Worum geht es? Im Mauritshuis in Den Haag ist bei der aktuellen Restaurierung des Gemäldes "The Bull" ("Der Stier") des niederländischen Malers Paulus Potter (1647) eine überraschende Entdeckung gemacht worden.
Nämlich? Röntgen‑ und Untersuchungstechniken zeigten, dass der Künstler ursprünglich eindeutig größere und tiefer hängende Hoden des Stiers dargestellt hatte, bevor er sie später im Bild deutlich verkleinerte.
Wie kam das raus? Für die Restaurierung wurden über 18 Monate lang alte Farbschichten und frühere Übermalungen entfernt, darunter auch spätere Retuschen vergangener Restaurierungen. Dabei kam der ursprüngliche Zustand des Gemäldes zum Vorschein.
Was war das Motiv? Es wird vermutet, dass Potter die Anatomie zunächst naturgetreuer darstellen wollte, später aber angesichts gesellschaftlicher oder sittlicher Normen des 17. Jahrhunderts die Darstellung entsprechend abmilderte.
Was ist das Mauritshuis? Ein bekanntes Kunstmuseum im historischen Stadtzentrum von Den Haag, Niederlande, das sich auf niederländische Malerei des Goldenen Zeitalters spezialisiert.
Warum ist es bekannt? Es beherbergt über 800 Gemälde, darunter viele Meisterwerke der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, etwa "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Johannes Vermeer.
Worum geht es? Die spanische Umweltministerin Sara Aagesen hat vor einem starken Anstieg von Hass und Hetze gegen Meteorologinnen und Meteorologen im Internet gewarnt.
Was meint sie? Laut Aagesen häufen sich die Angriffe insbesondere auf sozialen Plattformen, wo Fachleute für ihre wissenschaftlich fundierten Aussagen über Wetter und Klima persönlich diffamiert werden.
Was ist der Hintergrund? Die Ministerin erklärte, dass diese Angriffe Teil von Desinformationskampagnen seien. Ziel sei es, das Vertrauen in die Wissenschaft zu untergraben und die öffentliche Wahrnehmung von Wetterereignissen und Klimafakten zu verzerren.
Gibt es Belege? Studien, die das spanische Umweltministerium geprüft hat, zeigen einen deutlichen Anstieg von Hass‑, Hetz‑ und diffamierenden Nachrichten besonders auf der Plattform X.
Heißt in Zahlen? Etwa 17,6 Prozent der Beiträge enthielten persönliche Angriffe und abwertende Sprache, die weit über sachliche Kritik hinausgehen.
Wie reagieren Betroffene? Meteorologische Institutionen wie AEMET, der staatliche spanische Wetterdienst, berichten, dass diese Angriffe persönlich und beruflich belastend seien. Fachleute könnten zögern, wissenschaftliche Ergebnisse aktiv zu kommunizieren oder sich an der öffentlichen Debatte zu beteiligen.
Warum Spanien? Das Land erlebt seit mehreren Jahren extreme Wetterereignisse wie Rekordhitzesommer, Hitzewellen und Waldbrände, die wissenschaftliche Wettervorhersagen und klimatologische Aufklärung besonders wichtig machen.
Was passiert nun? Die Regierung wird einen Brief an die Staatsanwaltschaft für Hassverbrechen im Zusammenhang mit den Belästigungskampagnen gegen Meteorologen senden.
Worum geht es? Donnerstagvormittag landeten vier Besatzungsmitglieder der Raumstation ISS vor der Küste von Kalifornien sicher auf der Erde. Die Weltraumbehörde NASA hatte den Aufenthalt des Teams vorzeitig abgebrochen, nachdem einer der Astronauten erkrankt war.
Weiß man, um wen es dabei geht? Nein, aus Datenschutzgründen wollte sich die NASA bislang nicht dazu äußern. Auch was dem erkrankten Crew-Mitglied konkret fehlt, wurde nicht kommuniziert.
Wie kam die Crew zurück auf die Erde? Mit einem "Crew Dragon" des Raumfahrtunternehmens SpaceX von US-Milliardär Elon Musk.
Wie geht es dem/der Kranken? Er sei in stabilem Zustand, erklärte die Weltraumbehörde nach der Landung der Crew. Es müssten allerdings nun genauere Untersuchungen vorgenommen werden.
Was weiß man über die Erkrankung? Gar nichts, es gilt auch hier die ärztliche Schweigepflicht. In einem Interview mit dem Spiegel spekuliert aber der ehemalige Weltraumfahrer Ulrich Walter über die möglichen Ursachen für die vorzeitige Rückkehr.
Was könnte der Grund sein? Am ehesten eine schleichende Entzündung, etwa des Blinddarms. Oder eine sich durch die Schwerelosigkeit entwickelnde Herzrhythmusstörung, so der ehemalige Space-Shuttle-Astronaut.
Passiert so etwas häufiger? Nein, es ist überhaupt das erste Mal, dass ein Besatzungsmitglied der ISS im All krank geworden ist.
Was wäre im Fall einer akuten Erkrankung geschehen? Laut Ulrich Walter könnten Astronauten in einem Notfall mit der Rettungskapsel der ISS zur Erde zurückkehren. Diese ließe sich binnen Minuten starten und brauche maximal drei Stunden für den Weg zurück zur Erde.
Wie weit ist die ISS eigentlich von der Erde entfernt? Sie schwebt in einer Höhe von etwa 400 Kilometern über unserem Planeten.
Worum geht es? Seit Wochen gibt es massive Kritik an Elon Musks KI-Assistenten Grok. Er ermöglicht es Nutzern, Frauen digital auszuziehen. Auch Minderjährige wurden über X (gehört ebenfalls Musk) Opfer. Nun gab der Milliardär bekannt, diese Funktion einzuschränken – zumindest ein wenig.
Wie geht das? Bei Grok konnte bislang jeder User beliebige Bilder hochladen und die KI beauftragen, diese zu verändern. Der Befehl "ziehe der Frau einen Bikini an" war in den letzten Wochen die mit Abstand häufigste Aufforderung an die KI, berichten Fachmedien.
Welche Bilder werden dafür verwendet? So gut wie alle, die hochgeladen werden, der Algorithmus der KI hat nur wenige Bilder abgelehnt. Nicht zuletzt deshalb stand auch der Vorwurf von Kinderpornografie im Raum.
Ernsthaft? Es wird noch übler: Seit Kurzem ist Grok auch über X ansteuerbar. Alle Bilder auf der Social-Media-Plattform können somit an Grok weitergeleitet und verfremdet werden, ohne Wissen oder Zustimmung der Abgebildeten. Und nach der Bildbearbeitung durch die KI sind diese über X für alle Welt sichtbar.
Was war die Folge? Nach immer heftigeren Protesten schalteten sich zuletzt Behörden ein, um dem KI-Treiben ein Ende zu setzen. Indonesien und Malaysia sperrten X völlig, die EU, Großbritannien oder der US-Bundesstaat Kalifornien leiteten Untersuchungen ein.
Wie reagierte Musk? Auf Musk-Art: Er sprach von Zensur und machte sich über seine Kritiker lustig. Doch am Donnerstag reagierte der Multimilliardär doch noch auf die internationale Kritik und kündigte Anpassungen an.
Was ändert sich bei Grok? Für die Nutzer der KI über X wird die Möglichkeit einschränkt, explizite Bilder von realen Personen zu erstellen – allerdings nur in jenen Ländern, in denen solche Inhalte illegal sind. Das teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.
Und wenn ich Grok direkt über App oder Webseite ansteuere? Dann ändert sich nichts an den Möglichkeiten, die Einschränkung gilt offenbar einzig für User, die Grok über X bedient und verbreitet haben.
Genügt das, um die staatlichen Untersuchungen gegen Grok zu beenden? Nein, die Aufsichtsbehörden der EU haben Grok angewiesen, Dokumente im Zusammenhang mit dem Chatbot aufzubewahren, während sie den Vorwurf der Kinderpornografie untersuchen. Besitz und Verbreitung von Missbrauchs-Bildern, ganz gleich ob KI-generiert oder real, sind in der EU illegal.
Worum geht es? Ein Bundesbeamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat in Minneapolis einem Mann bei einem Einsatz "defensiv" ins Bein geschossen. Der Betroffene soll sich einer Festnahme widersetzt und die Beamten angegriffen haben.
Womit? Mit einer Schaufel.
Was ist die Vorgeschichte? Offenbar war es zu einer Verfolgungsjagd gekommen, sie endete mit einem Unfall. Zwei weitere Personen schlossen sich dem Fahrer an und griffen den Beamten an, schrieb das US-Heimatschutzministerium (DH) auf X.
Was waren die Folgen? Der verletzte Mann, ein irregulär im Land lebender Venezolaner, wurde ins Krankenhaus gebracht und befindet sich nach Angaben der Behörden nicht in Lebensgefahr; auch der ICE‑Beamte erhielt medizinische Versorgung.
Was ist der Hintergrund? Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem ein ICE‑Agent eine Mutter von drei Kindern in ihrem Auto erschossen hatte. Das führte zu landesweiten Protesten.
Wie reagierte Trump? In einem Social-Media-Beitrag drohte der US-Präsident damit, den Insurrection Act in Kraft zu setzen, falls die Behörden von Minnesota nicht gegen die "professionellen Agitatoren" vorgehen würden.
Was ist der Insurrection Act? Es handelt sich um ein 200 Jahre altes Gesetz, das es dem Präsidenten erlaubt, aktive Militärangehörige für polizeiliche Aufgaben innerhalb der USA einzusetzen.
Worum geht es? Am 6. Mai 1996 war die damals 24 Jahre alte Nada C. in Chiavari (Italien) ermordet aufgefunden worden. Fast 30 Jahre später wurde die mutmaßliche Täterin nun verurteilt.
Warum so spät? Der Fall war jahrzehntelang ein "Cold Case", der erst 2021 nach neuen Ermittlungen und Beweisanalysen neu aufgerollt wurde.
Was ist die Vorgeschichte? Nada C. arbeitete als Sekretärin im Büro eines Buchhalters. Im Frühling 1996 wurde sie am Arbeitsplatz brutal mit einem nie gefundenen Gegenstand attackiert, dann ihr Kopf mit Wucht gegen den Boden geschlagen.
Wer war die mutmaßliche Täterin? Ihre Kollegin Anna Lucia C., eine ehemalige Lehrerin.
Was war das Motiv? Laut dem Urteil des Gerichts Eifersucht und Neid, da Anna Lucia C. sich sowohl beruflich als auch persönlich von Nada C. bedroht fühlte.
Was überführte sie? Forensische Spuren, Zeugenaussagen und telefonische Daten. Aber auch einige Knöpfe einer Jeansjacke, die in ihrer Wohnung gefunden wurden. Sie ähnelten stark einem am Tatort gefundenen Knopf.
Wie lautete das Urteil? Anna Lucia C. wurde in Genua wegen Mordes zu 24 Jahren Haft verurteilt. Sie bestreitet die Tat.
Worum geht es? Amazon hat eine Liefervereinbarung für Kupfer aus einer Mine in Arizona abgeschlossen, die von Rio Tinto betrieben wird – konkret die sogenannte Johnson Camp Mine, berichtet das Wall Street Journal.
Die Mine wurde gekauft? Nein, Amazon kauft die Mine nicht, sondern sichert sich Kupferlieferungen für zwei Jahre.
Wozu? Das Kupfer wird für AWS-Rechenzentren verwendet, insbesondere für die AI- und Cloud-Infrastruktur, die große Mengen an Leitungen, Kabeln und Hochleistungsbauteilen benötigt.
Was ist AWS? Das Kürzel steht für Amazon Web Services, eine umfassende Cloud-Computing-Plattform, die IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Datenbanken flexibel über das Internet bereitstellt, ähnlich einem Stromanbieter.
Warum ist der Deal relevant? Es ist die erste größere Kupferlieferung aus den USA an Amazon seit über einem Jahrzehnt, wodurch die Abhängigkeit von Importen reduziert wird.
Wieso ist das möglich? Die Mine verwendet eine neuartige Bio-Laugungstechnologie (Nuton®), die den Kupferabbau effizienter und umweltfreundlicher gestaltet.
Was ist daran neu? Bio-Laugung ist ein mineralverarbeitendes Verfahren, bei dem Mikroorganismen eingesetzt werden, um Metalle aus Erz zu lösen. Traditionell wird Kupfer aus Gestein durch Schmelzen oder Säurebehandlung gewonnen, was sehr energieintensiv und umweltschädlich ist.
Wie passiert das nun? Die Bio-Laugung ersetzt teilweise chemische oder thermische Prozesse durch Bakterien, die Kupferionen aus dem Erz extrahieren.
Worum geht es? Chinesische Universitäten sind auf der Überholspur und steigen in wichtigen Uni-Rankings spürbar nach oben, sowohl in Gesamt‑ als auch in Fach‑ und regionalen Rankings, berichtet die New York Times.
Heißt in Zahlen? In den QS World University Rankings 2026 verbesserte sich die Peking University auf Platz 14, die Tsinghua University stieg auf Platz 17, und Fudan University kletterte auf Platz 30 – alles persönliche Bestleistungen. Insgesamt haben zahlreiche chinesische Hochschulen im Ranking zugelegt.
Wo noch? In den Times Higher Education (THE) World University Rankings 2026 sind chinesische Hochschulen stark vertreten, mit Tsinghua (Platz 12) und Peking (Platz 13). Die Zahl der chinesischen Universitäten in den Top 40 wuchs im Vergleich zum Vorjahr.
Warum ist das so? Massive staatliche Investitionen in Forschung, Infrastruktur und Talente, eine verbesserte Publikations‑ und Forschungsleistung und steigende Anerkennung bei Arbeitgebern und in internationalen Bewertungen.
Wer verliert? US-Unis. Sie sind immer noch stark, rutschen aber kontinuierlich ab. Die Politik von Präsident Trump hat den relativen Niedergang der amerikanischen Universitäten, der bereits vor Jahren begann, zwar nicht ausgelöst, könnte ihn aber beschleunigen.
Wo liegt Österreich? Im THE landete die Universität Wien als Beste erstmals unter den Top 100 weltweit und liegt auf Platz 95. In den QS platzierte sich die Uni Wien auf Platz 152, die TU Wien auf 197.
























































