen? Dass er den Angriff für einen Fehler hält. Kann natürlich auch Taktik sein. Denn Trump spricht ja nur davon, dass er nicht vorab informiert wurde. Sein Geheimdienst könnte aber sehr wohl Bescheid bekommen haben.
Wie reagierte Israel? Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Israel werde auf Bitte von Donald Trump künftig von Angriffen auf iranische Gasfelder absehen. Die Anschuldigungen, Israel habe die USA in den Krieg hineingezogen, nannte er "Fake News".
Wie sieht er den Fortschritt des Krieges? Netanjahu behauptete, der Iran sei nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Wenn das Statement mit den USA abgestimmt ist, bedeutet das, die beiden Länder bereiten ein Kriegsende vor.
Worum geht es? Die USPS (United States Postal Service) steht vor einer ernsthaften finanziellen Krise: Führungskräfte und der Postmaster General warnen, dass der Dienst innerhalb eines Jahres "ohne Geld dastehen" könnte.
Was ist der Hintergrund? Die USPS macht seit Jahrzehnten Verluste und muss laufend Geld leihen, da sie keine Steuerfinanzierung erhält, sondern sich ausschließlich über Verkäufe von Briefmarken, Paketen und Dienstleistungen finanziert.
Was ist nun anders? Der aktuelle Schulden‑ bzw. Kreditrahmen (15 Mrd. US-Dollar) ist bereits erreicht – es kann also kaum noch zusätzlich Geld aufgenommen werden.
Was ist die Folge? Ohne gesetzliche Änderungen (z. B. Erhöhung der Kreditgrenze) oder zusätzliche Einnahmen droht der Dienst seine laufenden Kosten nicht mehr decken zu können, z. B. Mitarbeiter‑Löhne oder Lieferkosten.
Wie knapp ist es? Postmaster General David Steiner warnte diese Woche Abgeordnete, dass ohne Maßnahmen des Kongresses "das Ende des Postdienstes, wie wir ihn kennen" eintreten werde. In weniger als 12 Monaten könnte das Geld ausgehen und "die Postzustellung wird eingestellt."
Was wird gefordert? Eine Anhebung des Kreditrahmens und eine Erhöhung der Briefmarkenpreise auf bis zu 90 bis 95 Cent gegenüber 78 Cent aktuell.
Warum passierte die Krise? Massiver Rückgang der Briefpost‑Volumina über Jahrzehnte (früher wichtiger Umsatzträger). Vor allem aber: Zusätzliche Herausforderungen durch geringere Paketaufträge etwa von Amazon, das künftig weniger über USPS versenden will.
Was ist da mit Amazon? Mit dem größten Kunden liefen ein Jahr Verhandlungen, dann stieg USPS aus, „in letzter Minute und abrupt", wie Amazon sagte. Bis September soll das Sendungsvolumen um bis zu zwei Drittel reduziert werden.
Worum geht es? Der Krieg im Nahen Osten kostet die USA immer mehr Geld. Nun will US‑Verteidigungsministerium, dass der Kongress zusätzlich über 200 Milliarden US-Dollar Zuschuss beschließt, berichtet die Washington Post.
Wofür? Dieser Betrag soll auf den regulären Haushalt obendrauf kommen, um laufende Militäroperationen zu bezahlen, verbrauchte Munition und Ausrüstung zu ersetzen, weitere Operationen gegen iranische Streitkräfte zu ermöglichen.
Wie geht das formal? Das Pentagon ersucht das Weiße Haus, einen Antrag an den Kongress zu stellen. Die Aufbringung zusätzlicher Gelder muss genehmigt werden – das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Wird das eine leichte Übung? Es gibt politischen Widerstand im Kongress; einige Abgeordnete und Senatoren sehen die Forderung als zu hoch oder wollen die Finanzierung nicht unterstützen.
Sind die 200 Milliarden verbrieft? Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte, dass das Pentagon den Kongress um mehr Geld für den Krieg gegen den Iran bitten werde, sagte aber, die kolportierte Summe von 200 Milliarden Dollar könne sich noch ändern.
Warum ist der Krieg so teuer? Fangen wir unten an: Ein Soldat in einer Krisenregion kostet 200.000 bis 300.000 Dollar pro Jahr. Kampfjets verschlingen pro Betriebsstunde bis zu 25.000 Dollar. Tomahawk-Marschflugkörper kosten 1,5 Millionen Dollar pro Stück. Es läppert sich.
Wie viel Budget hat das Pentagon? Abseits von Krieg wie dem aktuellen im Iran rund 1 Billion Dollar im Jahr.
Worum geht es? Labubu-Puppen sind derzeit der größte Hype im Spielwarengeschäft. Nun wurde bekannt: Es wird einen Labubu-Film geben. Die Pläne wurden anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Puppen in Paris öffentlich.
Was sind Labubus? Etwa 8 bis 12 Zentimeter große Puppen, aus Vinyl oder Kunststoff, großäugig, mit spitzen Zähnen, auffälligen Ohren und oft frechem Lächeln. Ihre Optik wurde von keltischer Folklore inspiriert. Es handelt sich um Sammlerfiguren aus der beliebten "The Monsters"-Serie des Künstlers Kasing Lung aus Hongkong, er lebt in Belgien.
Seit wann gibt es die Figuren? Erstmals auf den Markt gebracht hat der Künstler seine Schöpfungen im Jahr 2015. Lung bezeichnet seine Labubus als "Monsterelfen". Seit letztem Jahr sind sie ein weltweites popkukturelles Phänomen mit Millionen Fans und Sammlern.
Was bedeutet Labubu? Gar nichts, der Name ist ein Kunstwort.
Was ist das mit dem Film? Es soll eine Mischung aus Realfilm und computergenerierter Animation werden. Produziert wird der Streifen von Sony Pictures, Regie führt Paul King, der u. a. die "Paddington"-Filme geschaffen hat. Labubu-Schöpfer Kasing Lung ist als ausführender Produzent mit an Bord.
Wann kommt der Labubu-Film ins Kino? Das wird noch eine Weile dauern. Laut dem Studio befindet er sich in einer "frühen Produktionsphase", es werde erst an Ideen für das Drehbuch gearbeitet.























































