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FEUER-OPFER AUS BAR SPRICHT

"Auf mir lagen verbrannte Menschen, ich dachte, ich sterbe"

Einen Monat nach dem Brand in einer Bar im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana reden Überlebende und Angehörige der Opfer über die Katastrophe. Es entstand eine beklemmende TV-Doku über das Feuer, die Hilfe und die Leere danach.

Von Martin Kubesch
"Auf mir lagen verbrannte Menschen, ich dachte, ich sterbe"
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NEUE VORWÜRFE Sohn von Mette Marit sitzt nun in Haft

Worum geht es? Marius Borg Høiby, unehelicher Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, wurde Sonntagabend von der Polizei festgenommen. Eigentlich sollte am Dienstag, dem 3. Februar, ein Prozess gegen den 29-Jährigen wegen verschiedener Straftaten beginnen.

Welche Straftaten werden ihm vorgeworfen? Unter anderem Vergewaltigung, Missbrauch und diverse Drohgendelikte. Insgesamt sind es 38 verschiedene Anklagepunkte, dem Angeklagten drohen bis zu 16 Jahre Haft.

Weshalb jetzt die Festnahme? Wie die Polizei in Oslo mitteilte, gebe es neue Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby: Es geht demnach um mutmaßliche Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot. Ein Gericht verhängte eine mindestens vierwöchige Untersuchungshaft gegen den 29-Jährigen, de seit JAhren mit Drogenmissbrauch zu kämpfen hat.

Wird der Prozess dennoch stattfinden? Geplant ist es jedenfalls, berichten norwegische Medien. Am Dienstag sollen sämtliche Anklagepunkte verlesen werden, am Mittwoch soll Borg Høiby dazu persönlich Stellung nehmen.

Wie wird sich das norwegische Königshaus verhalten? Man will sich aus dem Prozess komplett heraushalten und diesem auch nicht beiwohnen. Marius Borg Høiby wurde auch nach der Hochzeit seiner Mutter mit Thronfolger Kronprinz Haakon von diesem nicht adoptiert und ist somit kein Mitglied der königlichen Familie. Dennoch belasten die erstmals 2024 bekannt gewordenen Vorwürfe gegen den Sohn von Mette-Marit das Ansehen des Königshauses.

TRUMP SPERRT CENTER ZU Nach Künstler-Revolte wird renoviert

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C. ab dem 4. Juli 2026 für etwa zwei Jahre komplett zu sperren.

Was ist der offizielle Grund? Es seien umfassende Renovierungs- und Umbauarbeiten durchzuführen, lautete die Begründung. Die Aufzüge seien kaputt, es wimmle von Ratten, der Beton in der Tiefgarage bröckle. Das Center sei "müde, kaputt und baufällig", schrieb Trump auf Truth Social.

Was ist der Hintergrund? Nach seiner Wiederwahl hatte Trump die Leitung der Einrichtung übernommen. Viele Künstler und Gruppen haben bereits Auftritte abgesagt oder Kooperationen beendet. Zuletzt sagte der weltbekannte Komponist Philip Glass die Weltpremiere einer neuen Symphonie ab.

Was wird nun vermutet? Dass Trump eine indirekte Strafsanktion verhängt. Die komplette Schließung bedeutet nämlich auch, dass Künstler, das Personal, andere Beteiligte zwei Jahre lang um ihre Gagen umfallen.

Woran entzündete sich der Streit? Trump hatte das Gebäude offiziell in "The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center" umbenannt, ob das rechtlich möglich ist, scheint fraglich.

Warum? Das 1963 errichtete Gebäude wurde per Bundesgesetz als Denkmal für John F. Kennedy eingerichtet. Mitglieder der Kennedy-Familie – etwa der Enkel Jack Schlossberg – werfen Trump vor, das Erbe von John F. Kennedy "zu zerstören".

SPRIT SOLL TEURER WERDEN Interview kostete ADAC-Präsident Job

Worum geht es? Im Dezember hatte sich Gerhard Hillebrand, Verkehrspräsident des deutschen Automobilklubs ADAC, für die CO2-Bepreisung ausgesprochen. Nun wird der 60-Jährige abgelöst.

Was ist der Hintergrund? In Deutschland stiegen die Preise für Diesel und Benzin mit Jahresbeginn deutlich an, bei Diesel waren es vier Cent pro Liter. Grund war die Einführung der CO₂-Bepreisung, die bis zu drei Cent pro Liter ausmacht.

Was hat Hillebrand damit zu tun? Er gab der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein Interview. Darin stellte er sich gegen den EU-Plan zur Rücknahme des Verbrenner-Aus. "Davor kann ich nur warnen. Europa muss an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen", sagte er.

Und? Er fand auch die Preiserhöhung gut. "Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen", sagte er. "Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen."

Was war die Folge? In einem Monat kündigten 60.000 Autofahrer ihre ADAC-Mitgliedschaft.

Was sagt der ADAC? "Der Eindruck, der durch das Interview entstanden ist, passt nicht zu den klaren Positionen des ADAC", zitiert Bild eine Sprecherin. "Wir machen uns gegen jede weitere Belastung ohne sozialen Ausgleich stark. Unser Auftrag lautet: bezahlbare Mobilität für alle."

Gehen dem ADAC nun die Mitglieder aus? Offenbar nicht. 60.000 kehrten dem Klub im Jänner den Rücken, es kamen aber gleichzeitig 100.000 neue Mitglieder dazu.

GOLD WIRD VERSILBERT Preis für Feinunze bricht drastisch ein

Worum geht es? Nach dem Höhenflug kam der Fall. In der vergangenen Woche war der Preis für 1 Feinunze Folge erstmals über 5.100 US-Dollar geklettert. Nun aber ging es deutlich nach unten.

Was ist passiert? Der Goldpreis erlitt zuletzt einen der größten täglichen Verluste seit Jahren. In der vergangenen Woche fiel Gold zeitweise um mehrere Prozentpunkte, teilweise um bis zu rund 13 Prozent an einem Tag. Der Trend setzte sich am Montag fort.

Wie war es am Montag? Gold fiel am Montag um bis zu 9 Prozent auf unter 4.600 US-Dollar pro Unze, erholte sich am Ende des Tages aber leicht. Unterm Strich blieb ein Minus von 4 Prozent.

Was ist der Hauptgrund? Eine sell‑off‑Phase. Wer Gold gekauft hatte, versuchte das Edelmetall nun zu versilbern, also Gewinne zu realisieren.

Betraf das nur Gold? Nein, Silber – das oft ähnlich reagiert – fiel noch stärker (über 25 bzw. über 30 Prozent in kurzer Zeit). Auch hier setzte sich der Trend am Montag fort. Silber rutschte unter 72 US-Dollar, nachdem es im Jänner ein Allzeithoch von über 120 US-Dollar erreicht hatte.

AUS FÜR RUSSEN-ÖL Trump erzielt Handels-Deal mit Indien

Worum geht es? Er habe sich mit Indiens Regierungschef Narendra Modi darauf geeinigt, dass der bevölkerungsreichste Staat der Welt künftig kein russisches Öl mehr importieren werde, schrieb US-Präsident Donald Trump am Montag auf Truth Social. Im Gegenzug werde er die Importzölle für indische Waren von 25 auf 18 Prozent senken, so der US-Präsident.

Warum sollen die Inder kein Russen-Öl mehr kaufen? Um Russlands Kriegswirtschaft zu schwächen und Präsident Wladimir Putin rascher zu einem Einlenken im Ukraine-Krieg zu bewegen, so das Kalkül in Washington. Stattdessen will Neu-Dehli sein Öl künftig mehr in den USA kaufen – und eventuell in Venezuela, so Trump.

Gibt es noch weitere Zugeständnisse? Aber ja. Angeblich habe Modi zudem angekündigt, Indiens Importzölle für US-Produkte auf Null zu reduzieren und "über 500 Milliarden Dollar" in den USA zu investieren, in den Energiesektor, in Technologie und Landwirtschaft.

Was sagt Indien dazu? Relativ wenig. Premierminister Modi nannte die Ankündigung von Trump, die Importzölle für indische Waren zu senken, auf X eine "wunderbare Ankündigung", äußerte sich aber sonst nicht weiter zu den von Trump ausgerufenen Zugeständnissen.

Möglicherweise ein Verständigungsproblem? Wenn, dann ein sehr nachhaltiges. Denn bereits im vergangenen Oktober hatte Trump eine ähnliche Ankündigung in die Welt gesetzt. Und auch damals gab es keine Bestätigung von indischer Seite.

Wie viel Öl kauft Indien in Moskau ein? Schon sehr ordentlich. Seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 verdoppelte sich die Menge des Russen-Öls, das in den Subkontinent geliefert wurde, auf 36 Prozent der russischen Produktion. Damit ist Indien hinter China der zweitgrößte Öl-Abnehmer für den Herren im Kreml.

75.000 DOLLAR VON EPSTEIN Britischer Lord gab alle seine Ämter ab

Worum geht es? In der vergangenen Woche hatte das US-Justizministerium weitere mehr als 3 Millionen Dokumentenseiten, rund 2.000 Videos und etwa 180.000 Fotos aus den sogenannten Epstein-Akten veröffentlicht.

Was ist nun die Folge? Lord Peter Mandelson, eine prominente Figur in der britischen Politik seit den 1990er-Jahren, gab seine Ämter ab.

Wer ist Lord Mandelson? Ein langjähriger britischer Politiker der Labour Party, ehemaliger Minister für Handel und Industrie und bis Ende 2025 Botschafter des Vereinigten Königreichs in den USA.

Was wird ihm angekreidet? Die Epstein Files enthalten Einträge, aus denen hervorgeht, dass Jeffrey Epstein zwischen 2003 und 2004 insgesamt 75.000 US-Dollar in drei Teilbeträgen an Konten überwiesen haben soll. Sie sind mit Peter Mandelson oder seinem damaligen Partner verbunden.

Was sagt er dazu? Mandelson bestreitet, sich an diese Zahlungen zu erinnern oder entsprechende Unterlagen darüber zu haben. Er bedaure seine Beziehung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter.

Welche Konsequenz zog Mandelson? Er schrieb einen Brief an die Generalsekretärin der Labour Party und entschuldigte sich. Um "weitere Peinlichkeiten" zu vermeiden, trat er aus der Labour Party aus. Im vergangenen Jahr war Lord Mandelson bereits aufgrund seiner Verbindungen zu Epstein als britischer Botschafter in den USA entlassen worden.

Warum das? Es waren E-Mails und andere Dokumente öffentlich geworden, die seine Kontakte zu Epstein auch nach dessen erster Verurteilung 2008 zeigten.

FUSION SOLL GELD BRINGEN Musk legt SpaceX und xAI zusammen

Worum geht es? Multimilliardär Elon Musk legt seine beiden Unternehmen SpaceX und xAI zusammen. Dadurch soll das KI-Unternehmen xAI mit frischem Bargeld versorgt werden, um es schlagkräftiger gegen die Konkurrenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu machen.

Wie passen die beiden Firmen zusammen? Musk plant offenbar, Rechenzentren ins Weltall zu verlegen, wie er am Montag ankündigte. Er schätze, dass es in zwei bis drei Jahren der günstigste Weg sein werde, um Rechenleistung für KI zu generieren.

Was sagen die Anleger dazu? Gar nichts, denn beide Unternehmen sind nicht an der Börse notiert. Das macht den Schritt für Musk wesentlich unkomplizierter. Musk selbst hält an SpaceX etwa 40 Prozent.

Was macht SpaceX? Das Unternehmen nimmt eine Schlüsselposition in den Zukunftsplänen der US-Weltraumbehörde NASA ein. Es stellt jetzt schon jene wieder verwertbaren Raketen her, mit denen die USA die Weltraumstation ISS ansteuern. Der Wert des Unternehmens wird auf etwa 1,5 Billionen Dollar geschätzt.

Und xAI? Das KI-Unternehmen hat mit dem KI-Chatbot Grok eine Alternative zu ChatGPT von OpenAI geschaffen. Allerdings gab es zuletzt Diskussionen, da Grok auf User-Wunsch zigtausende Nacktbilder ohne das Einverständnis der Abgebildeten generierte.

"WIR SIND KEINE TIERE" Grammys rechnen mit ICE und Trump ab

Worum geht es? Bei den bisherigen Filmpreisen, etwa den Golden Globe Awards, war die Kritik an Donald Trump noch verhalten. Bei den Grammys wurde nun deutlich, wie sich die Stimmung in den USA gedreht hat.

Wie war das zu merken? Bei der 68. Grammy-Verleihung am 1. Februar in Los Angeles nutzten mehrere Musiker ihre Bühne, um klare politische Statements gegen die US-Einwanderungspolitik, die ICE-Behörde und gegen die Politik von Präsident Donald Trump zu setzen.

Beispiele? Bad Bunny, der aus Puerto Rico stammt, gewann mehrere Grammys, darunter Album des Jahres. In seiner Rede forderte er: "ICE raus" ("ICE out"), bevor er Gott dankte, und sagte: "Wir sind keine Wilden, keine Tiere, keine Außerirdischen – wir sind Menschen und wir sind Amerikaner."

Wer noch? Billie Eilish, Gewinnerin des Songs des Jahres, nutzte ihre Rede, um zu betonen: "Niemand ist illegal auf gestohlenem Land" und rief zu weiteren Protesten und Engagement auf. Mehrere Stars, von Justin Bieber bis Carole King, trugen "ICE Out"-Pins auf dem roten Teppich oder äußerten sich ebenfalls kritisch.

Wie war das bei der Moderation? Trevor Noah machte bei der Veranstaltung eher humorvolle Seitenhiebe auf Donald Trump und die politische Lage in den USA.

Was ist der Hintergrund? Das brutale Vorgehen der Einwanderungsbehörden zuletzt in Minneapolis hatte für Empörung gesorgt, auch unter Trump-Anhängern. Die Beamten erschossen zwei Menschen vor laufenden Handykameras.

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