Worum geht es? Als in Berlin zuletzt der Strom ausfiel, war der Bürgermeister abgetaucht. Später stellte sich heraus, dass Kai Wegner Tennis spielen war. Nun fand der CDU-Politiker eine neue Möglichkeit, sich unbeliebt zu machen.
Nämlich? In Berlin gibt es seit einigen Jahren eine solidarische Aktion namens "Kaffeewette", bei der Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen werden, Kaffeepäckchen zu sammeln und zu spenden, damit sie anschließend an Einrichtungen der Berliner Kältehilfe weitergegeben werden.
Was ist der Zweck? Die Aktion soll wohnungslosen Menschen helfen, besser durch den Winter zu kommen, indem sie dort zum Beispiel warme Getränke und Grundversorgung anbieten.
Wie groß war die Aktion? Im Jänner soll sie erstmals in elf von zwölf Berliner Bezirken gleichzeitig stattfinden, und die Bezirksämter riefen die Bevölkerung auf, sich zu beteiligen. Zusätzlich haben mehrere lokale Einzelhändler zugesagt, für jeden Bezirk, der mindestens 500 Kaffeepäckchen sammelt, 2.500 Euro an die Kältehilfe zu spenden.
Aber? Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat diese "Kaffeewette" jedoch für dieses Jahr verboten.
Grund? Nach Ansicht der Senatskanzlei entstehe der Verdacht auf Käuflichkeit oder Bestechlichkeit, wenn Bezirksverwaltungen mit Unternehmern zusammenarbeiten und dafür zusätzliche Geldspenden ausgelobt werden. Auch rechtliche Bedenken der Bezirksaufsicht wurden als Grund genannt.
Gab es Protest? Das Verbot der Kaffeewette hat scharfe Kritik ausgelöst, unter anderem von Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Er sagte, der Bürgermeister schade damit dem gesellschaftlichen Engagement zugunsten obdachloser Menschen.
Was passiert nun? Trotz des Verbots kündigten mehrere Bezirke an, die Kaffeesammlung trotzdem durchführen zu wollen, auch wenn die zusätzlichen Geldspenden durch das ursprüngliche Wettelement nun unklar sind oder ohne den Bonus stattfinden könnten.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, er könnte Strafzölle gegen Länder verhängen, die sich seinen "Vorstellungen" zu Grönland widersetzen.
Was ist gemeint? Laut US-Medien sagte Trump im Weißen Haus, dass er "möglicherweise Zölle gegen Staaten verhängen" könnte, die nicht mit seinen Plänen hinsichtlich Grönland "mitziehen".
Mit welcher Begründung? Er nannte die nationale Sicherheit und die strategische Bedeutung der Insel.
Wie reagierte Europa? Dänemark kündigte eine Verstärkung der diplomatischen Kontakte innerhalb der EU und NATO an, um Trumps Drohungen entgegenzuwirken. Die EU betonte, dass Grönland Teil des Königreichs Dänemark ist und jede einseitige Handlung der USA völkerrechtlich problematisch wäre.
Welchen Vorstoß machte Giorgia Meloni? Italiens Ministerpräsidentin hält die Arktis für eine strategisch sehr wichtige Region für Europa, die NATO und auch Italien selbst. Die Arktis sei nicht nur ein entlegenes Polargebiet, sondern ein Bereich mit wichtigen neuen Schifffahrtsrouten, Energie‑ und Rohstoffreserven, der in Zukunft global an Bedeutung gewinnen wird.
Was schlägt sie vor? Meloni betont, dass die EU und die NATO diese Region als Priorität ansehen und koordiniert handeln müssen, um Spannungen zu vermeiden und Einfluss anderer Staaten zu begrenzen. Die NATO solle ihre Präsenz in der Arktis stärkt, um den Einfluss rivalisierender Mächte (wie Russland oder China) zu begrenzen.
Worum geht es? Für Einheimische ist der kleine hölzerne Schwimmsteg vor dem Hotel "Gritti Palace" nichts Besonderes, "nicht anders als eine U-Bahn-Haltestelle in London", sagt ein Fremdenführer. Immer mehr Touristen sehen das anders.
Was heißt das? Die Rede ist vom sogenannten "Kardashian-Steg". Er wurde bekannt, weil Kim Kardashian dort während der Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sánchez im Juni 2025 aus einem Wassertaxi ausstieg.
Und? Die Szene, in der Kim Kardashian über den kleinen Steg ging, wurde von Fotografen festgehalten und breit in sozialen Medien geteilt. Innerhalb weniger Tage verbreiteten sich Bilder und Videos der Influencerin.
Was war die Folge? Der Steg wurde schnell als "Must-See-Ort" unter Fans und Touristen bekannt. Besonders Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok trugen dazu bei, dass der Steg viral ging.
Was bedeutet das für Venedig? Viele Reisende pilgern nun gezielt dorthin, um denselben Ort zu sehen, an dem die prominente Persönlichkeit stand. Damit ist der Steg zu einem Symbol dafür geworden, wie Popkultur und Social Media selbst die unscheinbarsten Orte berühmt machen können.
Worum geht es? Am 18. Jänner wählt Portugal einen neuen Präsidenten. Der Wahlkampf war auch durch einen ungewöhnlichen Kandidaten geprägt – den Satiriker Manuel João Vieira.
Was machte er? Vieira sorgte bewusst mit absurden und utopischen Versprechen für Aufsehen. Er nennt sich selbst "Candidato Vieira" und ist ein bekannter Künstler, Musiker und Komiker in Portugal, der in der Vergangenheit schon mehrfach symbolisch bei Wahlen kandidierte.
Was ist diesmal anders? Er konnte genügend Unterstützer sammeln und schaffte es tatsächlich auf den Stimmzettel.
Was verspricht er? Unter anderem, jedem Bürger einen Ferrari zu geben, falls er gewählt wird, woraus die Formulierung "Ferrari für alle" entstanden ist.
Ernst gemeint? Nein, das Versprechen ist nicht als politische Maßnahme gedacht, sondern als satirische Kritik an der Politik und am Populismus. Er will damit auf die Entfremdung vieler Wähler vom politischen Establishment hinweisen.
Was noch? Vieira will Wein, der aus Zapfhähnen in jedem Haushalt fließt, eine utopische Stadt namens Vieirópolis, wo künstliche Intelligenz die Menschen von Arbeit befreit, oder ein Behandlungskonzept zur "Vereinigung der Hauttöne", das soziale Spannungen lösen soll.
Will er gewinnen? Vieira selbst sagt, dass sein Ziel nicht wirklich darin bestehe, Präsident zu werden, sondern die Menschen zum Nachdenken über Politik und gegen politische Apathie anzuregen.
Hat er Chancen? Nein, laut Umfragen kommt er nur etwa rund ein Prozent der Stimmen. Aber besonders bei jungen Wählern und jenen, die eine Alternative zur traditionellen Politik suchen, hat er Interesse geweckt.
Worum geht es? Ein Gericht in Südkorea hat den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk-yeol am 16. Jänner zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte seine eigene Festnahme verhindert.
Was passierte? Yoon Suk-yeol hatte im Dezember 2024 das Kriegsrecht erlassen und damit gegen Gesetze verstoßen. Bei seiner Festnahme soll er seinen Sicherheitsdienst eingesetzt haben, um Ermittler zu blockieren und Akten manipuliert haben.
Was ist die Vorgeschichte? Yoon war bereits im Jänner 2025 verhaftet worden, nachdem ein Gericht einen Haftbefehl wegen Insurrektion (Aufruhr) und Missbrauchs seiner Befugnisse erlassen hatte.
Kam so etwas schon vor? Diese Verhaftung war historisch, weil er der erste amtierende Präsident Südkoreas ist, der festgenommen wurde. Täter wie er können trotz Präsidenten-Immunität strafrechtlich verfolgt werden, wenn der Verdacht auf schwere Verbrechen wie Aufstand besteht.
Ist das Urteil rechtskräftig? Yoon und seine Verteidigung kündigten bereits eine Berufung gegen das fünfjährige Strafmaß an. Das Gerichtsurteil ist damit nicht endgültig rechtskräftig.
Was droht dem Ex-Präsidenten? Staatsanwälte verlangen für Yoon in einem anderen Prozess die Todesstrafe wegen des Aufruhr-Vorwurfs im Zusammenhang mit dem Kriegsrechts-Dekret. In Südkorea gibt es offiziell die Todesstrafe, aber seit 1997 wurde niemand mehr hingerichtet.
Worum geht es? Netflix und Sony Pictures Entertainment haben einen neuen globalen Lizenzvertrag (Pay‑1‑Deal) abgeschlossen. Danach wird Netflix nach dem Kino‑ und Home‑Entertainment‑Fenster der Filme der exklusive erste Streaming‑Ort weltweit.
Gab es so etwas schon? Es ist das erste Mal, dass dieser Pay‑1‑Deal global so gestaltet ist.
Was ist ein Pay‑1‑Deal? Ein Pay‑1‑Deal ist ein spezieller Vertrag in der Film- und Streamingbranche, der regelt, wer als Erstes nach dem Kino und Home‑Entertainment (DVD/Blu‑ray, Video-on-Demand) einen Film im Streaming anbieten darf.
Was heißt das konkret? Der Vertrag gilt über mehrere Jahre und hat laut US-Medien ein Volumen von 7 Milliarden US-Dollar. Dabei sichert sich Netflix damit wichtige Filmrechte von einem der größten Hollywood‑Studios.
Welche Filme sind betroffen? Unter die Vereinbarung fallen große kommende Sony‑Filme wie zum Beispiel: "Spider‑Man: Beyond the Spider‑Verse", die Live‑Action‑Adaption von "The Legend of Zelda", "The Nightingale" und die Beatles‑Filmreihe von Sam Mendes.
Wie läuft das konkret ab? Nach der Kino‑Phase und dem Home‑Entertainment‑Fenster (z. B. DVD/Blu‑ray oder VOD) bekommen Filme ein Pay‑1‑Streamingfenster bei Netflix für eine bestimmte Zeit. Danach könnten die Rechte an andere Plattformen (etwa Disney) übergehen, je nach Region und Laufzeit.
Was bedeutet das in Zeit? Laut Vereinbarung erhält Netflix die Rechte an Sonys Filmen für 18 Monate nach deren Kinostart.
Worum geht es? Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado erhielt den Friedensnobelpreis im Jahr 2025. Grund: Ihr langjähriger Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und eine friedliche politische Veränderung in Venezuela.
Woraus besteht der Nobelpreis? Aus der offiziellen Auszeichnung, einer Urkunde, dem Preisgeld in Höhe von rund 1 Million Euro und der eigentlichen Medaille.
Warum wurde das nun relevant? Machado übernahm all diese Teile, den physischen Besitz der Medaille kann sie später weitergeben, wenn sie möchte, auch wenn der eigentliche Titel bei ihr bleibt. Das passiert nun.
Wie? Am Donnerstag traf sie Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Dabei überreichte sie ihm ihre Nobelpreis-Medaille als Geschenk.
Mit welcher Begründung? Sie erklärte, dass sie dies "als Anerkennung für seinen einzigartigen Einsatz für unsere Freiheit" getan habe und zog einen historischen Vergleich zu einer Geste aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege in Lateinamerika.
Wie reagierte das Nobelkomitee? Es hat klargestellt, dass ein Friedensnobelpreis nicht übertragen, geteilt oder an eine andere Person "übergeben" werden kann.
Wie reagierte Trump? Er postete auf seiner Plattform, dass es ihm eine "große Ehre" sei und nannte Machado eine "wunderbare Frau, die so viel durchgemacht hat". Das Geschenk wurde von der US-Regierung offiziell als persönliches Andenken entgegengenommen.
Hilft ihr das? Nicht wirklich. Machado, eine glühende Trump-Verehrerin, hatte sich Hoffnungen auf das Präsidentenamt gemacht. Der US-Präsident fühlte sich geschmeichelt, sagte aber auch, das Geschenk bedeute nicht, dass er politisch verpflichtende Entscheidungen über Venezuelas Führung trifft.
Heißt? Trump hat mehrfach betont, dass er gut mit Delcy Rodríguez, der interimistischen Präsidentin Venezuelas (ehemalige Vizepräsidentin unter Maduro), zusammenarbeitet.
Worum geht es? Deutschland hat zwei Fragmente des berühmten mittelalterlichen Teppichs von Bayeux an Frankreich retourniert. Diese Rückgabe gilt als historische Restitution von Kulturgut, das während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland gelangt war.
Was ist die Vorgeschichte? Die beiden unbestickten Leinenstücke stammen vom Teppich von Bayeux, einem rund 70 Meter langen Wandteppich aus dem 11. Jahrhundert, der die normannische Eroberung Englands 1066 darstellt und als wichtiges französisches Kulturgut gilt.
Wie groß sind die Fragmente? Zwischen ein und zwei Zentimeter.
Wo tauchten sie auf? Die Fragmente wurden 2023 zufällig im Archiv des Textilspezialisten Karl Schlabow im Landesarchiv Schleswig‑Holstein entdeckt. Schlabow hatte sie vermutlich 1941 während der Nazi‑Besatzung Frankreichs entnommen, als er im Auftrag des Regimes den Teppich untersuchte.
Warum ist das relevant? Dieses kleine, aber symbolisch bedeutende Ereignis zeigt die Bemühungen um Rückgabe von Kulturgut aus dem Zweiten Weltkrieg.
Was ist die historische Bedeutung? Der Teppich von Bayeux gilt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke Europas; seine vollständige Erhaltung ist für die französische Geschichte und Identität besonders wichtig.























































