Worum geht es? Das Weiße Haus hat am Freitag dem US-Kongress seine Wünsche für den Haushalt 2027 vorgelegt. Besonders auffällig dabei: Das Militärbudget soll um 50 Prozent oder 500 Milliarden Dollar steigen – auf 1,5 Billionen Dollar (ca. 1,3 Billionen Euro).
Will man dafür woanders sparen? Ja, vor allem in den Bereichen Umweltinitiativen, Wohnungsbauförderung und Bildungsmaßnahmen. Auch bei Initiativen für erneuerbare Energien sowie der Raumfahrtbehörde Nasa will man sparen. Insgesamt sollen in diesen Bereichen die Ausgaben um 73 Milliarden Dollar (ca. 63 Mrd. Euro) sinken.
Hatten die USA schon einmal ein dermaßen großes Militärbudget? Jedenfalls nicht in moderner Zeit. Alleine die Aufstockung um 50 Prozent wäre die größte seit dem Zweiten Weltkrieg.
Was soll mit all dem Geld geschehen? Trump hat bereits angekündigt, den Raketenverteidigungsschirm "Golden Dome" errichten zu wollen. Zudem will er 66 neue Kriegsschiffe der "Trump-Klasse" bauen lassen und den Sold der Soldaten um bis zu 7 Prozent erhöhen.
Wie reagierten die Demokraten auf den Vorstoß? "Dies ist lediglich eine realitätsferne Forderung nach mehr Geld für Waffen und Bomben und weniger für die Dinge, die die Menschen benötigen, wie Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung, Straßen, wissenschaftliche Forschung und Umweltschutz", so der ranghöchste Demokrat im Haushaltsausschuss des Senats, Jeff Merkley.
Wie geht es jetzt weiter? Die nun vorgelegten Pläne gelten als Richtschnur, der Kongress muss später darüber entscheiden, was umgesetzt werden soll. Mehrere Abgeordnete der Abgeordnete der Demokraten sowie der Republikaner äußerten bereits Bedenken über die Höhe der vorgeschlagenen Aufstockung der Militärausgaben.
Worum geht es? Im US-Bundesstaat Arizona ist ein Mädchen aufgetaucht, das vor 32 Jahren zum letzten Mal gesehen worden war, ehe es spurlos verschwand. Eine eigens gegründete Cold Case-Einheit ermittelte weiter in der Sache und entdeckte nun die inzwischen 44-jährige Christina MariemPlante , wie das Sheriff-Büro von Gila County in den Sozialen Medien mitteilte.
Wann verschwand die Frau? Am 15. Mai 1994 um die Mittagszeit verließ Christina Marie Plante ihr Zuhause in Star Valley. Sie wollte zu Fuß zu einem Stall gehen, in dem ihr Pferd stand – und verschwand spurlos.
Was ist mit ihr geschehen? Darüber machten die Behörden keinerlei Angaben. Die Ermittler haben jedoch ihre Identität bestätigt und ihr Status als vermisste Person wurde offiziell aufgehoben.
Wie wurde die Frau aufgespürt? Technologischer Fortschritt und moderne Ermittlungsmethoden ermöglichten es den Beamten, demnach, neue Hinweise zu gewinnen, die schließlich zum Durchbruch führten. "Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung von Initiativen zur Aufarbeitung ungelöster Fälle und den Einfluss des technologischen Fortschritts, wenn es darum geht, Familien und Gemeinden lang ersehnte Antworten zu liefern", schrieb das Sheriff-Büro.
Wie geht es jetzt weiter? Warum die Jugendliche damals verschwand und wo sie sich in den vergangenen Jahren aufhielt, bleibt unklar. Aus Respekt vor der Privatsphäre und dem Wohlergehen der heute 44-Jährigen wollen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall bekannt geben, heißt es in der Mitteilung.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag seine Justizministerin Pamela Bondi entlassen. Als Nachfolger benannte Trump zunächst Bondis Stellvertreter, Todd Blanche. Der war früher Trumps persönlicher Anwalt.
Warum musste die Ministerin gehen? Laut New York Times, die sich auf mehrere Insider beruft, war Trump zunehmend unzufrieden mit Bondis Amtsführung. Sowohl ihre Handhabung der Epstein-Akten, als auch die Tatsache, dass es ihr nicht gelang, Verfahren gegen zwei erklärte Feinde Trumps zu eröffnen, hätten ihr letztlich beruflich das Genick gebrochen, so die Zeitung.
Wen hätte sie anklagen sollen? Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und den früheren FBI-Chef James Comey. Beide hatten in der Vergangenheit gegen Trump ermittelt, weshalb sie der Präsident mit seinem ganzen Hass verfolgt. Aber obwohl Bondi Anklagen gegen die beiden vorbereiten ließ, blockierten Gerichte die Anklagen.
Und was war mit den Epstein-Akten? Bondi hatte bei deren Veröffentlichung sehr unglücklich agiert. Und sie ist bis heute nicht dem Gesetz voll nachgekommen, das tatsächlich die Veröffentlichung aller Seiten der Akten über den Missbrauchsfall des ehemaligen Bankers und Trump-Freundes Jeffrey Epstein verlangt. Noch immer sind zahllose Seiten aus den Ermittlungen der Bundesbehörden im Besitz des Staates und wurden noch nicht veröffentlicht.
Was ist das große Bild? Bondis Hinauswurf ist bereits der zweite Wechsel im Kabinett Trump II innerhalb weniger Wochen. Erst Anfang März musste Heimatschutz-Ministerin Kristi Noem gehen.
War's da fürs Erste? Nicht unbedingt. Laut der rechten Influencerin Laura Loomer könnte auch Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard demnächst ihren Job los sein. Sie hat sich durch ihre Unterstützung für den Mitte März zurückgetretenen Leiter des Nationalen Terrorabwehrzentrums (NCTC), Joe Kent, bei Trump unbeliebt gemacht. Kent hatte den Iran-Krieg und Trumps Kurs scharf kritisiert.
Worum geht es? Ein neues Gesetz in Brasilien regelt künftig die Möglichkeit, Paaren, die sich in Trennung befinden, ein gemeinsames Sorgerecht für ihre Haustiere zu gewähren. Man reagiere damit auf gesellschaftliche Veränderungen, so die Abgeordneten in Brasilia.
Wie soll das funktionieren? Nach dem neuen Gesetz werden Gerichte in Brasilien künftig in der Lage sein, Regelungen zum gemeinsamen Sorgerecht für Haustiere von sich trennenden Paaren festzulegen, sollte sich das Paar nicht auf eine gemeinsame Obsorge einigen können.
In welchen Fällen soll das neue Gesetz angewendet werden? Damit das Gesetz auch für sich trennende Paare gilt, muss das Tier den größten Teil seines Lebens mit dem Paar verbracht haben. Eine gemeinsame elterliche Sorge wird nicht gewährt, wenn eine der Parteien vorbestraft ist oder eine Vorgeschichte oder ein Risiko häuslicher Gewalt aufweist.
Wie viele Haustiere leben in Brasilien? Nach Angaben des Instituto Pet Brasil gibt es in dem Land mit 213 Millionen Einwohnern derzeit rund 160 Millionen Haustiere. Mitglieder des Kongresses gaben an, dass es vor Gericht zuletzt zu einer Zunahme von Streitigkeiten um das Sorgerecht für Haustiere gekommen sei.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat am Freitag einen Plan präsentiert, wie die Gefängnisinsel Alcatraz wieder in Betrieb genommen werden soll. Dafür beantragte er in einem Budgetentwurf 152 Mio. Dollar (132 Mio. Euro) für Umbauarbeiten im ersten Jahr.
Alcatraz – war da nicht was? Ja, der Präsident hatte diese Idee bereits im vergangenen Sommer ventiliert, dann jedoch – scheinbar – aufgegeben. Aber so wie der Plan, Grönland zu erobern, ist plötzlich auch die Alcatraz-Idee auf einmal wieder da. Und sehr konkret.
Was ist Alcatraz eigentlich? Eine gut acht Hektar große Felsinsel in der Bucht von San Francisco, auf der sich von 1934 bis 1963 eines der damals berüchtigtsten Hochsicherheitsgefängnisse der USA befand. Es wurde aufgrund der hohen Betriebskosten und der durch das Salzwasser stark angegriffenen Infrastruktur geschlossen und ist heute eine Ruine – und eine beliebte Touristenattraktion.
Was will Trump? Der Präsident begann Mitte letzten Jahres darüber zu fantasieren, das Gefängnis zu renovieren und wiederzueröffnen. Er schickte damals sogar Justizministerin Pamela Bondi (wurde am Donnerstag von Trump entlassen) und Innenminister Doug Bourgum auf die Insel, um die grundsätzliche Machbarkeit der Idee zu überprüfen.
Und das Ergebnis? Das Online-Medium Axios berichtete nach dem Lokalaugenschein, dass eine Renovierung der alten Bausubstanz nicht mehr infrage käme. Und ein Neubau auf der Insel würde zwischen einer und zwei Milliarden Dollar verschlingen – ein Vielfaches dessen, was ein modernes Hochsicherheitsgefängnis auf der grünen Wiese im Hinterland irgendeiner Stadt kosten würde.
Was will Trump dann mit den 152 Millionen? Das ist nicht im Detail bekannt. Aber damit soll das erste Jahr der Umbaumaßnahmen der Anlage finanziert werden, hieß es, ohne weiter ins Detail zu gehen.
Worum geht es? Die Artemis II-Mission der US-Weltraumbehörde NASA ist weiterhin planmäßig Richtung Mond unterwegs. Das Raumschiff der vierköpfigen Crew hat am Freitag den Erdorbit verlassen und ist auf seinen Kurs in Richtung des Erdtrabanten eingeschwenkt. Dabei hat die Mannschaft mehrere Fotos der Erde geschossen, die von der NASA später veröffentlicht wurden.
Wie lange dauert die Reise zum Mond? Am kommenden Montag tritt die Kapsel, die übrigens den Namen Orion trägt, in den Einflussbereich des Mondes ein. Am Dienstag wird sie den Mond umfliegen und dabei die größte Entfernung von der Erde erreichen.
Wie geht es danach weiter? Am Mittwoch beginnt die Rückreise zur Erde, wo die Kapsel am Samstag im Pazifik landen soll.
Was ist der Zweck der Mission? Daten zu sammeln für die weiteren Missionen des Artemis-Programms. 2028 soll dann im Zuge von Artemis IV erstmals seit 1972 wieder eine Raumschiffbesatzung auf der Mondoberfläche landen.
Was ist der langfristige Plan? Eine Station auf dem Mond zu errichten, die in weiterer Folge für die Reise zum Mars als Zwischenstopp dienen könnte. Aber das ist noch Zukunftsmusik, zunächst muss einmal die Mondumrundung von Artemis II gelingen.
Worum geht es? US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den bisherigen Armeechef des Landes, Randy George, zum Rücktritt gedrängt – mitten im Krieg gegen den Iran. Ein Regierungssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des Senders CBS.
Weshalb dieser Schritt? Die Gründe dafür waren zunächst unklar. CBS berichtete aber unter Berufung auf informierte Kreise, Hegseth wolle einen General auf dem Posten, der seine Vision und die Vision von US-Präsident Donald Trump vom Heer teile.
Wie lange war Randy George Armeechef? Der Vier-Sterne-General war von Trumps Amtsvorgänger Joe Biden an die Spitze der Landstreitkräfte berufen worden.
Ist der Wechsel ein Einzelfall? Nein, seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit sind zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht worden. Im Februar 2025 wurde Generalstabschef Charles "CQ" Brown ohne Angabe von Gründen gefeuert. Auch die Spitzen von Marine, Küstenwache und dem Geheimdienst NSA wurden ausgewechselt.
Worum geht es? Am Dienstag startete in Indien offiziell die größte Volkszählung aller Zeiten. Mehr als ein Jahr lang soll erhoben werden, wie viele Menschen tatsächlich im bevölkerungsreichsten Land der Erde leben.
Moment, ist das nicht China? Nein, schon seit einiger Zeit nicht mehr. Laut UNO hat Indien seinen östlichen Nachbarn vor etwa drei Jahren bei der Einwohnerzahl überholt, wobei zu dem Zeitpunkt beide Länder jeweils mehr als 1,4 Milliarden Menschen zählten.
Und wie ist die Entwicklung? Während das Bevölkerungswachstum in China merkbar zurückgeht, steigt die Zahl der Menschen in Indien weiter. Experten schätzen, dass das Ergebnis der Volkszählung über 1,5 Milliarden liegen wird.
Wie läuft die Volkszählung ab? Der Zensus (vom lateinischen Census für Einschätzung, Bewertung) findet in zwei Teilen statt. Heuer werden Informationen über den Wohnungsbestand sowie Merkmale wie Ausstattung und Vermögenswerte der Haushalte gesammelt.
Und nächstes Jahr? Da findet dann die eigentliche Zählung der Bevölkerung statt. Auch sollen dabei wirtschaftliche Merkmale, Bildungs- und Migrationshintergrund sowie die Zahl der Kinder abgefragt werden.
Noch etwas? Ja, erstmals seit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 will die Regierung wissen, welcher Kaste jeder einzelne Bürger angehört. Das Kasten-System bezeichnet die religiös begründete hierarchische Einordnung gesellschaftlicher Gruppen. Mittlerweile wird es zunehmend als ein System sozialer Unterdrückung angesehen.
Wie läuft die Volkszählung ab? Sie soll erstmals weitgehend online stattfinden. Es werden aber auch drei Millionen Helfer eingesetzt, um auch wirklich die gewünschten Informationen zu erhalten. Die Regierung nennt die Volkszählung die "größte administrative und statistische Aufgabe weltweit".
Wie oft finden Volkszählungen statt? Eigentlich alle zehn Jahre. Ursprünglich sollte der aktuelle Zensus bereits 2021 stattfinden, konnte aber wegen Corona nicht durchgeführt werden. Auch nach der Pandemie gab es verschiedene Verzögerungen, weshalb erst jetzt damit gestartet werden konnte.
Wofür werden die Ergebnisse benötigt? Einerseits natürlich, um einen möglichst genauen Überblick über den Bevölkerungsstand zu haben. Außerdem soll eine aktuelle Datengrundlage für Sozialprogramme sowie andere staatliche Projekte geschaffen werden.























































