77 Bewerbungen und "der liebe Gott": Nun steht fest, wer auf die Generaldirektoren-Pirsch gehen möchte. Auch der Sohn eines früheren Staatsopern-Direktors, der Ex-Ehemann der aktuellen ORF-Generaldirektorin und ein Herr Pimmelmann stehen auf der Liste.

Ich bin meistens ganz gut bei Appetit, aber ziemlich schlecht darin, eine Bemerkung hinunterzuschlucken. Das hat mich schon oft in verwegene Situationen gebracht. Manchmal wäre es vernünftiger gewesen, ich hätte mir in solchen Momenten auf die Zunge gebissen. Vielleicht aber auch nicht. Es ist ohnehin zu spät.
So aber habe ich mir das Beißen häufig verbissen. Das hatte zumindest den Vorteil, dass ich mir meine Zunge in voller Länge erhalten konnte. Bei einem Axolotl wächst die nach, bei Menschen leider nicht.
Vor ein paar Jahren habe ich Sigi Maurer verärgert. Es passierte im Rahmen eines Abendtermins, in dem es um Medien ging. Im Unterschied zur öffentlichen Wahrnehmung ist das Thema nicht erst beim letzten Vollmond über Österreich hereingebrochen.
Ich stand in einer kleinen Runde und Maurer hielt ein Privatissimum über Medienpolitik ab, also was dabei anders zu machen wäre und wohin die Reise gehen sollte. Ich weiß nicht, wie sich ein mexikanischer Schwanzlurch in dieser Situation verhalten hätte, ich schaffte es jedenfalls wieder einmal nicht, mir auf die Zunge zu beißen.


Also erlaubte ich mir einen Einwand und sagte sinngemäß: "Das würde natürlich vollkommen anders aussehen, wenn die Grünen in der Regierung wären."
Das Problem war, dass die Grünen zu diesem Zeitpunkt tatsächlich in der Regierung waren. Und Sigi Maurer als Klubobfrau eine zentrale Rolle darin einnahm.
Sie nahm meine Flapsigkeit nicht mit der gebotenen Leichtigkeit einer vorsommerlichen Nacht in sich auf, sondern nutzte die Gelegenheit, um ihrem generellen Unmut über Medien Ausdruck zu verleihen. Es werde immer alles schlechtgeredet und die Journalisten würden nur lästern und spötteln, sagte sie. Das stimmt möglicherweise, bei mir ist es allerdings mehr Berufung als Beruf.
Die Kommunikation der aktuellen Regierung erinnert mich nun an diese Episode. Der Unterschied, ob die drei Parteien über Parteien reden, mit denen sie zusammenarbeiten, oder über Parteien, mit denen sie nicht zusammenarbeiten, ist mit freiem Auge nicht immer leicht erkennbar. Schon gar nicht, wenn man so schlecht sieht wie ein Axolotl.
Noch ungewöhnlicher erscheint es, dass die Regierungsparteien nun damit beginnen, über die sozialen Medien Forderungen an sich selbst zu stellen.



Die SPÖ befand in dieser Woche die Gehälter in Staatsbetrieben als unanständig hoch. Sie machte ihrer Empörung in Form eines Postings auf Instagram Luft: "Wusstest du das? 750.000 €", stand in großen Lettern da.
Das war plakativ, aber etwas rätselhaft formuliert. Zudem blieb unklar, an wen die SPÖ die Frage richtete. An die potenzielle Wählerschaft? An die Funktionäre? An sich selbst?
Die Auflösung erfolgte im Kleingedruckten. "Das ist das Jahresgehalt der ÖBAG-Chefin". Die SPÖ findet es also nicht gut, dass Edith Hlawati, Vorständin der Österreichischen Beteiligungs AG, 750.000 Euro im Jahr verdient.
Die ÖBAG folgte 2019 der ÖBIB nach, die wiederum 2015 der ÖAIG nachgefolgt war, ihrerseits Nachfolgerin der ÖIG. Unter den verschiedenen Namen hatte die Holding den immer gleichen Job zu erledigen: Das Vermögen der Republik, das in Staatsbetrieben steckt, zu verwalten. Es geht dabei nicht um Erdnüsse, sondern um ein Portfolio in Höhe von 32 Milliarden Euro.
750.000 Euro sind viel Geld, und aus Sicht und Biografie der Sozialdemokratie erscheint der Ausritt nachvollziehbar. Die Erzählung hat allerdings einige Pferdefüße.

Die SPÖ hält ja in der Regierung momentan selbst die Zügel an der Hand. Sie muss nicht die Instagram-Kavallerie zum Sturm auf die Bastille ermuntern. Sie kann ihre Wünsche ins Regierungsprogramm schreiben, auf die Tagesordnung im Ministerrat setzen, bei der nächsten Klausur thematisieren. Andreas Babler kann den Kanzler beiseitenehmen und ihm sein Herz ausschütten.
Das Vergütungssystem in der ÖBAG legt der Aufsichtsrat fest. Dort fungiert die SPÖ-nahe Gewerkschafterin Helene Schuberth als Vizechefin und zwei Personalvertreter der Fraktion sozialistischer Gewerkschafter sind Mitglied des neunköpfigen Gremiums.
Die üppige Besoldung ist überdies keine Erfindung der Neuzeit. Sie hat seit Jahrzehnten jede Regierung überdauert, egal ob der Kanzler rot oder schwarz oder türkis oder irgendwas dazwischen war.
Schon vor 30 Jahren kassierten die beiden Vorstände der ÖIAG jeweils rund 725.000 Euro im Jahr. Als Alfred Gusenbauer für die SPÖ den Kanzler mimte, verdiente Peter Michaelis 700.000 Euro im Jahr, unter SPÖ-Kanzler Werner Faymann war es nicht viel anders, ohne dass sich jemand aus der Partei deshalb ins Schwert stürzte.
Das Gehalt kann man natürlich unverschämt finden, aber es sollte dann weniger nach einer Anschuldigung, sondern mehr wie eine Beichte klingen. Sünden werden einem nämlich selten erlassen, wenn man jemand anderen dafür verantwortlich macht.


Aber nicht nur die SPÖ hat noch nicht verinnerlicht, dass sie nun in der Regierung sitzt und nicht mehr auf der Oppositionsbank. Auch die NEOS verfielen der Versuchung, gegen sich selbst in den Kampf zu ziehen. Sie starteten die "Initiative ORF reformieren statt demolieren".
Die NGO, verhüllt unter dem Deckungsmantel einer Regierungspartei, erhebt fünf Forderungen, darunter "Schluss mit politischer Einflussnahme". Seltsamerweise hat man dieser Tage den Eindruck, es passiere das genaue Gegenteil davon, aber vielleicht haben die NEOS nichts mit der Regierung zu tun, in der sie sitzen.
Man kann die Initiative per Unterschrift unterstützen. Wenn es genug Befürworter gibt, tritt die Koalition dann mutmaßlich an die Koalition heran, um von sich selbst Änderungen zu fordern.
Nur die ÖVP fordert momentan nichts. Nicht einmal von sich selbst.

Die Regierung führt derzeit aber sowieso ein Schattendasein. Inflation, Wirtschaftswachstum, Bildungsmisere, alles nicht so wichtig. Das Land hat der Frage, wer in den nächsten fünf Jahren den ORF führen darf, oberste Priorität eingeräumt.
Der Vorgang nimmt immer aberwitzigere Züge an. In den kommenden zwei Wochen wird sich der Eindruck verfestigen, es finde in einem Nichtwahljahr tatsächlich so etwas wie ein Wahlkampf statt, an dessen Ende ein Urnengang steht, ohne dass jemand gewählt werden kann.
Nur falls Sie nach einer Lücke in Ihrem Terminkalender suchen: Sie müssen sich den 11. Juni nicht freihalten, um irgendwo ihre Stimme abzugeben. Die neue Chefetage im ORF wird ganz ohne ihr Zutun festgelegt.
Im Vorfeld aber ist Ramba-Zamba. Am Dienstag, 2. Juni, lädt die Parteiakademie NEOS Lab aus eher unerfindlichen Gründen zu einem eigenen "öffentlichen Hearing für Bewerber:innen als ORF-Generaldirektor:in". Mit Stand Freitag hatten allerdings erst drei Bewerber zugesagt.
Sie müssen sich zum Termin sputen, denn schon um 15 Uhr zeichnet Puls 4 am selben Tag sein Hearing auf, das eigentlich kein Hearing ist, sondern eine Elefantenrunde wie vor der Nationalratswahl. Auch die Taferln zum Hochhalten mit "Ja" oder "Nein" wird es geben. Die Sendung soll 55 Minuten dauern, vielleicht aber auch länger.


Das Hearing der NEOS findet in der Radio Hall im Wiener Funkhaus statt und startet um 18 Uhr. Jeder Kandidat – nur die Männer Markus Breitenecker, Clemens Pig und Johannes Larcher haben ihr Kommen avisiert – hat vier Minuten Zeit, um sich zu präsentieren, also zu pitchen, wie das offiziell heißt, danach gibt es Publikumsfragen.
In die Radio Hall passen rund 80 Personen. Die Veranstaltung, die von der Presse-Redakteurin Anna Wallner moderiert wird, kann man sich aber auch auf dem YouTube-Channel der NEOS anschauen, es gibt dazu einen APA-Stream, ORF ON übernimmt das Signal.
Wer danach noch Lust auf mehr ORF hat, kann sich ab 22.20 Uhr die Elefantenrunde ansehen, die Puls 4 am Nachmittag aufgezeichnet hat. Hierfür haben bisher fünf Kandidatinnen und Kandidaten zugesagt. Danach entweicht etwas Luft aus dem Kessel – langes Wochenende.
Wir werden nicht darben müssen. Rund um Fronleichnam wird es in den Medien weitere Prozessionen an Interviews geben, schon in den vergangenen Tagen trug die Kandidaten-Gemeinde ihre Gedanken zum ORF wie eine Monstranz vor sich her. Erneut präsentierten sich alle einem Publikum, das sie nicht wählen wird können.
Aber es war einiges zu erfahren. Der bisherige APA-Chef Clemens Pig stellte in der Kleinen Zeitung und in der Presse ORF III zur Disposition und erklärte, dass er von niemandem eine Jobzusage habe, "weder von der Kanzlerpartei, auch nicht vom lieben Gott." Es gab Phasen in der ÖVP, da wurde diesbezüglich gar kein großer Unterschied gemacht.

Lisa Totzauer wurde im Standard noch konkreter. Die derzeitige Magazinchefin im ORF will die Direktion um zwei Jobs verkleinern und die Zahl der Chefredakteure verringern. Sie habe nicht den Eindruck, sagte sie, dass die "Struktur im Newsroom die Qualität und Geschwindigkeit massiv gesteigert hätte." Die gegenwärtigen ORF-Krise nennt Totzauer eine "Phase des Wahnsinns".
Nach den Interview-Hochämtern zum Feiertag wird dann die nächste Welle Ramba-Zamba gestartet. Denn am Montag, 8. Juni, folgt das inoffizielle offizielle Hearing auf ORF III und es wird haarig. Denn wer darf dort antreten? Vor allem, wer bekommt keine Einladung? Kann jemand, der keine Einladung erhält, danach klagen, weil er im Bestellungsprozess diskriminiert wurde?
Der ORF plant vorsichtig mit 120 Minuten Sendezeit. Intern, denn im Programm findet sich immer noch eine Folge "Klingendes Österreich", gefolgt von "Meryn am Montag". Wenn zehn Kandidaten geladen werden müssen, könnte es auch für den Hauptabend eng werden. Momentan ist ein Camping-Schwerpunkt vorgesehen.
Eine Kombination ist derzeit nicht angedacht. Leider! Dass man also alle Bewerber auf einen Campingplatz einlädt und aus dem Hearing eine etwas gestraffte Version von "Love Island" macht.
An Kandidaten gäbe es keinen Mangel. Bis auf Rolf Rüdiger, Fit mit Philipp und Marko Arnautovic, der aber eher auf das Amt des Bundespräsidenten schielt, scheint sich das gesamte Land beworben zu haben.


Das weiß inzwischen auch die Findungskommission, die Mitglieder bekamen am Freitag Zugang zu den Dateien der "Love Island"-Kandidaten. Um Mitternacht davor war die Bewerbungsfrist abgelaufen. 77 Personen – so viele sind es wirklich – bekundeten ihr Interesse an dem Generaldirektoren-Job.
Die Findungskommission gab es in dieser Form bisher nicht, aber die Einführung erweist sich angesichts der Prallheit des Teilnehmerfeldes als Königsidee. Das Gremium tritt am Montag, 1. Juni, ab 12.30 Uhr zusammen, um die Bewerber zu sichten. Nach ersten Schätzungen werden von den 77 Interessenten 15 bis 25 übrig bleiben.
Diese 15 bis 25 Interessenten lösen damit nicht automatisch ein Ticket für das Hearing, ihr Name wird nur in einen Hut geworfen, weil sie "theoretisch wählbar" sind. Wer tatsächlich zur Bestellung zugelassen wird, braucht einen Stiftungsrat, der ihn oder sie nominiert, sonst geht hier die Reise zu Ende.
Die Findungskommission besteht aus neun Mitgliedern des Stiftungsrates plus einem Notar, alle Fraktionen finden sich hier wieder. Die Delegierten haben an diesem Wochenende einen Knochenjob zu erledigen. Sie müssen sich durch die Bewerbungs-Unterlagen klicken und so mancher wird sich danach fühlen wie ein Axolotl.
Denn das Teilnehmerfeld ist – sagen wir einmal – bunt. Darunter befindet sich eine verurteilte Corona-Leugnerin, ein Bewerber, der seine Eignung mittels Beistellung eines Freischwimmer-Ausweises dokumentierte, und ein Mann, der sich den Namen Roland Pimmelmann gab, als Adresse Puffgasse angab und einen Stiftungsrat Oberhurenbock nannte. Seine Chancen werden als gering eingeschätzt.

Einige werden an der Hürde scheitern, keinen Strafregister-Auszug mitgeschickt zu haben. Andere haben ihrer Bewerbung lediglich ein E-Mail beigefügt. Im Feld finden sich klingende Namen wie ein Haselsteiner und zwei Kratkys, sie haben aber nichts mit dem Bauunternehmer und dem ehemaligen Ö3-Wecker zu tun.
Auch beim Robert Wiesner aus der Liste handelt es sich nicht um den gleichnamigen Ehemann von Justizministerin Anna Sporrer, der früher allerdings tatsächlich beim ORF beschäftigt war.
Überraschend ist, dass sich Philipp König, Geschäftsführer von Kronehit, und Alexander Hofer, Direktor des ORF-Landesstudios Niederösterreich, nicht unter den Bewerbern finden, beiden waren ursprünglich Chancen eingeräumt worden.
Dass Ingrid Thurnher nicht antritt, weiß die geneigte Leserschaft der Kopfnüsse schon seit zwei Wochen. Da hatte ich etwas journalistisch Verwegenes gewagt, sie angerufen und befragt.
Sehr wohl will aber Adrian Hollaender, Rechtsanwalt in Wien und Sohn des ehemaligen Staatsopern-Direktors Adrian Hollaender, ORF-General werden, auch Robert Altenburger, früher Programmplaner im ORF und später Chefredakteur von Servus TV, hat Lust.
Die frühere ORF-Managerin Petra Höfer, die den ORF wegen Machtmissbrauchs, sexueller Belästigung und Mobbing klagte, ehe sie sich schließlich mit ihrem Ex-Arbeitgeber verglich, strebt eine Rückkehr auf den Küniglberg an. Ebenso Sonja Sagmeister, ehemalige Wirtschaftsredakteurin des ORF, die sich noch in einem aufrechten Rechtsstreit mit dem Sender befindet.



Manfred Greisinger wiederum, der ebenfalls (und nicht zum ersten Mal) Generaldirektor werden will, hat einen eher privaten Bezug zum ORF. Der Waldviertler Verleger, der schon 26 Bücher geschrieben hat, war in erster Ehe mit Ingrid Thurnher verheiratet. Der Fall wird nicht eintreten, aber diese Form der Erbfolge wäre selbst für Österreich neu.
Eines sei der Ordnung halber angemerkt: Das umfangreichste Teilnehmerfeld aller Zeiten ist gleichzeitig auch das beste, das es jemals gegeben hat. Die Anzahl an Kandidaten mit Spaßhintergrund darf darüber nicht hinwegtäuschen.
Trotzdem erscheint erstaunlich, dass sich so furchtbar viele Menschen für einen Job interessieren, der in den kommenden Jahren angeblich so furchtbar wird. Wie furchtbar, erfahren die Kandidaten 24 Stunden vor der entscheidenden Sitzung. Am 10. Juni hält Finanzminister Markus Marterbauer seine Budgetrede und die hat diesmal auch für den Rundfunk Brisanz.
Der ORF darf seit der Umstellung von der GIS auf die Haushaltsabgabe keinen Vorsteuerabzug mehr geltend machen. Dadurch entgehen ihm im Jahr rund 70 Millionen Euro, die bekam er von der Regierung ersetzt. Bisher. In Zukunft soll das nicht mehr der Fall sein, Details dazu dürfte Marterbauer bei der Präsentation des Budgets bekannt geben.
Im ORF ist man aber schon auf der Suche nach dem Geld, das eventuell sofort wegfällt. 2026 kann die Lücke noch durch die Auflösung von Rücklagen gestemmt werden, 2027 aber nicht mehr. Zum Sparpaket kommt dann ein weiteres Sparpaket dazu.


ORF III, FM4, SPORT +, das Radio-Symphonieorchester Wien, Verträge mit Produzenten, Kooperationen mit deutschen Sendern für Filme und Serien, österreichische Filmaufträge – die mögliche Streichliste ist lang, auch ein paar hundert Jobs wackeln. Am Montag beriet der Finanzausschuss des Stiftungsrates darüber.
Im ORF wird auch darüber debattiert, ob man sich noch weiterhin ein Stadtstudio Wien für 1,5 Millionen Euro pro Jahr leisten kann, obwohl am Küniglberg Platz wäre. Und ob es angemessen ist, der Staatsoper jedes Jahr eine Million Euro Lizenzgebühr für den Opernball zukommen zu lassen.
Mit solchen Fragen muss sich die neue Generaldirektorin oder der neue Generaldirektor herumschlagen. Ob das tatsächlich jene Person bleibt, die am 11. Juni ernannt wird, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Erwartet wird, dass es gegen die Bestellung mehrere Beschwerden bei der Rundfunk-Regulierungsbehörde geben wird.
Die KommAustria hat sechs Monate Zeit, um zu einer Entscheidung zu gelangen, auch dagegen kann vorgegangen werden. Hans Peter Lehofer, ehemaliger Leiter der Behörde und nunmehriger Senatspräsident des Verwaltungsgerichtshofs, hat in seinem Blog ausführlich erklärt, worum es geht.

Im ORF kursiert eine weitere Version der Vorgänge und die handelt von einem mysteriösen FPÖ-Drehbuch. Es hat sich nämlich auch Kathrin Zierhut-Kunz, seit 2022 kaufmännische Geschäftsführerin von ORF III, für den Job beworben.
Die Managerin mit Nähe zu den Blauen könnte die Bestellung öffentlichkeitswirksam anfechten. Die Freiheitlichen wiederum könnten daraufhin die Personalie zum Anlass nehmen, um das ORF-Volksbegehren zu starten, das sie angeblich in der Schublade parat liegen haben. Bestätigung dafür gibt es keine, aber das haben "Phasen des Wahnsinns" so an sich.
Ich wünsche einen wunderbaren Sonntag. Am Freitag traf sich die "Steuerungsgruppe der Reformpartnerschaft" im Bundeskanzleramt. Das Gremium wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen, um Österreich bürokratisch auf Ozempic zu setzen.
Die Bereiche Verwaltung, Gesundheit, Bildung und Energie sollten verschlankt werden. 12 Monate nach Start liest sich das zusammenfassende Protokoll aber wie eine Aneinanderreihung von Stehsätzen dieser Art: "In Arbeitsgruppen wurden substanzielle Ergebnisse erarbeitet, die nun in den übergeordneten Reformprozess einfließen."
Bis in einer kleinen Weile! Bei den Reformen wird es wohl eine größere Weile dauern.