Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag seine Justizministerin Pamela Bondi entlassen. Als Nachfolger benannte Trump zunächst Bondis Stellvertreter, Todd Blanche. Der war früher Trumps persönlicher Anwalt.
Warum musste die Ministerin gehen? Laut New York Times, die sich auf mehrere Insider beruft, war Trump zunehmend unzufrieden mit Bondis Amtsführung. Sowohl ihre Handhabung der Epstein-Akten, als auch die Tatsache, dass es ihr nicht gelang, Verfahren gegen zwei erklärte Feinde Trumps zu eröffnen, hätten ihr letztlich beruflich das Genick gebrochen, so die Zeitung.
Wen hätte sie anklagen sollen? Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und den früheren FBI-Chef James Comey. Beide hatten in der Vergangenheit gegen Trump ermittelt, weshalb sie der Präsident mit seinem ganzen Hass verfolgt. Aber obwohl Bondi Anklagen gegen die beiden vorbereiten ließ, blockierten Gerichte die Anklagen.
Und was war mit den Epstein-Akten? Bondi hatte bei deren Veröffentlichung sehr unglücklich agiert. Und sie ist bis heute nicht dem Gesetz voll nachgekommen, das tatsächlich die Veröffentlichung aller Seiten der Akten über den Missbrauchsfall des ehemaligen Bankers und Trump-Freundes Jeffrey Epstein verlangt. Noch immer sind zahllose Seiten aus den Ermittlungen der Bundesbehörden im Besitz des Staates und wurden noch nicht veröffentlicht.
Was ist das große Bild? Bondis Hinauswurf ist bereits der zweite Wechsel im Kabinett Trump II innerhalb weniger Wochen. Erst Anfang März musste Heimatschutz-Ministerin Kristi Noem gehen.
War's da fürs Erste? Nicht unbedingt. Laut der rechten Influencerin Laura Loomer könnte auch Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard demnächst ihren Job los sein. Sie hat sich durch ihre Unterstützung für den Mitte März zurückgetretenen Leiter des Nationalen Terrorabwehrzentrums (NCTC), Joe Kent, bei Trump unbeliebt gemacht. Kent hatte den Iran-Krieg und Trumps Kurs scharf kritisiert.
Worum geht es? Was gefühlt ohnedies bereits jeder Politikkommentator der USA gesagt hat, wurde nun auch von mehreren Meinungsumfragen bestätigt. Eine große Mehrheit der Amerikaner ist gegen den Krieg der USA im Iran und vor allem auch gegen den Einsatz von US-Bodentruppen.
Was sagen die Umfragen konkret? Nur 14 Prozent der Amerikaner befürworten den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran, 62 Prozent sind dagegen und 24 Prozent zeigen sich unentschlossen. Das ergab eine Untersuchung der Zeitschrift Economist in Zusammenarbeit mit YouGov.
Ist das ein generelles Stimmungsbild? Offenbar ja, denn auch andere jüngst durchgeführte Umfragen (etwa von Ipsos und AP-NORC) kommen zu dem gleichen Ergebnis. In allen Fällen übertrifft die Ablehnung des Konfliktes die Zustimmung dazu um das Vierfache.
Wie sehen das Trumps Republikaner? Sehr ähnlich. 37 Prozent der Republikaner sprachen sich gegen den Einsatz aus, während 30 Prozent ihn befürworten. Selbst innerhalb von Trumps Wählerbasis ist die Unterstützung verhalten: Nur 41 Prozent derjenigen, die sich selbst als MAGA-Anhänger bezeichnen, befürworten eine Bodenoperation, während 27 Prozent explizit dagegen sind. Und sogar 60 Prozent der Republikaner, die nicht der MAGA-Bewegung angehören, lehnen den Einsatz von Bodentruppen ab.
Weshalb ist das wichtig? Weil im kommenden November Zwischenwahlen anstehen, die darüber entscheiden, wie entschlossen oder vorsichtig Trump die letzten beiden Jahre seiner Amtszeit angehen kann.
Wovon hängt das ab? Davon, ob die Republikaner ihre geringen Mehrheiten in den beiden Kammern des Kongresses behalten können. Gewinnen die Demokraten dort die Oberhand, kann sich Präsident Trump kaum mehr politisch bewegen und wird zur "Lame Duck".
Worum geht es? Die Mondrakete Artemis II der US-Weltraumbehörde NASA ist in der Nacht auf Donnerstag planmäßig vom Kennedy Space Center in Florida abgehoben. Nach mehreren Erdumrundungen wird die Raumkapsel Orion Richtung Mond aufbrechen.
Landet die Kapsel auf dem Mond? Nein, sie wird den Mond umrunden und danach zur Erde zurückkehren.
Was hat das für einen Sinn? Der Flug dient der Vorbereitung einer Mondlandung, die im Jahr 2028 stattfinden soll. Es wird dann die erste Landung von Menschen auf dem Mond nach 56 Jahren Pause sein.
Wie lange dauert die Mission? Planmäßig wird die Artemis II-Mission zehn Tage unterwegs sein, ehe die Kapsel wieder zur Erde zurückkehrt.
Wie viele Menschen sind an Bord? Vier Astronauten, drei Männer und eine Frau. Sie werden sich aufgrund der geplanten Flugbahn der Kapsel weiter von der Erde entfernen, als jemals zuvor ein mit Menschen besetztes Flugobjekt gewesen ist.
Worum geht es? US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den bisherigen Armeechef des Landes, Randy George, zum Rücktritt gedrängt – mitten im Krieg gegen den Iran. Ein Regierungssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des Senders CBS.
Weshalb dieser Schritt? Die Gründe dafür waren zunächst unklar. CBS berichtete aber unter Berufung auf informierte Kreise, Hegseth wolle einen General auf dem Posten, der seine Vision und die Vision von US-Präsident Donald Trump vom Heer teile.
Wie lange war Randy George Armeechef? Der Vier-Sterne-General war von Trumps Amtsvorgänger Joe Biden an die Spitze der Landstreitkräfte berufen worden.
Ist der Wechsel ein Einzelfall? Nein, seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit sind zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht worden. Im Februar 2025 wurde Generalstabschef Charles "CQ" Brown ohne Angabe von Gründen gefeuert. Auch die Spitzen von Marine, Küstenwache und dem Geheimdienst NSA wurden ausgewechselt.
Worum geht es? Am Dienstag startete in Indien offiziell die größte Volkszählung aller Zeiten. Mehr als ein Jahr lang soll erhoben werden, wie viele Menschen tatsächlich im bevölkerungsreichsten Land der Erde leben.
Moment, ist das nicht China? Nein, schon seit einiger Zeit nicht mehr. Laut UNO hat Indien seinen östlichen Nachbarn vor etwa drei Jahren bei der Einwohnerzahl überholt, wobei zu dem Zeitpunkt beide Länder jeweils mehr als 1,4 Milliarden Menschen zählten.
Und wie ist die Entwicklung? Während das Bevölkerungswachstum in China merkbar zurückgeht, steigt die Zahl der Menschen in Indien weiter. Experten schätzen, dass das Ergebnis der Volkszählung über 1,5 Milliarden liegen wird.
Wie läuft die Volkszählung ab? Der Zensus (vom lateinischen Census für Einschätzung, Bewertung) findet in zwei Teilen statt. Heuer werden Informationen über den Wohnungsbestand sowie Merkmale wie Ausstattung und Vermögenswerte der Haushalte gesammelt.
Und nächstes Jahr? Da findet dann die eigentliche Zählung der Bevölkerung statt. Auch sollen dabei wirtschaftliche Merkmale, Bildungs- und Migrationshintergrund sowie die Zahl der Kinder abgefragt werden.
Noch etwas? Ja, erstmals seit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 will die Regierung wissen, welcher Kaste jeder einzelne Bürger angehört. Das Kasten-System bezeichnet die religiös begründete hierarchische Einordnung gesellschaftlicher Gruppen. Mittlerweile wird es zunehmend als ein System sozialer Unterdrückung angesehen.
Wie läuft die Volkszählung ab? Sie soll erstmals weitgehend online stattfinden. Es werden aber auch drei Millionen Helfer eingesetzt, um auch wirklich die gewünschten Informationen zu erhalten. Die Regierung nennt die Volkszählung die "größte administrative und statistische Aufgabe weltweit".
Wie oft finden Volkszählungen statt? Eigentlich alle zehn Jahre. Ursprünglich sollte der aktuelle Zensus bereits 2021 stattfinden, konnte aber wegen Corona nicht durchgeführt werden. Auch nach der Pandemie gab es verschiedene Verzögerungen, weshalb erst jetzt damit gestartet werden konnte.
Wofür werden die Ergebnisse benötigt? Einerseits natürlich, um einen möglichst genauen Überblick über den Bevölkerungsstand zu haben. Außerdem soll eine aktuelle Datengrundlage für Sozialprogramme sowie andere staatliche Projekte geschaffen werden.
Worum geht es? Seit Mittwoch verhandelt der Oberste Gerichtshof der USA ein heikles Thema: Es geht um die Frage, ob Kinder automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten, wenn sie auf amerikanischem Boden geboren werden. Präsident Donald Trump, der dieses Geburtsrecht in Teilen abschaffen möchte, lauschte als Zuschauer der Debatte des ersten Tages.
Was besagt das Gesetz genau? Es garantiert fast jedem auf US-Territorium geborenen Kind automatisch die Staatsbürgerschaft und basiert auf dem 14. Verfassungszusatz.
Weshalb wurde das so festgeschrieben? Das Gesetz entstand unter dem Eindruck der Sklaverei, die erst wenige Jahre zuvor als Folge des US-Bürgerkriegs (1861-1865) abgeschafft worden war, und sollte vor allem die Rechte der bislang Rechtlosen stärken
Warum will Trump das Gesetz abschaffen? Um auch Kinder illegaler Einwanderer, die in den USA geboren worden sind, leichter abschieben zu können. Trump hatte die Behörden per Dekret angewiesen, in den USA geborenen Kindern die amerikanische Staatsbürgerschaft zu verweigern, wenn kein Elternteil US-Bürger ist oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung besitzt.
Wen betrifft das? Alle i0 geborenen Kinder, deren Eltern nur auf Zeit oder ohne gültige Aufenthaltspapiere im Land sind. Damit könnten neben Babys von Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus auch jene von Asylsuchenden, ausländischen Studenten, Touristen oder Ausländern, die von Firmen auf Zeit in die USA versetzt wurden, betroffen sein.
Warum kam der Präsident zur Verhandlung? Dazu sagte er nichts. Trump beobachtete den Lauf der Verhandlung etwa 90 Minuten lang von der Besuchergalerie aus, ehe er das Gericht wieder verließ.
Passiert so etwas häufiger? Nein, laut US-Medien war es überhaupt das erste Mal, dass ein amtierender Präsident an einer solchen Verhandlung des Obersten US-Gerichts teilnimmt.
Wie lief die Verhandlung? Beobachtern zufolge eher schlecht für Trump. Selbst die konservativen Richter des Supreme Court reagierten skeptisch auf die Ausführungen von Generalstaatsanwalt D. John Sauer, der für Trump in der Sache vor Gericht zog.
Wann fällt ein Urteil? Es wird für Anfang Sommer erwartet.
Worum geht es? Ein neues Gesetz in Brasilien regelt künftig die Möglichkeit, Paaren, die sich in Trennung befinden, ein gemeinsames Sorgerecht für ihre Haustiere zu gewähren. Man reagiere damit auf gesellschaftliche Veränderungen, so die Abgeordneten in Brasilia.
Wie soll das funktionieren? Nach dem neuen Gesetz werden Gerichte in Brasilien künftig in der Lage sein, Regelungen zum gemeinsamen Sorgerecht für Haustiere von sich trennenden Paaren festzulegen, sollte sich das Paar nicht auf eine gemeinsame Obsorge einigen können.
In welchen Fällen soll das neue Gesetz angewendet werden? Damit das Gesetz auch für sich trennende Paare gilt, muss das Tier den größten Teil seines Lebens mit dem Paar verbracht haben. Eine gemeinsame elterliche Sorge wird nicht gewährt, wenn eine der Parteien vorbestraft ist oder eine Vorgeschichte oder ein Risiko häuslicher Gewalt aufweist.
Wie viele Haustiere leben in Brasilien? Nach Angaben des Instituto Pet Brasil gibt es in dem Land mit 213 Millionen Einwohnern derzeit rund 160 Millionen Haustiere. Mitglieder des Kongresses gaben an, dass es vor Gericht zuletzt zu einer Zunahme von Streitigkeiten um das Sorgerecht für Haustiere gekommen sei.
Worum geht es? Ein US-Richter hat die Bauarbeiten am geplanten riesigen Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses vorläufig gestoppt, da vor Beginn des Projekts nicht die ordnungsgemäßen Verfahren eingehalten worden seien.
Weshalb dieser Richterspruch? Die Entscheidung erfolgte, nachdem das Weiße Haus vom National Trust for Historic Preservation verklagt worden war.
Wie wird er begründet? "Solange der Kongress dieses Projekt nicht durch eine gesetzliche Genehmigung absegnet, müssen die Bauarbeiten eingestellt werden!", so Richter Richard Leon in seinem Urteil. Und weiter: "Der Präsident ist der Verwalter des Weißen Hauses für künftige Generationen von Präsidentenfamilien. Er ist jedoch nicht dessen Eigentümer!"
Warum diese Feststellung? Donald Trump hatte vergangenen Herbst eigenmächtig den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen lassen und mit dem Bau des von ihm gewünschten Ballsaals begonnen. Als das von öffentlichen Stellen kritisiert wurde, argumentierte er sinngemäß, er könne mit dem Weißen Haus machen, was er wolle.
Was sagt der Präsident zu dem Urteil? Trump kündigte Berufung an und bestritt die Feststellung, dass der Kongress Arbeiten am Weißen Haus zustimmen müsse.
Wie geht es jetzt weiter? Die Bauarbeiten sind damit zunächst einmal gestoppt, für wie lange, bleibt abzuwarten. Das wird auch davon abhängen, ob sich im Kongress Republikaner finden, die sich in dieser Sache gegen Trump stellen wollen. Wahrscheinlicher ist, dass Trump mit seiner Mehrheit im Kongress einen Beschluss für die Weiterführung der Bauarbeiten erhält.
























































