Worum geht es? In der Silvesternacht kam es in einer Bar in Crans-Montana zu einem verheerenden Brand. 40, überwiegend junge Menschen starben. Nun gab der Ex-Manager des Lokals ein Interview.
Warum ist das relevant? Weil seine Aussagen die nunmehrigen Eigentümer, ein Ehepaar aus Korsika, in Bedrängnis bringen.
Wieso? Eric D., der in Frankreich lebt, leitete das "Le Constellation" zwischen 2005 und 2014 und er sagt: "Wir hatten keinen Schaumstoff, wir brauchten keine Akustik." Die Decke, über die sich das Feuer rasant ausbreitete, muss also später eingebaut worden sein.
Kann er das belegen? Schaut so aus. Der Ex-Manager legte Journalisten Fotos aus der Zeit vor, in der er in der Bar tätig war. Sie zeigen, dass es keine Akustikdecke gab.
Warum? Sie war nicht nötig. Das "Le Constellation" habe damals lediglich aus "Bereichen bestanden, die mehr oder weniger als Lounges eingerichtet waren", sagt Eric D. "Unten hatten wir damals einige Spiele, drei Billardtische, eine Dartscheibe … "
Wie stand es um die Sicherheit? Die Treppe zum Keller sei nach "umfangreichen Renovierungsarbeiten" der neuen Eigentümer drastisch verkleinert worden, sagt er. "Ich verstehe nicht, warum sie die Treppe so stark verkleinert haben. Sicherlich, um sie schöner zu machen."
War die Treppe eine Todesfalle? Ja, 34 der 40 Opfer, die in Crans-Montana ums Leben kamen, wurden am Fuße der Treppe zum Erdgeschoss eingeklemmt gefunden. Die Treppe war zu eng, als dass alle hätten entkommen können.
Was noch auffiel? In der Bar gab es zum Zeitpunkt des Unglücks nur einen einzigen Feuerlöscher. Der Ex-Manager hingegen beharrt darauf, dass es zu seiner Zeit "sechs Feuerlöscher" gegeben habe.
Was ist mit den Betreibern? Ein Gericht im Kanton Wallis ordnete am Montag die Untersuchungshaft für Jacques M. an (er ist Mitinhaber der Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana zusammen mit seiner Frau) "für einen ersten Zeitraum von drei Monaten".
Was sorgt besonders für Empörung? Der Betreiber hatte in seiner ersten Befragung durch Ermittler unmittelbar nach dem Brand zugegeben, dass die Tür zum zweiten Fluchtweg von innen verschlossen war, berichtet der Le Figaro.
Worum geht es? In den sozialen Medien wird derzeit über ein Foto debattiert. Es zeigt zwei Jets der deutschen Luftwaffe nebeneinander eingeparkt auf Island.
Was machen die da? Eine Maschine soll Außenminister Johann Wadephul (CDU) in die USA bringen, die andere Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ebenfalls dorthin.
Warum fliegen sie nicht gemeinsam? Weil ihre weiteren Reisepläne voneinander abweichen. Wadephul will bilaterale Gespräche in Island führen, länger in den USA bleiben und von Washington nach New York fliegen, Klingbeil nicht, berichtet der Spiegel.
Warum aber Island? Wenn man das Foto sieht, glaubt man es nicht, aber es handle sich laut Verteidigungsministerium um kleinere Maschinen und die müssten am Weg aufgetankt werden.
Wo sind die größeren Flugzeuge? Eines ist gerade mit Kanzler Friedrich Merz nach Indien unterwegs.
Worum geht es? Friedensnobelpreis-Trägerin María Corina Machado trifft diese Woche Donald Trump in Washington, D.C. Sie hatte angedeutet, dem Präsidenten ihren Nobelpreis dabei zu schenken.
Was sagt das Weiße Haus dazu? Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, sagte in ihrer Erklärung am Sonntag, Trumps "Vermächtnis als oberster Friedensstifter sei bereits gefestigt, daher sei es keine Überraschung", dass er von allen Seiten nominiert worden sei.
Aber? "Wie der Präsident jedoch bereits sagte", schrieb Kelly in einer E-Mail, "geht es ihm nicht um Anerkennung – es geht ihm nur darum, Leben zu retten."
Und Trump? Er hatte vergangene Woche auf Fox News erklärt, dass es ihm eine große Ehre wäre, den Preis von Machado entgegenzunehmen.
Wie reagierte das Nobelinstitut? Die Organisation verwehrt sich entschieden gegen eine Weitergabe. "Sobald ein Nobelpreis verliehen wird, kann er weder widerrufen, geteilt noch an andere übertragen werden. Die Entscheidung ist endgültig und gilt für alle Zeiten."
Warum wurde Machado ausgezeichnet? Die Trump-Anhängerin führte jahrelang den Widerstand der Opposition in Venezuela an. Nach dem Sturz von Maduro machte sie sich Hoffnungen, Präsidentin zu werden. Aber Trump ließ sie bisher abblitzen.
Worum geht es? Die in der Wissenschaft weltweit bekannteste Schimpansin Ai (japanisch für Liebe) starb im Alter von 49 Jahren. Sie galt als hochbegabt.
Woher weiß man das? Ai hat an mehreren kognitionswissenschaftlichen Studien teilgenommen. Ermittelt wurden ihre Fähigkeiten in der Wahrnehmung, im Lernen und die Gedächtnisleistung.
Was schaffte sie? Die Schimpansin konnte über 100 chinesische Schriftzeichen erkennen, verstand das englische Alphabet und konnte arabische Zahlen von 0 bis 9 und 11 Farben korrekt identifizieren.
Wodurch wurde sie weltberühmt? Die Schimpansin malte und zeichnete auch; eines ihrer Werke wurde zu einem Schal für die Primatologin Jane Goodall verarbeitet.
Woran starb sie? Die Universität Kyoto berichtete, dass Ai an multiplem Organversagen und altersbedingten Beschwerden gestorben ist.
Worum geht es? Der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der Federal Reserve (Fed) war schon 2025 ausgebrochen. Nun geht er in eine neue Runde. Fed-Chef Jerome Powell erhielt eine Vorladung des Justizministeriums.
Was ist passiert? Gegen Powell wurde eine strafrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit Aussagen zu einem Renovierungsprojekt der Zentralbank eingeleitet. Das machte der Banker selbst via YouTube öffentlich.
Was ist die Fed? Die Zentralbank der USA steuert die Zinsen- und die Geldpolitik des Landes. Sie ist unabhängig von der Regierung – Präsidenten dürfen ihr keine direkten Anweisungen geben.
Wie kam es zum Streit? Trump hat Powell (den er selbst ernannt hat) mehrfach öffentlich beleidigt und als unfähig dargestellt. Er wirft ihm vor, durch hohe Zinsen das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Was will er? Trump kritisiert die Fed seit Jahren dafür, die Zinsen nicht schnell und stark genug zu senken. Er argumentiert, niedrige Zinsen würden das Wirtschaftswachstum beschleunigen, die Staatsschulden günstiger machen, die Börsen und Immobilienmärkte stützen.
Was ist nun mit der Untersuchung? Im Zentrum der Ermittlungen steht die Erneuerung des Hauptsitzes der Federal Reserve in Washington, D.C., das mehrere historische Gebäude umfasst und mehrere Milliarden Dollar kostet.
Aber? Die renovierten Gebäude waren jahrzehntelang nicht umfassend modernisiert worden, und die Kosten sind stark gestiegen – auf rund 2,5 Milliarden Dollar, deutlich mehr als ursprünglich geplant.
Was ist der Vorwurf gegen Powell? Die US-Staatsanwaltschaft will prüfen, ob er vor dem Senat falsche oder irreführende Aussagen über den Umfang des Renovierungsprojekts gemacht hat.
Wie verteidigt er sich? Powell bezeichnet den Vorgang als Maßnahme, um politisch motivierten Druck aufzubauen. Das soll ihn zu Zinssenkungen zwingen. Viele Beobachter sehen darin einen gefährlichen Präzedenzfall für die Unabhängigkeit der Zentralbank.
Und Trump? Er sagt öffentlich, dass er keine Kenntnis von der Vorladung bzw. der strafrechtlichen Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell hatte.
Worum geht es? Einmal im Jahr untersuchen die Datenanalysten von Property Shark, wo die USA am teuersten sind. 2026 gibt es einen neuen Sieger – Fisher Island bei Miami Beach. Postleitzahl: 33109.
Warum ist das wichtig? Weil die Postleitzahl aussagt, dass man eher nicht zu den kleinen Leuten gehört. Die durchschnittliche Preis für verkaufte Immobilien betrug im Vorjahr auf Fisher Island 9,5 Millionen US-Dollar.
Ist das neu? Ja, Atherton, Kalifornien (Postleitzahl 94027) lag acht Jahre in Folge an der Spitze. Nun liegt der Ort in der Nähe von San Francisco auf dem zweiten Platz. Durchschnittlicher Hauspreis: 8,3 Millionen Dollar.
Was ist mit den Hamptons? Sagaponack, New York, in den Hamptons (11962) landete mit 5,9 Millionen Dollar auf dem dritten Rang.
Was macht Fisher Island attraktiv? "Sie haben hier quasi Ihre eigene Oase in der Stadt", sagte Jill Eber, Anwohnerin und Luxusimmobilienmaklerin, zu den Tampa Bay Times.
Was ist die Definition von Oase? Abgeschiedenheit und trotzdem Nähe zur Innenstadt von Miami. Die 561 Bewohner zahlen eine Mitgliedsgebühr von 500.000 US-Dollar und fast 40.000 US-Dollar für Annehmlichkeiten wie Pickleball- und Tennisplätze, zwei Tiefwasser-Yachthäfen, einen Golfplatz und eine private Volksschule.
Wie kam die Liste zustande? Untersucht wurden Hausverkäufe, die zwischen Jänner und September in Staaten abgeschlossen wurden, in denen die Kaufpreise öffentlich zugänglich sind.
Was fiel auf? Insgesamt stellten kalifornische Postleitzahlen 61 Prozent der 120 aufgeführten Postleitzahlen.
Worum geht es? Dina Powell McCormick wurde am Montag zur neuen Präsidentin und Vize‑Vorsitzenden von Meta Platforms ernannt. Sie wird damit Nummer 2 im Unternehmen nach CEO Mark Zuckerberg.
Was ist Meta? Meta Platforms, Inc. ist die Dachgesellschaft, also die Mutterfirma, von Facebook, Instagram und WhatsApp und einer der größten Technologiekonzerne der Welt.
Wer ist Dina Powell McCormick? Die 52-Jährige hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen MBA von der Columbia University. Bei Goldman Sachs stieg sie zur Partnerin auf. 2017 war sie eine der leitenden außenpolitischen Beraterinnen von Donald Trump im Weißen Haus.
Wie sieht er die Bestellung? Euphorisch! "Eine großartige Wahl von Mark Z! Sie ist eine fantastische und sehr talentierte Person, die der Trump‑Administration mit Stärke und Auszeichnung gedient hat!", schrieb er.
Was ist nun ihr Job? Sie übernimmt die Aufgabe im Zuge einer Umstrukturierung, bei der Meta verstärkt auf Künstliche Intelligenz, strategische Partnerschaften und Investitionen setzen will.
Was ist mit Zuckerberg? Dina Powell McCormick arbeitet direkt unter ihm und unterstützt die strategische Leitung, hat aber nicht dieselbe Rolle wie ein CEO. Mark Zuckerberg ist weiterhin Gründer, Chairman und CEO von Meta.
Worum geht es? In der Nacht auf Montag fanden im Beverly Hilton in Los Angeles der 83. Golden Globe Award statt. Der größte Gewinner des Abends bei den Filmen war "One Battle After Another".
Was war neu? Erstmals wurde ein Preis für den besten Podcast vergeben. Er ging an die Comedian Amy Poehler für "Good Hang with Amy Poehler".
Sonst so? "One Battle After Another", der satirisch‑politische Thriller von Paul Thomas Anderson, erhielt insgesamt vier Golden Globes. Damit war er der Film mit den meisten Auszeichnungen des Abends. Aber Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio ging leer aus.
Was war mit Streaming? Die Netflix‑Miniserie "Adolescence" gewann vier Golden Globes. Das Krankenhaus‑Drama "The Pitt" wurde als beste Drama‑Serie ausgezeichnet, und Noah Wyle gewann den Preis als bester Schauspieler (Drama‑Serie).
Gab es Protest? Ein wenig. Es gab ein paar politisch angehauchte Outfits und Botschaften auf dem roten Teppich, beispielsweise Anti‑ICE‑Pins einiger Stars mit den Aufschriften "Be Good" und "ICE Out".
Wer protestierte? Prominente wie Mark Ruffalo, Wanda Sykes, Natasha Lyonne und Jean Smart trugen diese Anstecker.
Wer war am deutlichsten? Mark Ruffalo sprach auf dem roten Teppich sehr klar über den kürzlichen Todesfall durch einen ICE‑Einsatz und äußerte scharfe Kritik an der aktuellen politischen Führung der USA, einschließlich persönlicher Kritik an Präsident Trump und seiner Politik.
Und bei den Reden? Auf der Bühne selbst blieben viele Aussagen vorsichtig und allgemein. Moderatorin Nikki Glaser machte satirische Seitenhiebe auf die Trump-Administration, umschrieb den Namen aber meist.























































